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Veröffentlicht am 10.04.2017

Kurzweilige Krimis

Cherringham - Folge 1 & 2
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Das Hörbuch besteht aus zwei abgeschlossenen Episoden. In „Mord an der Themse“ ist Sarahs Freundin Sammie ertrunken. Sie wurde tot am Wehr gefunden und die Polizei geht von einem Unfall aus. Doch Sarah ...

Das Hörbuch besteht aus zwei abgeschlossenen Episoden. In „Mord an der Themse“ ist Sarahs Freundin Sammie ertrunken. Sie wurde tot am Wehr gefunden und die Polizei geht von einem Unfall aus. Doch Sarah glaubt dies nicht und ermittelt mit dem Amerikaner Jack. Verdächtige gibt es genug…

„Das Geheimnis von Mogdon Manor“ dreht sich um den Todesfall des Eigentümers von Mogdon Manor. Sarah und Jack suchen nach der Wahrheit bei dem mysteriösen Tod und die drei Nachkommen des Toten verhalten sich auch so verdächtig, dass die beiden weiter angestachelt werden.

Die Sprecherin macht das klasse. Mir haben die besondere Betonung und Stimmveränderungen sehr gut gefallen. Gewöhnungsbedürftig finde ich, dass die „Überschriften“ mit vorgelesen werden. Das hat mich am Anfang etwas gestört.

Die erste Geschichte fand ich nicht so spannend wie die zweite Geschichte. Die zwei Hauptpersonen lernt man gut kennen. Das Verhalten von Sarah gegenüber ihren Kindern finde ich aber nicht realistisch oder komisch. Da fehlt mir einfach die Herzlichkeit/ Mutterliebe als wären die beiden nur da um sie als arme alleinstehende Mutter darzustellen. Dafür scheint mir der Charakter Sarah aber eigentlich ausreichend patent um gerade nicht so wirken zu wollen.

Beide Episoden waren übersichtlich mit wenigen Personen und man konnte gut folgen. Auch die Dauer jeder Geschichte fand ich optimal. Natürlich kann man bei der Kürze keine großen Kniffe und Überraschungen erwarten, sondern man erhält einen kurzweiligen Krimi in interessanter Umgebung.

  • Einzelne Kategorien
  • Atmosphäre
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
  • Stimme
Veröffentlicht am 13.03.2017

Spannende Geschichte in Aachen

Die Stadt der Heiligen
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Marysa erhält an einem Tag zwei schreckliche Nachrichten. Erstens wurde der Geselle ihres Mannes tot aufgefunden und sicher ermordet. Zweitens überbringt ihr ein Freund ihres Bruders, Bruder Christopherus, ...

Marysa erhält an einem Tag zwei schreckliche Nachrichten. Erstens wurde der Geselle ihres Mannes tot aufgefunden und sicher ermordet. Zweitens überbringt ihr ein Freund ihres Bruders, Bruder Christopherus, die Nachricht, dass ihr Bruder tötlich verunglückt ist. Gemeinsam mit Bruder Christopherus versucht sie den Mord an dem Gesellen aufzuklären.

Positiv gefällt mir die Beschreibung von Aachen und der Menschen dort. Man fühlt sich wirklich ins Mittelalter versetzt.
Die Charaktere und deren Gefühle werden gut beschrieben. Es ist sehr spannend geschrieben, man möchte einfach wissen, wer der Täter ist.
Das Ende ist für mich rund erzählt und nachvollziehbar.

Das Cover gefällt mir nicht so gut und wohl auch deswegen lag das Buch lange ungelesen im Regal.

Fazit: Ein in Aachen spielender historischer Roman, der spannend ist und trotzdem kommt das Gefühl nicht zu kurz. Insgesamt eine ausgewogene Mischung und empfehlenswert!

Veröffentlicht am 09.03.2017

Marmeladen und Geheimnisse

Das Brombeerzimmer
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Nora trauert um ihrem Mann Julian. Vor einem Jahr kam er plötzlich ums Leben. Nun steht sie als junge Witwe alleine da. Sie verkriecht sich in ihrer Arbeit. Aber ihre Freundin Katharina und ihre Mutter ...

Nora trauert um ihrem Mann Julian. Vor einem Jahr kam er plötzlich ums Leben. Nun steht sie als junge Witwe alleine da. Sie verkriecht sich in ihrer Arbeit. Aber ihre Freundin Katharina und ihre Mutter machen ihr Feuer unter dem Hintern. Als sie dann eine Brief von Julians Tante Klara findet, beschließt sie sich eine Auszeit zu nehmen und die Tante zu besuchen. Beide verbindet das Hobby Marmeladekochen. Dort angekommen kann Nora endlich besser loslassen und findet neuen Lebensmut.

Der Schreibstil des Buches ist sehr flüssig. Man konnte es gut lesen und hat sich schnell mit den einzelnen Charakteren verbunden gefühlt. Nora liegt dem Leser schon nach wenigen Seiten am Herzen.

Die Geschichte ist für mich rund und nicht zu kitschig. Das Familiengeheimnis finde ich dann aber zu schnell abgehandelt und etwas profan. Da hatte ich mir mehr erwartet.

Die Rezepte in dem Buch sind ganz nett, waren aus meiner Sicht aber nichts besonderes.

Das Cover ist sehr schön. Der Titel nimmt dann vielleicht doch etwas das Ende vorweg, was ich schade finde.

Fazit: Ein leichter Frauenroman über eine trauernde Frau. Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 06.03.2017

Anders als erwartet

Altes Land
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Vera ist eine typische Einzelgängerin. Ihr hat das Leben mitgespielt. Schon als Kind war sie anders, da sie ein Flüchling aus Polen war. Ihre Mutter hat sich nicht um sie gekümmert und trotzdem hat sie ...

Vera ist eine typische Einzelgängerin. Ihr hat das Leben mitgespielt. Schon als Kind war sie anders, da sie ein Flüchling aus Polen war. Ihre Mutter hat sich nicht um sie gekümmert und trotzdem hat sie das Leben genommen, wie es kam.
Anne flüchtet mit ihrem Sohn zu Vera. Die beiden hatten nie näheren Kontakt und trotzdem sieht sie bei Vera einen Ausweg.

Der Klappentext hört sich nicht so interessant an wie die Geschichte letztendlich ist. Für mich ein Lesehighlight unter den ruhigen Büchern. Eine Studie über zwei Frauen, über zwei Flüchtlinge, über Ausgrenzung, das Anderssein. Es gibt keinen großen Spannungsbogen und die Erzählung wechselt zwischen den beiden Frauen je Kapitel. Trotzdem möchte man weiterlesen und wissen, was dazu geführt hat, dass die beiden Frauen so sind.
Gut finde ich auch, die eingebrachten lokalen Besonderheiten über das Alte Land.

Das Cover finde ich sehr schön und passt auch nach dem Lesen des Buches noch besser zum Buch als gedacht.

Veröffentlicht am 18.02.2017

Humorvolle Emigrantengeschichte

Der Mann, der Luft zum Frühstück aß
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Walerian wird in Polen geboren. Nachdem ihn seine Mutter jahrelang bei seinen Großeltern gelassen hat, kommt sie plötzlich zurück und wenig später findet sich Walerian in einem anderen Land wieder. In ...

Walerian wird in Polen geboren. Nachdem ihn seine Mutter jahrelang bei seinen Großeltern gelassen hat, kommt sie plötzlich zurück und wenig später findet sich Walerian in einem anderen Land wieder. In Wien fehlen ihm nicht nur seine Freunde und Familie, sondern hauptsächlich die Sprache. Doch Walerian versucht das Beste aus seinem Leben zu machen.

„Der Mann, der Luft zum Frühstück aß“ ist ein humorvolles Buch. Walerian als Ich- Erzähler hat einen amüsanten Blick auf das Leben. Gleichzeitig ist es erschreckend wie alleine er in seinen jungen Jahren ist und wie sehr er auf sich alleine gestellt ist, wenn keine Familie Rückhalt gibt. Außerdem merkt man es auch daran, dass die einzelnen Personen, die erwähnt werden, wie beispielsweise sein Chemie- Lehrer, ihm auch durch kleine Gesten sehr wichtig sind.

Mich hat das Buch sehr gut unterhalten. Der Schreibstil ist kurzweilig und angenehm für den Leser zu lesen.
Das Cover finde ich ansprechend gestaltet.

Ein Punkt Abzug, da ich bei knapp über 100 Seiten einen Preis von 16€ sehr teuer finde.