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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.11.2020

Sehr hilfreiches und übersichtliches Nachschlagewerk

Ein gutes Dutzend wilde Beeren
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Zuallererst kommen allgemeine Hinweise, wie zum Beispiel Tipps, wie man bei stacheligen Büschen am besten sammelt, welche Orte sehr gut geeignet sind und auch, ob der Fuchsbandwurm eine große Gefahr darstellt. ...

Zuallererst kommen allgemeine Hinweise, wie zum Beispiel Tipps, wie man bei stacheligen Büschen am besten sammelt, welche Orte sehr gut geeignet sind und auch, ob der Fuchsbandwurm eine große Gefahr darstellt. Das Buch beinhaltet insgesamt zwölf heimische Beerenarten, unter anderem Berberitze, Vogelbeere, Holunder, Himbeere und Preiselbeere. Jede der Beerenarten ist gleich untergliedert, zuerst die äußeren Merkmale, dann Standorte, Verwechslungsgefahren, positive Eigenschaften und zuletzt Rezepte. Im hinteren Klappeneinband sind zusätzlich noch sechs giftige Beeren aufgelistet, die keinesfalls verzehrt werden dürfen.

Das Buch überzeugt durch seine klare Gliederung. Diese ermöglicht ein schnelles Nachschlagen und ist daher perfekt für den Naturspaziergang geeignet. Auch seine Größe ist kompakt und passt in jede Handtasche. Ebenso sehr gut ist auch das Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Illustration mit Fotografien ist wunderschön und unterstreicht alle wichtigen Informationen noch zusätzlich.

Da ich sehr gerne in der Natur unterwegs bin und auch gerne Produkte aus der Natur sammele und verarbeite, passt dieses Buch perfekt zu mir. Die Bilder helfen sehr beim Sammeln und beugen Verwechslungen vor. Die Rezepte haben mich sofort überzeugt und ich werde definitiv einige von ihnen ausprobieren, sobald diese Beeren im nächsten Jahr wieder Saison haben.

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Veröffentlicht am 26.11.2020

Von der ersten Seite an total fesselnd!

Gut Greifenau - Silberstreif
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Wir schreiben die Jahre 1923 bis 1928 auf Gut Greifenau. Die Hyperinflation tobt und die Menschen leben ein Leben voller Armut, Hunger und Entbehrung. Auch auf Gut Greifenau wird es immer schwieriger, ...

Wir schreiben die Jahre 1923 bis 1928 auf Gut Greifenau. Die Hyperinflation tobt und die Menschen leben ein Leben voller Armut, Hunger und Entbehrung. Auch auf Gut Greifenau wird es immer schwieriger, denn der Wert des Geldes sinkt von Tag zu Tag und macht große Investitionen, die dringend notwendig wären, beinahe unmöglich. Die Herrschaften Konstantin und Rebecca kämpfen nach den langen Jahren des Krieges und der Nachkriegszeit immer noch mit großen Problemen, doch als Familie geht es ihnen sehr gut, denn die beiden Kinder sind ihr größtes Glück. Nach ihrer Flucht aus Berlin leben auch noch Rebeccas Eltern und ihre Schwester mit im Herrenhaus. Doch es ist schwierig für sie, da ihnen eine Aufgabe fehlt und sie sich langweilen. Aber auch hierfür scheint eine Lösung in Sicht, da sie einen Kinderhort für die Kinder der Herrschaften und die Pächterkinder eröffnen wollen. So sollen mehr Arbeitskräfte zur Feldarbeit zur Verfügung stehen und dem Gut zu mehr Rentabilität helfen. Im Dienstbotentrakt sind ebenfalls einige Probleme, die vor sich hin schwelen. Vorallem der Weggang Eugens nach Amerika wird von allen nur schwer verkraftet. Denn dessen Nachfolger Gustav sorgt ständig für Unfrieden. Doch trotz allen Problemen wirkt es, als kann es nur besser werden!

Hanna Caspian hat an den Vorgängerband perfekt angeknüpft. Sie hat immer wieder kleine Rückblicke eingebaut, jedoch nur so viel wie nötig, um alle wichtigen Informationen wieder im Kopf zu haben. Durch die vielen Personenwechsel ist das Buch durchgehend interessant. Ihre Recherchearbeit ist beeindruckend. Die geschichtlichen Ereignisse sind immer klar nachvollziehbar und perfekt in die Handlung eingebaut, sodass es nie wie eine langweilige Geschichtsstunde wirkt.

Das Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt und ich hatte nie den Eindruck, nicht sofort wieder in die Handlung zu kommen. Obwohl das Lesen des vierten Teils schon über ein halbes Jahr her ist, wusste ich sofort wieder alles. Selten habe ich eine Reihe gelesen, die so packend und interessant ist. Dank des offenen Endes kann ich es kaum erwarten bis nächstes Jahr der sechste Teil erscheint.

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Veröffentlicht am 22.11.2020

Zwei Liebesgeschichten, die auf geheimnisvolle Weise zusammenhängen...

Das Orchideenhaus
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Julia Forrester verbringt alle ihre Ferien bei ihren Großeltern Elsie und Bill auf dem großen Gut Wharton Park. Dort liebt sie es, ihrem Großvater im Gewächshaus Gesellschaft zu leisten. Die Orchideen ...

Julia Forrester verbringt alle ihre Ferien bei ihren Großeltern Elsie und Bill auf dem großen Gut Wharton Park. Dort liebt sie es, ihrem Großvater im Gewächshaus Gesellschaft zu leisten. Die Orchideen und die anderen exotischen Gewächse dort faszinieren sie. Seit dem Tod ihrer Mutter ist dieser Ort neben dem Klavierspiel ihre Zuflucht. Jetzt, mit 32 Jahren, kehrt sie wieder nach England zurück, denn ihr Ehemann und ihr 2-jähriger Sohn sind bei einem tragischen Autounfall ums Leben gekommen und sie braucht Zeit und Ruhe, um all das zu verarbeiten. Bei einer Auktion in Wharton Park trifft sie einen früheren Bekannten wieder, der damals seine Ferien bei seiner Tante Olivia verbracht hat und dabei auch einmal Julia begegnet ist. Sein Name ist Kit und er ist nun nach dem Tod seiner Tante der Erbe des Gutes. Allerdings plant er nur, alles zu verkaufen, denn eine Sanierung des stark heruntergekommenen Hauses ist ihm nicht möglich. So kreuzen sich die Wege der Beiden immer wieder und es entsteht eine Freundschaft...

Lucinda Riley versteht es, fesselnd zu schreiben. Die Handlung ist immer interessant und durch die längeren Erzählungen aus der Vergangenheit kommt nie Langeweile auf. Julia und Kit sind sehr sympathische Protagonisten und auch die anderen Charaktere sind allesamt sehr realistische und starke Persönlichkeiten.

Das Buch hat mich von der ersten Seite an gepackt und ich wollte immer wissen, wie es weitergeht. Da ich kein Freund von offenen Enden bin, wurde ich auch hier nicht enttäuscht, denn es ist ausreichend beantwortet, was am Ende noch offen war. Ich kann dieses Buch nur empfehlen und bin mir sicher, dass ich bald wieder ein Buch der Autorin lesen werde.

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Veröffentlicht am 14.11.2020

Ein sehr gutes Nachschlagewerk!

Ein gutes Dutzend wilde Pilze
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Das Buch beinhaltet zwölf verschiedene Speisepilze. Nach einer kurzen Einführung werden die verschiedenen Pilze nacheinander behandelt. Jede Sorte ist klar gegliedert und beinhaltet immer eine sehr genaue ...

Das Buch beinhaltet zwölf verschiedene Speisepilze. Nach einer kurzen Einführung werden die verschiedenen Pilze nacheinander behandelt. Jede Sorte ist klar gegliedert und beinhaltet immer eine sehr genaue Beschreibung des Aussehens, aber auch anderer eindeutiger Merkmale. Nachfolgend kommt eine genaue Ortsangabe, wo man fündig werden kann. Außerdem werden sind alle Pilze abgebildet, mit denen dieser Speisepilz verwechselt werden kann und ob diese zum Verzehr geeignet sind oder nicht. Zuletzt kommen zu jeder Pilzsorte noch Rezepte.

Ewald Langer hat hier ein kompaktes Nachschlagewerk geschaffen, das durch seine Übersichtlichkeit überzeugt. Es beinhaltet sehr viele Informationen über die bekanntesten Speisepilze, die hierzulande wachsen. Auch die Rezepte klingen allesamt lecker und sind einfach nachzukochen. Sehr gut sind die Fotos, die genau zeigen, worauf man zu achten hat und auch, mit welchen anderen Pilzen sie verwechselt werden können. An der Rückseite des Einbandes befindet sich auch noch eine Messleiste, die bei der Bestimmung sehr nützlich sein kann.

Das Buch hat mich sofort überzeugt, denn seine Übersichtlichkeit macht die Bestimmung leicht. Zudem ist die Buchgröße perfekt zum Mitnehmen in die Natur. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist ebenfalls sehr gut.

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Veröffentlicht am 04.11.2020

Von der ersten Seite an bewegend...

Trümmermädchen
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Köln 1941: Die 11-jährige Anna lebt mit ihrer Tante Marie und deren Ehemann Onkel Matthias in der kleinen Bäckerei am Buttermarkt. Anna genießt die Liebe, die sie durch das Bäckerehepaar erfährt. Doch ...

Köln 1941: Die 11-jährige Anna lebt mit ihrer Tante Marie und deren Ehemann Onkel Matthias in der kleinen Bäckerei am Buttermarkt. Anna genießt die Liebe, die sie durch das Bäckerehepaar erfährt. Doch langsam wird die Idylle getrübt, denn Ruth Kuhn ist verschwunden ohne sich von Anna zu verabschieden und in der Wohnung über der Bäckerei, wo sie mit ihrer Familie gelebt hat, ist alles wie immer, nur die Bewohner fehlen. Als dann die Gestapo kommt und das gesamte Wohnhaus durchsucht, bekommt sie ein schlechtes Gefühl. Als dann Matthias an die Ostfront einberufen wird, wird es immer schwerer für die beiden Frauen, denn der Fremdarbeiter Joseph kennt sich nicht mit dem alten Ofen aus. Auch die Bombennächte nehmen zu und irgendwann verlieren Anna und Marie ihre Bäckerei und leben von nun an in Hunger und Kälte in einer Ruine. Hätten sie nicht Joseph ginge es ihnen noch schlimmer...

Lioba Werrelmann, die dieses Buch unter dem Pseudonym Lilly Bernstein geschrieben hat, hat mit diesem Buch ein Meisterwerk geschaffen. Das Buch steigt direkt in die Handlung ein und man befindet sich in der Wohnung über der Backstube und lernt Anna kennen. Im weiteren Verlauf lernt man schnell die Protagonisten kennen und bekommt einen guten Einblick in das tägliche Leben und die Gefühle und Gedanken der Familie. Die geschichtlichen Hintergründe sind sehr gut recherchiert und vermitteln einen originalgetreuen Eindruck der damaligen Situation.

Das Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt und ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Der prompte Einstieg in die Handlung hat mir sehr gut gefallen. Auch die zeitlichen Sprünge sind perfekt gewählt. Ich habe immer mit Anna, Marie und Karl gefiebert und konnte so manchen Schicksalsschlag kaum ansehen, so schrecklich war vieles. Dieses Buch ist wirklich ein absoluter Lesetipp!

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