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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.11.2020

Länderübergreifende Mörderjagd

Teufelskreis
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Nach mehreren Regionalkrimis hat Veronika A. Grager mit „Teufelskreis“ nun einen Thriller vorgelegt. Die Autorin hält sich nicht mit langem Vorgeplänkel auf sondern stößt den Leser gleich ins Geschehen. ...

Nach mehreren Regionalkrimis hat Veronika A. Grager mit „Teufelskreis“ nun einen Thriller vorgelegt. Die Autorin hält sich nicht mit langem Vorgeplänkel auf sondern stößt den Leser gleich ins Geschehen. Das hat allerdings den Nachteil, dass man zu Beginn genügend Zeit zum „Warmwerden“ mitbringen sollte. Denn es betreten (zu)viele Personen die Bühne, die man für sich erst mal einordnen muss. Die Beschreibungen der Personen im weiteren Fortgang gefielen mir dann immer besser, egal ob es nun die Charaktereigenschaften betrifft oder die Art des Handelns. Wo ich anfangs noch dachte, was für ein Durcheinander, bekam alles allmählich Struktur. Wer mit wem, wie und warum in Verbindung steht, dazu will ich hier nichts verraten, das müsst ihr selber lesen. Die zahlreich entstandenen Handlungsstränge werden aber zu einem schlüssigen Ende verknüpft. Ein Cliffhanger bleibt jedoch und soll wohl auf einen Folgeband verweisen. Na warten wir es ab! Damit der Leser bei so vielen Verflechtungen auch mal Durchatmen kann, hat die Autorin einige Chuck-Norris-Witze eingebaut. OK, die waren jetzt nicht unbedingt meins, aber die Idee fand ich durchaus witzig.
Mein Fazit lautet kurz und knapp: „Bitte mehr davon“. Der Thriller war zwar zu Beginn durch die vielen Personen und Handlungen aus meiner Sicht zu überfrachtet, aber das Durchhalten hat sich gelohnt. Eine Übersicht der Hauptpersonen wäre hier bestimmt von Vorteil gewesen. Alles in allem hat mir dieser Thriller wirklich super gefallen, denn auch der lebendige und eingängige Schreib- und Erzählstil trugen ihr übriges dazu bei. Ich kann den Thriller absolut empfehlen und vergebe trotz oder gerade wegen der Chuck-Norris-Witze :) 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 04.11.2020

Atmosphärisch dichter HistoKrimi

Der Teufel von New York
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Die Geschichte wird aus der Ich-Erzähler-Perspektive der Hauptfigur des Tim Wilde geschildert. Es umspannt die Anfänge der Polizei im New York des 19. Jahrhunderts. Die Autorin Lyndsay Faye präsentiert ...

Die Geschichte wird aus der Ich-Erzähler-Perspektive der Hauptfigur des Tim Wilde geschildert. Es umspannt die Anfänge der Polizei im New York des 19. Jahrhunderts. Die Autorin Lyndsay Faye präsentiert hier einen gut recherchierten historischen Kriminalroman der zu gleich auch den Auftakt zu einer Serie um den Ermittler Timothy Wilde bildet. Die Handlung beginnt ohne langatmige Einführungskapitel mit einem Feuer. Dadurch lernt Timothy Bird Daly kennen, und findet sich schneller als ihm lieb ist in einem Fall wieder, in dem es um ermordete und unsagbar grausam zugerichtete Kinder geht. Timothys Ermittlungen führen ihn dabei alsbald in die Elendsviertel und die New Yorker Unterwelt.
Trotz weniger Hinweise zur Lösung kann Timothy dank Beharrlichkeit den Fall dann doch aufklären. Die auftretenden Charaktere sind allesamt liebevoll ausgearbeitet. Sie überzeugen in ihren jeweiligen Rollen. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen, sieht man mal von der Gaunersprache „Flash“ ab. Insgesamt betrachtet ist Lyndsay Faye ein wirklich toller HistoThriller gelungen. Er hat mich in allen Belangen – Figuren, Handlung, Historie, Atmosphäre - absolut überzeugt.

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Veröffentlicht am 04.11.2020

Der Vollstrecker

Der Vollstrecker (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 2)
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Die Geschichte wird so erzählt, dass man sowohl über die Aktionen der beiden Ermittler Hunter und Garcia und die Taten des Bösewichts im Bilde ist. Das erhöht natürlich elegant die Spannung die dann bis ...

Die Geschichte wird so erzählt, dass man sowohl über die Aktionen der beiden Ermittler Hunter und Garcia und die Taten des Bösewichts im Bilde ist. Das erhöht natürlich elegant die Spannung die dann bis zum Schluss auch gehalten wird. Die sehr detailreich beschriebenen Gewaltszenen ist definitiv nichts für Leser mit schwachen Nerven, „fließt“ doch schon reichlich Blut. Ich fand diese aber absolut passend für die Thriller-Handlung. Die Hauptprotagonisten Hunter und Garcia bekommen weiter Profil, indem man weiter Neues aus ihrem Privatleben erfährt. Die Kapitelende sind wieder mit Cliffhanger geschrieben um somit den Spannungsbogen weiter nach oben zu schrauben.
Mich hat der Thriller sehr gut unterhalten. Deshalb empfehle ich ihn hiermit auch gern weiter.

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Veröffentlicht am 31.10.2020

Mondschwur

Black Dagger 16. Mondschwur
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Ich habe es wieder einmal sehr genossen in die Welt der Black Dagger abzutauchen. Ich bin und bleibe Fan und freue mich schon auf weitere Bücher der Serie. Ein mal mehr ist die Story in verschiedene Erzählstränge ...

Ich habe es wieder einmal sehr genossen in die Welt der Black Dagger abzutauchen. Ich bin und bleibe Fan und freue mich schon auf weitere Bücher der Serie. Ein mal mehr ist die Story in verschiedene Erzählstränge gegliedert: John/Xhex – Blaylock/Qhuinn - Darius/Thorment - Lash/Omega – Payne/Jungfrau der Schrift. Stück für Stück enthüllt sich in diesem Band nun, aufgewachsen als Vampir unter den Menschen, John Matthews tatsächliche Herkunft und seine wahre Identität. Eine Identität, die über das Schicksal der Bruderschaft entscheiden wird. Unterdessen geht der Kampf gegen die Lesser unbarmherzig weiter. Aber für John gibt es auch noch seinen Kampf um die Liebe zu Xhex.
Auch dieser Teil ist wieder super spannend und das Hörbuch mit Johannes Steck als Sprecher ist ein wahrer Hörgenuss. Ich kann es guten Gewissens empfehlen.

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Veröffentlicht am 31.10.2020

Die elfte Jungfrau

Die elfte Jungfrau
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Als im mittelalterlichen Köln mehrere tote junge Mädchen gefunden werden, kann es Almut nicht lassen, sich in die Ermittlungen einzumischen. Wie schon in den Vorgängerbänden wird Almut mit viel Scharfsinn, ...

Als im mittelalterlichen Köln mehrere tote junge Mädchen gefunden werden, kann es Almut nicht lassen, sich in die Ermittlungen einzumischen. Wie schon in den Vorgängerbänden wird Almut mit viel Scharfsinn, gesundem Menschenverstand und Findigkeit den Fall zum Abschluss bringen. Auch diesmal unterstützt sie dabei Pater Ivo. Oder ist es umgekehrt? Jedenfalls ergänzen sich die beiden wieder vortrefflich. Ich finde jede einzelne der Personen im Bossartschen Haushalt toll und passend charakterisiert. Die immer aufs Neue beschriebene, sich weiterentwickelnde Stadt Köln versteht die Autorin so gekonnt in Szene zu setzen, dass man glaubt selbst durch die mittelalterlichen Gassen zu spazieren.

Die Umsetzung als Hörbuch mit Janina Sachau als Sprecherin ist gut und damit eine Alternative zum Buch.

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