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Veröffentlicht am 28.12.2020

Anders als erwartet: optimistische Weihnachtsgeschichte vom Lieben und Verzeihen in schwierigen Zeiten

Winter der Hoffnung
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In der Vorweihnachtszeit 1946 hat auch die Altenaer Fabrikantenfamilie Wolf mit den drei Töchtern Ruth, Ulla und Gundel mit den Auswirkungen des Kriegs zu kämpfen. Die Lebensmittel sind knapp und der Fabrik ...

In der Vorweihnachtszeit 1946 hat auch die Altenaer Fabrikantenfamilie Wolf mit den drei Töchtern Ruth, Ulla und Gundel mit den Auswirkungen des Kriegs zu kämpfen. Die Lebensmittel sind knapp und der Fabrik droht die Demontage durch die Briten, was nicht nur für die Familie, sondern auch für alle Beschäftigten einer Katastrophe gleichkäme. Während völlig unerwartet Ruths Ehemann Fritz aus dem Krieg zurückkehrt und Ruth und ihr Sohn Wilfried sich erst an die neue Situation und den Umgang mit dem schwierigen Fritz gewöhnen müssen, machen Gundel und Ulla auf Tanzabenden folgenreiche Bekanntschaften.

Peter Prange schreibt in gewohnt verständlichem, klarem Sprachstil aus der Sicht der verschiedenen Protagonisten. Die einzelnen Kapitel sind typischerweise sehr kurz und knapp gehalten. Dadurch liest sich das Buch fast wie von selbst.

Nicht nur die Familie Wolf mit ihren recht unterschiedlichen Töchter steht im Mittelpunkt des Geschehens, auch bestimmte Altenaer Männer, allen voran „Prince Charming“ Tommy Weidner mit der schwierigen Kindheit, der bei Frauen nichts anbrennen lässt und in einem Eisenbahnwagen haust. Mit den einzelnen Figuren fiebert man schnell mit, auch wenn all ihre Fehler haben und sie teilweise nicht besonders ausgeprägt und tiefgründig charakterisiert werden.

Wer einen „typischen Peter Prange“ mit vielen historischen Details und genau ausgefeilter Geschichte erwartet, wird möglicherweise enttäuscht werden.
Bei „Winter der Hoffnung“ handelt es sich um die Vorgeschichte zu seinem Romab „Unsere wunderbaren Jahre“. Die Handlung ist weniger umfangreich, besitzt daher weniger Komplexität, es kommt zu weniger Verstrickungen als in seinen bisherigen Werken.
Für mich ist das Buch aber in erster Linie kein historischer Roman, sondern eine ruhige, kleine Weihnachtsgeschichte voller Hoffnung und Zuversicht trotz der dunklen, kargen Zeit, in der sie spielt. Eine angenehm leichte Liebesgeschichte, die zeigt, dass man manchmal verzeihen muss, um voranzukommen und sein Glück zu finden. Ein Buch für die Weihnachtszeit zum „Runterkommen“, das zum Untertitel des Nachfolgers „Ein deutsches Märchen“ sehr gut passt. Genau das Richtige für mich jetzt zu diesem Zeitpunkt, ehe ich mich im neuen Jahr an die Fortsetzung mache. Lust darauf macht dieser Roman mir allemal.

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Veröffentlicht am 17.12.2020

Hübsch gestaltetes, klingendes Gute-Laune-Buch für die Kleinsten mit leichten Schwächen in der technischen Ausführung

ministeps: Hör rein, sing mit! Erste Kinderlieder zum Anhören
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Es sind sicherlich fünf der bekanntesten deutschen Kinderlieder, die im Buch „Hör rein, sing mit! Erste Kinderlieder zum Anhören“ versammelt sind: „Bruder Jakob“, „Alle meine Entchen“, „Backe, Backe Kuchen“, ...

Es sind sicherlich fünf der bekanntesten deutschen Kinderlieder, die im Buch „Hör rein, sing mit! Erste Kinderlieder zum Anhören“ versammelt sind: „Bruder Jakob“, „Alle meine Entchen“, „Backe, Backe Kuchen“, „Summ, summ, summ“ und „Schlaf, Kindlein, schlaf“.
Jedem der Lieder ist eine Doppelseite gewidmet, links sind die Noten der Melodie, der Text der ersten Strophe und die passenden Akkorde abgedruckt. Alle Lieder sind sehr schön illustriert. Die für Ravensburger typischen Figuren Entchen, Bär, Schaf, Hase oder Frosch zeigen auf jeder Seite, worum es im Lied geht, so planschen sie beispielsweise zu „Alle meine Entchen“ wie Entchen im Wasser. Die ansprechenden farbenfrohen Bilder kommen bei Kindern garantiert gut an. Kinder ab zwölf Monaten haben sicherlich viel Spaß, gemeinsam mit Erwachsenen die einzelnen Abenteuer der Tiere auf den Bildern zu verfolgen und darüber zu sprechen. Anderthalbjährige können sich vermutlich schon alleine mit dem Buch beschäftigen und werden nach dem wiederholten Hören der Lieder schnell die Texte mitsingen können, ein motivierender, positiver Lerneffekt.

Das Buch ist recht klein und handlich, im für Bücher aus der Reihe „Ravensburger Mini Steps“ üblichen Format. Bei häufiger Beanspruchung zeigt es an den Rändern und am Buchrücken leichte Abnutzungserscheinung, was sich einfach nicht vermeiden lässt.
Die Aufnahmen der Lieder sind angenehm leise und recht unaufdringlich, nicht penetrant. Wenn man ganz genau hinhört, rauscht es ein wenig im Hintergrund. Kinder müssen keine schwer bedienbaren Knöpfe drücken, um die Lieder zum Klingen zu bringen. Wenn der Schalter auf der Buchrückseite eingeschaltet ist, genügt es bei hellem Licht das Buch umzublättern, um das entsprechende Lied auf der Seite zu hören. Die einfache Bedienung ist allerdings auch ein Nachteil. Wird eine Seite nur ein bisschen bewegt, kann es sein, dass das Lied unvermittelt stoppt und ein anderes Lied erklingt. Für kleinere Kinder ist es daher nicht ganz so einfach, auch genau das Lied zu hören, das sie möchten. Das könnte für sie manchmal etwas frustrierend sein, nicht die Kontrolle zu haben. Die Idee, Lieder übers Blättern erklingen zu lassen, finde ich grundsätzlich sehr gut, die Umsetzung ist allerdings nicht einwandfrei gelungen und etwas fehleranfällig.
Insgesamt ein nettes, motivierendes Gute-Laune-Buch für die Allerkleinsten, mit kleinen Abstrichen.

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Veröffentlicht am 14.12.2020

Von zerplatzten Träumen, neuen Chancen, einer beispiellosen Karriere und der immerwährenden Suche nach Liebe

Audrey Hepburn und der Glanz der Sterne (Ikonen ihrer Zeit 2)
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„Ich wurde mit einem enormen Bedürfnis nach Liebe und einem grauenvollen Bedürfnis danach, Liebe zu geben, geboren“. Audrey Hepburn

Während ihrer Kindheit und Jugend träumt Audrey Hepburn, Tochter eines ...

„Ich wurde mit einem enormen Bedürfnis nach Liebe und einem grauenvollen Bedürfnis danach, Liebe zu geben, geboren“. Audrey Hepburn

Während ihrer Kindheit und Jugend träumt Audrey Hepburn, Tochter eines Briten und einer Niederländerin nur davon, einmal Primaballerina zu werden. Doch das Hungern und die Entbehrungen während und nach dem zweiten Weltkrieg fordern ihr Tribut, Audrey erfüllt die körperlichen Voraussetzung nicht, sich ihren Traum zu erfüllen. Doch bald schon bietet sich eine andere Gelegenheit, Audrey wird eine erste Filmrolle angeboten. Sie ergreift ihre Chance und wird Schauspielerin, eine weltberühmte Ikone ihrer Zeit....

Juliana Weinberg erzählt auf leichte, angenehme Art und Weise von wichtigen Etappen im Leben der Audrey Hepburn, entscheidende Begegnungen und Gespräche werden dabei authentisch und interessant geschildert. Weinbergs klarer und einfacher Sprachstil macht es den Lesern leicht, dem Geschehen zu folgen. Audreys Geschichte fließt dahin wie ein ruhiger Fluß mit abwechslungsreicher, beeindruckender Landschaft am Ufer.

Wer kennt sie nicht Audrey Hepburns weltberühmte Rehaugen? Doch wer ist die Frau hinter diesen außergewöhnlichen Augen? In ihren Filmen wirkt die zarte Schauspielerin oft so zerbrechlich und verloren. Auch im realen Leben zeigt sich Audrey verletzlich und sensibel, aber auch sehr leidenschaftlich. Sie sehnt sich nach Liebe, nach einer Familie: „Ich denke, das ist es, worum es im Leben tatsächlich geht, um Kinder und Blumen“. Doch immer wieder muss sie auf ihrem Weg auch große Enttäuschungen und Zurückweisungen verkraften. Zum Glück stehen ihr in schwierigen Situationen stets ihre Mutter und ihre treue Freundin Connie bei. Zu einigen anderen Prominenten wie Gregory Peck, Cary Grant oder Modedesigner Hubert Givenchy, dessen Muse sie war, entwickelte Audrey ebenso tiefere freundschaftliche Beziehungen. Für mich waren gerade die Episoden mit anderen Prominenten sehr interessant zu lesen.

Auch der zweite Band der Ullstein-Reihe „Ikonen ihrer Zeit“ konnte mich genauso wie der erste „Marie Curie und die Kraft zu träumen“ überzeugen.
Mir hat Juliana Weinberg mit ihrem Roman „Audrey Hepburn und der Glanz der Sterne“ diese empfindsame, faszinierende Schauspielerin nahe gebracht. Gut gefallen haben mir die auch die aufschlussreichen Zitate Audrey Hepburns, die den jeweiligen Teilen des Romans vorangestellt waren. Hepburn ist zweifelsohne eine sehr beeindruckende Persönlichkeit, die später ihre Popularität einsetzte, um gegen Hunger und Armut auf der Welt zu kämpfen und die hoffentlich nicht vergessen wird. Nach dieser leichten, kurzweiligen, gelungenen Romanbiografie kann ich es kaum erwarten, mir noch einmal „Frühstück bei Tiffany“ „Krieg und Frieden“ oder „Ein Herz und ein Krone“ anzuschauen, diesmal mit einem ganz neuen Blick auf die Hauptdarstellerin.

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Veröffentlicht am 09.12.2020

Außergewöhnliches Buch, das viel zu sagen hat, es aber dem Leser nicht immer leicht macht, es zu hören

Liane und das Land der Geschichten
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„Wenn du manchmal nicht weißt, was jemand gesagt hat, dann liegt es nicht daran, dass er nicht geredet hat, sondern daran, dass du ihn nicht gehört hast.“

Liane ist ein sehr intelligentes Mädchen, das ...

„Wenn du manchmal nicht weißt, was jemand gesagt hat, dann liegt es nicht daran, dass er nicht geredet hat, sondern daran, dass du ihn nicht gehört hast.“

Liane ist ein sehr intelligentes Mädchen, das sich ganz viele interessante, beeindruckende Gedanken macht. Sie leidet unter ihrem Namen, für den sie so oft gehänselt wird. Lianes Eltern sorgen zwar gut für sie, aber über alles kann Liane nicht offen mit ihnen sprechen. Für manche Fragen hat Liane daher einen extra „Sack mit den Fragen, die man nicht stellen darf“. Eines Tages entdeckt Liane in der Bibliothek einen geheimnisvollen Globus. Mit diesem Fund beginnt für sie ein spannendes Abenteuer, das sie ins magische Land der Geschichten führt.

Elif Shafak schreibt angenehm, flüssig und lebendig. Mir als Erwachsene gefällt ihr Schreibstil sehr gut, Kinder könnten ihn eventuell als etwas langatmig empfinden. Ich empfehle das Buch für Leser ab zehn Jahren. Die schwarz-weiß Illustrationen finde ich sehr aussagekräftig und klar, teils recht düster, teils durchaus aber sehr gefällig. Sie passen gut zur Stimmung des Buches.

Anfangs kann einem Liane, die sich so viele wichtige Gedanken macht, aber nicht immer richtig ernst genommen wird, oft leid tun. Ihre hochinteressanten und klugen Überlegungen werden von den Erwachsenen oft lapidar als „blühende Phantasie“ abgetan. Für Lianes Lesebegeisterung haben die Eltern auch kein rechtes Verständnis. Als Liane die Kinder Zelis und Asutay kennenlernt und diese ihr eine neue Welt eröffnen, macht sie viele bedeutende Erfahrungen, die ihr später das Leben erleichtern werden. Auch wird sie im Land der Geschichten endlich einmal richtig ernstgenommen, das stärkt sie.

Liane und das Land der Geschichten ist ein sehr ungewöhnliches Buch, das seine Leser herausfordert. Anfangs macht es ein wenig traurig, man fühlt mit Liane, die es zwar materiell gut hat, aber in deren Leben es an richtiger Wärme und tiefergehendem Verständnis fehlt. Lianes Wandlung, die große Zuversicht vermittelt, erfolgt für meine Begriffe zu schnell. Im Land der Geschichten erfährt Liane viele schöne Weisheiten, aber wie genau sie zu diesen gelangt, ist oft nicht ganz klar nachvollziehbar. So wirken die schönen, bedeutenden Gedanken manchmal wie eine bloße Aneinanderreihung von wichtigen Botschaften, haben es aber schwer, den Leser wirklich zu erreichen. Ich hätte mir gewünscht, dass Lianes Weg zur Erkenntnis etwas subtiler, weniger komprimiert beschrieben worden wäre.
Ein besonderes Buch, das zum Nachdenken anregt, die Bedeutung der Phantasie hervorhebt, tolle Botschaften sehr direkt formuliert, aber im Aufbau nicht hundertprozentig stimmig ist. Vielleicht muss ich es einfach nochmal lesen:

»Wenn ich ein Buch, das mir sehr gefallen hat, noch mal lese, bin ich jedes Mal wieder erstaunt, denn beim zweiten Mal ist es nicht mehr dasselbe Buch. Es kommt einem anders vor.«
Liane stutzte. »Warum denn?«
»Weil ich inzwischen nicht mehr dieselbe bin. Wir lernen jeden Tag was dazu. Beim zweiten Lesen weiß man mehr als beim ersten Mal. Wenn der Le­ser ein anderer ist, ändert sich auch das Gelesene.«

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Veröffentlicht am 09.12.2020

Schönes Weihnachtsmärchen mit viel Wunder und wichtiger Botschaft

Das Wunder von R.
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Manuel, Camila und Shonda ziehen kurz vor Weihnachten mit ihren Mamas Dominique und Isabella in die Stadt R.. Doch sehr willkommen fühlen sie sich in dieser seltsamen Stadt nicht. Die Bewohner begegnen ...

Manuel, Camila und Shonda ziehen kurz vor Weihnachten mit ihren Mamas Dominique und Isabella in die Stadt R.. Doch sehr willkommen fühlen sie sich in dieser seltsamen Stadt nicht. Die Bewohner begegnen ihnen dort mit großer Skepsis und scheinen kein Interesse daran zu haben, sie näher kennenzulernen. Doch die Kinder haben gar keine Zeit, sich darüber Gedanken zu machen. Denn am 23.Dezember erhalten sie einen ganz besonderen Brief vom Weihnachtsmann höchstpersönlich, der sie um Hilfe bei einer ganz wichtigen Mission bittet....

Francesca Cavallo schreibt gut verständlich, kindgemäß, anschaulich und recht einfach. Sehr originell sind die humorvollen Sprachspielereien der Autorin wie der Name des Bürgermeisters oder die phantasie- und bedeutungsvollen Straßennamen in R..
Geübte Leser ab acht Jahren können das Buch schon selbstständig bewältigen, die Schrift ist etwas größer und daher gut lesbar. Zum Vorlesen eignet sich das Buch auch schon für jüngere Kinder, ab fünf, sechs Jahren. Meine fünfjährige Tochter beispielsweise hatte keine Probleme, die Geschichte vollständig zu erfassen und zu verstehen.
Besonders sticht die wunderbare Aufmachung des Buches hervor. Das Buch ist ein wenig breiter als DIN A 5- Format und daher schön handlich. Schon das Cover ist etwas besonderes. Der Titelschriftzug ist in Gold gehalten, man erkennt die Familie Greco-Aiden, die am hellerleuchteten Fenster vor einer Kerze sitzt. Draußen schneit es. Ein bezauberndes Titelbild. Es wirkt sehr plastisch, das Bild der Familie glänzt fast wie ein Foto. Beeindruckt haben uns auch die bemerkenswerten, bunten großen Bilder. Auf den detaillierten, sehr aussagekräftigen Illustrationen gibt es ganz viel zu entdecken.

Manuel, Camila, Shonda, Isabella und Domique, die Greco-Aidens, sind eine herrlich sympathische Familie. In der Familie mit zwei Müttern geht es im Alltag ähnlich zu, wie auch in anderen Familien. Das Außergewöhnliche an ihnen ist, dass alle stets sehr liebevoll miteinander umgehen, selbst wenn es mal kleine Unstimmigkeiten gibt. Sie sind alle offen für andere Menschen, gehen vorbehaltlos auf ihre Mitmenschen zu und haben es sich auch erhalten, an Wunder zu glauben. Sie stehen in völligem Gegensatz zu den skeptischen, mürrischen Bewohnern von R.. Lediglich ein Mädchen aus R. scheint anders zu sein als die anderen: Olivia. Sie ist neugierig, freundlich, nett und aufgeweckt.

Werden die Kinder den Auftrag des Weihnachtsmanns erfolgreich ausführen? Ändern die Bewohner von R. ihre Einstellung anderen gegenüber? Wird Weihnachten trotz aller Widrigkeiten stattfinden? Und wie genau wird gefeiert?
Francesca Cavallo hat eine packende, aufregende, phantasievolle und daher nicht immer ganz logische Weihnachtsgeschichte verfasst, die Weihnachten vor allem als ein Fest der Gemeinschaft darstellt. Das Wunder von R. beweist, dass es sich lohnt, sich zu öffnen und auf andere zuzugehen. Zusammensein mit anderen und Solidarität bereichert das Leben. Vor allem Kinder sind ganz gut darin, auch unter widrigen Umständen einen Weg dahin zu finden.
„Revolutionär“ ,wie auf dem Klappentext angekündigt, finde ich das Buch allerdings nicht, es hat vielmehr eine klassische Botschaft. Es geht zwar um eine eher ungewöhnliche Familie mit zwei Müttern und Kindern unterschiedlicher Hautfarbe, aber diese Konstellation wird als selbstverständlich betrachtet und hat auf die eigentliche Geschichte kaum Einfluss.
Ein nettes, wärmendes Weihnachtsmärchen, das uns gerade in der aktuellen Situation Wichtiges über das Verhalten der Mitmenschen gegenüber verdeutlicht. Von den Greco-Aidens und ihrem Umgang miteinander und mit anderen können wir alle sicher noch etwas lernen.

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