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Redrose

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.11.2020

Alpakas sind die neuen Einhörner

Mein kleiner Apfelhof zum Glück
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In diesem Buch sind die Tiere die Stars und sie spielen die Menschen fast ein wenig an die Wand.

Emma verliert nach 7 Jahren völlig unterwartet ihren Job und flüchtet sich aus Hamburg zu ihrer Oma Luise ...

In diesem Buch sind die Tiere die Stars und sie spielen die Menschen fast ein wenig an die Wand.

Emma verliert nach 7 Jahren völlig unterwartet ihren Job und flüchtet sich aus Hamburg zu ihrer Oma Luise in die Lüneburger Heide. Dort angekommen stellt sie allerdings fest, dass die heile Welt, mit der sie gerechnet hatte, bedroht ist. Ihre Oma muss ins Krankenhaus und zudem bedrohen Geldsorgen den Apfelhof.

Doch vielleicht können ja die Alpakas den Hof retten, die der Tierarzt Lukas bei Oma Luise in Pflege gegeben hat. Und auch wenn Emma von Männern erst einmal die Nase voll hat, nachdem sie von ihrem Freund betrogen wurde, so fühlt sie sich doch merkwürdig angezogen von dem gutaussehenden Tierarzt.

Sehr gut gefallen hat mir auch Radetzky, Oma Luises alter Bernhardiner, der über eine sehr gute Menschenkenntnis verfügt.

In die Alpakas habe ich mich auch gleich verliebt und kann sehr gut nachvollziehen, warum Alpaka Wanderungen bereits Monate im Voraus ausgebucht sind.

Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen und besonders die Tiere sind mir sehr ans Herz gewachsen. Wie ein Sommertag in der Lüneburger Heide, so lässt mich dieser Wohlfühlroman mit einem angenehmen Lächeln zurück.

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Veröffentlicht am 08.11.2020

Je oller, je doller? Eifelkrimi im Altersheim

Schlaf schön
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Frederike Suttner, pensionierte Mord-Ermittlerin, ist eine sympathische „Miss Marple“, die im Ruhestand eigentlich nur ihre Gartenarbeit und die Zweisamkeit mit ihrem Kater Hannelore genießen möchte. Doch ...

Frederike Suttner, pensionierte Mord-Ermittlerin, ist eine sympathische „Miss Marple“, die im Ruhestand eigentlich nur ihre Gartenarbeit und die Zweisamkeit mit ihrem Kater Hannelore genießen möchte. Doch die Ruhe wird empfindlich gestört, denn in einem Altersheim sterben mehr Alte, als üblich und so wird ihr Spürsinn geweckt. Undercover als angeblich verwirrtes Friedchen beginnt Frederike zu ermitteln und bringt sich dadurch selbst in Gefahr.

Mir haben besonders gut die vielen alten Leute rund um Klara gefallen, die versuchen, sich auch in einer solchen Einrichtung nicht den Lebensmut rauben zu lassen und ihre Individualität zu bewahren. Der Balanceakt zwischen dem Versuch, ein Altersheim rentabel zu führen und trotzdem die Menschlichkeit bei der Pflege nicht zu vernachlässigen, ist mit Sicherheit ein Thema, dass uns die kommenden Jahre weiterhin beschäftigen wird.

Nach der Lektüre dieses Romans bin ich allerdings fest entschlossen, dass ein Altersheim absolut nicht geeignet ist für mich 😉 aber zum Glück ist das noch lange kein Thema 😊

Das Buch hat mir gut gefallen und ich könnte mir weitere Abenteuer mit Frederike gut vorstellen. Auch die Geschichte um ihre Nichte Angela fand ich spannend und ich wollte ihr immer wieder zurufen: mach die Augen auf, Mädel 😊

Einen Punkt Abzug gibt es für den Schluss des Buches, den ich als sehr unrealistisch empfunden habe, aber das ist natürlich meine subjektive Meinung. Davon abgesehen gibt es eine Leseempfehlung und 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 08.11.2020

Nostalgie Krimi mit Ausflug ins Chiemgau

Still ruft der See
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Dieses ist bereits der dritte Band um das Ermittlertrio und obwohl ich die Vorgängerbände nicht kenne, war der Einstieg kein Problem. Theo, Frührenter mit Lamborghini-Traktor, Sabine, Studentin und Rockmusikerin ...

Dieses ist bereits der dritte Band um das Ermittlertrio und obwohl ich die Vorgängerbände nicht kenne, war der Einstieg kein Problem. Theo, Frührenter mit Lamborghini-Traktor, Sabine, Studentin und Rockmusikerin und Lieselotte Larisch, Rentnerin mit einer Vorliebe für deftige Kost aus dem Sudetenland.

Das Cover mit seinem alten Röhrenfernseher und der altmodischen Stehlampe sowie der gemusterten Tapete erinnert mich an meine Jugend. Und das ist auch das große Plus an diesem Krimi. Der Ausflug in die gute alte Zeit der 70er Jahre. Erinnerungen an Schlaghosen, TriTop Sirup und Telefone mit Wählscheiben, wahlweise in den Farben kieselgrau, knallorange oder hässliches grün 😉

Theo als Roadie und Sabine als Rockröhre sind wegen eines Rockkonzerts im Chiemgau und erleben mit, dass eine Frau verschwindet und wenig später tot aufgefunden wird. Selbstmord oder Mord? Diese Frage lässt die beiden nicht los und gemeinsam mit Lieselotte wird ermittelt, was das Zeug hält. Ich habe mich immer wieder gefragt, warum googeln die, die Informationen nicht, bis mir wieder einfiel, in welcher Zeit der Roman spielt. Was haben wir nur früher gemacht, bevor das Internet unsere Informationsquelle wurde? Da werden alte Zeitungsberichte in Archiven gewälzt und Nachbarn befragt.

Bei ihren Recherchen wirbeln die drei jede Menge Staub auf und geraten sogar in Lebensgefahr und wer fährt eigentlich in diesen blauen VW Käfern, die allgegenwärtig zu sein scheinen?

Mein Resümee: Amüsanter Roadtrip in die Vergangenheit.

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Veröffentlicht am 07.12.2025

Das Verbrechen schläft nicht in Montreux

Letzter Ton in Montreux
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Von Montreux kenne ich nur das Jazz Festival und das ist nicht meine Musikrichtung 😉 aber bisher dachte ich, dass es da mondän und idyllisch zugeht. Doch Laura Pfeiffer deckt ein abscheuliches Verbrechen ...

Von Montreux kenne ich nur das Jazz Festival und das ist nicht meine Musikrichtung 😉 aber bisher dachte ich, dass es da mondän und idyllisch zugeht. Doch Laura Pfeiffer deckt ein abscheuliches Verbrechen auf und bringt sich dadurch selbst in Gefahr.

Beim Lesen hatte ich öfters das Gefühl wie bei einem Film, wenn die Protagonisten etwas ziemlich Dummes machen, wie zum Beispiel allein durch einen dunklen Park zu gehen 🤣 und wollte Laura immer zurufen, sich doch vernünftiger zu verhalten, aber das ist nicht ihre große Stärke 😉.

Der Fall bringt Laura und mich mit Menschen in Berührung, auf die ich gerne verzichten würde und für die ein Menschenleben keine Bedeutung hat. Mir haben die Ermittlungen Spaß gemacht, da ich ja ungefährdet vom Sofa aus den Verbrechern nachjagen konnte.

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Veröffentlicht am 21.04.2025

Viel Hokuspokus, wenig Krimi

Sonnwendmord
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Nach Marillenknödelmord war ich riesig gespannt auf den zweiten Fall für Krimiautor Horvath und wieder war die ganze Mischpocke aus Teil 1 mit dabei: Freundin Mimi, ihre Schwester Maria und deren Schamane.

Es ...

Nach Marillenknödelmord war ich riesig gespannt auf den zweiten Fall für Krimiautor Horvath und wieder war die ganze Mischpocke aus Teil 1 mit dabei: Freundin Mimi, ihre Schwester Maria und deren Schamane.

Es beginnt gleich spannend, bei der Sonnwendfeier in der Wachau wird bei der Verbrennung einer Strohhexe eine Leiche entdeckt. Die Tote war mächtig unbeliebt, an Verdächtigen ist also kein Mangel. Aber dann sind die Ermittlungen nicht nur bei mir ins Stocken geraten.

Während ich Mimis Eskapaden in Teil 1 noch witzig fand, hat mich das Getrommel, die Mantras und das ganze esoterische Gedöns angefangen zu nerven und viel zu viel Raum in der Geschichte eingenommen. Ich habe mich gefragt, was die Mimi an ihrem Horvath eigentlich mag, denn wen man liebt, den sollte man nicht komplett verändern wollen. Und der Horvath ist sich seiner Mimi so unsicher, dass er alles mitmacht. Ich mache auch gerne etwas meinem Mann zuliebe und schließe Kompromisse, aber bleibe meinem Wesen dann doch treu. Bei Mimi und Horvath scheint mir das eine Beziehung zu sein, die arg im Ungleichgewicht ist.

Der eigentliche Kriminalfall ist dadurch ins Hintertreffen geraten und obwohl das Motiv durchaus interessant war, konnte Sonnwendmord bei Weitem nicht an Marillenknödelmord heranreichen.

Ich würde mir wünschen, dass der Horvath mit etwas mehr Selbstbewusstsein aus diesem Fall herausgeht und wieder ein ebenbürtiger Partner für die Mimi wird.

Für mich hat es leider nur für 3,5 Sterne gereicht und die Hoffnung auf mehr Inhalt und weniger nackerte Tänze im 3. Fall.

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