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Redrose

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.11.2020

Leg dich nicht mit Mathilda an

Mathilda oder Irgendwer stirbt immer
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Ich habe bereits einige Bücher von Dora Heldt gelesen und liebe ihre Art von Humor.
Ein wenig makaber, aber ich mag das sehr gerne.

Die Sprecherin passt mit ihrer unaufgeregten sympathischen Art sehr ...



Ich habe bereits einige Bücher von Dora Heldt gelesen und liebe ihre Art von Humor.
Ein wenig makaber, aber ich mag das sehr gerne.

Die Sprecherin passt mit ihrer unaufgeregten sympathischen Art sehr gut zu dem Hörbuch.

Zum Inhalt: Mathilda wohnt mit ihrem geliebten Mann Gunnar auf dem Hof, der ihrer Mutter Ilse gehört. Ilse ist kein sehr sympathischer Mensch, den Schwiegersohn kann sie nicht leiden, weil er ein Pole ist, viel lieber hätte es sie gesehen, wenn sich ihre Tochter mit dem Nachbarsohn vermählt hätte. Dass der ein unsympathischer Aufschneider ist, der seine Frau schlecht behandelt, sieht Ilse nicht.

Mathildas Bruder Pitt betreibt eine Kneipe in Hamburg und schlägt sich mehr schlecht als recht durchs Leben, immer an der Grenze der Legalität.

Als Ilse mal wieder ganz besonders garstig ist, stellt sich Mathilda vor, wie das Leben wohl wäre, wenn Ilse nicht mehr da wäre und wundersamer Weise, wird dieser Wunsch Wirklichkeit. Der Hörer empfindet kein Mitleid ob des Ablebens von Ilse, da sie nun wirklich kein netter Mensch war.

Überhaupt geht es in dem kleinen Dörfchen Dettebüll ganz schön wild zu. Es wimmelt von skurrilen Typen, Intrigen werden gespinnt, Kriminelle aus der Großstadt fallen ein, die Familie vergrößert sich, das alles ist herrlich verrückt und so humorvoll, dass ich gerne ein Teil von Mathildas Familie wäre. Aber ich würde mich hüten, sie gegen mich aufzubringen. Warum? Hört es euch selbst an.

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Veröffentlicht am 08.11.2020

Wer schon immer mal wissen wollte wie es 2040 aussieht

Puppenspiel
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Was wurde aus Stuttgart 21 und wann ist das endgültige Eröffnungsdatum von BER? Wie entwickelt sich die Menschheit bis zum Jahr 2040?

Andreas Aschberg hat einen Zukunftsthriller geschrieben, in dem ...



Was wurde aus Stuttgart 21 und wann ist das endgültige Eröffnungsdatum von BER? Wie entwickelt sich die Menschheit bis zum Jahr 2040?

Andreas Aschberg hat einen Zukunftsthriller geschrieben, in dem er dem Leser seine Ansichten zeigt, wie sich die Menschheit bis 2040 entwickelt. Rein fiktiv natürlich. Über vieles musste ich schmunzeln, nicht alles hat mir gefallen, aber wer sagt denn, dass uns die Zukunft gefallen muss?

Egidius Stahl, ein Mann vom alten Schlag, tut sich noch schwer mit der neuen Technologie des Lifenet. Als Privatdetektiv arbeitet er in einer Welt, die sich rasant verändert hat und in der vieles elektronisch gesteuert und überwacht wird.

Zusammen mit seinem Team, Bülent und Lizzie übernimmt Egidius einen Auftrag, der all sein Können fordert und was nach einem harmlosen Auftrag aussah, entwickelt sich zu einem Abenteuer, in welchem Plasmatanks, Wallküren, ein Halbgott und viele andere seltsame Gestalten auftauchen.

Wird es Egidius und seinem Team gelingen, die Welt zu retten?

Mir hat dieser Ausflug in die Zukunft sehr viel Spaß gemacht und wenn man erst mal die ersten Seiten mit sehr viel Technik überwunden hat, gelingt es dem Leser immer besser in diese neue Welt einzutauchen und auch mal darüber nachzudenken, ob so ein Ausflug in einem Plasmatank nicht auch einem selbst viel Spaß machen würde.

Als Quintessenz habe ich mitgenommen, dass auch in der Zukunft die Dinge am wichtigsten sind, die man nicht kaufen kann: Zusammenhalt, Freunde, Liebe oder wie Bülent gesagt hat: Man ist immer nur so stark wie die Menschen um einen herum.

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Veröffentlicht am 08.11.2020

Spannung Pur!

Der Patriot
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Das Hörbuch dauert 14 Stunden und das hat mich zunächst ein wenig erschreckt. Klang die Stimme des Sprechers zunächst noch ein wenig nach Nachrichtensprecher, konnte mich Wolfgang Bergers hypnotische Stimme ...

Das Hörbuch dauert 14 Stunden und das hat mich zunächst ein wenig erschreckt. Klang die Stimme des Sprechers zunächst noch ein wenig nach Nachrichtensprecher, konnte mich Wolfgang Bergers hypnotische Stimme schnell aber immer mehr in ihren Bann ziehen.

Das Hörbuch besteht aus mehreren Handlungssträngen, was anfangs ein wenig verwirrend erscheinen mag. Ich musste mir Notizen machen, um die vielen verschiedenen Personen besser einordnen zu können. Aber nach und nach gelang mir das immer besser und ich bin ohne Notizen ausgekommen.

Jedes Mal, wenn ein Handlungsstrang in einen anderen überging, war es aber so spannend, dass man unbedingt wissen wollte, wie es weiterging.

Die Handlung ist erschreckend realitätsnah. Die sog. Helden Schwedens sind mit der Einwanderungspolitik ihres Landes nicht einverstanden und sehen die muslimischen Einwanderer als Wurzel alles Übels. Auch gut integrierte Muslime, für die Schweden inzwischen ihre Heimat geworden ist und die selbst die „neuen Flüchtlinge“ als respektlos und undankbar ansehen, werden von den „Schweden Demokraten“ grundlos zusammengeschlagen. Sehr gut gelingt es dem Autor zu beschreiben, was für eine verquere Logik diese Menschen antreibt, die Journalisten umbringen, weil sie diese als Landesverräter ansehen.

Ein Handlungsstrang beginnt auch in Chile und handelt von dem Exil Schweden August, der nach Jahren in der Fremdenlegion als Leibwächter eines Drogenbosses arbeitet. Für mein zartes Gemüt waren die Beschreibungen von Folter und Mord ein wenig zu heftig, aber das ist ja Geschmacksache.

Die Zusammenführung der handelnden Personen ist absolut gelungen. Ich habe mich in keiner Sekunde gelangweilt, mit Ibrahim und Mitra gelitten, mit Schrecken gehört, wie einfach Carl und seine Kumpane ihre Morde durchführen konnten und vor sich selbst rechtfertigen als notwendig für ein sauberes und freies Schweden und mit August gebangt, ob er seine Jugendliebe retten kann.

Während mein Mann anfangs nur sporadisch mitgehört hat, wurde auch er immer mehr in den Sog der Geschichte gezogen und ich durfte nicht mehr alleine weiter hören, damit auch er nichts mehr dieser spannenden Geschichte verpasst hat.

Dieses Hörbuch verdient eine unbedingte Hörempfehlung und 5 Sterne! Ich würde mich freuen, mehr von Patrik Engmann zu lesen.

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Veröffentlicht am 08.11.2020

Spannung und ganz viel Herz im wilden Westen

Das wilde Herz des Westens
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Ich habe bereits ein anderes Buch der Autorin gelesen, aus einem anderen Genre und muss sagen, ich bin Alexandra Fischer Fan geworden!

Der Schreibstil lässt sich super lesen, die Beschreibungen so detailliert, ...


Ich habe bereits ein anderes Buch der Autorin gelesen, aus einem anderen Genre und muss sagen, ich bin Alexandra Fischer Fan geworden!

Der Schreibstil lässt sich super lesen, die Beschreibungen so detailliert, dass der Leser mittendrin in der Handlung ist und sich wunderbar mit den Protagonisten identifizieren kann, zumindest mit den Sympathischen ;)

Natürlich gibt es auch Unsympathische und da hofft man dann eben auf ein schlechtes Ende für diese.

Was wirklich wichtig ist im Leben, galt damals wie heute. Zusammenhalt, Liebe und genug zu Essen. Von Toilettenpapier war glaube ich nie die Rede ;)

Zur Handlung:

Der Prolog startet gleich damit, dass die 7 jährige Irin Briana ihre brutal ermordeten Onkel und Tante findet, bei denen sie lebte und bereits da ist auch dem Letzten klar: der wilde Westen war kein Zuckerschlecken. Besonders Iren waren in den USA der damaligen Zeit sehr schlecht angesehen.

Bei dem Bruder des Mörders Dave wächst Briana als Spielgefährtin dessen Tochter Phoebe und Haushaltsangestellte heran. Im Sezessionskrieg trifft sie wieder auf Dave und es bietet sich die Möglichkeit der Rache.

Nach dem Krieg herrscht im Osten des Landes Mangel an Männern, während im wilden Westen immer mehr einsame Cowboys eine Ostküstenbraut suchen.

Briana begleitet Phoebe auf dem Weg zu ihrem Bräutigam Silas, doch dieser ist nicht der Gentleman, den sich Phoebe vorgestellt hat. Gemeinsam mit Silas Familie sowie weiteren Weggefährten macht sich das Trupp Pioniere auf den Weg in den wilden Westen.

Neben dem Unbill der beschwerlichen Reise warten Indianerüberfälle, Bösewichte und allerlei Katastrophen auf die mal mehr mal weniger mutige Truppe.

Sehr gut gefallen hat mir auch die Entwicklung der Charaktere. Das Buch zieht einen immer mehr in seinen Bann, so dass man es kaum zur Seite legen möchte.

Dieses Buch ist spannend und berührend und am Ende war ich ein wenig traurig, weil ich mich aus dem Cosmos von Briana, Jesse, Phoebe, Silas und Frances verabschieden musste.

Lesempfehlung? Aber unbedingt!

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Veröffentlicht am 08.11.2020

Niederbroich, das Midsummer Deutschlands

Kati Küppers und der liegende Holländer
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Kati Küppers ist bereits der 3. Band der Reihe um die Küsterin Kati Küppers aber gut zu lesen, auch ohne die beiden Vorgänger zu kennen.

Bereits im Prolog geht es spannend los, Automechaniker Manni ...



Kati Küppers ist bereits der 3. Band der Reihe um die Küsterin Kati Küppers aber gut zu lesen, auch ohne die beiden Vorgänger zu kennen.

Bereits im Prolog geht es spannend los, Automechaniker Manni wird entführt und misshandelt.
Doch bis man erfährt, was es damit auf sich hat, werde ich zunächst in die 1980er Jahre und die Musik der neuen deutschen Welle zurückversetzt, denn das ist genau die Musik, die die Polizei in Niederbroich offensichtlich gerne hört.

Kati, ihr Mann Jo sowie ihr Enkel Bene machen Ferien und entdecken dabei eine Cannabis Plantage auf einem abgelegenen Hof, welcher am nächsten Tag niederbrennt. Der Mieter des Gehöfts, ein Holländer taumelt ihnen aus den Flammen entgegen und flüstert Kati mit letzter Kraft einen Namen ins Ohr, womöglich der Brandstifter?

Kati wäre nicht Kati, wenn sie nicht ans ermitteln dächte und dabei auch immer wieder ihrem Kommissar aus der Heimat in die Quere kommt.

Bis zur Lösung des Falls wird der Leser sehr gut unterhalten, erfährt, dass auch Polizisten gerne Inspektor Barnaby im Fernsehen schauen und wünscht sich am Ende des Buches, dass es bald weitere Fälle gibt, die Kati und die anderen lieb gewonnenen Protagonisten lösen werden.

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