Cover-Bild Die Psychologie des Yoga
19,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Arkana
  • Themenbereich: Gesundheit, Beziehungen und Persönlichkeitsentwicklung - Körper und Geist
  • Genre: Ratgeber / Spiritualität
  • Seitenzahl: 288
  • Ersterscheinung: 24.03.2014
  • ISBN: 9783442341337
Ralph Skuban

Die Psychologie des Yoga

5000 Jahre Weisheit neu entdeckt.

Erst wenn wir erkennen, wer wir nicht sind, können wir unser innerstes Wesen entdecken und Freiheit erlangen. In der Jahrtausende alten indischen Philosophie gibt es ein vielschichtiges Konzept von der Psychologie des Menschen. Der zentrale Punkt ist die Selbstverwirklichung. Daneben enthält sie eine Schöpfungslehre, ein psychologisch-spirituelles Modell des Menschen und eine Philosophie der Befreiung. Nicht umsonst ist sie die Grundlage der Yogasutren des Patanjali, der ayurvedischen Heilkunst sowie der Lehren Gautama Siddhartas alias Buddha. Anschaulich, begrifflich genau und stets mit Bezug zu heute entschlüsselt Ralph Skuban diese reiche Tradition. Wer dieser Lehre folgt, begibt sich auf eine ebenso intellektuelle wie praktische Reise.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.12.2020

Erster Eindruck der Sankhya Karika

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Das Sachbuch „Die Psychologie des Yoga“ von Ralph Skuban vermittelt einen ersten Eindruck von der Sankhya Karika, einem von drei klassischen Philosophiesystemen Indiens, die dem Yoga zugrundeliegen.

Der ...

Das Sachbuch „Die Psychologie des Yoga“ von Ralph Skuban vermittelt einen ersten Eindruck von der Sankhya Karika, einem von drei klassischen Philosophiesystemen Indiens, die dem Yoga zugrundeliegen.

Der Autor versteht es dabei sehr gut, abstrakte Dinge auf konkrete Weise zu erklären, sodass selbst für absolute Laien verständlich wird, wie die Sankhya-Lehre verstanden werden kann.

Dabei verbindet Ralph Skuban seine Texte immer wieder mit Zitaten aus Schriften, die sich aus der Sankhya-Lehre entwickelt haben oder diese indirekt in sich tragen, wie der Bhagavad Gita, Svetashvatra Upanishad, dem Yogasutra, dem Yoga-Vasishta, dem Tao Te King, der Bibel und vielen weiteren.

Wem diese Schriften nur wenig sagen, der sollte nicht zurückschrecken. Ich kannte mich vorher überhaupt nicht aus und dennoch bin ich mit diesem Buch sehr gut zurechtgekommen, da der Autor viele abstrakte Theorien mithilfe von Alltagssituationen erklärt. Dadurch verstehen wir einerseits diese besser, andererseits bekommen wir auch schon eine Vorstellung davon, wie wir das Gelesene in unseren Alltag integrieren können.

Was das Lesen etwas erschwert hat, waren 2 Dinge: Erstens ist es dem Autor leider nicht gelungen, den roten Faden durch sein Werk deutlich zu machen. Dadurch fühlte ich mich als Leser etwas verloren (Es wurde für mich nicht von Anfang an deutlich, dass der Autor das Werk der Sankhya Karika dem Leser verständlich machen wollte, was leider auch nicht aus dem Titel ersichtlich wird). Was dies jedoch wieder wettmachte, ist, dass der Autor immer wieder auf zuvor Gelerntes zurückgriff und mit dem Neuen verknüpfte. Dadurch wiederholte man Gelerntes und verlor zumindest nicht vollkommen den Überblick.

Was den Überblick zweitens beeinträchtigte waren die vielen Wörter, die der Autor aus der Sankhya-Lehre verwendet hat. Für mich war es schwierig, mich an die Bedeutung aller zurückzuerinnern.

Dem hilft das Buch jedoch glücklicherweise mit einem Glossar am Ende auf die Sprünge. Alles in allem empfand ich diese neu gelernten Begriffe dann doch als Bereicherung, da sie mir zeigten, wie unterschiedlich man die Welt und mentalen Muster doch definieren kann und wie schwierig es ist, die exakte Definition auszumachen.

Einen weiteren Pluspunkt erhält das Buch für mich, da der Autor Persönliches strikt vom Philosophischen trennte. Dass der Autor am Ende seine persönlichen Erfahrungen anhängte, war für mich eine bereichernde Abrundung des Buches. Ich als Leser merkte, dass Ralph Skuban sich persönlich intensiv mit der Sankhya-Lehre befasst hat.

Leider konnte das Buch jedoch keine wissenschaftliche Herangehensweise bieten, da für mich nicht deutlich wurde, wie genau die Lehre einzuordnen ist noch, wodurch sie sich von anderen Lehren abgrenzt oder inwiefern sie das Yoga, das wir heute kennen, beeinflusst.

Den letzten Pluspunkt vergebe ich für die Sankhya Karika, die sich im Anhang befindet, als roter Faden des Buches gesehen werden kann und die dort noch einmal kurz und knackig, aber verständlich, vom Autor erklärt wird.

Ich persönlich lese Teile des Anhangs mittlerweile gerne zum Schlafengehen oder nach dem Aufstehen, da er für mich eine Art Leitfaden durch das Leben ist, denn die Sankhya-Lehre schafft ein Modell der Wirklichkeit, welches bei der Bewältigung des Alltags und vor allem hinsichtlich des Todes Orientierung gibt. Orientierung im Sinne einer Anleitung, sich selbst zu finden, zu hinterfragen, sich auf den Tod vorzubereiten.

Schließlich: Für mich war das Buch eine nette Abendlektüre ebenso wie eine Bereicherung und ein Einstieg in die Philosophiesysteme Indiens. Ich überlege mir, auch weitere Bücher des Autors zu lesen. Aktuell liebäugele ich mit „Patanjalis Yogasutra“, welches ein weiteres wichtiges Philosophiesystems Indiens beschreibt, welches ebenso dem Yoga zugrunde liegt. Wer bei „Die Psychologie des Yoga“ jedoch Tiefe erwartet oder eine wissenschaftliche Herangehensweise, ist falsch, denn dieses Buch ist eher als nette Lektüre für Zwischendurch geschrieben, nah am Alltag gehalten. Damit wird deutlich, dass die Zielgruppe eher Leser sind, die Orientierung suchen und nicht jemand, der sich intensiv mit den Philosophiesystemen Indiens auseinandersetzen möchte. Es wäre schön gewesen, wenn dies durch den Klappentext deutlich gemacht worden wäre.

PS: Wer in diesem Buch irgendwelche Yoga-Techniken etc. erwartet, ist schlecht mit ihm beraten. Es geht nämlich um die Lehren hinter yoga (Sankhya Karika), wobei mit yoga die spirituelle Entwicklung sowie ihre Methodik gemeint ist. Ralph Skuban geht in diesem Werk jedoch nicht auf letzteres ein. Meiner Meinung nach ist deshalb auch der Titel schlecht gewählt.