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Veröffentlicht am 28.02.2026

Mehr Schein als Sein

Der Boss – Ist er ein Monster oder ein Genie?
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Nach langer Zeit habe ich einen Thriller regelrecht inhaliert. Der Schreibstil der Autorin, die kurzen Kapitel und die Cliffhanger machen süchtig.

Meine Annahme, „Der Boss“ ziele in eine ähnliche Richtung ...

Nach langer Zeit habe ich einen Thriller regelrecht inhaliert. Der Schreibstil der Autorin, die kurzen Kapitel und die Cliffhanger machen süchtig.

Meine Annahme, „Der Boss“ ziele in eine ähnliche Richtung wie Freida McFaddens „The Housemaid“, wurde zunichte gemacht. Zum Glück. Hier wird ebenfalls mit dem schönen Schein gespielt. Das Ergebnis ist jedoch ein anderes. Und nicht wirklich überzeugend. Tiefgang der Personen und Handlung fehlen.

Natalie ist mitunter sehr naiv, ihre Handlungen nicht nachvollziehbar. Forsch stürzt sie sich kopfüber in den Haushalt vom Mann des Jahres. Ängstliche Angestellte, Kameras und dubiose Vorkommnisse wecken ihr Misstrauen. Wer aufmerksam liest, blickt schnell hinter die Fassade. Ich hätte mir mehr Wendungen und Thrill gewünscht.

Leider nicht so stark wie „Love Mom“.

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Ich wär‘ so gerne Millionär

Die Yacht
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Der Plot ähnelt einem Drama mit Sozialstudie. Diese wurde gut herausgearbeitet. Der Thrill fehlt mir gänzlich.

Geld verdirbt den Charakter trifft es hier auf den Punkt. Einst drei ehemals beste Freundinnen, ...

Der Plot ähnelt einem Drama mit Sozialstudie. Diese wurde gut herausgearbeitet. Der Thrill fehlt mir gänzlich.

Geld verdirbt den Charakter trifft es hier auf den Punkt. Einst drei ehemals beste Freundinnen, zwei Ehemänner und ein bester Freund verbringen den Silvesterabend auf einer weiß goldenen Luxus Yacht. Libby und Maggie ist der große Durchbruch gelungen. Hannah kratzt noch immer am unteren Limit. Von Freundschaft keine Spur mehr. Die Aufrechthaltung des schönen Scheins gelingt so lange, bis Panik ausbricht. Danach zeigt sich, was wahr ist und auf wen man sich verlassen kann.

Eine vernichtende Aussage Libbys über Hannah ist mir in Erinnerung geblieben:
„Sie ist wie der erste Scheck, den du dir einrahmst, wenn du groß rauskommst. Eine kleine Erinnerung daran, woher man kommt.“

Ja, bei Geld hört die Freundschaft auf. Das beweisen die drei Frauen und ihre männlichen Anhängsel hinreichend.

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Veröffentlicht am 05.02.2026

Wenn Worte schweigen

Die Liebe, später
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Aus der Erzählerperspektive erfahren wir abwechselnd von Kora’s Vergangenheit, Gegenwart und der Zeit vor sowie nach der Herzoperation. Zusätzlich einfließen lässt die Autorin „Fünf Dinge“ unterschiedlichster ...

Aus der Erzählerperspektive erfahren wir abwechselnd von Kora’s Vergangenheit, Gegenwart und der Zeit vor sowie nach der Herzoperation. Zusätzlich einfließen lässt die Autorin „Fünf Dinge“ unterschiedlichster Art. Diese geben Aufschluss auf Kora’s Gefühlswelt und Gedanken. Ebenso kurze Einschübe, ähnlich einem Kurzdialog zwischen dem Erzähler und Kora. Das Buch ist in drei Teile gegliedert.

Es fiel mir schwer, in den Schreibstil mit den verschachtelten Sätzen und Zeitsprüngen hineinzufinden. Ich konnte Kora zwar verstehen, allerdings nicht fühlen. Sie wirkte kühl und abstrakt. Kora ist auf der Flucht – vor sich selbst, vor ihrer Ehe, vor ihrer Vergangenheit, vor ihrem kranken Herzen, vor ihrer Zukunft. Sie hinterfragt alles. Braucht lange, um mit vergangenem abzuschließen. Nach einigem Hin und Her erlangt sie endlich Klarheit.

Dieser Prozess ist für mich zwar nachvollziehbar. Jedoch kommt erschwerend hinzu, dass die Ehepartner sich im Schweigen und Verheimlichen verlieren. Der Wendepunkt kommt im dritten Teil. Das Wichtigste in einer Beziehung ist Kommunikation. Die wird zum Schluss geführt. Und plötzlich ist alles unmissverständlich. Einfach so.

Die Geschichte könnte tief gehen, hinterlässt mich jedoch an der Oberfläche.

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Veröffentlicht am 06.01.2026

Arbeit und Anziehung

Sexy Filthy Boss (White Collar Brothers 1)
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Den Titel finde ich überzogen. Von schmutzig ist hier keine Rede.

Sicherlich wird hier mit dem üblichen Klischee Chef/Assistentin gespielt. Selbstverständlich ist der Boss heiß und mit Sixpack ausgestattet. ...

Den Titel finde ich überzogen. Von schmutzig ist hier keine Rede.

Sicherlich wird hier mit dem üblichen Klischee Chef/Assistentin gespielt. Selbstverständlich ist der Boss heiß und mit Sixpack ausgestattet. Doch zum Glück schwindet seine Arroganz recht schnell und sein Charakter entwickelt einen gewissen Tiefgang. Annie hingegen ist kein graues Mäuschen. Sie hat Verstand und Ehrgeiz. Dies steht leider im Kontrast zu ihrem mangelnden Selbstbewusstsein.

Im Verlauf formen sich die Persönlichkeiten. Humor und kleine Seitenhiebe lockern die Geschichte auf. Die erotischen Szenen sind geschmackvoll. Gefallen haben mir die Geschwister der beiden Protagonisten. Vor allem, weil diese komplett konträr sind.

Der Plot ist vorhersehbar. Der übliche Bruch kurz vorm Happy End allerdings anders als erwartet.

Eine locker leichte Liebesgeschichte für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 31.12.2020

Nur bedingt magisch

Love Like Magic
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Roman Love like Magic von Kelly Siskind erschienen am 30.11.2020 im Piper Verlag, gelesen als TB 400 Seiten

In dieser doch recht düsteren Zeit hatte ich mich auf das Buch wegen der versprochenen Magie ...

Roman Love like Magic von Kelly Siskind erschienen am 30.11.2020 im Piper Verlag, gelesen als TB 400 Seiten

In dieser doch recht düsteren Zeit hatte ich mich auf das Buch wegen der versprochenen Magie sehr gefreut. Beatrice und Huxley konnten mich allerdings nur teilweise begeistern. Beatrice ist zwar optisch sehr auffallend mit bunter Kleidung und rotem Haar, wirkt dafür aber recht naiv. Huxley vergeht oft in Selbstmitleid und findet sich wegen seiner äußeren Makel einer Frau nicht würdig. Zu Beginn verlieren sie sich in ihren monotonen Gedankenwelten und schleichen ewig lange umeinander herum. Im letzten Drittel kommt es endlich zur Energieexplosion und die Autorin versteht es, die Liebesszenen sehr prickelnd und ansprechend in Worte zu fassen. Natürlich gibt es danach Stolpersteine, die aus dem Weg geräumt werden müssen. Doch das zieht den Plot unnötigerweise in die Länge. Viel Spaß machen die beiden Brüder Fox und Axel, die Huxley endlich aus seinem Alleinverantwortungsbewusstsein befreien. Auch die betagte Ticketverkäuferin Edna, die quasi zum Inventar des Theaters gehört, sorgt für den ein oder anderen Schmunzler. Ebenso ist Della mit ihrem lockeren Mundwerk mir ans Herz gewachsen.

Fazit: Ein kurzweiliger Liebesroman für triste Tage. Besonders die Nebencharaktere stechen hervor. Doch der entscheidende zauberhafte Magiefunke wurde bei mir nicht entfacht.

Ganz herzlich danke ich dem Verlag und Was liest du für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplars.

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