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Veröffentlicht am 06.01.2021

Fantasy vom Feinsten, einfach nur wunderbar

Elaine
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Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gepackt und nicht mehr losgelassen, ich liebe es, wenn das passiert 😊

Schon die Widmung der Autorin für ihren Mann hat mir gefallen, der behauptet, er liebt ...

Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gepackt und nicht mehr losgelassen, ich liebe es, wenn das passiert 😊

Schon die Widmung der Autorin für ihren Mann hat mir gefallen, der behauptet, er liebt kalte Küche über alles, wenn sie mal wieder nicht zum Kochen kam. Wobei man natürlich darüber diskutieren könnte, ob er nicht auch selbst kochen… 😉 egal, anderes Thema.

„Seine Hand streift ihr Gesicht. Sie spürt es. Doch sie sieht ihn nicht. Er fährt durch ihr langes Haar. Sie lächelt. Das ist wunderbar.“ Und ganz wunderbar ist auch diese Geschichte.

Marla lebt mit ihrer Mutter und ihren beiden Schwestern im „bunten Haus“ am Waldesrand. Ihre Mutter ist Künstlerin, der Vater auf der ganzen Welt unterwegs, im Dorf gelten sie als Exoten.

Marla, das Sandwichkind, hält sich selbst für unscheinbar. Rieke, die Älteste ist wunderschön und sehr naturverbunden, alle Tiere lieben sie. Henni, die Jüngste, ist beliebt und witzig, sie hat viele Pläne für ihre Zukunft.

Während in den Sommerferien alle Familienmitglieder ihren eigenen Plänen nachgehen, entdeckt Marla im Wald Arvid, einen jungen Mann, der behauptet ein Windbruder zu sein. Sofort verspürt sie eine besondere Beziehung zu Arvid und er erzählt ihr seine Geschichte, die so phantastisch ist, dass sie nicht weiß, ob sie das glauben kann. Völlig fasziniert ist Marla auch von der tragischen Geschichte um Elaine, einer jungen Bretonin, die das Heimweh nach der Bretagne quält.

Mehr will ich auch schon nicht verraten, aber besonders gut haben mir auch die Abstecher in die Bretagne gefallen und sofort entstand in mir der Wunsch, da muss ich auch mal wieder hin.

Sorry Marla, da muss ich dir jetzt diesen Begriff klauen: dieses Buch ist „seelenwarm“. Die landschaftlichen Beschreibungen versetzen mich in andere Gefilde und atemlos lausche ich Arvids Geschichte. Während draußen der kalte Nordwind heult, fühle ich mich geborgen und weiß, er tut nur seine Pflicht und bald schon wieder wird ein anderer Windbruder mich warm und weich umwehen.

Am Ende des Buches war ich traurig, dass ich schon Abschied nehmen musste, von den lieb gewonnenen Protagonisten und lediglich das Wissen, dass es mit Joerdis bereits Teil 2 der Windbrüder gibt, konnte mich etwas trösten.

Eine 1A Empfehlung für Elaine von mir und die Autorin hat einen neuen Fan hinzugewonnen 😊


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Veröffentlicht am 26.12.2020

Tausend Mal berührt, tausend Mal ist nichts passiert….

Unter dem Leuchten der Sterne
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June und Fynn sind die besten Freunde. Zusammen gehen sie durch dick und dünn. Doch dann naht das Ende der Schulzeit. June möchte studieren und Fynn geht als Gitarrist einer Rockband auf Tour. Doch sind ...

June und Fynn sind die besten Freunde. Zusammen gehen sie durch dick und dünn. Doch dann naht das Ende der Schulzeit. June möchte studieren und Fynn geht als Gitarrist einer Rockband auf Tour. Doch sind sie wirklich bereit sich zu trennen? Können Sie ohne einander sein? Was wird passieren, wenn einer von beiden plötzlich mehr möchte als nur Freundschaft? Oder geht es beiden so?

Die innere Zerrissenheit der beiden Protagonisten zu zeigen ist der Autorin sehr gut gelungen.

Ich muss gestehen, dass ich Anfangs ein wenig Probleme hatte, weil dieses Buch so anders ist als die bisherigen Bücher von Alisa J. Dorn. Während bisher die Fantasy Elemente in ihren Büchern dominierten und mich in ihren Bann gezogen haben, musste ich plötzlich ohne diese auskommen.

Aber dann haben es June und Fynn von ganz allein geschafft, mich für ihre Geschichte zu begeistern. Die Lovestory hat mich gepackt und ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Und in die liebenswerten Nebencharaktere habe ich mich ebenfalls verliebt. Jeder sollte Freunde wie Kat und Carlos haben. 😊

Wieder ein wunderbar berührendes Buch, bei welchem die Taschentücher nicht zu weit weg liegen dürfen.

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Veröffentlicht am 25.12.2020

Winterliches Lesevergnügen in traumhafter Landschaft

Neuschnee des Lebens
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Weihnachten, das Fest der Liebe, der Familie. Doch die Schriftstellerin Minnie kann Weihnachten nichts mehr abgewinnen. Das Weihnachtslied „ihr Kinderlein kommet“ hat sich für sie nicht erfüllt und ihr ...

Weihnachten, das Fest der Liebe, der Familie. Doch die Schriftstellerin Minnie kann Weihnachten nichts mehr abgewinnen. Das Weihnachtslied „ihr Kinderlein kommet“ hat sich für sie nicht erfüllt und ihr Mann hat sich wegen ihrer Kinderlosigkeit ausgerechnet an Weihnachten von ihr getrennt. Seither ist Minnie in Lethargie verfallen und eine Schreibblockade droht nach dem privaten Glück auch ihren beruflichen Erfolg zu zerstören.

Bei dieser Schwiegermutter muss ich allerdings sagen, sollte Minnie froh sein, dass ihre Ehe vorbei ist 😉 so wunderbar böse wird der Schwiegerdrachen von der Autorin beschrieben. Mein Herz empfindet sofort Mitleid mit Minnie.

Um ihre Schreibblockade zu überwinden, wird Minnie ausgerechnet im Dezember von ihrem Verlag nach Lappland geschickt, um dort einen Weihnachtsroman zu schreiben.
Die Landschaftsbeschreibung klingt so herrlich, dass ich sofort mit Minnie mitreisen wollte. Eine kleine Hütte mit kuscheligen Rentierfellen und einem Kaminfeuer, einen schnuckeligen Nachbarn, dessen liebenswerte, hilfsbereite Mutter, die gerne mit leckerem Rentiereintopf oder einer Kanne voll heißer Schokolade vorbeikommt, hach, wie klingt das alles so wunderbar.

Und erst diese Ausflüge: ich will auch eine Rentierherde sehen und eine Schlittenhundefahrt unternehmen, durch unberührten Neuschnee stapfen und mit dem Schneemobil über gefrorene Seen brettern.

Esther Destratis schafft es, dass ich mich als Teil der Geschichte empfinde. Ich lese nicht nur, ich fühle das Buch und das macht richtig Spaß. Stundenlang bin ich eingetaucht in diese faszinierende Welt, die Seiten blättern sich wie von selbst um und ich kann das Buch kaum aus den Händen legen, wunderbar.

Dies ist bereits mein drittes Buch von der Autorin und ich freue mich schon auf nächstes Jahr, wenn endlich auch Buchbaby Nummer vier die Welt erblickt. Dieses Mal reisen „wir“ auf die Seychellen 😊
Eine 1A Leseempfehlung für Neuschnee des Lebens!

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Veröffentlicht am 20.12.2020

Wie eine Reise durch England

A. S. Tory und der letzte Sommer am Meer
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Dies ist bereits der 3. Band in dem Sid aus Deutschland und Chiara aus Italien für den sagenumwobenen Mister A.S. Tory aus London eine Aufgabe übernehmen.

Ich kannte die beiden Vorgänger Bände nicht, ...

Dies ist bereits der 3. Band in dem Sid aus Deutschland und Chiara aus Italien für den sagenumwobenen Mister A.S. Tory aus London eine Aufgabe übernehmen.

Ich kannte die beiden Vorgänger Bände nicht, aber es ist mir trotzdem mühelos gelungen, mich in die Story einzufinden.

Der Schreibstil gefällt mir sehr gut und ich konnte mich prima in die jungen Reisenden hineinversetzen.

Sid ist inzwischen 17 Jahre alt, seine Freundin Chiara vier Jahre älter und die Verhältnisse zwischen ihnen sind ungeklärt. Gemeinsam wurden sie von Mister Tory nach London eingeladen und dieses Mal sieht alles nach einem erholsamen Urlaub aus. Doch Sid und Chiara schaffen es wieder, sich in eine gefährliche Sache verwickeln zu lassen.

Es geht um die traurige Situation der Flüchtlinge in Europa und um die Frage, was bedeutet Freiheit eigentlich für jeden von uns? Ich persönlich bin sehr froh, dass ich in einem freien Land geboren und nicht als junges Mädchen zwangsverheiratet wurde. Dass ich meinen Beruf frei wählen kann und nicht von der Gnade eines Mannes abhängig bin.

Trotz des ernsten Themas haftet dem letzten Sommer am Meer aber auch eine gewisse Leichtigkeit inne. Sid und Chiara sind junge, aufgeschlossene Menschen, die es auch verstehen, das Leben zu genießen und viel Spaß haben. Aus Chiara bricht immer mal wieder ihr italienisches Temperament durch und bei den italienischen Einschüben musste ich immer schmunzeln und konnte mir die junge Italienerin sehr gut vorstellen.

Ob aus Sid und Chiara wohl noch ein Paar wird? Lasst euch überraschen.

Mir hat die Geschichte gut gefallen und ich würde mich freuen, wenn es die Gesundheit von Mister Tory erlaubt, dass noch weitere Abenteuer folgen 😉

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Veröffentlicht am 20.12.2020

Sanft wie Schnee und sprachgewaltig wie eine Lawine

Leise rieselt der Tod
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Leise rieselt der Schnee, so heißt es ja eigentlich. Doch was harmlos beginnt, endet tödlich.

Jennifer, frisch verlassen und mit der Aussicht, Weihnachten in einer halbleeren Wohnung allein zu verbringen, ...

Leise rieselt der Schnee, so heißt es ja eigentlich. Doch was harmlos beginnt, endet tödlich.

Jennifer, frisch verlassen und mit der Aussicht, Weihnachten in einer halbleeren Wohnung allein zu verbringen, entscheidet sich kurzentschlossen, das Angebot ihres Jungendfreundes Tom anzunehmen und über die Festtage zu ihm aufs Land zu fahren. „Ganz ohne Gans, Baum und Gedöns“, das ist der Plan.

Doch irgendwie will das ruhige Weihnachtsfest nur mit Champagner und Weihnachtsfilmen nicht gelingen, denn Jenny findet gleich am ersten Morgen eine Leiche im Garten von Tom. Dass der dann auch gleich noch verdächtigt wird, etwas mit dem Mord zu tun zu haben, ist nicht besonders zuträglich für eine weihnachtliche Stimmung. Ebenso wenig wie die Nachricht, dass Toms Eltern, Schwester und deren Kinder beschlossen haben, die neue Behausung von Tom ebenfalls heimzusuchen.

Jenny beschließt zu ermitteln und meldet sich gleich zu einem Weihnachtsflirtkurs an, schließlich hatte das Opfer ebenfalls eine Verbindung zum Seelenhof, wo dieser Kurs stattfindet.

Doch es bleibt nicht bei einer Leiche und schon bald muss Jenny feststellen, dass in dieser dörflichen Idylle so einiges im Argen liegt.

Die Sprache der Autorin hat mir sehr gut gefallen, ich habe das Buch in kurzer Zeit durchgesuchtet und das war bestimmt nicht das letzte Buch von Uli Aechtner, das ich gelesen habe.

„Der Schnee fiel vom Himmel wie Watte. Er war nicht nur lautlos, er dämpfte alle Geräusche ringsum. Das Dorf, die Wiesen und die Weiden waren schon bedeckt und schienen in einen friedvollen Weihnachtsschlaf gefallen zu sein.“

Diese Idylle wünsche ich mir für dieses Jahr auch, nur die Morde müssen es bei mir nicht sein, die lese ich lieber im Buch 😉 Und wenn es nicht schneit, probiere ich vielleicht mal das Sissi saufen aus. Wer dieses Trinkspiel noch nicht kennt, muss das in „Leise rieselt der Tod“ nachlesen und auch allen anderen kann ich diesen Weihnachtskrimi nur wärmstens ans Herz legen.

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