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Veröffentlicht am 30.11.2020

Eine Tierfreundin im Pelzgeschäft, ob das wohl gut geht?

Lieblingsmörder
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Auch das noch. Privatdetektivin Mathilda hat den Auftrag, in einem Pelzgeschäft zu ermitteln. Eigentlich geht das ja gar nicht. Sie ist doch mit Leib und Seele Tierschützerin, aber was tut sie nicht alles, ...

Auch das noch. Privatdetektivin Mathilda hat den Auftrag, in einem Pelzgeschäft zu ermitteln. Eigentlich geht das ja gar nicht. Sie ist doch mit Leib und Seele Tierschützerin, aber was tut sie nicht alles, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Sie arbeitet also in einem Geschäft, welches sie verabscheut. Hier trifft sie nicht nur auf eine Großwildjägerin. Auch der Besitzer und sein erster Verkäufer sind ihr nicht geheuer.

Einen Cosy Krimi las ich bisher noch nicht. Aber, das wird sich ändern. Cosy heißt ja so viel wie, gemütlich und das kann ich für diesen Krimi unterstreichen. „Lieblingsmörder“ gefiel mir nämlich ausgesprochen gut. Die Autorin brachte mich mit ihrem Buch zum Lachen und spannend war es ebenfalls. Immer mal wieder gab es Wendungen, die ich so nicht erwartete. Ja, ich empfehle das Buch und da es der zweite Band rund um Mathilda ist, werde ich den auch noch lesen. Dazu sei gesagt, dass das nicht zwingend erforderlich ist. Ich kam auch ohne Vorkenntnisse gut in die Geschichte rein.

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Veröffentlicht am 20.11.2020

Das Leben mit einem Narzissten

Das italienische Mädchen
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Lucinda Riley kenne ich als Autorin der Reihe um die sieben Schwestern. „Das italienische Mädchen“ gehört nicht dazu, entspricht aber dem Stil der übrigen Bücher dieser Autorin. Ein junges Mädchen trifft ...

Lucinda Riley kenne ich als Autorin der Reihe um die sieben Schwestern. „Das italienische Mädchen“ gehört nicht dazu, entspricht aber dem Stil der übrigen Bücher dieser Autorin. Ein junges Mädchen trifft ihrem Idol, der sich zunächst in keiner Weise für sie interessiert. Dann fängt sie an zu singen und er ist entzückt. Sie ist allerdings zu jung für seine Sehnsüchte und er vergisst sie schnell. Nach sechs Jahren treffen sie erneut aufeinander…

Gegenwart und Vergangenheit verschmelzen sehr gekonnt ineinander. Das hat mich gefesselt und ich verfolgte das Hörbuch äußerst gespannt. Immer wieder musste ich mir anhören, was Männer bewirken können und in welcher Weise sie das Leben junger Mädchen und Frauen beeinflussen. Dass es dabei keineswegs jederzeit zu einem glücklichen Ende führt ist eigentlich selbstverständlich.

Simone Kabst liest dieses Buch und das macht sie sehr gut. Sie versteht es sehr gekonnt, die Emotionen der Personen zu übermitteln und ich hatte jederzeit das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein. Mein Fazit nach dem Hören des Buches: Kein Mann, sei er besonders hübsch, oder sehr reich und berühmt, sollte das Leben einer Frau zu ihrem Nachteil beeinflussen.

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Veröffentlicht am 20.11.2020

Neuseeland im Ersten Weltkrieg

Schicksalssterne
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„Schicksalssterne“ ist das zweite Buch, welches ich von Sarah Lark las. Hier geht es um eine junge Bankierstochter, die sich in einen preußischen Offizier verliebt. Julia, so heißt das Mädchen, wächst ...

„Schicksalssterne“ ist das zweite Buch, welches ich von Sarah Lark las. Hier geht es um eine junge Bankierstochter, die sich in einen preußischen Offizier verliebt. Julia, so heißt das Mädchen, wächst behütet auf und kann es kaum glauben, was in ihrer Heimat geschieht. Warum darf ihr Liebster keine Jüdin heiraten und was hat die Mehrzahl der Bevölkerung so plötzlich gegen sie? Nein, sie versteht nichts mehr und legt ihr Wohl und Wehe völlig in die Hände ihres Liebsten, den Offizier Julius. Obwohl es ihr nahezu das Herz bricht willigt sie ein, dass alleine der Wohnsitzwechsel nach Neuseeland für ihr gemeinsames Glück eine Zukunft bietet. Der Vater Julias bleibt alleine zurück, jedoch hat er Verständnis für Tochter und Schwiegersohn. Er gönnt ihnen das Glück, hofft aber darauf, dass es nicht gar so schlimm wird, wie vorausgesagt.

Was mir bisher an den Werken der Autorin so sehr gefiel, das war ihr Wissen über Pferde. Das ist auch in „Schicksalssterne“ der Fall. Allerdings spielt auch die Historie eine Rolle. In Australien waren Deutsche Einwanderer zunächst sehr willkommen. Sie arbeiteten viel und galten als angenehme Nachbarn. Bis, ja bis der Krieg auch in Neuseeland Einzug hielt. Julia und Julius wurden getrennt und mussten ihr mühsam aufgebautes Gestüt einer fremden Frau überlassen. Sie haben keine andere Wahl und werden bitter enttäuscht. Wie es ihnen gelingt, ihre Liebe zu retten und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass Pferde und Gestüt nicht dem Untergang geweiht sind, erzählt Sarah Lark spannend und in bildhafter Sprache. Mir gefiel das Buch gut, auch wenn es für mich nicht das beste Werk der Autorin ist.

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Veröffentlicht am 19.11.2020

Rasanter Roman mit vielen Wendungen

Das schwarze Gold des Südens
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Im Jahr 1887 war es keine Seltenheit, dass Süßholz auch in Deutschland angebaut wurde. In Bamberg stand das Werk einer Firma, deren Eigentümer die Familie Imhoff war. Das fatale am Anbau von Süßholz war, ...

Im Jahr 1887 war es keine Seltenheit, dass Süßholz auch in Deutschland angebaut wurde. In Bamberg stand das Werk einer Firma, deren Eigentümer die Familie Imhoff war. Das fatale am Anbau von Süßholz war, dass der Befall mit Schädlingen, den Ertrag eines ganzen Jahres zunichte machen konnte. So auch bei Imhoffs. Dadurch gerieten sie in eine Situation, die sie fast in den Konkurs führte. Eigentlich war geplant, dass die jüngste Tochter Elise einen Bankier heiraten soll. Aber nur eigentlich. Sie scheut sich nämlich nicht, die Konventionen zu brechen und aus dem Elternhaus zu fliehen.

Es ist ein stetiges Hin und Her, welches „Das schwarze Gold des Südens“ begleitet. Immer wieder kommt es zu Überraschungen, die häufig vorauszusehen waren. Tod und Verlust gibt es genau so, wie das Streben nach Verwirklichung der Träume. Was gut dargestellt wurde, sind die Ansichten der Menschen im 19. Jahrhundert. Nur ja nicht den Eltern widersprechen und in jeder Situation den Schein wahren. Wer sich von seinem Ehemann oder der -frau trennt, war nicht gut gelitten und die Schuldfrage galt ja auch noch viele Jahre später.

Der Bau des Turms von Herrn Eiffel wird ein wenig beschrieben und auch die Stadt Paris entstand vor meinen Augen. Die Probleme, die Eltern mit behinderten Kindern hatten, ist leider auch heute teilweise noch vorhanden. Wenn auch längst nicht mehr so schlimm wie zum Beispiel im „Dritten Reich.“ Viele Themen verpackte die Autorin in dem Buch und einige konnte sie daher nur anreißen. Trotzdem, es hat mich gut unterhalten und aus dem Grund empfehle ich es gerne weiter. Die Sprache ist angenehm und lässt immer mal wieder die abwechslungsreichen Bilder im Kopf entstehen.

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Veröffentlicht am 19.11.2020

Reden ist Gold

All das Ungesagte zwischen uns
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Erst ein schwerer Verlust zeigt der Hauptperson Morgan, dass ihr bisheriges Leben auf Lügen gründete. Nicht nur sie selbst, auch Tochter Clara und Freund Jonah müssen damit klar kommen. Das Mädchen lehnt ...

Erst ein schwerer Verlust zeigt der Hauptperson Morgan, dass ihr bisheriges Leben auf Lügen gründete. Nicht nur sie selbst, auch Tochter Clara und Freund Jonah müssen damit klar kommen. Das Mädchen lehnt sich gegen die Mutter auf und die kommt mit der Situation ebenfalls kaum klar.

Es war mein erstes Buch von der Autorin Colleen Hoover. Nach dem Lesen des Klappentextes hielt es für mich kaum noch Überraschungen bereit. Das war auch nicht tragisch, weil die Autorin es verstand, mich gut zu unterhalten. Schon die Dialoge zwischen Mutter und Tochter, die für Betroffene mit Sicherheit mehr als anstrengend sind, konnten sich sehen (lesen) lassen. Hier zeigt sich, dass Frau Hoover die Gedanken pubertierender Teenager wohl gut kennt. Was mir ebenfalls gefiel, das war die Ansicht, dass der Schein gewahrt werden muss. Hauptsache, die Nachbarn (Bekannte, Freunde) erfahren nicht, was wirklich in den eigenen vier Wänden los ist.

Vorurteile gegenüber anderen und dann selbst mies handeln, das ist ein Fazit, welches das Buch gut erfasst. Die Zerrissenheit einer Mutter, die nicht mehr weiß, wie sie ihr Kind schützen kann und ob sie tatsächlich immer auf ihr eigenes Glück verzichten muss. Nehmen die Kids denn Rücksicht auf Eltern? Viele solcher und ähnlicher Gedanken kamen mir beim Lesen und daher gebe ich auch eine Empfehlung für das Buch. Klar, es ist kein literarisches Highlight und die Sprache ist schlicht. Es unterhielt mich aber recht gut. Diese Mischung aus Hass, Intrigen und Liebe sowie Enttäuschung hat mich berührt.

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