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Veröffentlicht am 23.12.2020

ganz nett

Die Haferhorde – Teil 16: Advent, Advent, ein Pony rennt!
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Inhalt
Wieso landen auf einmal so viele Geschenkpakete auf dem Blümchenhof? Es ist doch noch gar nicht Heiligabend! Schoko ist besorgt: Ist der Weihnachtsmann vielleicht aus irgendwelchen Gründen plötzlich ...

Inhalt
Wieso landen auf einmal so viele Geschenkpakete auf dem Blümchenhof? Es ist doch noch gar nicht Heiligabend! Schoko ist besorgt: Ist der Weihnachtsmann vielleicht aus irgendwelchen Gründen plötzlich verwirrt und hat sich im Tag geirrt? Um das Weihnachtsfest ihrer Lieblingszweibeiner und auch das der Dorfbewohner zu retten, versucht die Haferhorde mit allen Mitteln, das Missgeschick zu vertuschen. Schoko Superpony und seine Freunde haben wieder alle Hufe voll zu tun!

Vielen Dank an den Audio Verlag für das Rezensionsexemplar. Das beeinflusst meine Meinung nicht.

Cover

Das Cover ist sehr süß. Es passt zum Alter der Zielgruppe, die ja eher bei jüngeren Lesern wirkt. Der Rot-Ton ist richtig schön und passt ja auch sehr gut zu Weihnachten. Die Zeichnungen darauf gefallen mir auch sehr und sie wirken auch schön verspielt. Es gibt darauf so viel zu entdecken und so viele schöne Details. Die Pakete passen auch sehr gut zum Inhalt des Hörbuchs. Schade finde ich, dass man den Namen der Autorin recht schlecht lesen kann. Dennoch insgesamt ein gelungenes Cover.

Meine Meinung
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich in das Hörbuch nicht so gut reingefunden habe. Es fiel mir schwer, die Zusammenhänge zwischen den Pferden und Menschen zu verstehen. Ich konnte selbst am Ende des Hörbuchs immer noch keinen Namen richtig zuordnen. Ich vermute, dass es daran lag, dass ich keinen der anderen Bände der Haferhorde kenne. Es gibt ja noch weitaus mehr, aber ich habe mir sagen lassen, dass sie sich auch unabhängig voneinander lesen lassen. Das würde ich nicht unbedingt bestätigen. Ein bisschen Vorwissen wäre, glaube ich, doch ganz gut.

Nichtsdestotrotz möchte ich auch ein paar Worte über den Inhalt verlieren, auch wenn es mir ehrlich schwer fällt. Ich habe das Gefühl, ich hab nur die Hälfte mitbekommen, weil es mich einfach nicht gepackt hat.

Was ich sehr schön fand, waren die unterschiedlichen Strophen von „Advent, Advent“. Es wurde immer wieder etwas neu dazu gedichtet und die Ideen waren so kreativ. Ich fand es immer richtig süß, wenn wieder jemand einen neuen Teil erfunden hat. Am besten war auch echt der Teil, der als Titel gewählt wurde: „Advent, Advent, ein Pony rennt“.

Ich fand es super knuffig, dass die Pferde Weihnachten retten wollten. Ihre Gedanken waren ja auch echt nachvollziehbar und ich fand es goldig, wie sie gekämpft haben. Ohne zu viel zu verraten: Es war anders als gedacht und es war im Nachhinein echt ein lustiges Missverständnis.

Was ich sehr schwierig fand, war die sehr kindliche Sprache. Zwischendrin waren teilweise so Tiernachahmungen oder auch einfach albern gesprochene Parts. Das hat mir einfach nicht gefallen, weil es das ganze veralbert hat und ich es nicht mehr ernst nehmen konnte. Vielleicht ist das für Kinder besser, aber ich finde es eigentlich immer blöd, etwas extra albern/kindlich einzusprechen. Ansonsten hat Bürger Lars Dietrich das Hörbuch aber schön gesprochen und es vor allem sehr lebendig gestaltet. Das ist für Kinder toll.

Es gab also zwischenzeitig schöne Szenen und süße Ideen, aber ab und zu hat mir die Sprache nicht gefallen und es war zu schwierig, neu rein zu finden, wenn man die Vorgänger nicht kennt. Für Kinder mag das Hörbuch besser sein, als für mich.

Daher von mir 3 Sterne

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Veröffentlicht am 15.12.2020

ganz nett

Ahoi! Gedanken aus dem Nichtschwimmerbecken
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Inhalt
„Ich mach hier so lang Lyrik wie ich will. Und ich heiße wirklich Seemann.“

Selina Seemanns Texte sind gereimt und erzählt, manchmal komisch, gelegentlich ernst, immer überraschend und von einer ...

Inhalt
„Ich mach hier so lang Lyrik wie ich will. Und ich heiße wirklich Seemann.“

Selina Seemanns Texte sind gereimt und erzählt, manchmal komisch, gelegentlich ernst, immer überraschend und von einer wundervollen Bereitschaft, voll und ganz zu leben. Nachts im Taxi die Seifenränder der Enttäuschung entlangfahren. Den Saturn wegen der Ringe mögen. Die Oma und ihre ganz normale Vorreiterschaft beim Klimaschutz. Und wie es war, damals in Süderhackstedt.

Vielen Dank an den KJM Buchverlag, bei dem ich mir dieses Buch aussuchen durfte. Dass es ein Rezensionsexemplar ist, ändert natürlich nichts an meiner Meinung.

Cover
Das Cover finde ich irgendwie cool. Ich mag generell die Beschaffenheit des Buches sehr. Es ist ein Hardcover, aber hat ein tolles Format und fühlt sich richtig gut an. Das Cover ist schlicht und sehr harmonisch mit den Farben weiß und blau. Es passt natürlich auch zum Titel, da es Wasser und einen Schwimmer zeigt, was zum „Nichtschwimmerbecken“ passt. Ich mag die Schlichtheit, aber es ist mir fast etwas zu schlicht und nichtssagend.

Meine Meinung
Ich finde es immer unglaublich schwierig, Bücher zu bewerten, in denen die Autoren ihre eigenen Gedanken preis geben. Erstmal erfordert das eine Menge Mut, weshalb Selina Seemann meinen größten Respekt hat! Dazu hat sie eine gute Prise Humor gepackt, was ein wunderbares Potpourri aus gemischten Texten gegeben hat. Ich habe nicht so 100%ig in das Buch hinein gefunden, da es eben keine Geschichte ist, in die man sich verliert, sondern nur Kurzgeschichten. Das Buch ist auch sehr kurz, aber das hat auch gut getan.

Die Texte an sich waren toll, aber ich hatte wieder mal das Problem, dass mir dadurch ein wenig der rote Faden fehlte. Selina Seemann hat die Texte mit viel Humor geschrieben und an vielen Stellen konnte man sich in die Situation hineinversetzen. Ich hab oft geschmunzelt und konnte mir viele der Situationen super gut vorstellen. Vor allem wenn es um Familienzusammenkünfte ging. Manche Situationen waren auch etwas schwieriger zu verstehen und sind vermutlich nur lustig, wenn man selbst dabei war, z.B, die Geschichte um das Bingo Spielen. Ich glaube generell ist das Buch eher was für Menschen, die vom Lande kommen und nicht aus der Großstadt. Ich kannte zwar vieles, aber ich denke Stadtmenschen könnten es schwerer haben.

Die Illustrationen waren dafür umso cooler und haben die Geschichten aufgefrischt. Es gab auch Geschichten, die auf Plattdeutsch geschrieben wurden. Das war so einzigartig und hat mich richtig begeistert. Ich habe mich mal an den Texten versucht, da mein Opa früher oft Platt geredet hat. Aber es war dann doch schwieriger. als gedacht und ich habe wirklich lange dafür gebraucht.

Dennoch war das Buch eine nette Unterhaltung und mal was ganz anderes!

Daher von mir 3 Sterne

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Veröffentlicht am 15.09.2020

nette Geschichte

True Love
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Inhalt
Amy liebt Kirschtee, bunte Herbsttage und ihren Regenbogenkaktus Harry. Aber mehr als alles andere liebt sie romantische Hochzeiten.
Am zehnten Jahrestag erwartet sie einen umwerfenden Heiratsantrag ...

Inhalt
Amy liebt Kirschtee, bunte Herbsttage und ihren Regenbogenkaktus Harry. Aber mehr als alles andere liebt sie romantische Hochzeiten.
Am zehnten Jahrestag erwartet sie einen umwerfenden Heiratsantrag von Lorenzo, stattdessen erwischt sie ihn beim Knutschen, und zwar ausgerechnet mit ihrer Sandkastenfreundin Clara.
Zum Wundenlecken reist Amy Hals über Kopf mit ihrer Zufallsbekanntschaft Aiden in die Toskana. Auf dem Weingut ihrer Kindheitsurlaube verbringt sie ein paar intensive Tage mit ihm, aber Aiden ist nicht der, der er zu sein vorgibt.
Eine weitere große Lüge erschüttert Amys Leben.
Wie viel kann wahre Liebe aushalten?

Danke an Kitty Clark für das Rezensionsexemplar! Das beeinflusst meine Meinung wie immer nicht.

Cover
Wegen des Covers bin ich überhaupt auf das Buch aufmerksam geworden. Es hat so tolle Farben und als ich es gesehen habe, war das Liebe auf den ersten Blick. Ich liebe die Struktur und die Farbverläufe. Insgesamt wirkt es einfach wunderbar frisch und fällt auf.

Meine Meinung
Der Einstieg in dieses Buch fiel mir nicht leicht. Ich fand die Protagonistin total nervig und fand es etwas unrealistisch mit dem Brand… Das wirkte für mich fast schon wie Ironie und für mich selbst habe ich diesen Beginn jetzt eher als Metapher interpretiert, von wegen alles geht den Bach runter. Sie wirkte so kindlich und naiv für mich, dass ich fast zu viel gekriegt hätte… Zum Glück hat sie sich im Laufe des Buches verändert und so wurde sie mir immer sympathischer. Ihre offene Art finde ich manchmal sehr amüsant, aber man kann sie dadurch nur lieben.

Die Reise in die Toskana fand ich eine so coole Idee! Ich habe die Szenen dort geliebt und fand die Kulisse mega toll. Es war so schade, dass es so schnell und abrupt endete und ich hätte mir da noch mehr Geschichten aus der Toskana gewünscht und vor allem auch Ausflüge und nicht nur das Haus der Verwandten als Schauplatz. Die Reise hat die Geschichte aber sehr erfrischt und ihr gut getan.

Die Bekanntschaft Aiden fand ich vor allem zu Beginn wirklich merkwürdig. Ich fand, dass alles zu schnell ging. Klar, es macht auch den Reiz der Geschichte aus, aber für mich hat sie dadurch auch an Authentizität verloren. Die Idee mit der Reise finde ich cool, aber dass er quasi komplett fremd ist, finde ich dann doch merkwürdig. Gerade weil Amy nicht so scheint, als würde sie jedem blind vertrauen… Insgesamt ging mir der Verlauf der Beziehung zu schnell und die Gefühle waren für mich kaum bis gar nicht nachvollziehbar…

Die Geschichte um Amys Oma war echt süß und auch traurig und hat Gefühle in die Geschichte gebracht. Diese Szenen haben in mir mehr bewegt als die Liebesgeschichte, was ich eigentlich schade fand… Auch die Geschichte um Amys Vater fand ich insgesamt zu flach. Da hätte man etwas richtig besonderes draus machen können, da das ja nicht so ganz ohne war. Da fehlten mir definitiv nochmal mehr Details zu Amys Gefühlen und dem weiteren Verlauf der beiden.

Diese Hochzeitsplanerin-Idee finde ich mega cool. Es ist richtig schön, dass sie am Ende dann ihre Bestimmung gefunden hat. Es scheint ihre Leidenschaft zu sein und für mich ist es auch die einzig richtige Möglichkeit für sie gewesen. Ich finde den Ausgang der Geschichte sehr süß, auch wenn ich ehrlicherweise damit gerechnet habe… Im Grunde wäre alles andere aber auch merkwürdig gewesen.

Das Buch ist echt süß und ich finde den Verlauf super. Die Protagonistin wird immer erwachsener und findet sich im Laufe des Buchs selbst. Für mich hätten es aber gern noch mehr Details und Spannung sein können, da ich mich so nicht ganz damit identifizieren konnte und mich das Buch deshalb nicht so mitgerissen hat.

Daher von mir 3 Sterne

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Veröffentlicht am 14.01.2020

Nettes Buch

Weihnachtszauber in Hopewell
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Inhalt
Nachdem ihr Mann sich eine neue Freundin gesucht hat, möchte Sydney nur noch weg von ihm und ihrem gemeinsamen Zuhause. Gemeinsam mit ihrer Tochter RayAnne reist sie nach Hopewell, ein Städtchen, ...

Inhalt
Nachdem ihr Mann sich eine neue Freundin gesucht hat, möchte Sydney nur noch weg von ihm und ihrem gemeinsamen Zuhause. Gemeinsam mit ihrer Tochter RayAnne reist sie nach Hopewell, ein Städtchen, das sie schon in der Vergangenheit verzaubert hat. Besonders ins Herz geschlossen hat sie die Buchhandlung „Book-Bea“. Sie bekommt dort eine Stelle, um die Besitzerin Bea zu unterstützen. Doch auch in Hopewell ist nicht die ganze Welt einfach. Immer noch macht Sydney ihr Ex das Leben schwer und immer mehr geraten ihre Gefühle durcheinander, je mehr Zeit sie mit dem Vater Mac von RayAnnes Kumpel verbringt. Doch nicht nur die Gefühle geraten durcheinander, sodass sich schon bald die ganze Welt von Sydney auf den Kopf stellen wird.

Danke an den Bastei Lübbe Verlag, der mir das Buch über die Bloggerjury als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Ursprünglich sollte ich es als Print bekommen, was dann aber spontan nicht mehr verfügbar war, sodass ich mit dem eBook vorlieb nehmen musste. Das hat den Lesespaß ein wenig gedämpft, da es doch schöner ist, die Bücher tatsächlich in der Hand zu halten. Gerade bei Weihnachtsbüchern ist das für die Stimmung meiner Meinung nach etwas schöner. Ich weiß nicht, ob es am Format liegt, dass ich für das Buch ungewöhnlich lange gebraucht habe… Dazu aber später mehr.

Cover

Das Cover finde ich an sich sehr schön, da es kein gewöhnliches Weihnachtscover ist und mal etwas anderes zeigt. Mir gefällt vor allem das Zusammenspiel der verschiedenen Farben besonders. Ich finde, dass der Grünton super mit dem Rotton harmoniert und das Bild insgesamt sehr stimmig ist. Zudem gibt es durch den Buchladen auf dem Cover einen wichtigen Bezug zum Besuch, in dem das Book Bea eine große Rolle spielt. Natürlich passt es auch gut, dass dort Schnee liegt, da es sich ja um ein Weihnachtsbuch handelt. Und auch die Weihnachtsdeko sieht sehr passend aus, da Sydney sich ja dafür eingesetzt hat, den Laden passend zu Weihnachten zu schmücken. Da ich nun das Original nicht sehen konnte, bin ich mir beim nächsten Aspekt nicht ganz sicher, aber ich vermute, dass das Cover auch glitzert. Das ist dann auch sehr passend wie ich finde und verleiht dem ganzen nochmal den besonderen Zauber.

Meine Meinung
Ich muss zunächst einmal sagen, dass ich den Schreibstil echt klasse fand. Ich habe erst gebraucht, bis ich im Buch richtig drin war und fand es in der Mitte etwas schleppend, aber besonders die letzten 50-100 Seiten waren dann wirklich gut. Sie verflogen so schnell und ich habe gar nicht gemerkt, wie schnell die Zeit dabei vergangen ist. Das lag daran, dass dort einiges an Spannung kam, aber fangen wir erst einmal geordnet von vorne an.
Den Einstieg an sich fand ich eigentlich recht gut und ich war auch inhaltlich recht schnell drin im Buch. Dennoch konnte ich mich nie richtig auf das Buch konzentrieren. Ich weiß nicht, woran das genau lag. Vom Gefühl her war es einfach zu Beginn auch nicht fesselnd genug, sodass ich immer wieder nur etwa 10 Seiten gelesen habe und somit nur schleppend voran kam. Ich fand die Umstände sehr schön, dass Sydney dort im Book Bea Arbeit gefunden hat und habe mich auch direkt in die kleine Buchhandlung verliebt. Allerdings fand ich es schwierig, direkt bei der Trennung von ihrem Mann einzusteigen, da man quasi plötzlich mitten in so einem wichtigen und leider negativen Ereignis ist und es noch nicht 100%ig verstehen kann. Das habe ich beim Klappentext schon geahnt und auch so erwartet, weshalb ich das jetzt nicht so stark in die Bewertung einbeziehen werde. Insgesamt fand ich es also anfangs schwierig, als Leser direkt die Last der Trennung zu spüren, obwohl Weihnachtsbücher ja eigentlich immer locker- leicht sind und auch sein sollten.
Nun aber weiter im Text. Nach der Eingewöhnungszeit von Sydney und RayAnne in Hopewell passierte erstmal eine Weile nicht viel. Ich hätte mir mehr Szenen mit Mac gewünscht, die aber erst später kamen. Dafür fand ich aber das Baum schmücken und die Deko-Aktion im Laden super schön, da dort endlich mal Weihnachtsstimmung aufkam, die mir bis dato definitiv fehlte.
Insgesamt war es ein eher schleppender Mittelteil. Die Handlung wurde nicht sehr bedeutend voran getrieben und es kam nach wie vor nur wenig Weihnachtsstimmung auf. Im Grunde nur bei besagter Schmuck-Aktion. Das ist für ein Buch, wo im Titel „Weihnachtszauber“ steht, eher schlecht. Den Zauber habe ich dann etwa 10 Seiten lang gespürt und er verflog dann auch genauso schnell, wie er kam. Mit Mac gab es auch zwei Szenen während er als Weihnachtsmann agierte, die nochmal kleine Weihnachtsstimmung erzeugt haben, aber so richtig konnte das die Atmosphäre nicht retten… Ich hatte hohe Erwartungen an das Weihnachtssingen, doch das wurde dann schnell wieder abgehakt.
Das Ende des Buches war dann deutlich stärker, als die ersten 200 Seiten. Nein, nicht weil es mehr Weihnachtsstimmung gab. Pusteblume! Die kam für mich auch am Ende nicht richtig auf. Aber dafür wurde die Handlung endlich mal richtig spannend. Ohne zu sehr Spoilern zu wollen, sage ich jetzt einfach mal vage, dass es einen Unfall gab und dadurch wenigstens etwas Drama aufkam. Man konnte die Besorgnis der Figuren verstehen und die Unfallsituation war wirklich gut beschrieben, sodass man da wirklich mitfieberte. Auch was darauf folgte, fand ich für die Handlung gar nicht schlecht. Es folgten nämlich Schuldzuweisungen, weshalb es mal eine Wende in der Geschichte gab. Leider wurde das „Problem“ oder der Konflikt sehr schnell aufgelöst, sodass dann am Ende doch alles wieder sehr flach war… Wäre der Unfall im Mittelteil passiert, hätte man das mehr ausschmücken und dadurch mehr Spannung erzeugen können… Aber die Spannung wurde leider nur in die wenigen Seiten am Ende gepackt, sodass das Gesamtbild doch eher fade erscheint. Um das einmal klar auszudrücken: Im Grunde passierte nicht viel bis das Ende dann kam… Beim Ende gab es dann noch eine unglaublich traurige Stelle, die mich auch zu Tränen gerührt hat und diese habe ich auch sehr positiv in Erinnerung. Leider wurde diese Stimmung auch wieder nicht lange gehalten, sodass ich schnell wieder in ein eher langweiliges Lesen verfiel. Die Konflikte wurden meiner Meinung nach alle immer viel zu schnell aufgelöst, sodass es langweilig war. Natürlich muss man sowas nicht ewig ausschmücken, sodass am Ende nur noch Drama hat, aber hier war es mir einfach zu oberflächlich und flach und die ganz großen Gefühle kamen nicht rüber. Kommen wir nun zu den positiven Seiten. Ich habe Bea mit ihrer Weisheit und ruhigen Art geliebt, genau wie ihren Buchladen. Sydney erschien mir auch sehr sympathisch. Vernünftig, aber dennoch in der Lage Spaß zu haben. Und Mac war sowieso echt cool! Ich meine wer hat schon den Weihnachtsmann als Vater?
Die Figuren waren einfach allesamt gut geschrieben.

Insgesamt kann ich also sagen, dass mir das Buch zu oberflächlich und langweilig war. Und das lag nicht, wie zu Beginn vermutet am Format eBook. Nachdem ich alles nochmal durchdacht habe, bin ich sicher, dass es mir mit einem Print ähnlich gegangen wäre. Es kam zu wenig Weihnachtsstimmung auf… Da ich aber die Idee des Buchs mit dem Buchladen und auch dem Unfall sehr gut fand, die Figuren geliebt habe, die traurige Stelle dem Buch gut getan hat und das Buch einfach ein unglaublich schönes Cover hat, verbleibe ich hier dennoch mit einer gar nicht so schlechten Bewertung.

Daher von mir ★★★☆☆

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Veröffentlicht am 11.01.2020

Leider recht langatmig und zu wenig NY-Thema

Winterzauber im Central Park
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Inhalt

Weihnachten steht vor der Tür, und Lara beschließt, ihr kleines englisches Heimatdorf Appleshaw zu verlassen und mit ihrer besten Freundin Susie zu verreisen. Und zwar nach New York! Nachdem ihr ...

Inhalt

Weihnachten steht vor der Tür, und Lara beschließt, ihr kleines englisches Heimatdorf Appleshaw zu verlassen und mit ihrer besten Freundin Susie zu verreisen. Und zwar nach New York! Nachdem ihr Freund Dan sie verlassen hat, soll der Zauber der Stadt, die niemals schläft, Laras gebrochenes Herz heilen. Als die beiden dort auf den unwiderstehlichen Schauspieler Seth Hunt treffen, scheint das außerdem die Gelegenheit, Dan eifersüchtig zu machen. Doch je mehr Zeit Lara mit Seth in der zu Weihnachten märchenhaft glitzernden Stadt verbringt, desto mehr wünscht sich ihr Herz ein Happy End mit ihm …

Danke an den Goldmann-Verlag für das Rezensionsexemplar! Das beeinflusst meine Meinung natürlich in keiner Weise.



Cover

Das Cover ist so ein Traum! Ich finde es sieht so schön romantisch-verspielt aus und verbreitet eine total angenehme Atmosphäre. Das Paar sieht sehr süß aus und es gefällt mir sehr, dass es nur Silhoutten sind, sodass die Figuren nicht von vornherein in irgendwelche Bilder hinein gezwungen werden. Der Central Park mit den Lichtern sieht wirklich schön aus und der Schnee erst recht. Am besten gefallen mir die vielen schimmernden und gitzernden Stellen, die dem Buch erst den weihnachtlichen Touch verleihen. Und ich bin großer Fan der Schrift vom Titel – an sich clean, aber mit süßen Details.



Schreibstil

Der Schreibstil hat mir wirklich gut gefallen. Er war relativ einfach gehalten, aber mit genügend Details. Mir hat es besonders gut gefallen, dass die Figuren so detailliert beschrieben wurden und alle ihre eigenen Eigenschaften bekommen haben. Man konnte die Figuren immer an einigen Charakterzügen wieder erkennen oder auch an ihrer Sprache und dem Verhalten. Die Beziehung zwischen Seth und Lara wurde gut beschrieben und war auch gut nachvollziehbar. Sie war nicht so kitschig, wie erwartet, was ich sehr gut fand. Ich hätte mir bezüglich des Schreibstils noch eine detailliertere Beschreibung der Umgebung gewünscht. Teilweise stand nur ein Satz zu den Orten, wo die Figuren waren und da hätte man noch einiges genauer beschreiben können, um dem Leser ein eindeutigeres Bild zu vermitteln. Dafür hätte dann in der Mitte ein wenig an Text gespart werden können – dort war das Buch doch sehr langatmig und es passierte wirklich nicht viel. Alles Entscheidende spielte sich eigentlich direkt zu Beginn oder zum Ende ab, sodass die Mitte dagegen doch recht langweilig wirkte.



Bewertung

Die Idee der Geschichte hat mir echt gefallen. Die Komponenten New York und ein Schauspieler haben vor dem Lesen meine Neugierde an das Buch geweckt.

Hinsichtlich der Schauspielerei wurde ich nicht enttäuscht. Es waren viele kleine Passagen enthalten, wo es um Seths Arbeit ging und da ja auch Trent quasi zu seiner Arbeit gehörte, waren das schon relativ viele Stellen, die das Thema aufgegriffen haben. Das hat mir sehr gut gefallen. Cool fand ich auch die Premiere, da ich mir genau so eine Veranstaltung auch gewünscht hatte.

Hinsichtlich der Stadt New York hingegen wurde ich leider doch enttäuscht. Die Orte wurden nicht sehr detailliert beschrieben und es kamen nur etwa drei Sehenswürdigkeiten vor, die auch quasi nur erwähnt wurden, was ich sehr schade fand. Gerade, wenn der Central Park im Titel erwähnt wird, dann muss er auch genauer beschrieben werden. Ja, es spielte sich ein Teil der Handlung dort ab und auch ein entscheidender, aber dennoch habe ich kein Bild über den Central Park im Kopf gehabt. Das fand ich super schade und hat mir die Stimmung ein wenig kaputt gemacht.

Den Rest der Handlung fand ich allerdings wirklich gut. Die Geschehnisse mit den Tieren waren zwar beide relativ unrealistisch, aber dennoch ziemlich lustig und sie hatten auch definitiv einen Wiedererkennungswert. Das sind die Stellen, die einem am Ende besonders im Kopf geblieben sind. Schön fand ich auch, dass sich das Kennenlernen durch das ganze Buch zog und durch die Bezeichnung des „Lemurenmädchens“ wurde dort quasi ein roter Faden geschaffen und alles hatte eine Zusammengehörigkeit.

Die Liebesgeschichte war sehr schön und es gab viele lustige und schöne Details darin. Die Entwicklung war dort ziemlich realistisch und nachvollziehbar. Dadurch konnte man dem Buch immer gut folgen. Leider fehlte in der Mitte etwas Inhalt bzw. es gab zu viele Szenen, die zu nichts geführt haben, sonst wäre das Ganze auch nochmal spannender gewesen.

Eine originelle Idee war die mit dem Obdachlosenheim und auch, dass Seths leibliche Mutter damit etwas zu tun hatte. Das waren nochmal ernsthaftere Themen, die dem Buch sehr geholfen haben. Dadurch war es insgesamt tiefsinniger und interessanter.

Insgesamt würde ich also sagen, dass das Buch vor allem vom Cover her überzeugt, aber auch einen tollen Schreibstil hatte. Die Geschichte ist sehr originell, aber es fehlten detailliertere Beschreibungen von New York und der Mittelteil war insgesamt zu langatmig.

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