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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.12.2020

Guter sechster Teil

Dunkles Lavandou (Ein-Leon-Ritter-Krimi 6)
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In seinem nunmehr sechsten Fall bekommt es Leon Ritter, seines Zeichens deutschstämmiger Rechtsmediziner in Diensten der französischen Justiz, erneut mit einem perfiden Verbrecher zu tun. Gemeinsam mit ...

In seinem nunmehr sechsten Fall bekommt es Leon Ritter, seines Zeichens deutschstämmiger Rechtsmediziner in Diensten der französischen Justiz, erneut mit einem perfiden Verbrecher zu tun. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Isabelle, Ermittlerin bei der Polizei, begibt Leon sich auf die Suche nach einem Serienkiller der bereits mindestens zwei Frauen auf dem Gewissen hat. Auch in diesem doch sehr routiniert aufgebauten Fall versteht es der Autor das sommerliche Flair des Lavandou durch seine wunderbaren Beschreibungen mit dem Krimiplot zu vereinen. Durch elegant eingebaute Wendungen wird die Spannung hochgehalten und die Protagonisten sind gut gezeichnet. Allerdings hätte ich mir gewünscht über die Motivation des Täters noch ein bisschen mehr zu erfahren. Das Privatleben Leon/Isabelle wird weiter beleuchtet und rundet die Handlung damit gut ab. Der Schreib- und Erzählstil ist wie gewohnt leicht und flüssig zu lesen. Mich hat auch dieser sechste Teil wieder gut unterhalten und ich kann ihn durchaus weiterempfehlen. Ich vergebe gute 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 15.12.2020

3x Capelli & Zhou

Siebenschön - Lotusblut - Sterbegeld
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In "Siebenschön" stoßen zwei Ermittlerinnen aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Emilia, die ermittelnde Kommissarin muss sich erst einmal mit ihrer neuen Mitstreiterin, Mai Zhou, arrangieren. ...

In "Siebenschön" stoßen zwei Ermittlerinnen aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Emilia, die ermittelnde Kommissarin muss sich erst einmal mit ihrer neuen Mitstreiterin, Mai Zhou, arrangieren. Diese ist nicht nur ehrgeizig und intelligent, nein sie ist auch noch so bescheiden. Was für ein Schlamassel. Zu allem Überfluss kommt da auch noch eine Mordserie rein. Ein berechnender und besonders akribisch agierender Mörder inszeniert seine abscheulichen Morde geradezu. Während die beiden Ermittlerinnen so ihre Anlaufschwierigkeiten miteinander haben, müssen sie feststellen, dass der Mörder ihnen immer wieder einige Schritte voraus ist. Die Darstellung der beiden Hauptprotagonistinnen und die Krimihandlung ergeben einen tollen Thriller, der von der ersten bis zur letzten Seite den Leser zu fesseln versteht. Die einzelnen Handlungsabläufe verbinden sich allmählich fast wie von selbst zu einem überzeugenden Ganzen. Die Sprache ist flüssig und schnörkellos und durch die geschickt eingelassen Wendungen, weiß man auch nicht zu früh wer der unheimliche Mörder ist. Von mir erhält dieser Thriller eine Leseempfehlung und 4 von 5 Sternen.

„Lotusblut“ von Judith Winter ist der 2. Fall für die Ermittlerinnen Capelli & Zhou. Der Thriller ist gut erdacht und kommt mit einigen unvorhersehbaren Wendungen daher. Der Autorin gelingt es die Spannung lange zu halten, da man als Leser nicht zu schnell auf den Mörder und seine Motivation schließen kann. Die Anlaufschwierigkeiten in ihrer Zusammenarbeit, die ja schon in Band 1 intensiv beleuchtet wurden, sind auch in diesem Serienteil noch nicht ausgeräumt. Das zeigt sich auch darin, dass beide jeweils allein ihren eigenen Ermittlungsansätzen folgen, was wiederum ihr Vorgesetzter gar nicht gern sieht. Aber allmählich merken die beiden so unterschiedlichen Charaktere, dass sie zusammenarbeiten müssen, wollen sie den Fall zum Abschluss bringen. Hat man den Vorgänger gelesen und erinnert sich an die „Zickigkeit“ der Beiden, wirkt die hier beschriebene Weiterentwicklung durchaus überzeugend und glaubwürdig. Auch die Nebencharaktere passten mit ihren Persönlichkeiten gut in die Geschichte. Alles in allem eine gelungen Fortsetzung. Mich hat der Krimi gut unterhalten und ich kann 4 von 5 Sterne vergeben.

Bei „Sterbegeld“ handelt es sich um den dritten Kriminalroman um die beiden Frankfurter Ermittlerinnen »Em« und Zhou aus der Feder von Judith Winter. Erneut müssen sie gemeinsam einen komplexen Fall lösen. Der Schreibstil ist geradlinig und flüssig zu lesen. Die Autorin schafft es dabei elegant von einem zum anderen Schauplatz zu wechseln. Auf diese Weise erhält die Geschichte Tempo und man bleibt als Leser stets in der Erwartung was folgen wird. Auch die Hauptfiguren Em und Zhou bekommen erneut wieder mehr Profil. Langsam wird beiden nämlich bewusst, das sie durchaus Sympathie für die jeweils Andere empfinden, und sind nun endlich bereit sich zu duzen. Alles in allem ein fesselnder Krimi der durch die komplizierten Fälle zu unterhalten vermag. Allerdings war mir das Ende zu schnell erzählt. Auch wurden nicht alle Handlungsstränge abgeschlossen – vielleicht Potenzial für einen Nachfolgeband? Man wird sehen/lesen. Von mir gibt es für diesen Teil der Serie eine Leseempfehlung. Bewerten kann ich den Kriminalroman mit 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 15.12.2020

Spannender 4. Serienteil

Im Wald der Wölfe (Jan-Römer-Krimi 4)
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Auch diesmal nimmt sich Jan eines ungelösten Kriminalfalls an, über den er später in seiner gleichnamigen Rubrik schreiben wird. Wie schon in den Vorgängern lebt auch hier der Plot hauptsächlich durch ...

Auch diesmal nimmt sich Jan eines ungelösten Kriminalfalls an, über den er später in seiner gleichnamigen Rubrik schreiben wird. Wie schon in den Vorgängern lebt auch hier der Plot hauptsächlich durch diese beiden Figuren. Sie sind ein eingespieltes Team, welches aber unterschiedlicher nicht sein könnte. Wo Jan in seinen Aktionen eher nüchtern agiert und streckenweise unnahbar wirkt, ist Stefanie eher der draufgängerische und manchmal regelrecht aggressive Typ. Aber wer sie näher kennt (also die Vorgänger gelesen hat) weiß, dass sich hinter dieser Fassade ein ganz anderer Charakter versteckt. Der Krimiplot ist meines Erachtens etwas überfrachtet. Die ersten Opfer sind Illegale und Maria Thalmann eine Einheimische. Die Motivation des „heutigen“ Täters wirkt schon irgendwie passend zu den Taten aus der Vergangenheit gemacht. Trotzdem fand ich die Geschichte an sich, die sich von den Anfängen der DDR bis zum Jetzt spannt, durchaus spannend und lesenswert. Die Tätersuche, die sich rund um Frauenwald entwickelt fand ich authentisch. Linus Geschke hat hier einen gut recherchierten Roman geschrieben. Dennoch fand ich diesen Teil der Jan-Römer-Reihe nicht ganz so überzeugend wie den direkten Vorgänger. Auch hat es der Autor nicht ganz geschafft den Spannungsbogen durchgängig hoch zu halten. Doch zum Ende hin nimmt der Krimi dann nochmal Tempo auf. Von mir gibt es eine Hör-Empfehlung und 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 14.12.2020

Direkte Fortsetzung

Die Rückkehr des Würfelmörders (Ein Fabian-Risk-Krimi 5)
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Der 2. Teil schließt nahtlos an „Der Würfelmörder“ an. Das ist ja auch zwingend, hing man nach dem Ende des 1. Teils doch irgendwie in der Luft. Die Ermittlungen gehen jetzt in die entscheidende Phase ...

Der 2. Teil schließt nahtlos an „Der Würfelmörder“ an. Das ist ja auch zwingend, hing man nach dem Ende des 1. Teils doch irgendwie in der Luft. Die Ermittlungen gehen jetzt in die entscheidende Phase und auch das Privatleben Risks ist immer noch alles andere als optimal. Auch dieser Band ist wieder gewohnt spannend und komplex erzählt und ist von atemberaubendem Tempo und Action geprägt. Der Schreibstil des Autors ist lebendig und packend. Durch kurzgehaltene Kapitel und die ständig wechselnden Perspektiven wird die Spannung auf einem guten Level gehalten. Ich empfehle beide Teile möglichst zeitnah zu lesen, um bei den doch sehr komplexen Handlungssträngen den Durchblick nicht zu verlieren. Wie schon für den 1. Teil vergebe ich hier 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 22.11.2024

Spannende Fortsetzung mit fiesem Cliffhanger

Der Würfelmörder (Ein Fabian-Risk-Krimi 4)
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Und erneut ist es dem Autor gelungen einen überzeugenden Thriller zu schreiben. Gnadenlos schraubt er die Spannung nach oben. Es ist alles ziemlich undurchschaubar. Nichts und niemand ist wie es scheint ...

Und erneut ist es dem Autor gelungen einen überzeugenden Thriller zu schreiben. Gnadenlos schraubt er die Spannung nach oben. Es ist alles ziemlich undurchschaubar. Nichts und niemand ist wie es scheint beziehungsweise wer er vorgibt zu sein. Während Risk's Recherchen stellen sich ihm immer mehr neue Fragen bis er endlich einen Ermittlungsansatz in einem Swinger Club erhält. Auch sein doch sehr angespanntes Familienleben wird weiter beleuchtet. Wobei hier ein doch arg gebeutelter Fabian Risk dargestellt wird, dem man sein Bemühen seine private Situation in den Griff zu bekommen durchaus abnimmt. Die Vielzahl von Handlungssträngen die sich durch die Morde ergeben, verbindet der Autor zu einer komplexen spannenden Geschichte. Da allerdings Personen aus den Vorgängern auftreten empfehle ich die Bücher in ihrer Reihenfolge zu lesen, das erhöht auf jeden Fall das Handlungsverständnis. Kurzum: Der Krimi ist komplex und spannend. Allerdings endet er mit einem Cliffhanger, wer so etwas nicht mag sollte sich überlegen ob er zu diesem Buch greifen sollte. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und wegen des „offenen Endes“ nur 4 von 5 Sternen.