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Veröffentlicht am 22.04.2025

Sehr holpriger Einstieg...

The Ashes and the Star-Cursed King (Crowns of Nyaxia 2)
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Nachdem mir The Serpent and the Wings of Night von Carissa Broadbent einfach so gut gefallen hat (und auch mit einem richtig fiesen Cliffhanger endete), habe ich mich schon so auf die Fortsetzung The Ashes ...

Nachdem mir The Serpent and the Wings of Night von Carissa Broadbent einfach so gut gefallen hat (und auch mit einem richtig fiesen Cliffhanger endete), habe ich mich schon so auf die Fortsetzung The Ashes and the Star-Cursed King gefreut!

Zu Beginn möchte ich festhalten, wie wunderschön das ganze Buch wieder gestaltet ist! Wenn man den Schutzumschlag abnimmt… Es ist zauberhaft! Ein richtiges Schmuckstück.

Da Band zwei nahtlos and Band eins anknüpft, lest bitte erst den Auftakt, sonst habt ihr wirklich gar keinen Plan, was eigentlich los ist.

Aber damit komme ich schon zu meinem persönlich größten Kritikpunkt: Ich hatte zu Beginn von The Ashes and the Star-Cursed King auch gar keinen Durchblick. Und ich kenne den ersten Band.

Aber es gab keinerlei Übergangsphase, wo noch mal kurz wiederholt wurde, wo wir eigentlich in Band eins aufgehört haben. Welche Charaktere welche Rolle haben, wie das alles war. Nichts. Und da bin ich ehrlich: Ich war verwirrt und habe mich die ersten 100, 150 Seiten teilweise echt durchgekämpft. Teilweise habe ich überlegt, das Buch abzubrechen, weil ich da gar keinen Schimmer mehr hatte. Denn natürlich, während man versucht, sich noch an den Vorgänger zu erinnern, passieren hier einfach so viele weitere Dinge und man ist gefühlt an zwei Ecken damit beschäftigt, die Lücken zu füllen. Also ich finde, das hätte man irgendwie besser lösen können. Damit auch Leser*innen, wo der erste Band schon eine Weile her ist, besser einsteigen können.

Nach so 150-200 Seiten in The Ashes and the Star-Cursed King war ich dann allerdings wieder voll im Geschehen. Es war sehr blutig, genau wie in Band eins, aber das mochte ich persönlich gerne. Dagegen habe ich nichts. Nur dieses ständige In-Ohnmacht-Fallen war irgendwann dann so, wo ich dachte: Ist gut jetzt! Es endet gefühlt kaum ein Kapitel, ohne dass sich über irgendwen die Dunkelheit senkt. Ok.

Viel Kampf, viel Taktik, aber auch Leidenschaft. Das war eine gute Mischung. Carissa Broadbent schreibt blutig und brutal, das muss man sicherlich mögen, aber ich finde es passend.

Insbesondere wie sich Oraya entwickelt hat, mochte ich. Sie wird so viel selbstsicherer, so viel mutiger. Sie befreit sich so viel mehr von den Glaubenssätzen, die ihr von Kindesbeinen an mitgegeben wurden. Also hier ist eine deutliche Entwicklung zu erkennen. Sie und Raihn könnten zwar an der ein, oder anderen Stelle mal ein bisschen mehr miteinander ins Gespräch kommen, aber gut. Zum Ende klappt das dann schon recht passabel.

An dieser Stelle endet ja nun die Geschichte von Raihn und Oraya und wir werden im nächsten Band Mische etwas mehr kennenlernen. Darauf freue ich mich schon sehr, denn sie war auch in diesem Buch wieder ein relevanter Charakter.

Gerade aufgrund meiner Einstiegsschwierigkeiten kann ich The Ashes and the Star-Cursed King von Carissa Broadbrent nicht vollumfänglich empfehlen. Ihr solltet da am besten nur sehr wenig Zeit zwischen beiden Bänden verstreichen lassen. Aber die zweite Hälfte hat mich mit all seinem Kampfgeist, der Blutrünstigkeit und der Anziehung dann auch gut mitgerissen.

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Veröffentlicht am 24.10.2022

Leider nicht ganz überzeugt

Nothing Left for Us (deutsche Ausgabe von Radio Silence)
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Nachdem Loveless von Alice Oseman eines meiner Halbjahreshighlights 2022 geworden ist, war ich natürlich sofort neugierig, als mir ihr neues Buch Nothing Left for Us aufgefallen ist. Der Stil vom Cover ...

Nachdem Loveless von Alice Oseman eines meiner Halbjahreshighlights 2022 geworden ist, war ich natürlich sofort neugierig, als mir ihr neues Buch Nothing Left for Us aufgefallen ist. Der Stil vom Cover ist wieder ähnlich und ich mag die Gestaltung sehr gerne.

Den Beginn der Freundschaft zwischen Frances und Aled mochte ich sehr. Es begegnen sich zwei junge Menschen, die für ihre Umgebung gewisse Rollen spielen, wo sich aber bisher kaum jemand die Mühe gemacht hat, einen Blick hinter die Fassade zu werfen. Auch ihre Verbundenheit über den Podcast ist etwas, was von Alice Oseman sehr detailliert ausgearbeitet wurde.

Dann zerfaserte es aber teilweise zu sehr. Kommunikation ist für die Protagonisten nicht die größte Sache, das ist absolut nachvollziehbar, aber ich muss leider sagen, für mich stimmte das Tempo an einigen Stellen nicht. Mal dreht sich die Handlung im Kreis, tritt auf der Stelle, oder dann geht alles wieder unglaublich schnell.

Nothing Left for Us konnte nicht diesen Lesefluss in mir auslösen, wie ich das bei Loveless erlebt habe. Gerade zum Schluss sammelten sich mehr und mehr Themen, die aber teils auch nicht wirklich zu Ende erzählt wurden. Da blieb mir zu viel offen.

Diese neue Geschichte von Alice Oseman hat auf jeden Fall ihre Ecken und Kanten. Sie ist anders, aber tiefgründig und konnte mich dennoch nicht durchgehend erreichen. Nothing Left for Us hat mich mit dem Lebensgefühl leider nicht vollständig erreicht, was ich sehr schade finde. Dennoch werde ich Alice Oseman im Auge behalten und freue mich auf weitere Bücher.

Veröffentlicht am 25.05.2021

Schwächer als Band 1 und 2

The Secret Book Club – Liebesromane zum Frühstück
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Nachdem ich schon die ersten beiden Bücher rund um den Secret Book Club von Lyssa Kay Adams verschlungen habe, durfte natürlich auch der dritte Teil Liebesromane zum Frühstück nicht fehlen!

In diesem ...

Nachdem ich schon die ersten beiden Bücher rund um den Secret Book Club von Lyssa Kay Adams verschlungen habe, durfte natürlich auch der dritte Teil Liebesromane zum Frühstück nicht fehlen!

In diesem Band begleiten wir Noah und Alexis. Wir sind den Beiden schon in den ersten Büchern immer mal wieder begegnet und ich war sehr neugierig auf ihre Geschichte. Gerade Alexis hat ja so einige Päckchen aus der Vergangenheit zu tragen.

Noah und Alexis sind beste Freunde und keiner kann so richtig über deinen Schatten springen. Eigentlich weiß Noah, was er will, nur hier läuft irgendwie alles schief.

Der Humor kommt in diesem dritten Buch etwas kürzer. Dafür spricht Lyssa Kay Adams einige ernstere Themen an. Für mich persönlich hätte sie aber ruhig noch etwas mehr in die Tiefe gehen können.

Tatsächlich muss ich aber sagen, dass mir hier doch ein wenig der Buchclub selbst gefehlt hat. Der stand nicht mehr so stark im Fokus, wie noch in Band eins. Und eigentlich ist ja genau dieser Buchclub das zentrale Element.

Außerdem hat mich an vielen Stellen die Darstellung von Vlad genervt. Das ist so gewollt stereotyp und hat keinerlei Tiefe. Ja, es soll wahrscheinlich witzig wirken, aber im mittlerweile dritten Buch würde ich mir auch hier die Ecken und Kanten wünschen, die andere Charaktere ja ebenfalls bekommen haben.

Ich bin von The Secret Book Club. Liebesromane zum Frühstück von Lyssa Kay Adams nicht so hin und weg, wie von den ersten beiden Büchern. Dazu fehlte mir insgesamt doch zu sehr die Buchclub-Stimmung. Dennoch habe ich das Buch in einem Rutsch verschlungen und es ist eine nette Unterhaltung für einen Nachmittag.

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Veröffentlicht am 28.12.2020

Nett für zwischendurch

Love Show
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Ich habe Love Show von Britta Sabbag tatsächlich einfach gelesen, ohne die Kurzbeschreibung zu kennen.
Einfach nur, weil ich die Bücher der Autorin sowieso gerne lese.

Während des Lesens kam ein ganz ...

Ich habe Love Show von Britta Sabbag tatsächlich einfach gelesen, ohne die Kurzbeschreibung zu kennen.
Einfach nur, weil ich die Bücher der Autorin sowieso gerne lese.

Während des Lesens kam ein ganz starkes Wiedererkennungsgefühl in mir auf.
Mir lag es auf der Zunge und irgendwann schoss es mir durch den Kopf: Die Truman-Show.
Ich weiß nicht, ob ihr den Film mit Jim Carrey kennt.
Tatsächlich fühlte ich mich in einigen Aspekten wage an den Film erinnert, aber insgesamt ist Britta Sabbag doch eine eigeständige Geschichte gelungen.

Besonders cool fand ich die Wechsel der Perspektiven.
Die Geschichte wurde nämlich nicht nur von der Protagonistin Ray erzählt, sondern zum Beispiel auch aus dem Studio des Fernsehsenders. So hatte ich als Leserin wissenstechnisch immer ein wenig die Nase vorn, was das allwissende Gefühl weiter verstärkt hat.

Die Seiten flogen zu Beginn nur so dahin. Britta Sabbag hat einen Schreibstil, der zum Weiterlesen einlädt.
Tatsächlich hatte ich aber im weiteren Verlauf so meine Probleme mit einigen Figuren.
Ray ist mir beispielsweise in vielen Verhaltensweisen viel zu naiv und kindlich gewesen. Sie verhält sich nicht annähernd so, wie ich es von einer siebzehnjährigen jungen Frau erwarten würde. Sie hinterfragt auch grundsätzlich einfach gar nichts.

Ohne zu spoilern möchte ich noch sagen, dass der Schluss mich dann wirklich irritiert hat.
Es ging alles viel zu schnell und noch dazu hat es mich ehrlich verwirrt. Der Schluss passte nicht wirklich zum Rest der Geschichte.
Love Show von Britta Sabbag fällt durch die wunderschöne Covergestaltung sehr positiv auf und es ist eine nette Geschichte für zwischendurch. Insgesamt konnte mich das Buch aber nicht vom Hocker hauen.

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Veröffentlicht am 18.11.2020

Nette Geschichte, aber mir fehlte einiges...

Don't LOVE me
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Nachdem ich Ophelia Scale von Lena Kiefer absolut geliebt habe, war ich so gespannt auf ihren New-Adult-Roman Don’t love me.
So richtig weiß ich jetzt nicht, wie ich es in Worte fassen soll.

Kenzie als ...

Nachdem ich Ophelia Scale von Lena Kiefer absolut geliebt habe, war ich so gespannt auf ihren New-Adult-Roman Don’t love me.
So richtig weiß ich jetzt nicht, wie ich es in Worte fassen soll.

Kenzie als Protagonistin fand ich total cool. Sie weiß, was sie will. Sie hat eine Leidenschaft, für die sie brennt.
Lyall konnte ich nicht so ganz einordnen. Er ist wankelmütig und ein gefühltes Fähnchen im Wind. Man weiß nie so ganz, welche Stimmung er jetzt gerade hat.
So ganz wird nicht klar, was die beiden eigentlich verbindet, außer eine starke, körperliche Anziehung.

Versteht mich nicht falsch.
Das Buch ist mitreißend geschrieben. Ich wollte es nicht aus der Hand legen. Gerade auch, wenn Kenzie in der Welt des Dekorierens und Einrichtens versunken ist, spürte ich echte Leidenschaft. Das hat mich total interessiert.
Auch dieses Geheimnis, was Lyall wohl verbirgt, sorgt für Spannung.
Allerdings hätte ich mir da manchmal sehr gut einfach ein klärendes Gespräch vorstellen können.

Die Intrigen und die Geheimnisse wirken an einigen Stellen schon überzogen, aber irgendwie passte es in die Kulisse. Die Szene eines altehrwürdigen Hauses in den schottischen Highlands.

Trotzdem will ich noch etwas ansprechen: Ich muss ehrlich sagen, ich hätte mir eine Triggerwarnung für Don’t love me gewünscht.
Am Ende des Buches wurde ich komplett von einem Thema überfallen, was mir sehr nahe ging. In der Detailliertheit hat es mich sehr getroffen.

Insgesamt war Don’t love me von Lena Kiefer eine nette Geschichte, aber an vielen Stellen haben mir einfach Gefühl und Greifbarkeit gefehlt.
Ich möchte trotzdem gerne wissen, wie es in Band zwei wohl weitergeht.

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