Profilbild von Rebecca1120

Rebecca1120

Lesejury Star
online

Rebecca1120 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Rebecca1120 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.04.2017

tolles Ermittler-Team – spannend geschrieben

Gefährlicher Lavendel (Ein-Leon-Ritter-Krimi 3)
0

Der renommierte Richter Lambert wird in der beschaulichen Provence bestialisch ermordet aufgefunden. Bei der Autopsie stellt Leon Ritter, der örtliche Pathologe fest, dass er zuvor bestialisch gefoltert ...

Der renommierte Richter Lambert wird in der beschaulichen Provence bestialisch ermordet aufgefunden. Bei der Autopsie stellt Leon Ritter, der örtliche Pathologe fest, dass er zuvor bestialisch gefoltert wurde und der Tod für ihn mehr eine Erlösung war. Die Ermittlungen gestalten sich mehr als schwierig …
Dieser Krimi hat mir ausgesprochen gut gefallen. Die beiden Hauptfiguren Leon Ritter und Isabelle Morell stellen in meinen Augen ein prima Ermittler-Team dar. Beide sind so glaubhaft und liebenswert beschrieben. Man muss sie einfach mögen. Da beide auch privat leiert sind und auch hier Reibungspunkte zwischen ihnen beschrieben werden, wirkt alles äußerst authentisch. Besonders gut gefallen haben mir hier die Episoden bei denen Leon sich für Isabells pubertierende Tochter eingesetzt hat und wie er mit ihr umgegangen ist. So einen Typ wünscht sich wohl jeder Teen als Vater(ersatz).
Spannung gab’s beim Lesen fast bis zum Schluss. Über den Mörder bleibt der Leser lange im Unklaren. Ich habe mich von Leons falscher Deutung der Indizien verleiten lassen den Mörder an gänzlich falscher Stelle zu vermuten.
Ich fühlte mich wunderbar unterhalten und deshalb gibt’s von mir 5 Lesesterne.

Veröffentlicht am 20.03.2017

brillant und spannend geschrieben

Schwarze Brandung
0

Die Autorin Sabine Weiss habe ich eigentlich immer mit historischen Romanen verbunden. Aber hier hat sie nun ihren ersten Krimi herausgebracht. Etwas skeptisch war ich schon, aber dann schon nach wenigen ...

Die Autorin Sabine Weiss habe ich eigentlich immer mit historischen Romanen verbunden. Aber hier hat sie nun ihren ersten Krimi herausgebracht. Etwas skeptisch war ich schon, aber dann schon nach wenigen Seiten konnte ich das Buch nicht mehr aus den Händen legen, denn die Geschichte hat mich gefesselt. Gleich zu Anfang wird der Leser mit einem brutalen Mord am Sylter Strand konfrontiert.
Hauptfigur des Romans ist Liv, Kommissarin bei der Flensburger Mordkommission. Ursprünglich stammt sie aber von Sylt, ihre Familie, mit der sie seit 15 Jahren gebrochen hat, lebt noch dort und hat großen Einfluss auf der Insel. Doch Liv verbindet noch mehr mit der Insel ….
Die Autorin hat es in meinen Augen sehr gut umgesetzt Livs Zwiespälte – die zerstrittene Familie, ihre fehlende Anerkennung im Team der Mordkommission und ihre Selbstzweifel zum Ausdruck zu bringen. Meine Sympathie hatte Liv von Anfang an.
Auch die schwierigen kriminalistischen Ermittlungen empfinde ich als gelungen. Die Geschichte war spannungsgeladen und dadurch fühlte ich mich wunderbar unterhalten.
Ich vergebe für diesen Krimi 5 Lese-Sterne und spreche eine uneingeschränkte Leseempfehlung aus.

Veröffentlicht am 13.03.2017

aufwühlend und total ergreifend

Der letzte Überlebende
1

Eine wahre Geschichte und die ist so unsagbar grausam. Sam Pivnik beschreibt in diesem Buch seinen Leidensweg durch die Vernichtungslager der SS. Als er dreizehn war, fielen die Deutschen in seine polnische ...

Eine wahre Geschichte und die ist so unsagbar grausam. Sam Pivnik beschreibt in diesem Buch seinen Leidensweg durch die Vernichtungslager der SS. Als er dreizehn war, fielen die Deutschen in seine polnische Heimat ein und damit begann sein Grauen und er wurde seiner Kindheit und Jugend beraubt. Mehr möchte ich aus dem Buch nicht vorwegnehmen.
Für mich ist dies ein Buch das unheimlich berührt. Alle Gräueltaten, die die Nazis in den Vernichtungslagern eingesetzt haben, kann man sich heutzutage gar nicht mehr vorstellen. Wie konnte so etwas zugelassen werden? Und noch viel schlimmer, wie konnten Ärzte, die ja den Eid des Hippokrates geschworen haben, solche Grausamkeiten begehen!?
Ich konnte das Buch immer nur stückchenweise lesen, da es mich immer wieder stark aufgewühlt hat. Manchmal habe ich mich gefragt: wie viel Grausamkeit kann ein Mensch eigentlich noch aushalten?
Was mir an Sams der Geschichte überhaupt nicht gefallen hat ist, dass die Verantwortlichen nicht oder wenn doch, dann viel zu milde verurteilt wurden. Ich denke da z.B. an Max Schmidt. Das kommt doch einem Schlag ins Gesicht für diese Menschen gleich.
Insgesamt betrachtet ist dies ein Buch, dass durchaus für den Unterricht in deutschen Schulen geeignet wäre. Meiner Meinung nach sollte sich auch die jüngere Generation mit diesem Teil deutscher Geschichte auseinandersetzten, denn die Zeitzeugen und Mahner sterben aus.
Ein wundervolles Buch, das ich uneingeschränkt weiterempfehle.

Veröffentlicht am 06.03.2017

unglaublich berührende wahre Geschichte

Albtraum
0

In diesem Roman wird die Geschichte von Franziska Schwarz erzählt, die von ihrer Mutter nicht gewollt wurde. Die von ihr wie ein Tier mit den Tieren gehalten wurde.
Immer wenn man als Leser denkt, jetzt ...

In diesem Roman wird die Geschichte von Franziska Schwarz erzählt, die von ihrer Mutter nicht gewollt wurde. Die von ihr wie ein Tier mit den Tieren gehalten wurde.
Immer wenn man als Leser denkt, jetzt geht es Franziska besser, jetzt hat sie doch noch Hoffnung auf ein besseres Leben, dann kommt in ihrem Leben wieder ein harter Tiefschlag.
Da dieser Roman so einfühlsam geschrieben ist, nimmt man als Leser direkten Anteil an dem unglücklichen, leidvollen Leben dieses Kindes bzw. der sich entwickelnden jungen Frau. Ich kann mir kaum vorstellen (denn das übersteigt meine Vorstellungskraft) wie hart der Kampf dieser jungen Frau gewesen sein muss, um nach solch einer Kindheit nicht den Lebensmut zu verlieren und sich aus diesem seelischen Tief heraus zu kämpfen.
Margarete van Marvik hat dieses Schicksal sehr anschaulich beschrieben. Der Leser kann sich in die verzweifelten Situationen von Franziska dadurch wunderbar hineinversetzen. Mich hat dieser Roman darum auch innerlich stark aufgewühlt. Wie kann eine Mutter so grausam sein? Wie kann ein Mensch so viele Schicksalsschläge verkraften.
Dieses Buch erhält von mir eine 100%ige Leseempfehlung und 5 wohlverdiente Lesesterne.

Veröffentlicht am 24.02.2017

der total andere Krimi – fesselnd!

Das Buch der Spiegel
0

Dieser Krimi ist einfach unbeschreiblich: fesselnd, spannend, aber auch widersprüchlich.
Drei Menschen (ein Literaturagent, ein Journalist und ein Ex-Polizist) versuchen herauszubekommen was vor mehr als ...

Dieser Krimi ist einfach unbeschreiblich: fesselnd, spannend, aber auch widersprüchlich.
Drei Menschen (ein Literaturagent, ein Journalist und ein Ex-Polizist) versuchen herauszubekommen was vor mehr als 20 Jahren im Haus von Dr. Joseph Wieder geschehen ist. Immer wenn einer seine Ermittlungen frustvoll aufgibt, macht sich der nächste an die Recherche. Jeder der Drei erfährt immer nur Teilwissen und wird bei der Suche nach der Wahrheit mit individuell verzerrten Wahrnehmungen, Vermutungen aber auch mit Lügen konfrontiert. Daher stammt auch der Titel des Buches: angelehnt an die Zerrspiegel auf Jahrmärkten, die die Bilder auch verzerren. Das Ganze wird vom Autor wunderbar in Worte gefasst. Stilistisch brillant fand ich, dass zum Ende der Kapitel immer düstere Entwicklungen und vage Andeutungen zu einer völlig konträren Entwicklung der Handlung angeführt waren. Als Leser hat man da automatisch seine Phantasie einsetzten müssen und die Spannung hielt sich dabei immer auf hohem Level.
Zum Teil benutzt E.O. Chirovici sehr blumige Umschreibungen, die mir ausgesprochen gut gefallen haben. So umschreibt er beispielsweise den regenverhangenen, trüben Himmel farblich mit Kohlsuppe. Da hat man doch gleich ein Bild vor Augen.
Auch am Ende des Buches bleiben noch viele Fragen offen. Finde ich nicht schlecht. So kann jeder Leser seine eigenen Schlüsse und Vermutungen ziehen.
Ein in der Art geschriebenen Krimi >und das waren schon sehr viele< habe ich bisher noch nicht gelesen. Ich bin voll begeistert und kann dieses Buch nur wärmstens als Geheimtipp weiterempfehlen.