Hexen, die keine Hexen sind
The Witches of Silent Creek 1: Unendliche Macht"Unendliche Macht" ist der erste Band der Dilogie "The Witches of Silent Creek" von Ayla Dade.
Helena zieht nach dem Tod ihrer Eltern von Deutschland in ein kleines Dorf in Schottland zu ihrem Großvater ...
"Unendliche Macht" ist der erste Band der Dilogie "The Witches of Silent Creek" von Ayla Dade.
Helena zieht nach dem Tod ihrer Eltern von Deutschland in ein kleines Dorf in Schottland zu ihrem Großvater mütterlicherseits. Dort geht sie auch aufs Collage, wo sie auf nette Leute trifft, aber auch auf Tyrael. Helena wird direkt von allen gewarnt, dass sie sich von ihm fernhalten solle. Das fällt ihr erstmal leicht, den er verhält sich ihr gegenüber wie ein totaler Idiot. Doch die beiden geraten immer wieder aneinander. Dies wird noch intensiver, als Helena erfährt, dass es eine große Gemeinschaft von sogenannten Azlata gibt, welche durch ihre Fähigkeiten die Menschen vor nächtlichen Angreifern, den Düsteren, beschützen. Auch Helena gehört zu den Azlata, darüber wusste sie nur nichts. Ihre Mutter war auch eine von ihnen, doch sie war nicht sonderlich beliebt. Helenas Mutter soll nämlich eines der drei Artefakte der Azlata gestohlen haben: die Unendliche Macht. Dies ist auch der Grund dafür, das Ty sich so gegen Helena stellt, obwohl diese von alledem nichts wusste. Nachdem sie das Zeichen der Düsteren unfreiwillig erhalten hat, muss auch Helena ihre Macht finden, was sich als sehr schwierig erweist. Kann sie ihre Macht erwecken und die Wahrheit über ihre Mutter herausfinden?
Dieser Jugendroman beinhaltet eine nette Geschichte. Sie ist nicht schlecht, aber auch nicht überragend. Die Erzählstränge überlappen sich manchmal so, dass man als Leser*in nicht immer den Durchblick behalten kann. Auch bei der Menge an Charakteren bin ich froh über die Stammbäume zu Beginn des Buches, da man da auch schnell den Überblick verlieren kann.
Der Schreibstil hätte noch etwas ausgebessert werden sollen. Doch ich finde ihn nicht so schlimm, als dass es mich zu sehr in meinem Lesefluss beeinträchtigt hätte.
Grundsätzlich finde ich die Geschichte interessant, auch wenn der Titel irreführend ist. Die Azlata sind keine Hexen und wollen so auch nicht bezeichnet werden. Warum die Autorin dann das Wort "Witches" in ihren Titel packt, ist mir leider ein Rätsel.
Am Ende wird kein Erzählstrang zu einem Ende gebracht und das Buch endet mit einem Cliffhanger. Doch der zweite Band kommt schon vorraussichtlich im Frühjahr 2023, worauf ich mich trotz allem schon freue.