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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.12.2020

Nostalgisch, winterlich und herzerwärmend

Das Winterkarussell
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Nach dem plötzlichen Unfalltod ihrer Mutter bleibt die junge Antonia vollkommen alleine zurück. Während ihres Aufenthaltes in einem Jugendwohnheim beginnt sie sich zunehmends wieder nach einer echten Familie ...

Nach dem plötzlichen Unfalltod ihrer Mutter bleibt die junge Antonia vollkommen alleine zurück. Während ihres Aufenthaltes in einem Jugendwohnheim beginnt sie sich zunehmends wieder nach einer echten Familie zu sehnen, als plötzlich ihr Großvater Otto auftaucht.
Doch auch dieser hat sein Päckchen zu tragen, ist in Finsternthal nur als alter Griesgram bekannt. Einzig und allein sein "altes Mädchen" - ein nostalgisches Karussell - gibt ihm Halt und Kraft...
Ob Antonia bei ihm wieder glücklich werden kann?

Ich war sofort verzaubert von dem wunderschönen Cover. Es erstrahlt in sanften Pastelltönen, kleine Glitzerdetails sind ein echter Hingucker.
Nach dem Lesen des Klappentextes schließlich waren meine Erwartungen an das Buch umso größer.

Und ich wurde nicht enttäuscht.
Gleich zu Beginn der Geschichte wird der Leser mit unheimlich bewegenden und emotionalen Geschehnissen konfrontiert. Antonias Schicksalsschlag und ihr Umgang damit haben mich alles andere als kalt gelassen und ich hatte zunächst schon Sorge, dass diese Lektüre doch deutlich schwerer ausfällt, als ursprünglich gedacht,
Im Laufe der Handlung allerdings wandelt sich die Stimmung. Die Geschichte erstrahlt nach einigen Kapiteln in einem winterlichen Flair, der Leser wird nach und nach in eine angenehme, unterschwellige Geborgenheit eingehüllt. Durch Rückblicke in längst vergangene Zeiten durch Otto kommt eine gewisse Nostalgie auf. Besagte Rückblicke waren in meinen Augen wirklich wertvoll für die Geschichte. Sie sind wundervoll in den Rahmen eingebaut worden, verschmelzen mit den Ereignissen der Gegenwart und bauen zugleich Spannung und Neugier auf.

Mein Highlight während dieser Lektüre waren jedoch die Ausschnitte aus dem Frankfurter Weihnachtsmarkt. Durch die aktuelle Situation blieb mir ein Besuch dieses Jahr verwehrt, "Das Winterkarussell" war jedoch ein wundervoller Ausgleich. Ich habe mich während des Lesens oftmals gefühlt, als würde ich selbst durch den Markt schlendern, den Geruch von gebrannten Mandeln und frischem Schnee in der Nase.
Jene Szenen waren beeindruckend authentisch, real und überaus gelungen.

Alles in einem empfehle ich dieses süße Buch liebend gerne weiter. Wer dem Alltagsstress für eine kurze Zeit entfliehen und ein wenig Winter- und Weihnachtsluft schnuppern möchte, für den ist diese Lektüre sehr passend.
5/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.12.2020

Lustig, abenteuerlich und unterhaltsam

Bazilla - Fee wider Willen
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Endlich ist Bazillas zehnter Geburtstag gekommen. So lange hat sie ihn herbeigesehnt und nun ist es so weit: Sie wird zum richtigen Vampir! Aber was soll das? Plötzlich wachsen ihr Feenflügel anstatt spitzer ...

Endlich ist Bazillas zehnter Geburtstag gekommen. So lange hat sie ihn herbeigesehnt und nun ist es so weit: Sie wird zum richtigen Vampir! Aber was soll das? Plötzlich wachsen ihr Feenflügel anstatt spitzer Eckzähne...
Es stellt sich heraus, dass Bazilla eigentlich eine Fee ist. Jetzt muss sie ausgerechnet in das verhasste Feeninternat!

Dem rosafarbenen Cover nach zu urteilen, haben wir auf den ersten Blick eine typische, klischeehafte Mädchengeschichte erwartet. Aber dem ist definitiv nicht so! Die junge Protagonistin Bazilla entspricht alles andere als dem klassischen Rollenbild. Sie liebt dunkle Farben und ist auch sonst eher ruppig - ganz der Vampir eben. Im enormen Kontrast dazu steht die gesamte Feenwelt, die genauso geschildert wird, wie man sich sie vorstellen würde. Wenn diese beiden Welten aufeinanderprallen, kann man nur erahnen, was für Konsequenzen dies hat. Durch Bazillas Anpassungsschwierigkeiten an das Feenleben kommt es zu zahlreichen lustigen und unterhaltsamen Zwischenfällen. Genau das haben wir an diesem süßen Kinderbuch so geliebt.

Ein großes Lob möchten wir zudem auch an den wunderbaren Schreibstil der Autorin Heike Eva Schmidt aussprechen. Sie schafft es nicht nur, der Geschichte einiges an Leben einzuhauchen und den Leser voll und ganz in eine magische Welt zu entführen, sondern hat uns auch in zahlreichen Passagen durch besondere Wortkombinationen zum Schmunzeln gebracht. Durch neuartige Wörter wie beispielsweise auf "Feenspitzen" zu schleichen wirkt "Bazilla - Fee wider Willen" gleich viel authentischer und nahbarer.

Alles in einem empfehlen wir dieses schöne Kinderbuch sehr gerne weiter. Wer Lust auf eine unterhaltsame Geschichte hat, die Vampire und Feen auf eine interessante und spannende Art und Weise mit einander in Verbindung bringt, ist hier genau richtig.
5/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.12.2020

Ein wundervolles, modernes Weihnachtsbuch!

Das Wunder von R.
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Als Familie Greco-Aiden - bestehend aus Manuel, Camila, Shonda sowie ihren beiden Müttern - kurz vor Weihnachten in eine neue Stadt zieht, ist alles anders für sie. Aus ihrem alten Zuhause vertrieben, ...

Als Familie Greco-Aiden - bestehend aus Manuel, Camila, Shonda sowie ihren beiden Müttern - kurz vor Weihnachten in eine neue Stadt zieht, ist alles anders für sie. Aus ihrem alten Zuhause vertrieben, müssen sie Hals über Kopf alle ihre Freunde und Bekannte zurücklassen. In R. begegnet man ihnen mit Misstrauen und unterschwelliger Ablehnung.
Doch plötzlich steht das Weihnachtsfest auf dem Spiel und der Weihnachtsmann benötigt dringend die Hilfe der kleinen Familie!

Als wir dieses Buch das erste Mal in der Hand gehalten haben, waren wir sofort begeistert von der überaus hochwertigen Aufmachung. Die Motive auf dem Cover scheinen in den Buchdeckel hineingeprägt und fühlen sich toll an. Ebenso überzeugen konnten uns das dicke Papier und die wundervollen Illustrationen. Diese sind allesamt farbig und wirken teils beeindruckend lebhaft.

Aber auch die Geschichte selbst verdient volle fünf Sterne.
Angefangen bei dem angenehm lebendigen Schreibstil bis hin zur eigentlichen, fantasievollen Idee war alles stimmig. Es handelt sich bei "Das Wunder von R." zwar um eine recht zarte Weihnachtsgeschichte, was aber nicht heißen soll, dass sie langweilig ist. Ganz im Gegenteil: Das Buch besticht durch zahlreiche, unheimlich spannende Passagen, mit denen wir so überhaupt nicht gerechnet haben.
Besonders loben möchten wir an der Stelle allerdings, wie präsent das Thema "Diversität" im Buch ist. Wir finden, dass die Autorin dieses wunderbar in die Geschichte eingebaut und für junge Leser super rübergebracht hat. Sehr gerne würden wir mehr solcher modernen Kinderbücher lesen!

Ein weiterer Punkt, der uns gut gefallen hat, waren die authentischen Charaktere. Egal, welche Hindernisse sich ihnen in den Weg stellten - stets sind sie positiv und sich selbst treu geblieben. Das machte sie uns wirklich sympathisch.

Zusammenfassend können wir festhalten, dass uns dieses wundervolle Weihnachtsbuch voll und ganz überzeugen konnte. Wer Lust auf eine süße, winterliche Geschichte hat, die das Thema LGBTQ nicht außen vor lässt, dem können wir "Das Wunder von R." nur ans Herz legen.
5/5 Sterne

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  • Cover
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.12.2020

Aufregend, erlebnisreich und fesselnd!

Die Magie von Winterhaus
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Elizabeth lebt jetzt nun schon seit geraumer Zeit im Winterhaus. Zu Ostern endlich kommt ihr Freund Freddy sie besuchen. Und damit sich die beiden nicht langweilen, erhalten sie prompt einen Auftrag von ...

Elizabeth lebt jetzt nun schon seit geraumer Zeit im Winterhaus. Zu Ostern endlich kommt ihr Freund Freddy sie besuchen. Und damit sich die beiden nicht langweilen, erhalten sie prompt einen Auftrag von Elizabeths Großvater: Gemeinsam sollen sie einen Reiseführer für das Winterhaus entwerfen. Dafür erhalten sie jede Menge Kisten, die bestückt mit zahlreichen Postkarten und geheimnisvollen Codezetteln sind. Sofort sind Elizabeth und Freddy Feuer und Flamme dafür. Doch plötzlich beginnt Elizabeth wieder, Gracellas Magie zu spüren...

Kurz vorab: Bei "Die Magie von Winterhaus" handelt es sich um den finalen dritten Band einer Trilogie. Wir würden unbedingt empfehlen, zuvor die beiden Vorgänger zu lesen, da ansonsten vermutlich ein Großteil dieser Geschichte nicht verstanden werden kann.

Wie auch die beiden Vorgänger konnte uns der letzte Teil rund um Elizabeth und das Winterhaus mehr als nur überzeugen.
Auch hier fanden wir die Idee hinter der Geschichte ganz wundervoll. Authentisch und detailliert führt der Autor Ben Guterson den Leser in das Buch ein und lässt diesen schon fast mit der Geschichte verschmelzen. Einen bedeutenden Teil dazu beigetragen haben abermals interessante Rätsel. Potenziell würden wir sagen, dass uns diese hier ein wenig einfacher als im ersten Band gefallen sind, was wir in Anbetracht des recht hohen Schwierigkeitsgrades dort positiv anmerken möchten.
Zudem besser als im ersten Band hat uns im Finale die Spannungskurve gefallen. Diese konnte uns hier noch ein klein wenig mehr packen, sodass wir das Buch in einem Rutsch verschlungen haben.

Ebenfalls ausschließlich Positives können wir über die Charaktere berichten. Man merkt deutlich, dass es sich hierbei um den dritten Band handelt, denn sie scheinen allesamt eine beachtliche Entwicklung durchgemacht zu haben. Sie wirken lebendig, authentisch und wirklich facettenreich.

Wir haben es zwar schon in unseren bisherigen Rezensionen zu der Reihe angemerkt, aber auch hier möchten wir es uns nicht nehmen lassen, nochmals das gelungene Cover und die schöne Innenaufmachung zu loben. Die Gewichtung von Illustration und Text ist gut gelungen, beides steht toll im Einklang mit einander.

Alles in einem finden wir, dass der Abschluss der Winterhaus-Trilogie der Reihe vollkommen gerecht wird. Wir hätten uns kein besseres Ende wünschen können - auch, wenn wir ein wenig enttäuscht sind, dass wir uns nun davon trennen müssen.
5/5 Sterne

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Veröffentlicht am 18.12.2020

Kann definitiv mit dem Vorgänger mithalten!

Die Geheimnisse von Winterhaus
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Endlich ist es so weit: Die Ferien stehen an und Elizabeth darf wieder ins Winterhaus zurückkehren und endgültig dort bleiben. Gemeinsam mit ihrem Großvater hofft sie auf ruhige Weihnachten, ganz anders ...

Endlich ist es so weit: Die Ferien stehen an und Elizabeth darf wieder ins Winterhaus zurückkehren und endgültig dort bleiben. Gemeinsam mit ihrem Großvater hofft sie auf ruhige Weihnachten, ganz anders als im vergangenen Jahr. Doch dazu soll es nicht kommen. Neben einer dubiosen Familie, die im Hotel einzieht, und Gerüchten rund um die Rückkehr Gracellas, werden auch Elizabeths Kräfte immer stärker...

Kurz vorab: Bei "Die Geheimnisse von Winterhaus" handelt es sich um den zweiten Band einer Trilogie. Wir würden unbedingt empfehlen, zuvor den ersten Band zu lesen, um ein besseres Verständnis der Ereignisse in diesem Teil zu erhalten.

Wie auch beim Vorgänger ist uns hier sofort das fantastische und ein wenig düsterere Cover ins Auge gesprungen. Es wurde mit reichlich Liebe zum Detail gearbeitet, für den Betrachter gibt es zahlreiche Dinge zu entdecken. Besonders begeistern konnten uns jedoch abermals die Ausstanzungen im Schutzumschlag, welche diesen wunderbar mit dem eigentlichen Cover verbinden.
Ein weiteres Lob möchten wir wieder für die hübschen Illustrationen aussprechen, die eine unheimliche Bereicherung für das gesamte Buch und nebenbei ein echter Hingucker sind!

Aber nicht nur die Aufmachung hat uns sehr gut gefallen, denn auch der Inhalt konnte uns überzeugen.
Der einzigartige, bildhafte Schreibstil des Autors sorgt dafür, dass man als Leser das Buch nur ungerne aus der Hand legen möchte - es fühlt sich an, als würde man selbst das magische Hotel erkunden und Elizabeth bei ihrem Abenteuer unterstützen. Dazu hat zum einen sicherlich auch der konstant ansteigende Spannungsbogen beigetragen, der uns hier sogar noch ein wenig besser und interessanter erschien, als im ersten Band. Zum anderen waren einige Knobeleien und Rätsel in dieser Hinsicht wirklich hilfreich, wenn sie auch weniger präsent erschienen.

Die einzelnen Figuren konnten uns auch hier begeistern. Egal ob gut oder böse, Nebencharakter oder Protagonist. Allesamt zeigten sie verschiedenste Facetten und brachten ordentlich Dynamik in die Geschichte.
Besonders hervorzuheben ist unserer Meinung nach Elizabeth, welche zwar ebenso sympathisch, clever und mutig wie in "Winterhaus" schien, seitdem aber scheinbar eine beachtliche Entwicklung gemacht hat. Sie wirkte im Laufe der Seiten immer reifer, wuchs mit dem Geschehen mit.

Wir finden diese Fortsetzung überaus gelungen und empfehlen sie gerne weiter. Für gemütliche Lesestunden am Kamin gerade in dieser dunklen Jahreszeit ist "Die Geheimnisse von Winterhaus" toll geeignet!
5/5 Sterne

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