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Veröffentlicht am 01.02.2021

okay

Der Sommer mit Pauline
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Inhalt
Es ist fast Sommer und Émile ist zum ersten Mal richtig verliebt. In die charmante Pauline aus seiner Schule, mit der er über Filme, Tennishelden und übers Leben reden kann. Wenn sie lächelt, geht ...

Inhalt
Es ist fast Sommer und Émile ist zum ersten Mal richtig verliebt. In die charmante Pauline aus seiner Schule, mit der er über Filme, Tennishelden und übers Leben reden kann. Wenn sie lächelt, geht die Sonne auf. Als Pauline Émile nach Venedig einlädt, wo sie in einem Jugendorchester Geige spielt, kann er sein Glück kaum fassen. Doch die Eltern und der ältere Bruder wollen ihn begleiten – im Wohnwagen, in dem die Familie übergangsweise lebt. Eine Abenteuerreise beginnt, an deren Ende Émile ein anderer und sein Blick auf die Welt ein neuer ist. Dieser humorvolle Roman übers Erwachsenwerden und die Magie der ersten großen Liebe trifft einen mitten ins Herz.

Vielen Dank an den Aufbau Verlag für das Rezensionsexemplar. Ich entschuldige mich für die unglaublich lange Rezensionsfrist, aber es hat leider mehrere Anläufe gebraucht, bis ich das Buch endlich beendet hatte. Mehr dazu unten.

Cover

Das Cover finde ich cool. Es ist so minimalistisch und modern und hebt sich deutlich von anderen Büchern ab. Die Farben sind ungewöhnlich zusammen, aber passen definitiv! Der Wohnwagen passt super zur Story und das Gesamtbild stimmt! Lediglich der weiße Rahmen gefällt mir nicht so.

Meine Meinung
Wie bereits oben beschrieben, brauchte ich mehrere Anläufe, um dieses Buch zu lesen. Mehrmals habe ich angefangen zu lesen und dann doch wieder aufgehört. Das lag daran, dass es mir einfach nicht gefallen hat. Das Buch hatte einen speziellen Schreibstil, ich vermute das ist unter anderem durch die Übersetzung aus dem Französischen bedingt. Ich kann es gar nicht richtig beschreiben, woran es lag. Einerseits war da eine gewisse Distanz. Es gab keine Emotionen – alles war total nüchtern „beschrieben“, als handelte es sich um einen Erzähltext und nicht um einen Roman. Ich habe nicht verstanden, warum Émile Pauline so toll fand. Es schienen mir eher kindliche und kurzzeitige Gefühle zu sein. Und auf der anderen Seite war da Witz, der es irgendwie cool gemacht hat. Ich habe das Buch dennoch zweimal abgebrochen und nun – nach 1,5 Jahren – ist es mir mit einem Neustart endlich gelungen, über die ersten 50 Seiten hinaus zu kommen. Und es hat sich gelohnt!

Die Idee des Buchs ist super süß, das kann ich nicht leugnen. Ich habe mich ja genau deshalb auf das Buch beworben, weil ich diese Reise von Frankreich nach Venedig total spannend finde. Tatsächlich ging alles schief, was ging, was das Buch echt lustig gemacht hat. Es gab so viele Momente zum Fremdschämen und so viel Ironie, dass ich manchmal gedacht habe, „Gott, hält den Eltern jetzt bitte jemand den Mund zu?“. Aber genau das wird der Autor bezweckt haben, da man so den perfekten Einblick in Émile bekommen hat.

Ich habe mich das ganze Buch über gefragt: Ist das Buch ein Kinderbuch über die ersten Gefühle des Verliebtseins oder ein Erwachsenenbuch, das diese kindlichen Gefühle ein wenig belächelt? Aus letzterer Sicht würde ich es ein wenig verstehen, warum das Buch so geschrieben war, wie es war. Der Schreibstil, den ich am Anfang so gar nicht mochte, wäre dann nämlich passend. Ich habe mich daran mit der Zeit auch gewöhnt. Für mich hat das Buch zwar ein paar Schmunzler gebracht, aber nicht die großen Gefühle vermittelt – ob es nun Verliebtheitsgefühle oder Lachanfälle wären. Diese blieben aus.

Das Buch ist eine nette Idee, ich hatte nur völlig andere Erwartungen. Es ist sicherlich auch ein Stilmittel, das Buch so ironisch zu betrachten, das ich einfach nicht 100%ig verstehen und fühlen konnte. Ich hätte mir gewünscht, dass man mehr von der Reise, der Umgebung und den Orten mitbekommt. Stattdessen hat man ein nettes (meiner Meinung nach typisch französisches) Familiendrama geboten bekommen, dass einfach so ulkig und absurd wirkte, dass es fast schon wieder lustig war. Diese ironische Betrachtung finde ich faszinierend und neu und deshalb werde ich das Buch auch lange in Erinnerung behalten.

Daher von mir 3,5 Sterne

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Veröffentlicht am 15.12.2020

nettes Buch

Winter in Bloomsbury
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Inhalt
Es handelt sich um Band 4 der Reihe, aber sie lassen sich auch prima unabhängig voneinander lesen. Ich kenne ansonsten auch nur Band 3.

Mattie backt die köstlichsten Weihnachtsplätzchen, doch das ...

Inhalt
Es handelt sich um Band 4 der Reihe, aber sie lassen sich auch prima unabhängig voneinander lesen. Ich kenne ansonsten auch nur Band 3.

Mattie backt die köstlichsten Weihnachtsplätzchen, doch das Rezept für ihren Traummann hat sie noch nicht gefunden …

Die himmlischen selbstgebackenen Köstlichkeiten, die Mattie im Tearoom der kleinen Buchhandlung in Bloomsbury serviert, sind weit über die Grenzen des Londoner Stadtteils bekannt. Eigentlich müsste der Dezember mit seinen leuchtend geschmückten Straßen und duftenden Weihnachtsplätzchen für Mattie die schönste Zeit des Jahres sein – wenn ihr vor Jahren nicht ausgerechnet an Heiligabend das Herz gebrochen worden wäre. Es gibt nur eins, was Mattie noch schlimmer findet als die Feiertage: ihren unverschämten, aber gleichzeitig ziemlich attraktiven Kollegen Tom. Doch als mitten im Weihnachtstrubel die gesamte Belegschaft ausfällt, müssen Mattie und Tom den Laden plötzlich ganz allein führen …

Vielen Dank an den Penguin Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar! Das beeinflusst meine Meinung natürlich nicht.

Cover

Das Cover passt perfekt zu den restlichen Bänden der Reihe. Man sieht den schönen Buchladen und diesmal ist er in einer tollen winterlichen Umgebung. Das Cover strahlt schon tolle Weihnachtsstimmung aus und ich liebe den schön geschmückten Tannenbaum im Hintergrund. Ich mag auch, dass die Buchstaben und Sterne durch Haptik und Glanz hervorgehoben sind. Das wirkt total hochwertig. Der rote Buchrücken passt natürlich nicht so zum blauen HIntergrund, aber dafür fügt sich dann auch dieser Band gut in die restliche Reihe ein.

Meine Meinung
Band 3 konnte mich nur mäßig überzeugen… Ich habe aber gedacht, ich gebe der Reihe nochmal eine Chance. Für mich steht nach dem Lesen nun aber fest, dass ich Band 1 und 2 nicht mehr lesen möchte. Es ist zwar eine niedliche Reihe, aber daran hat mich nichts so richtig in Begeisterungsstürme ausbrechen lassen.

Ich habe von diesem Band einen schönen Weihnachtsroman erwartet. Winter war es definitiv, aber Weihnachten? Nicht so richtig. Denn die beiden Protagonisten sind absolute Verweigerer des Festes der Liebe, sodass man nicht so viele schöne Szenen geboten bekommen hat, in denen Weihnachtsdeko oder Bräuche detailliert beschrieben werden. Das fand ich persönlich schade. Auf der anderen Seite hat man dafür viel Schnee geboten bekommen, was ich auch schon echt super fand. Ich finde eingeschneite Wohnungen wirken gleich viel romantischer und so kam auch bei Mattie und Tom eine schöne Stimmung auf.

Die Geschichte der beiden hat mir gefallen. Es war ein klassisches „Enemies to lovers“ Schema. Erst konnten sie sich gar nicht ausstehen. Manchmal war es echt witzig und irgendwie auch süß, dass sie sich ständig in die Haare gekriegt haben. Irgendwann hab ich dann gedacht „Mein Gott, jetzt gesteht euch doch ein, dass ihr euch eigentlich tief im Herzen liebt“. Die beiden sind aber ihren Sturköpfen immer nachgegangen.

Witzig fand ich auf jeden Fall, dass Mattie ihrem Ex Teig über den Kopf geschüttet hat. Die Geschichte um die gestohlenen Rezepte fand ich spannend und haben mich auch mehr ans Buch gefesselt. Meinetwegen hätte die sogar noch ausführlicher sein dürfen. Dass Tom Mattie in dieser Zeit beistand, war einfach nur süß und er war einer der wenigen Charaktere, den ich direkt ins Herz geschlossen habe – trotz seiner Muffeligkeit.

Viele der anderen Charaktere waren mir einfach zu hektisch und haben mich abnormal genervt. Besonders Posy war da ganz vorne dabei. Bei so gestressten und unruhigen Figuren kann ja kaum Weihnachtsstimmung aufkommen… Zum Glück haben die meisten dieser Figuren eine eher kleine Rolle gespielt.

Nachdem mich der Beginn nicht fesseln konnte, hat mich das Ende dann doch nochmal gekriegt. Es kam Romantik auf und dank des Schneesturms konnte man auch den Hauch einer Weihnachtsstimmung verspüren. Ich hatte vom Klappentext erwartet, dass das Ganze deutlich früher kommt und Zentrum der Geschichte ist, aber es war doch eine recht kurze Zeit alleine im Laden und ziemlich nah am Ende des Buches, sodass vieles davor für mich eher überflüssig war und nicht ganz so interessant…

Daher von mir 3,5 Sterne

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Veröffentlicht am 15.12.2020

schöne Thematik

Cold Day in the Sun
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Inhalt
Holland Delviss hat es satt, dass man sie immer nur als das Mädchen im Eishockeyteam der Jungs wahrnimmt. Doch als ein TV-Sender Teams für eine nationale Live-Übertragung sucht, wird ihre Mannschaft ...

Inhalt
Holland Delviss hat es satt, dass man sie immer nur als das Mädchen im Eishockeyteam der Jungs wahrnimmt. Doch als ein TV-Sender Teams für eine nationale Live-Übertragung sucht, wird ihre Mannschaft genau deswegen ausgewählt. Nicht alle sind von Hollands neuer Berühmtheit begeistert. Doch es gibt einen, der Holland nach Kräften unterstützt. Jemand, von dem sie es am wenigsten erwartet hätte (und in den sie sich definitiv nicht verlieben sollte): ihr rechthaberischer Teamkapitän Wes …

Vielen Dank an den Cbj Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar! Ich hab mich sehr gefreut. Meine Meinung ist davon natürlich nicht beeinflusst.

Cover

Das Cover hat mich auf den ersten Blick sehr angesprochen. Es wirkt direkt winterlich und passt daher zum Eis. Das Thema Eishockey ist also gut vertreten durch die Schneeflocken. Schade finde ich, dass das Mädchen so deutlich zu erkennen ist. Ich mag einfach Gesichter so deutlich auf Covern nicht, da ich mir diese lieber selbst vorstelle. Dennoch ist das Gesamtbild sehr süß.

Meine Meinung
Mir fiel der Einstieg ins Buch sehr schwer. Die ersten 200 Seiten waren gar nichts für mich und ich war schon kurz davor, das Buch abzubrechen, aber es wurde dann Gott sei Dank noch besser und ich bin froh, dass ich weitergelesen habe.

Anfangs wird sehr viel beschrieben, dass Holland das einzige Mädchen in der Eishockey-Mannschaft ist. Dieses Thema war leitend für das ganze Buch. Ich habe das anhand des Klappentextes natürlich erahnt, aber es hat mir hier nur teilweise gefallen.

Gut fand ich, dass es so genau thematisiert wurde, um auch mit Rollenklischees aufzuräumen und diesen Stereotypen entgegen zu wirken. Außerdem ist Holland ein super starker Charakter und eine tolle Frau. Sie ist mutig und gibt niemals auf! Das ist bemerkenswert. Der Mädchenanteil beim Eishockey ist ein wichtiges Thema und das Buch ist eine nette Art, dies zu verdeutlichen. Mir wurde das jedoch zu sehr aufgebauscht. Es ging wirklich sehr viel immer nur darum, dass Holland ja das einzige Mädchen ist und es so schwer hat. Natürlich meinen viele, sie hätte den Platz im Team nicht verdient oder lenkt die Jungs ab. Das ist verständlich. Aber ich hätte das auch nach dem ersten Mal verstanden… Es wurde jedoch so oft aufgerollt, dass es nervig wurde. Mein Eindruck war, dass das eigentliche Problem eher vom Buch gemacht wird. In einem gewissen Rahmen wäre es realistisch gewesen, doch das Augenmerk 200 Seiten nur darauf zu legen, ist für mich nicht die richtige Art damit umzugehen. Denn so wird dieses Vorurteil ja nur noch mehr geschürt.

Zum Glück ging das Buch danach toll weiter. Es passierte auch etwas neben diesem Fakt. Zum Beispiel kamen sich Wes und Holland näher… Das war super süß. Besonders gefallen hat mir die Szene mit dem Schneesturm. Das war so gemütlich. Von der Stimmung her hätte man da sicher noch mehr draus machen können, aber auch so hat es mir gefallen. Wes hat eine tolle Entwicklung hingelegt und wurde zu einem richtig schönen Charakter in diesem Buch. Er war ein richtiger Beschützer. Die beiden sind so süß zusammen. Ich liebe ihre Beziehung so sehr.

Es gab auch einen gewissen Spannungsfaktor, da diese Beziehung natürlich auch sehr kompliziert war. Wes als Teamkapitän und Holland als einziges Mädchen waren natürlich ein Dorn im Auge. Da wurde dann auch das Thema Cybermobbing aufgegriffen. Das war auch nochmal ein schöner Nebenstrang, der das Buch spannender gemacht hat. In der 2. Hälfte des Buchs wurden auch die Nebenfiguren wichtiger und die Geschichte hatte etwas mehr „Fahrt“.

Sehr cool war auch Hollands eigener Blog über Musik und Eishockey. Das waren erfrischende Parts in der Geschichte, die alles etwas abgerundet haben. Die Kommentare fand ich auch witzig. Die Beiträge haben dem ganzen Buch einen roten Faden verliehen. So kam man auch nochmal annähernd hinter Hollands Gefühle und hatte Inspiration, was man zum Lesen so für Musik hören könnte.

Insgesamt war die erste Hälfte also nicht so gut, da es eher langweilig war und das Thema „Ein Mädchen spielt Eishockey“ einfach überreizt wurde. Die zweite Hälfte konnte aber mit einer süßen, nicht zu eintönigen Liebesgeschichte und netten Nebencharakteren punkten.

Daher von mir 3,5 Sterne

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Veröffentlicht am 15.12.2020

Live ist es besser

Textsorbet - Volume 1
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Inhalt
Dieser Sammelband ist manchmal lustig, öfters lyrisch und kann zum Nachdenken anregen. Er gibt Zuversicht, Hoffnung und Melancholie. Liebe, Hass und Hassliebe. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. ...

Inhalt
Dieser Sammelband ist manchmal lustig, öfters lyrisch und kann zum Nachdenken anregen. Er gibt Zuversicht, Hoffnung und Melancholie. Liebe, Hass und Hassliebe. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Begeben Sie sich auf eine literarische Entdeckungsreise durch 28 genauso unterschiedliche wie einzigartige Texte von einigen der erfolgreichsten und aufstrebendsten BühnenpoetInnen Deutschlands. Genießen Sie dieses Textsorbet, lassen Sie es sich auf der Zunge zergehen, lächeln Sie, runzeln die Stirn und versinken Sie in bittersüßen Textwelten. Mit Texten von: Sylvie le Bonheur | Kai Bosch | Jan Cönig | Einfach so | Andrea Maria Fahrenkampf | Hank M. Flemming | Maron Fuchs | GAX Axel Gundlach | Lena Hofhansl | Patrick Höll | Richard König | Tonia Krupinski | Malte Küppers | Ivica Mijajlovic | Philipp Multhaupt | Elias Raatz | Christian Rehn | Luis Schulz | Marina Sigl | Philipp Stroh | Marvin Suckut | Julia Szymik | Anna Teufel | Stefan Unser | Daniel Wagner | Oliver Walter | Joachim Weiß | Artem Zolotarov Herausgegeben von Elias Raatz

Vielen Dank für dieses Rezensionsexemplar! Ich hab mich sehr gefreut. Das beeinflusst meine Meinung natürlich nicht.

Cover
Das Cover gefällt mir leider nicht so. Ich verstehe die Idee dahinter, dass es ein Sorbet ist, genau wie die Textsammlung auch. Das finde ich sehr kreativ. Allerdings finde ich es nicht so harmonisch… Und ich hasse den Gelbton für ein Buch… Ich find es echt nicht schön! Wenn der Hintergrund anders wäre, könnte es schon anders wirken, aber so finde ich es wirklich nicht gelungen. Das ist echt schade. Die Machart mit dem Text etc. finde ich total cool – da hätte man mehr rausholen können!

Meine Meinung
Ich habe leider bei solchen Textsammlungen immer das Problem, dass ich nicht richtig in das Buch rein finde. Die Texte sind eben zusammenhangslos und mir fehlt eine durchgehende Story. So habe ich immer maximal 1 bis 2 Texte auf einmal gelesen. Ich fand es eine schöne, bunte Mischung. Es gab tiefgründige Poetry Slams, aber auch witzige. Die Mischung war super.

Die Texte an sich waren wirklich schön. Natürlich gefallen einem manche Texte besser als andere, aber alles in allem waren sie toll. Es gab Denkanstöße zum gesellschaftlichen Verhalten und viele der Texte haben mich dazu gebracht, manche Dinge nun anders zu betrachten. Dabei war es spannend zu sehen, dass jeder Künstler seinen eigenen Stil hat. Manche schrieben realitätsnah, andere sehr abstrakt. Die Abwechslung tat gut! Am besten gefallen hat mir der Text des Herausgebers – Elias Raatz. Er war tiefsinnig und kritisch, aber auch wunderschön. Er scheint ein Auge für das Wichtige zu haben und schreibt sensibel. Das hat mir gefallen.

Ich habe bei manchen Texten leider nicht so ganz verstanden, was die Autoren damit ausdrücken wollten. Ich wusste bei einigen Stellen nicht, was man ernst nehmen sollte und was ironisch war. Das lag vor allem daran, dass die Betonung und die Mimik fehlt. Von daher kann dieses Buch leider nicht mithalten mit Live-Slams. Es ist einfach schöner, die Künstler auf der Bühne frei performen zu sehen…

Dennoch eine schöne Idee für Zeiten von Corona, wo die Live Aufführungen leider nicht möglich sind. Ich bevorzuge aber die Live-Sessions und freue mich schon, wenn das irgendwann wieder möglich ist.

Daher von mir 3,5 Sterne

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Veröffentlicht am 04.06.2020

zu wenig Tiefe

Strandkorbliebe
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Inhalt
Die erste Liebe bleibt unvergesslich. So geht es auch Antje, die sich nie von diesen Wunden erholt hat. Schon als sie den Nachnamen ihrer großen Liebe in den Buchungen ihrer Pension auf Norderney ...

Inhalt
Die erste Liebe bleibt unvergesslich. So geht es auch Antje, die sich nie von diesen Wunden erholt hat. Schon als sie den Nachnamen ihrer großen Liebe in den Buchungen ihrer Pension auf Norderney liest, verkrampft sie innerlich. Als Michael dann tatsächlich wieder in ihrem Leben auftaucht, versucht Antje alles, um ihm aus dem Weg zu gehen.

Warum müssen Michaels Eltern ausgerechnet auf Norderney ihren Hochzeitstag feiern? Michael ist gar nicht begeistert, dorthin zurückzureisen und all die mühsam verdrängten Erinnerungen zu wecken. Doch als er Antje begegnet, treffen ihn seine Emotionen wie ein Blitz.

Warum ist ihre Beziehung damals gescheitert? Können sie nun, Jahre später, einen Weg in ein Miteinander finden? Tatsächlich sieht es zunächst so aus, als würde ihre Liebe gewinnen, doch dann überschlagen sich die Ereignisse …

Vielen Dank an Lovelybooks und Amazon Publishing für dieses kostenlos zur Verfügung gestellte Leseexemplar!

Cover

Das Cover finde ich sehr schön. Es passt super zur Geschichte und der Location am Meer auf Norderney. Die Farben sind schön sommerlich und es lädt sofort zum Lesen ein. Der Strandkorb ist ein wichtiger Bestandteil der Geschichte und wird mehrmals thematisiert. Die Möwen passen toll ins Bild und machen das Cover dynamischer. Und ich liebe die verspielte Schrift. Ich verstehe nicht so ganz, was die roten Herzluftballons sollen…. Die sind mir dann doch einen Ticken zu kitschig. Insgesamt gibt das Cover aber ein tolles Gesamtbild ab.

Meine Meinung
Mir gefiel das Buch ganz gut. Es ist eine nette Lektüre für zwischendurch, die mich unterhalten hat, aber jetzt nichts wahnsinnig Besonderes ist. Die Protagonisten fand ich sympathisch und die Vergangenheit der beiden ist super süß. Ich finde die Vorstellung des Strandkorb-Zelts so mega und auch das Gebäck in Form von Strandkörben wäre sicher lecker. Insofern passt der Titel auf jeden Fall auch schon mal.
Leider war es mir alles etwas zu oberflächlich und übereilt. Das Buch hat einfach zu wenig Seiten, um eine Liebesgeschichte realistisch zu vermitteln. Dass das mit dem Nacktstrand und der Sauna nicht gut ausgeht, war direkt klar. Die beiden haben gar keine Zeit, die Vergangenheit wirklich aufzuarbeiten, bis es schon wieder körperlich wird und sie sich näher kommen. Und das wäre so wichtig gewesen, weil sie eine echt schwierige Vergangenheit hatten und eigentlich auch echt sauer aufeinander waren. Dass aus Wut und Verletztheit so plötzlich Liebe wurde, habe ich den beiden nicht wirklich abgekauft und schien mir doch sehr naiv. Das finde ich sehr schade und auch nicht ganz so authentisch. Beide brechen ihre Vorsätze total schnell und waren nicht mal bemüht, sie einzuhalten. Für mich ging hier einiges doch entschieden zu schnell, worunter letztendlich die Emotionen leiden mussten. Bei mir kamen nicht sehr viele Gefühle auf und die Geschichte ließ mich doch eher kalt.
Dennoch ist der Roman ohne Frage eine schöne Geschichte für zwischendurch. Wer hier jedoch einen gefühlvollen Liebesroman voller Drama und Freude sowie Tränen erwartet, dessen Erwartungen werden hier nicht erfüllt. Obwohl man sich das bei der Dicke des Buchs im Grunde schon von vornherein denken konnte. Drama gibt es indirekt schon, das ist aber allein der Unfähigkeit der beiden Protagonisten geschuldet, die nicht miteinander geredet haben und sich ständig missverstanden haben oder manipuliert wurden.
Die Geschichte ist leichte Kost, aber konnte mich noch nicht recht überzeugen. Ich mochte aber das Flair und die Atmosphäre. Die Figuren im Buch sind super ausgearbeitet und das bringt sie dem Leser gut näher. Hund bzw. Fritz finde ich ja übrigens so süß! Den Namen Hund finde ich ja so genial und finde es schade, dass er nicht dabei geblieben ist.Susi war eine Figur, mit der ich nicht viel anfangen konnte. Sie schien auch sehr naiv zu sein und sie tat mir auch ein wenig leid, da sie ein wenig der Spielball der Gefühle wurde.
Die letzten Seiten haben mir nochmal etwas besser gefallen, da endlich Kommunikation stattgefunden hat und nicht immer alle nur sofort geflüchtet sind, sobald es schwierig wurde. Das hat mich zu Beginn sehr genervt… Es hat sich zum Ende dann ja doch alles geklärt, sodass nichts mehr zwischen den beiden stand.
Mich hat es sehr gewundert, welche Rolle Michaels Vater in dem Ganzen gespielt hat. Nicht die Vorgeschichte – sowas habe ich schon erwartet – aber dass er dann selbst am Ende nochmal aktiv mitgewirkt hat, fand ich spannend. Die Eltern waren mir sehr unsympathisch, doch zum Glück hat sich das noch gewendet. Gerade zum Ende hin wurde auch nochmal ein zweites Thema deutlich, was ich persönlich sehr schön fand. Beide Protagonisten haben sich zuvor sehr daran orientiert, was andere (die Eltern) von ihnen erwarten und nicht daran, was sie selbst wirklich wollen. Schön fand ich, dass sich beide am Ende ein Stück weit von den Eltern lösen konnten und daher unabhängiger geworden sind.
Es war auch super süß, dass Michael nochmal Strandkörbe gekauft hat. So wurde dieses Thema immer wieder aufgegriffen und das Motiv des Strandkorbs führte wie ein roter Faden durch die Handlung. Das Ende fand ich allerdings insgesamt eher schwierig, da die beiden bisher nicht gerade geglänzt haben mit guter Kommunikation und ich bezweifle, dass sie dieses Problem nach 2 Monaten Beziehung schon gelöst haben. Deswegen bezweifle ich, dass sie in der Zukunft wirklich glücklich werden, denn sie werden vermutlich ständig wieder anecken mit ihrer Art, Probleme einfach zu verdrängen oder zu flüchten.
Insgesamt hat mir das Buch gefallen, allerdings fand ich es zu Beginn etwas zu langweilig und mir fehlten besondere Highlights oder Plottwists. Außerdem hat mich die fehlende Kommunikation auf die Palme gebracht. Das Buch lässt sich schnell lesen und ist eine schöne Lektüre für einen netten Strandtag in der Sonne. Dort habe ich es übrigens tatsächlich gelesen.
Daher von mir 3,5 Sterne

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