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Veröffentlicht am 07.01.2021

Wie alles begann

Kinderklinik Weißensee - Zeit der Wunder (Die Kinderärztin 1)
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„Zeit der Wunder“ ist der Auftakt zur Kinderklinik-Weißensee-Reihe. Antonia Blum hat als Setting dieses kommunale Säuglings- und Kinderkrankenhaus gewählt. Es war bei seiner Eröffnung im Jahr 1911 das ...

„Zeit der Wunder“ ist der Auftakt zur Kinderklinik-Weißensee-Reihe. Antonia Blum hat als Setting dieses kommunale Säuglings- und Kinderkrankenhaus gewählt. Es war bei seiner Eröffnung im Jahr 1911 das erste seiner Art. Erstmalig wurden neue Wege bei der Behandlung von Säuglingen und Kleinkindern beschritten. Zu den Besonderheiten der Kinderklinik gehörte neben einer Säuglingsfürsorgestelle auch die erste und einzige Milchkuranstalt Preußens. Auf dem Gelände gehaltene Kühe sorgten für die Milch.

Die Auswahl der Charaktere fand ich ebenfalls sehr interessant. Wir bekommen einen Querschnitt der damaligen Gesellschaftsschichten geboten; angefangen bei den Waisenkindern über Arbeiter, Mitglieder des gehobenen Bürgertums und des Adels bis hin zur Kaiserin.

Die beiden Waisen Marlenen und Emma Lindow haben die einmalige Chance bekommen, eine Ausbildung in der Kinderklinik Weißensee zu absolvieren. Als sie sich voller Elan auf den Weg machen, ahnen sie noch nicht welche Steine ihnen in den Weg gelegt werden, aber auch welche Glücksmomente ihnen bevorstehen.

Ein unkomplizierter Schreibstil garantiert einen flüssigen Lesefluss. Vorhersehbare wie unerwartete Wendungen und Ereignisse, die zum Miträtseln einluden, sorgten bei mir für spannende Lesestunden.

Ich habe die Lindow-Schwestern sehr gerne bei ihrer Ausbildung und ihrer persönlichen Entwicklung begleitet. Die historisch belegten medizinischen Erläuterungen waren für mich sehr informativ und ich freue mich bereits jetzt auf die Fortsetzung. Gerne empfehle ich dieses Buch weiter und vergebe fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 03.01.2021

Das Leben während des Niederländischen Befreiungskrieges

Krone der Welt
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Die Geschwister Vincent, Ruben und Betje wurden während des achtzigjährigen Krieges in den Niederlanden geboren. Gleichzeitig war es auch die Zeit der Auseinandersetzungen zwischen Calvinisten und Katholiken. ...

Die Geschwister Vincent, Ruben und Betje wurden während des achtzigjährigen Krieges in den Niederlanden geboren. Gleichzeitig war es auch die Zeit der Auseinandersetzungen zwischen Calvinisten und Katholiken. Wirklich keine einfache oder gar gute Zeit für die Menschen.

Die Charaktere der drei Geschwister sind sehr verschieden und gerade dadurch auch sehr authentisch. Ihr jeweiliges Wesen entspricht ihrem weiteren Werdegang. Aber auch die übrigen Charaktere sind sehr gut und realistisch gezeichnet. Aufgrund der Diversität konnte ich während des Lesens die komplette Bandbreite der Emotionen durchleben.

Der für Sabine Weiß typische und mitreißende Schreibstil sowie die wechselnden Perspektiven sorgten für Spannung. Hinzu kam, dass ich mein rudimentäres Wissen zu dieser Zeit in den Niederlanden durch eine Fülle von Informationen erweitern konnte. Wie immer bei den Büchern dieser Autorin hat mich die super Recherche beeindruckt.

Manchmal wurden mir einige Themen zu kurz abgehandelt und durch die teilweise mehrjährigen Zeitsprünge fehlten mir meiner Meinung nach, wissenswerte Lebensabschnitte der Protagonisten.

Hervorheben möchte ich noch das Personenverzeichnis zu Beginn, in welchem die historisch nachweisbaren Personen gekennzeichnet sind und das viele Begriffe erläuternde Glossar am Ende des Buches. Beides fand ich sehr hilfreich.

Auch wenn mir einige andere historischen Romane von Sabine Weiß besser gefallen haben und trotz der oben genannten Kritikpunkte, ist die „Krone der Welt“ ein gelungenes Werk, in welchem historische Personen und Fakten mit fiktiven Charakteren und Ereignissen zu einer unterhaltsamen und informativen Geschichte verschmolzen wurden. Daher gibt es von mir fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 16.12.2020

Wohlfühl-Weihnachtsmärchen

Kleiner Weihnachtsbaum
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Hauptakteur ist in dieser Weihnachtsgeschichte ein kleiner, aber einsamer Weihnachtsbaum. Er wünscht sich so sehr Freunde. Ob es der Zauber der Weihnacht ist, der sich Kai und Klara verirren lässt und ...

Hauptakteur ist in dieser Weihnachtsgeschichte ein kleiner, aber einsamer Weihnachtsbaum. Er wünscht sich so sehr Freunde. Ob es der Zauber der Weihnacht ist, der sich Kai und Klara verirren lässt und sie zum Weihnachtsbaum führt, weiß ich nicht. Was aber dann passiert, kann nur durch den Weihnachtszauber erklärt werden.

Eine zauberhafte Geschichte über Freundschaft und Mut. Eine schöne Vorstellung, dass Menschen Freundschaft schließen mit Tieren und Pflanzen. Für Kinder ist das sicherlich keine ungewöhnliche Vorstellung.

Die ganzseitigen starken Illustrationen von Alla Churikova untermalen dieses Märchen ganz wunderbar. Der in die Zeichnungen eingebettete Text ist für die Allerkleinsten vielleicht doch etwas umfangreich. Aber der Schreibstil ist sehr einfühlsam, warmherzig und kindgerecht.

Ich bin froh, dass die Geschichte, die Gary Cooper für seine eigenen Kinder geschrieben hat, veröffentlicht wurde und ich so auch in ihren Genuss gekommen bin. Von mir gibt’s dafür fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 11.12.2020

Eine Geschichte aus längst vergangenen Zeiten

Xaver im Uhrenland
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Heidi Knoblich nimmt uns mit in die Zeit von Queen Victoria. Der Hirtenjunge Xaver lebt im Schwarzwald und möchte nichts lieber als Uhrenhändler werden und in die Ferne ziehen. Er nimmt jede Gelegenheit ...

Heidi Knoblich nimmt uns mit in die Zeit von Queen Victoria. Der Hirtenjunge Xaver lebt im Schwarzwald und möchte nichts lieber als Uhrenhändler werden und in die Ferne ziehen. Er nimmt jede Gelegenheit wahr, sich mit dieser Materie zu beschäftigen und dank seiner Hartnäckigkeit bekommt er eine Chance. Doch in der Fremde ist es nicht so einfach, ihn plagt das Heimweh und es dauert bis er Freunde findet.

Sehr einfühlsam erzählt Heidi Knoblich diese Geschichte von Fernweh, Heimweh und Freundschaft. Dabei verknüpft sie geschickt Fiktion und Realität. Mir war dieser Uhrenhandel als Teil der deutschen Geschichte bisher völlig unbekannt. Ich wusste, dass Kuckucksuhren aus dem Schwarzwald weltweit gefragt sind, aber dass damit schon früher diese Art des Handels in anderen Ländern betrieben wurde, war mir neu.

Die liebevollen großformatigen, farbigen und sehr detaillierten Illustrationen von Martina Mair bereichern die Geschichte zusätzlich.

Für diesen neuen Schatz in meinem Bücherregal gibt es von mir fünf glänzende Sterne.

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Veröffentlicht am 09.12.2020

Ein zeitgemäßes Weihnachtsmärchen

Das Wunder von R.
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Mir sagt schon die äußere Gestaltung sehr zu … Hardcover, handliches Format, ein nicht so überladenes Cover mit einer farbigen Illustration, die bereits eine Aussage hat. Auch die innere Aufmachung mit ...

Mir sagt schon die äußere Gestaltung sehr zu … Hardcover, handliches Format, ein nicht so überladenes Cover mit einer farbigen Illustration, die bereits eine Aussage hat. Auch die innere Aufmachung mit festem Papier, großer Schrift und höherem Zeilenabstand finde ich toll.

Gleich zu Beginn gibt es ein sehr persönliches Vorwort von Francesca Cavallo, die ihre eigenen Erfahrungen in diese Geschichte eingebracht hat.

Die Hauptakteure in dieser spannenden Geschichte sind sehr unterschiedlich. Sie unterscheiden sich in der Hautfarbe, natürlich vom Alter, sind liebenswert oder nicht ganz so nett und die Familien gibt es in den unterschiedlichsten Zusammensetzungen. Es ist wichtig, bereits Kindern zu vermitteln, dass diese Diversität nichts Besonderes ist und dass man tolerant gegenüber Andersartigkeit sein sollte. Viele Kinder nehmen es wahrscheinlich sowieso einfach als gegeben hin.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig, einfühlsam und kindgerecht. Durch die kurzen Kapitel eignet es sich sowohl zum Vorlesen als auch zum Selberlesen für noch nicht ganz so versierte Lesemäuse. Die wunderschönen farbigen und aussagekräftigen Illustrationen visualisieren das Gelesene perfekt.

Als Fazit kann ich mich nur dem Trinkspruch des Weihnachtsmannes anschließen: „Auf die Freundschaft in der Stadt (R.)! Und auf den Mut, unsere Häuser und Herzen für das zu öffnen, was wir nicht kennen!“

Neues muss nicht unbedingt schlecht sein, kann überraschen und letztendlich unser Leben bereichern. Von mir gibt es fünf glänzende Sterne.

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