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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.12.2020

Ich war die falsche Lesergruppe

Die Vermessung der Welt
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Freiwillig hätte ich mich für das Buch nicht entschieden, da weder Cover noch Klappentext meine Aufmerksamkeit besonders wecken. Als Schullektüre ist "die Vermessung der Welt" aber eine gute Idee, denn ...

Freiwillig hätte ich mich für das Buch nicht entschieden, da weder Cover noch Klappentext meine Aufmerksamkeit besonders wecken. Als Schullektüre ist "die Vermessung der Welt" aber eine gute Idee, denn der Schreibstil ist erfrischend und humorvoll, auch erfährt man durch die Geschichte viele Fakten zu Gauß und Humboldt, wichtige deutsche Persönlichkeiten.

Im Laufe des Buches begegnen die zwei Männer sich, nachdem jeder von ihnen sein eigenes Abenteuer erlebt hat. Gauß arbeitete überwiegend vom Schreibtisch aus, während Humboldt mit Bonpland um die Welt reiste und Berge etc. vermaß. In abwechselnden Kapiteln wird erst über den einen, dann über den anderen erzählt. Meistens endet ein Kapitel genau dann, wenn es gerade spannend wird und man unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht.

Im Buch kommen auch weitere Charaktere vor, darunter Eugen, der Sohn von Gauß oder auch Wilhelm, Humboldts Bruder. Besonders ausführlich wird ihr Leben allerdings nicht beleuchtet, das stört beim Lesen aber nicht. Fehlendes Hintergrundwissen allerdings war mir ab und an ein Hindernis, weil ich dann auch eine Pointe nicht nachvollziehen kann, wenn mir zum Beispiel der physikalische oder mathematische Hintergrund fehlt. Über manche Witze muss man auch erst länger nachdenken.

Als total spannend würde ich das Buch aber nicht beschreiben. Es ist leicht, man kann es lesen, eine softe Thematik, vemrutlich mit dem Ziel, auf spielerische Weise zu informieren und zu bilden. Aber für mich nicht spannend. Ich bin vielleicht die falsche Lesergruppe, aber die Biografien der beiden historischen Persönlichkeiten war jetzt nicht mein persönliches Highlight.

Ein Grund dafür war, dass ich nicht wirklich Zugang zu den Charakteren gefunden habe. Sie schienen mir eher flach gestaltet zu sein bzw. wurde immer nur eine Seite besonders betont, zum Beispiel wurde Humboldt stets als rhetorisch unbegabt dargestellt und als wäre er nicht sehr gut in zwischenmenschlicher Kommunikation. Da haben mir die Facetten gefehlt, Potenzial wäre ja da.

Daniel Kehlmann schreibt allerdings sehr interessant, ich könnte mir vorstellen, in Zukunft noch mehr von ihm zu lesen. Eine gute Abwechslung zum überaus fiktionalen Alltag in anderen Büchern, hier hat man immer im Hinterkopf, dass es teils die wahre Begebenheit von realen Personen ist. Zudem konnte ich mir viel Wissen aneignen.

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Mehr erwartet

All the Way to the River
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Schwierig. Habe lange nicht mehr ein so schwieriges Buch gelesen. Das ganze Buch über gibt es nichts so richtig Positives oder Fröhliches und es dreht sich die ganze Zeit nur um Verlust, Trauer und Schuld. ...

Schwierig. Habe lange nicht mehr ein so schwieriges Buch gelesen. Das ganze Buch über gibt es nichts so richtig Positives oder Fröhliches und es dreht sich die ganze Zeit nur um Verlust, Trauer und Schuld. Dabei ist nichts davon so richtig konstruktiv. Schon in den ersten Kapiteln geht es nur darum, wie schlimm alles ist und wie sich die Autorin fühlt. Es hat sich ständig wiederholt, ständig im Kreis gedreht und man hat nichts daraus lernen oder für sich mitnehmen können. Es war immer dasselbe und das ist natürlich traurig, aber für den Leser einfach nur langweilig. Es ist wie ein Tagebuch bei dem immer dasselbe ist. Es tut mir ja leid, das zu sagen, weil ich ja auch Mitleid habe, aber dafür muss ich kein Buch lesen. Der Klappentext klang noch gut. Nach Handlung und Sinn. Aber das Buch ist einfach schwer, langatmig und sinnfrei. Es geht nur um die Sucht und den Schicksalsschlag, was für sensible Leser zu viel sein kann. Vor allem da es keinerlei Lösung gibt, nur Akzeptanz und Loslassen. (Oder Erinnern.)

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Zu langatmig

Killer Potential
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Habe das Buch irgendwann abbrechen müssen. Es hat mich einfach nicht einnehmen können. Ich fand die Charaktere seltsam und unsympathisch und wollte nicht länger über sie lesen. Zudem finde ich es mehr ...

Habe das Buch irgendwann abbrechen müssen. Es hat mich einfach nicht einnehmen können. Ich fand die Charaktere seltsam und unsympathisch und wollte nicht länger über sie lesen. Zudem finde ich es mehr als fragwürdig, wie Mord hier verherrlicht wird und die Frauen als "Helden" gesehen werden. Puh, schwierig. Das Cover an sich passt irgendwie gar nicht zum Genre oder zum Buch und der Inhalt enttäuschte mich ebenfalls, nachdem die Leseprobe eigentlich gut begann. Aber irgendwann ist es nur noch dasselbe und man dreht sich im Kreis. Außerdem ist das Erzähltempo viel zu langsam, sodass das Lesen eher mühsam und langweilig war. Verstehe nicht, warum Leute das einen "rasanten Thriller" nennen. Der Schreibstil war leider genauso nichtssagend und leer. Ich habe mich zu keinem Zeitpunkt wie ein Teil des Buchs gefühlt und es war mir vereinzelt eher unangenehm, darüber zu lesen.

Wer nicht so viele Ansprüche hat oder keinen guten Thriller erwartet, sondern ein bisschen schwarzer Humor, ein paar Gespräche und "Geheimnisse", der wird es mögen.

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Veröffentlicht am 29.04.2025

Schlechtestes Buch ALLER ZEITEN.

Women
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Ich bin richtig sauer, dass ich Lebenszeit an dieses "Buch" verschwendet habe!

Wo soll ich anfangen? Ich gebe 2 Sterne, aber wirklich nur, weil das Buch so schlecht war, dass es mich so sehr gecatcht ...

Ich bin richtig sauer, dass ich Lebenszeit an dieses "Buch" verschwendet habe!

Wo soll ich anfangen? Ich gebe 2 Sterne, aber wirklich nur, weil das Buch so schlecht war, dass es mich so sehr gecatcht hat und ich es kaum aus der Hand legen konnte. Ich habe sooo selten ein Buch an einem Tag gelesen, deshalb dafür 2 Sterne. Das hätte nicht jedes Buch geschafft.
Aber das war auch alles.

Es ist schon ziemlich abschreckend und seltsam, in einem ellenlangen Vorwort zu lesen, wie toll dieses Buch angeblich sei. Unangenehm.

Zunächst: Aus welchem Grund wird diees Buch so gehyped und angeblich in der Community gefeiert? Für mich vollkommen unverständlich! Ich konnte mich mit dem Buch weder identifizieren, noch hat es mich ansatzweise berührt oder unterhalten. Das ist richtiger "Müll" - so hart es klingt. Es gab kein einziges Kapitel, in dem ich mich nicht gefragt habe "Ist das ihr Ernst?" Ich war beim Lesen ständig genervt, habe den Kopf geschüttelt und mich gefragt, wie man so etwas ernsthaft schreiben kann.

Das Buch hat NICHTS, aber auch gar nichts mit Romantik zu tun. Die ganze "Liebe" der Charaktere beruht auf angeblicher sexueller Anziehung, die ich nicht einmal nachvollziehen kann - weil alles, was interessante Frauen ausmacht, hier einfach nicht vorkommt. Diese Finn ist der letzte Mensch, mit dem ich was zu tun haben wollen würde. Nach wenigen Stellen war mir sofort klar, dass sie eine Narzisstin ist (und das wurde immer wieder im Buch bestätigt.) Dass sie außerdem eine Partnerin hat und sie MEHRMALS absichtlich betrügt, ist extrem fragwürdig. Beide Figuren wissen davon und romantisieren somit Fremdgehen!

Das Ende vom Buch war von Anfang an klar. Man hätte sich die ganze lieblose "Hanldung" einfach sparen können. Und am Ende habe ich nichts gelernt. Es gab keinen Wow-Moment. Es war einfach plötzlich ganz ruppig vorbei.

Von dem ständigen Alkohol- und Drogenkonsum, der hier total verherrlicht wird, mal ganz abgesehen. Unglaublich, dass so ein "Buch" angeblich Welterfolge verzeichnet.

Das einzig Positive ist, dass die Kapitel recht kurz sind und es so dermaßen schlecht ist, dass man nicht anders kann, als es zu Ende zu lesen. Aber das ist wirklich kein Lob.

Der Schreibstil ist ehrlich gesagt kein SCHREIBSTIL. Die Person, die das verfasst hat, hat wohl einfach ein Tagebuch geschrieben - oder jemandem ihre Geschichte erzählt. Aber das hat nichts, wirklich gar nichts mit einem Roman zu tun.

LASST MICH EINS FESTHALTEN: Das Buch hat (leider) nicht das Geringste mit Selbstfindung oder der Entdeckung der eigenen Identität zu tun. Es handelt lediglich von einer toxischen, narzisstischen Frau, die mit einer naiven und durchaus moralisch fragwürdigen anderen Frau eine Affäre hat. Es steckt voller Stereotypen und ist NULL realistisch. Dabei ist es zu keinem einzigen Zeitpunkt romantisch oder auch nur ansatzweise erotisch. Selbst die Szenen, die vor Leidenschaft nur so prickeln sollten, sind so stumpf und emotionslos aufgeschrieben, dass ich mich frage, ob die Autorin so etwas WIRKLICH erlebt hat. Denn das gesamte Buch klingt wie von einem Mann geschrieben, der nicht die geringste Ahnung hat, wie es WIRKLICH ist, sich in eine Frau zu verlieben!!!

Für mich als Autorin queerer Liebesromane ist so ein Buch eine unverschämte Beleidigung!

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Veröffentlicht am 15.04.2025

Nettes Buch, aber falsches Sprachniveau.

Le Café de la plage
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Ich habe da leider einiges zu meckern...

Als blutiger Anfänger einer Sprache kannst du nicht mit Geschichten starten - wenn du kein Grundvokabulat besitzt, Sätze nicht verstehst und keine Ahnung von der ...

Ich habe da leider einiges zu meckern...

Als blutiger Anfänger einer Sprache kannst du nicht mit Geschichten starten - wenn du kein Grundvokabulat besitzt, Sätze nicht verstehst und keine Ahnung von der Sprache hast, wie will man einer Geschichte folgen?

Sprachniveau A1 ist das erste Sprachniveau und entspricht dem Niveau eines Anfängers. Es kennzeichnet erste Grundsprachkenntnisse. Was kann man mit A1 - laut Google?

Man versteht und verwendet vertraute, alltägliche Ausdrücke und einfache Sätze
Man kann sich und andere vorstellen
Man kann Fragen stellen und beantworten
Man kann sich auf einfache Art verständigen, wenn die Gesprächspartner langsam und deutlich sprechen
Man kann auswendig gelernte einfache Wörter und Wendungen benutzen
Man kann sich in einfachen Situationen zurechtfinden

Ich habe ein Jobangebot aus Paris enthalten, bei dem das geforderte Niveau B1 war. Dennoch habe ich mehr als die Hälfte des Buchs nicht verstanden. Klar, die Vokabel an der Seite hilfen ein wenig. Aber ich müsste viel mehr Wörter nachschlagen. So macht das Lesen keinen Spaß. Es ist eher ein genervtes Durchblättern, weil man einfach zu wenig versteht.

Das Buch an sich ist aber bestimmt nett. Wenn man es versteht.

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