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Veröffentlicht am 03.12.2020

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Ratz und Mimi 3: Der faule Riese
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Ratz und Mimi geht in die dritte Runde. Ein neues Abenteuer von Ratz und Mimi für Leser:innen ab 6 Jahren. Vorkenntnisse braucht man nicht, da man diesen Band auch so wie die Vorgänger unabhängig voneinander ...

Ratz und Mimi geht in die dritte Runde. Ein neues Abenteuer von Ratz und Mimi für Leser:innen ab 6 Jahren. Vorkenntnisse braucht man nicht, da man diesen Band auch so wie die Vorgänger unabhängig voneinander lesen kann. Teilweise wird noch Bezug auf die Geschehnisse aus Band 1 und 2 genommen, sodass die Leserschaft wieder ins Boot geholt wird.



Unbedingt erwähnen muss ich die wunderbaren Zeichnungen von Fréderic Bertrand. Diese sind wieder zahlreich vorhanden und untermalen die Texte vortrefflich. Auf fast jeder Seite findet man eine farbige Zeichnung. So werden die einzelnen Szenen nochmal verdeutlicht. Und die Bilder sind einfach super süß, besonders die von Ratz, den Faultier oder Gunter dem Gürteltier.

Ratz und Mimi ist ein super süßes Kinderbuch für Leser:innen ab 6 Jahren. Ratz ist ein Faultier und macht seinem Namen alle Ehre. Er schläft am liebsten den ganzen Tag und wenn er nicht schläft, dann möchte er es gerne langsam angehen lassen und essen. Sehr sympathisch. In diesem Band wird Mimi entführt und die Freunde machen sich auf die Suche nach ihr. Dabei entdecken sie einen geheimnisvollen Ort, an dem nicht alles so ist, wie es scheint.

Der Verlauf der Geschichte passt gut für die junge Leserschaft, es gibt ein bisschen Spannung und ein paar humorvolle Szenen. Ich als Erwachsene habe es auch gerne gelesen und mich an der Geschichte erfreut. Ich kann mir das Buch gut zum selber Lesen oder Vorlesen bei Kindern ab 6 Jahren vorstellen und finde es altersgerecht. Mir, als jemand der nicht mehr zur primären Zielgruppe gehört, hat hier und da ein bisschen etwas gefehlt, um das Buch zu einem völligen Highlight zu machen.

Veröffentlicht am 02.12.2020

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Pandora Stone - Heute beginnt das Ende der Welt
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Das Thema mag für manche vielleicht im Moment nicht ganz passen. Ich musste auch erstmal schlucken, habe ich das Buch doch am ersten Tag meiner Quarantäne begonnen. Denn in Pandora Stone geht es um ein ...

Das Thema mag für manche vielleicht im Moment nicht ganz passen. Ich musste auch erstmal schlucken, habe ich das Buch doch am ersten Tag meiner Quarantäne begonnen. Denn in Pandora Stone geht es um ein Virus, welches fast die ganze Menschheit auslöscht. Nur etwa 10.000 Menschen haben überlebt, darunter Pan.

Sie findet sich auf einem abgelegen Militärstützpunkt wieder, welcher nun als Camp für die Überlebenden dient. Dort sollen die Jugendlichen lernen, sich dem neuen Leben anzupassen. Aber ist es wirklich so wichtig, sofort das Kämpfen zu lernen und warum dürfen sie nicht hinter die Mauer? Dies sind nur einige Fragen, die sich Pan stell.

Pan hat eine besondere Fähigkeit. Intuition, sie spürt Dinge fühlt sie einfach und nun steht sie vor der schwierigen Aufgabe, soll sie diesen Gefühlen vertrauen oder sich einfach den Autoritäten fügen?

Ich mag Barry Jonsberg unheimlich gerne und so war ich gespannt auf dieses Buch. Leider war ich etwas enttäuscht von dem Schreibstil und auch von den Charakteren. Ich finde Barry hat ein Händchen für sehr besondere Charaktere und klar, Pan ist mit ihrer Gabe besonders, aber trotzdem reiht sie sich nicht in die Reiher meiner anderen Lieblinge ein, die der Autor geschaffen hat. Dafür fand ich ihre Darstellung zu platt. Ich habe keinen richtigen Bezug zu ihr gefunden, vielleicht habe ich auch die Ich-Perspektive vermisst, die mir dies sicherlich erleichtert hätte.

Band 1 der dystopischen Trilogie ist ohne Zweifel spannend und fesselnd erzählt. Man möchte als Leser:in unbedingt wissen was als nächstes passiert und was für Geheimnisse gelüftet werden. Und so weiß auch das Ende zu überraschen und man kommt fast nicht umhin auch Band 2 lesen zu wollen. Zum Glück erscheint dieser schon bald.

Veröffentlicht am 30.11.2020

Monday, wo bist du?

Monday, wo bist du?
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Da Der bittere Trost der Lüge von der Autorin zu meinen Highlights gehört, wollte ich auch unbedingt ihr neues Buch lesen. Die Thematik fand ich wieder sehr ansprechend. Tiffany D. Jackson bringt als Own ...

Da Der bittere Trost der Lüge von der Autorin zu meinen Highlights gehört, wollte ich auch unbedingt ihr neues Buch lesen. Die Thematik fand ich wieder sehr ansprechend. Tiffany D. Jackson bringt als Own Voice Autorin immer wieder das Thema Rassismus in ihre Bücher unter, so auch hier.

Monday ist verschwunden und es interessiert niemanden. Okay, das stimmt nicht ganz, ihre beste Freundin Claudia wird fast verrückt vor lauter Sorge und Ungewissheit. Aber ansonsten rührt sich kaum jemand um herauszufinden wo Monday steckt. Ein Einzelfall? Leider nicht, dies ist die bittere Realität in Washington DC, wo immer wieder schwarze Mädchen verschwinden und erschreckend wenig dafür getan wird, um sie zu finden. Darauf möchte die Autorin mit dieser Geschichte aufmerksam machen und bei den Leser:innen ein Bewusstsein dafür schaffen. Allein deswegen finde ich das Buch lesenswert.

Die Autorin spielt gekonnt mit den Nerven der Leserschaft. Immer wieder versucht Claudia darum zu kämpfen, Monday zu finden und man bang und hofft, dass es dieses Mal von Erfolg gekrönt ist. So baut sich immer wieder eine Spannung auf, die aber auch wieder verpufft, wenn der Versuch erfolglos bleibt. Nun kamen Passagen aus Claudias Alltag und diese fand ich leider nicht so interessant. Und so konnten mich diese Abschnitte nicht so an den Seiten fesseln.

Dann kam aber der große Knall, etwas womit ich nicht gerechnet hätte und diese Wendung hat das Buch dann nochmal aufgewertet und mich über die vorherigen etwas zähen Abschnitte hinweg sehen lassen. Dazu muss ich sagen, dass der Aufbau zu Beginn etwas verwirrend sein kann, weil das Buch in verschiedene Zeitebenen aufgeteilt ist, die immer wieder wechseln. Aber wenn man den dreh raus hat, findet man sich damit gut zurecht.

Fazit:
Wo ist Monday ist ein ruhiges emotionales Buch.
Immer wieder kommt zwar Spannung beim Lesen auf, aber diese konnte für mich nicht permanent gehalten werden.
Trotzdem aufgrund der Thematik und dem angenehmen Schreibstil der Autorin lesenswert.
Wo ist Monday, kommt dezent daher, erschüttert aber beim Lesen nichtsdestotrotz und hallt nach.

Veröffentlicht am 28.11.2020

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Vorsicht, Monster! - Komm mit auf Monsterjagd! (Band 2)
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Dies ist Band 2 der Vorsicht, Monster! Reihe, man kann ihn aber auch unabhängig von Band 1 lesen. Besonders da man nochmal abgeholt wird, wenn man Band 1 nicht kennt und einen Crashkurs in Monsterjagd ...

Dies ist Band 2 der Vorsicht, Monster! Reihe, man kann ihn aber auch unabhängig von Band 1 lesen. Besonders da man nochmal abgeholt wird, wenn man Band 1 nicht kennt und einen Crashkurs in Monsterjagd bekommt, also all dies nachlesen kann, was man in Band 1 über die Jagd von Monstern gelernt hat.

Band 2 ist genauso aufgebaut wie sein Vorgänger. Man wird aktiv mit einbezogen, sodass man je nachdem wofür man sich entscheidet, auf der einen oder anderen Seite weiter lesen darf. Das Buch ist somit nicht linear aufgebaut, sondern man springt zwischen den Seiten hin und her. Wenn es Aufgaben gibt, sind diese aber dem Alter angemessen und die Lösung steht auch immer klein dabei, sodass kein Frust aufkommt.

Als Kind mochte ich solche Mitmachbücher total gerne und auch heute mag ich sie noch. Besonders, wenn das Buch dann mit so vielen schönen Illustration angereichert ist. Im Buch befinden sich viele schwarzweiß Zeichnungen und auch immer mal wieder Porträts von den Monstern. Dabei war die Autorin sehr kreativ und hat wieder ein paar tolle Ideen gehabt. So verknüpft sie alltägliche Situationen, Gefühle etc. mit Monstern, was ich eine geniale Idee fand. Es steht auch immer dabei, was man gegen das jeweilige Monster unternehmen kann, kleiner Tipp, ein Kuscheltier hilft fast immer.

So ist es ein echt süßes Buch, mit tollen Ideen. Für mich kommt es aber leider nicht an den ersten Band heran. Ich kann gar nicht so genau sagen, was mir hier gefehlt hat, aber in der Summe konnte mich Band 2 nicht so begeistern, dazu muss ich aber auch sagen, dass ich den ersten Band richtig toll fand und die Messlatte hochgesteckt war.

Das Buch ist für Leser ab 8 Jahren, aber auch ich als Erwachsene hatte meine Freude an der Geschichte. So kann ich das Buch für Groß und Klein empfehlen.
Komm mit auf Monsterjagd ist wieder ein schönes interaktives Mitmachbuch, bei dem man nicht nur von Seite zu Seite blättert, sondern auch selbst Entscheidungen treffen darf. Das Ganze wird durch die schönen Zeichnungen untermauert, die die Geschichte auflockern.

Veröffentlicht am 22.11.2020

All das ist für dich

All das ist für dich
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Ich lese sehr gerne solche kleinen Bücher, die etwas Positives, mutmachendes und inspiriertes haben. Angereichert wird dies dann durch Fotografien oder Zeichnungen, welche die Sprüche, Verse etc. untermauern. ...

Ich lese sehr gerne solche kleinen Bücher, die etwas Positives, mutmachendes und inspiriertes haben. Angereichert wird dies dann durch Fotografien oder Zeichnungen, welche die Sprüche, Verse etc. untermauern. Und so kam ich um All das ist für dich nicht herum.

Durch das feste und dicke Cover ist das Buch haptisch angenehm und die Cover Gestaltung ist auch stimmig. Kurz um, es macht auch von außen was her, da man solche Bücher gerne verschenkt, finde ich dies ist ein Pluspunkt.

Auch von innen ist es schön gestaltet, wobei ich sagen muss, dass mich der Zeichenstil nun nicht von Hocker haut. Aber da hat ja jeder individuelle Vorlieben. Auf jeden Fall passen die Bilder zu den jeweiligen Texten und untermalen diese. Schön finde ich, dass sich in den gezeichneten Personen auch die Diversität widerspiegelt, für die die Autorin sich stark macht.

Die Sprüche sind gut gewählt und machen Mut, Hoffnung, beruhigen aber auch. Es ist ein kleines Mutmachbuch, welches einen daran erinnert, dass es auch wieder bessere Zeiten geben wird. Im Vergleich mit anderen Büchern in dieser Kategorie, fand ich manche Sprüche aber nicht so gut, vielleicht ist aber auch der besondere Touch durch die Übersetzung verloren gegangen, das kann ich nicht beurteilen.

Natürlich ist dies auch wieder ein persönliches Empfinden, doch manchmal war es mir zu platt, besser kann ich es nicht benennen. Da hätte ich mir mehr Inspiration gewünscht. So hat mich, "Der Junge, der Maulwurf, der Fuchs und das Pferd", ein Buch, welches ich als so ähnlich betitel würde, tief bewegt und es hallt immer noch nach. Was ich von diesem Büchlein hier leider nicht behaupten kann. Damit will ich nicht sagen, dass es schlecht ist. Doch sticht es für mich nicht aus der Maße solcher Bücher heraus.