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Veröffentlicht am 27.12.2020

Barmherzigkeit ist Liebe

Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist
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„Barmherzigkeit hängt nicht vom Charakter meines Gegenübers ab, sondern sie ist eine Frage meines Charakters.“

Der Autor des Buches zur Jahreslosung 2021, Bernd Siggelkow, ist Theologe, Gründer und Vorstand ...

„Barmherzigkeit hängt nicht vom Charakter meines Gegenübers ab, sondern sie ist eine Frage meines Charakters.“

Der Autor des Buches zur Jahreslosung 2021, Bernd Siggelkow, ist Theologe, Gründer und Vorstand der Kinderstiftung „Die Arche“, die sich für vernachlässigte Kinder einsetzt. Die Arbeit in dem Bereich ist ohne Barmherzigkeit und Nächstenliebe unvorstellbar. So ist der Bibelspruch „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist“ eine gute Gelegenheit für Siggelkow, etwas über die Arche zu berichten, die ich erst mit dem Buch sehr interessiert kennengelernt habe. Besonders berührt haben mich auch die Worte im Prolog, in dem er offen ganz persönliche Dinge aus seinem eigenen Leben preisgibt.

Mit Bibelgeschichten, aber auch durch eigene Erlebnisse und Befragungen anderer Personen geht der Autor Sinn und Bedeutung des Begriffs „Barmherzigkeit“ nach. Das gelingt ihm auf interessante und sehr unterhaltsame Weise.

Die Jahreslosung gehört in der Kirchengemeinde natürlich auch zu den beliebten Themen, die im Gesprächskreis ihren Platz finden. Darum liebe ich Bücher wie dieses, die mir durch einfache Erklärungen gute Anregungen zur Vertiefung geben.

Ich freue mich, dass ich das handliche, kleine große Buch gefunden habe.


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Veröffentlicht am 20.12.2020

Ein Fremder wird zum Freund

Im Himmel gibt es Luftballons
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„Im Himmel gibt es Luftballons“ heißt das Buch von Melanie Gerber, das Tod und Trauer thematisiert. Der Titel und die liebevoll gestaltete Illustration auf dem Cover mit dem Mädchen, das auf einer Bank ...

„Im Himmel gibt es Luftballons“ heißt das Buch von Melanie Gerber, das Tod und Trauer thematisiert. Der Titel und die liebevoll gestaltete Illustration auf dem Cover mit dem Mädchen, das auf einer Bank sitzt und einen roten Luftballon im Arm hält, haben mich neugierig gemacht auf das Buch aus dem Baeschlin Verlag.
Das Mädchen ist die achtjährige Nora. Seit dem Tod ihrer Schwester beschäftigt sie sich mit der Frage, ob Mia jetzt tatsächlich im Himmel ist, wie viele Erwachsene es sagen. Diese Frage lässt ihr einfach keine Ruhe.
Erst als sie ihren Nachbarn Herrn Lauber kennenlernt, kommt sie einer Antwort näher. Herr Lauber ist Witwer. Seine Frau hat Bilder gemalt, nach seinen Worten „so schön, wie es nur ein Engel kann“. Bei ihm fühlt Nora sich wohl, mit ihm kann sie über all ihre Fragen reden, er hat das richtige Gespür, ihr den Weg zu ebnen zu den Antworten, die manchmal auch in einem selbst liegen können.
Melanie Gerber hat mit dem Buch eine wunderbare Möglichkeit geschaffen, Kinder mit Tod, Trauer und Trauerbewältigung vertraut zu machen. Sehr gut kann ich mir vorstellen, das Buch mit Kindern gemeinsam zu lesen. Einfühlsam und herzerwärmend ist der Schreibstil, auch humorvolle Szenen gehören dazu, die deutlich machen, dass auch Fröhlichkeit einen Platz in der Trauer haben kann.
Mir gefällt die Geschichte, die für Kinder leicht verständlich und gefühlvoll geschrieben ist, aber auch Erwachsenen Trost in der Trauer spenden kann.
Die in Schwarzweiß gehaltenen Illustrationen von Karen Lee Vendriger sind ein weiterer Pluspunkt und machen das Buch zu einem wunderschönen Gesamtpaket, das ich von Herzen gern weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 16.12.2020

Ein besonderes Schatzkästchen

Die Goldenen Regeln- Weisheiten und Werte für ein zufriedenes und erfolgreiches Leben
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40 liebevoll gestaltete und sehr schön illustrierte Karten in Postkartengröße, die Weisheiten und Werte für ein zufriedenes und erfolgreiches Leben bieten, finden sich unter dem Titel „Die Goldenen Regeln“ ...

40 liebevoll gestaltete und sehr schön illustrierte Karten in Postkartengröße, die Weisheiten und Werte für ein zufriedenes und erfolgreiches Leben bieten, finden sich unter dem Titel „Die Goldenen Regeln“ in einem besonderen Schatzkästchen.

Es sind Themenkarten von „Anfang“ bis „Willenskraft“. Der Autor und Verleger Markus Schirner hält zu jedem Begriff Ratschläge bereit, die auf ein bestimmtes Ziel ausgerichtet sind. Dazu gibt es Zitate prominenter Persönlichkeiten und wissenswerte Informationen.

Mir gefallen die Karten schon aus dem Grund, weil sie nicht nur schön anzusehen, sondern so stabil gearbeitet sind, dass man sie auch häufiger zur Hand nehmen kann, ohne dass sie Schaden nehmen. Besonders denke ich dabei an meinen Gesprächskreis. Ich kann mir vorstellen, dass jede einzelne Karte mit ihren wertvollen Inhalten Gesprächs- und Diskussionsstoff für wertvolle Unterhaltung bietet. Nun hoffe ich auf eine gute Zeit „nach Corona“. Dazu ist mir die Themenkarte „Geduld“ eine Hilfe, die sagt: „Sie ist die Fähigkeit zu warten und Beschränkungen, Krankheiten und Beschwerden mit Seelenruhe zu ertragen.“

Manchmal bin ich auch auf der Suche nach einem besonderen Geschenk für Menschen, „die schon alles haben“. Auch dafür ist das Kästchen mit den Goldenen Regeln sehr gut geeignet.

Ich bin restlos begeistert und empfehle „Die Goldenen Regeln“ sehr gern weiter.

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Veröffentlicht am 16.12.2020

Märchenhafte Träume

Der Dachs, der Wind und das Webermädchen
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Als Liebhaberin von Märchen, Mythen und Legenden hat mich bereits das Cover des Buches „Der Dachs, der Wind und das Webermädchen“ von Jay Kay verzaubert.

Es heißt: „In dieser Geschichte verschmelzen die ...

Als Liebhaberin von Märchen, Mythen und Legenden hat mich bereits das Cover des Buches „Der Dachs, der Wind und das Webermädchen“ von Jay Kay verzaubert.

Es heißt: „In dieser Geschichte verschmelzen die vielschichtige Geisterwelt von Japan und seine reiche Historie zu einer Legende von epischer Wucht.“ – Stimmt!

Der Autor hat mich mit einem märchenhaften mitreißenden Schreibstil mitgenommen in eine fremde Welt in einer früheren Zeit und hat mich dahinschmelzen lassen mit seiner zauberhaften Geschichte aus zwölf Kapiteln mit jeweils passenden Überschriften.

Das Webermädchen Ayumi und eine Prinzessin spielen eine Rolle. Wie man es aus Märchen kennt, geht es natürlich auf keinen Fall immer liebevoll und harmonisch zu, denn da gibt es nicht nur den Dachs, der es faustdick hinter den Ohren hat, sondern auch noch den hinterhältigen Fuchs.

Eine Übersicht mit Übersetzungen von Begriffen und Namen habe ich als sehr hilfreich empfunden.

Am Ende des Buches wartet noch ein Bonus auf die Leser. Mit „Das Licht“ hat Jay Kay ein Gedicht geschrieben, das mich ebenso wie die Geschichte in die Vergangenheit entführt und sehr gut unterhalten hat.

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Veröffentlicht am 16.12.2020

Psackender Auftakt zu einer neuen Thriller-Reihe

Wolfssommer
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Rezension zum Hörbuch „Wolfssommer“ von Hans Rosenfeldt, gelesen von Vera Teltz
Inhaltsangabe:
In der schwedischen Stadt Haparanda, dicht an der Grenze zu Finnland, wird eine tote Wölfin gefunden. Als ...

Rezension zum Hörbuch „Wolfssommer“ von Hans Rosenfeldt, gelesen von Vera Teltz
Inhaltsangabe:
In der schwedischen Stadt Haparanda, dicht an der Grenze zu Finnland, wird eine tote Wölfin gefunden. Als die Behörden das Tier untersuchen, finden sie in dessen Magen menschliche Überreste. Nachforschungen führen die Ermittler auf eine heiße Spur: Zwischen Russland, Finnland und Schweden scheint ein Drogendeal aus dem Ruder gelaufen zu sein, es gab mehrere Tote, und gleich mehrere Kriminelle sind auf dem Weg nach Haparanda. Allen voran: Profi-Killerin Katja, die für ihren russischen Auftraggeber Drogen und Geld zurückholen soll. Auch die erfahrene Polizistin Hannah Wester setzt alles daran, sie Lage aufzuklären. Doch sie ringt mit ihren privaten Problemen. Sie hat Angst, ihr Mann könne sie verlassen. Zugleich hat sie eine Affäre mit ihrem Chef. Dazu plagt sie ein altes Trauma. Doch Hanna steht ihre Frau und muss das auch, um den brisanten Fall zu lösen. Der Auftakt zur neuen packenden Thriller-Reihe von Hans Rosenfeldt, der auch gemeinsam mit Michael Hjorth als Autorenduo Hjorth&Rosenfeldt sehr erfolgreich ist.

Die Geschichte beginnt sehr emotional – das traurige Schicksal erzählt aus Sicht einer Wölfin mit ihrem Jungen, die ums Überleben kämpft. Bald schon kommen Menschen ins Spiel – viele Menschen. Für mich als Hörbuch-Ungeübte sehr schwer, Namen und die unterschiedlichen Charaktere zu „sortieren“. Dafür hätte ich mir ein Personenregister gewünscht. So habe ich die ersten Kapitel mehrmals angehört – und dann hat es mich gepackt!
Was sich aus den anfänglichen Nachforschungen für Netze und Verwicklungen ergeben haben, ist schier unglaublich, aber richtig gut gemacht und sehr spannend und fesselnd erzählt. Einen großen Anteil an der prickelnden Spannung hat für mich die Sprecherin Vera Teltz, die ihre Sache richtig gut gemacht und jeder einzelnen der vielen Personen eine eigene „Stimme“ gegeben hat. Dafür schon mal meine Hochachtung.
Eine tolle Frau ist die Protagonistin, die Polizistin Hannah Wester. Neben der vielen Arbeit bei ihren Ermittlungen in verschiedene Richtungen wird sie auch noch in ihrem Privatleben mit kleinen und großen Problemen geplagt und belastet. Doch gerade, dass auch die private Hannah einen großen Raum in der Geschichte findet, gefällt mir sehr.
Geht es auf der einen Seite zwischen Finnland, Schweden und Russland um Drogenhandel und Geldgeschäfte im großen Stil, so findet man auf der anderen Seite in Haparanda eine Reihe Kleinkrimineller, die alle auf mehr oder weniger geschickte Art versuchen, ein Stück vom Kuchen abzubekommen. Und dann ist da noch die Profi-Killerin Katja…
Eine tolle Geschichte, die mir viele spannende Gänsehaut-Stunden geschenkt hat.

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