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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.11.2020

Anders als erwartet

Die Wellenreiterin
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Liz Clark hat einen Lebenstraum - die Südsee zu besegeln. Sie findet einen Förderer und kann sich diesen Traum im Alter von 20 Jahren erfüllen. Sie startet von Kalifornien aus in ihr Abenteuer und begegnet ...

Liz Clark hat einen Lebenstraum - die Südsee zu besegeln. Sie findet einen Förderer und kann sich diesen Traum im Alter von 20 Jahren erfüllen. Sie startet von Kalifornien aus in ihr Abenteuer und begegnet fremden Kulturen, entdeckt schöne Strände und muß sich mit den Unbillen der Natur arrangieren.

Liz Clark will den Leser mit ihrem Buch "Die Wellenreiterin" mit auf ihre Reise nehmen. Dies gelingt ihr jedoch nur zum Teil. Denn es geht nicht hauptsächlich um ihre Reise, vielmehr geht es um die Gefühle der Autorin. Natürlich lernt man sie durch die Beschreibungen ihrer Emotionen gut kennen, kann sich in sie hinein versetzen. Auch ihre Entwicklung während der Reise ist bemerkenswert - jedoch nimmt dies für mich zu viel Platz ein. Für mich kam der Törn selbst zu kurz. Bei Büchern dieses Genres erwarte ich eine Art Logbuch mit Route, positiven und negativen Begebenheiten, den Schönheiten der angesteuerten Häfen und Ländern und netten Begegnungen mit Einheimischen. Dies alles kam für mich deutlich zu kurz, eine Reiseroute oder den Aufbau als Logbuch sucht man sogar vergebens. Die Farbfotos jedoch sind wunderbar und faszinierend - davon hätte es ruhig mehr geben können!

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Veröffentlicht am 04.10.2020

Nette Unterhaltung

Get Even
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"DGM" ein geheimer Bund, bestehend aus den Schülerinnen Kitty, Margot, Olivia und Bree, hat zum Ziel, mobbende Mitschüler und Lehrer ausfindig zu machen und diese öffentlich anzuprangern, um deren Opfer ...

"DGM" ein geheimer Bund, bestehend aus den Schülerinnen Kitty, Margot, Olivia und Bree, hat zum Ziel, mobbende Mitschüler und Lehrer ausfindig zu machen und diese öffentlich anzuprangern, um deren Opfer zu rächen. Doch dann wird eine ihrer Zielpersonen tot aufgefunden und DGM gerät selbst in Verdacht.

Gretchen McNeil hat mit "Unsere Rache ist süß" einen eher mittelmäßigen Jugendroman geschrieben. Vom Stil her einfach und leicht verständlich gehalten, ist dieses Buch schnell lesbar. Auch die kurzen Kapitel sorgen dafür, daß man hier ziemlich schnell "durch" ist. Die Kapitel enden stets so, daß man mit einer offenen Frage da steht und einfach weiterlesen muß. Man bekommt kaum etwas vom Fall selbst vermittelt, so daß dieser vor lauter Teenieproblemen fast in den Hintergrund gerät. Denn diese Probleme werden hier in allen Facetten eingebaut. Egal ob Streß mit den Eltern oder Liebeskummer - die typischen Probleme sind allesamt vorhanden und sorgen dafür, daß man das Gefühl hat, die Charaktere wären einem Schubladendenken entsprungen. Was mich extrem stört ist das offene Ende. Will man die Handlung tatsächlich gelöst haben, ist man gezwungen den Folgeband zu kaufen. Irgendwie fühle ich mich da doch unter Druck gesetzt.
Mein Fazit: Kann man lesen, muß man aber nicht - man verpaßt jedenfalls nichts großartiges.

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Veröffentlicht am 07.09.2020

Hier fehlt der regionale Wiedererkennungswert

ERDBEERMUNDALLERGIE
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Marge erwischt ihren Ehemann Clemens bei einem Techtelmechtel mit ihrer besten Freundin Arielle im familieneigenen Wohnmobil. Kurzentschlossen haut Marge mit dem Wohnmobil ab und findet sich Nachts auf ...

Marge erwischt ihren Ehemann Clemens bei einem Techtelmechtel mit ihrer besten Freundin Arielle im familieneigenen Wohnmobil. Kurzentschlossen haut Marge mit dem Wohnmobil ab und findet sich Nachts auf einem einsamen Campingplatz mitten in der Holsteinischen Schweiz wieder. Die restlichen Bewohner sind sehr übersichtlich - eine Jugendgruppe sowie ein Mann, der jedem erst einmal Quizfragen stellt. Kurze Zeit später stolpert Marge auf dem benachbarten Erdbeerhof über eine Leiche. Die Polizei, so skurril wie ihre Mitbewohner, entdeckt in ihr die perfekte Verdächtige. Marge macht sich mit ihren Mitcampern auf die Suche nach dem wahren Täter...

"Erdbeermundallergie" von Inka Neumarkt hat mich ein wenig enttäuscht. Da ich die Holsteinische Schweiz kenne, hat mir hier der Wiedererkennungswert gefehlt. Ein Phantasieort, keine Besonderheiten - das Buch hätte überall spielen können. Auch die Charaktere waren nicht wirklich gut vermittelt. Sie blieben blaß, ich fand kaum Bezug zu ihnen. Der Quiz-Fan begann nach einiger Zeit mit seiner Fragestellung im Stil von "Wer wird Millionär?" Sogar zu nerven. Eigentlich eine nette Idee, die jedoch übertrieben wurde. Marge hat für mich manchmal sehr kindlich reagiert. Einerseits will sie mit Clemens nichts mehr zu tun haben, andererseits warnt sie ihn vor, daß ihn die Polizei anrufen wird um zu fragen, ob ihm das Wohnmobil gehört. Nun ja. Der Kriminalfall selbst war nett, nicht übermäßig spannend und etwas in den Hintergrund gerückt.

Ich würde sagen, das Buch ist ganz nett für zwischendurch, man darf jedoch nicht allzu viel erwarten.

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Veröffentlicht am 31.08.2020

Es hätte besser sein können

Die Liebe fällt nicht weit vom Strand
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Sophie möchte eigentlich einen mintfarbenen Foodtruck - hat jedoch BWL studiert und arbeitet nun am Empfang einer Filmfirma. Dort macht sie einen Karrieresprung - sie soll den neuesten Blockbuster vermarkten. ...

Sophie möchte eigentlich einen mintfarbenen Foodtruck - hat jedoch BWL studiert und arbeitet nun am Empfang einer Filmfirma. Dort macht sie einen Karrieresprung - sie soll den neuesten Blockbuster vermarkten. Während der Dreharbeiten in den Dünen Dänemarks lernt sie einen attraktiven Unbekannten kennen - ihren Freund im fernen Hamburg vergisst sie dabei fast...

"Die Liebe fällt nicht weit vom Strand von Franziska Jebens kommt als lockerer Sommerroman daher. Leider braucht man jedoch etwas Geduld, bis die Geschichte Fahrt aufnimmt. Und auch danach bleibt es streckenweise doch etwas zähflüssig. Man gerät immer wieder in Längen, die es zu überwinden gilt. Dabei ist es wenig hilfreich, daß Sophie nicht wirklich sympathisch ist. Ihre Art nervt zum Teil doch etwas. Ich habe mich oft gefragt, ob sie tatsächlich eine erwachsene Frau ist - oder noch ein Teenager. Ihre Handlungen sind allzu unüberlegt und nicht nachvollziehbar. Welcher erwachsene Mensch zieht sich schon wegen eines Kaffeefleckees auf dem Shirt auf dem U-Bahnsteig bis auf die Unterwäsche aus? Nicht ernsthaft, oder? Der Text gleitet leider oft von lustig zu albern. Dadurch wirkt alles etwas übertrieben. Die Handlung selbst ist vorhersehbar und nicht überraschend. Dies jedoch ist kein Manko, sondern dem Genre entsprechend.
Trotz allem kann man das Buch gut als Strandkorblektüre lesen - und ich denke, genau dafür wurde es geschrieben.

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Veröffentlicht am 28.08.2020

Ich hatte anderes erwartet

Sommer auf den Inseln
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Agneta und Mikael haben auf den Scilly Inseln ein neues Zuhause gefunden. Agneta leitet den Botanischen Garten, Mikael arbeitet als Hausmeister und kümmert sich um die Ferienhäuser. Doch die Ruhe wird ...

Agneta und Mikael haben auf den Scilly Inseln ein neues Zuhause gefunden. Agneta leitet den Botanischen Garten, Mikael arbeitet als Hausmeister und kümmert sich um die Ferienhäuser. Doch die Ruhe wird gestört, als der Nachbar tot am Fuß einer Klippe aufgefunden wird. War es wirklich ein Unfall? Zudem verbringt Agnetas Ex-Mann mit seiner neuen Familie seinen Urlaub in der Nachbarschaft und der Premierminister sowie der englische Thronfolger haben einen Besuch der Insel angekündigt. Die Ereignisse überschlagen sich....

Ich hatte mir von "Sommer auf den Inseln" von Mary Trentham einen leichten, humoristischen Sommerroman voller Gefühle versprochen. Da lag ich falsch! Dieser Roman ist eher Krimi, gespickt mit Politik und Spionage. Dies wird alles irgendwie zusammengewürfelt und kein Thema wird intensiviert. Leider entstehen dadurch Längen und Spannung kommt so gut wie gar nicht auf. Die Charaktere sind gut beschrieben, bleiben aber durch ihre Art fremd. Gerade Mikael wird hier unsympathisch dargestellt. Er vernachlässigt seine Arbeit, trinkt und benimmt sich einfach unmöglich. Mit Agneta kann man nichts anderes als Mitleid haben. Was der Autorin richtig gut gelingt: Sie fängt die Schönheit der Scilly-Inseln so ein, daß man Urlaubsgefühle bekommt. Man sieht den Strand und die Klippen vor sich und hat ein Bild mit wunderschönen Ferienhäusern vor Augen.

Bei diesem Buch darf man sich nicht von dem wunderschönen Cover leiten lassen - so verträumt ist das Buch nicht!

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