Profilbild von Buecherhausen

Buecherhausen

Lesejury Star
offline

Buecherhausen ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Buecherhausen über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.02.2017

Noch ein schönes Mitmach Buch

Machst Du mit?
0

Die wirklich einfachen Kinderbücher sind meist die Bücher, welche den Kindern den meisten Spaß bereiten. Auch die Eltern können ihre Freude daran haben. Ist es nicht mit Spielzeug oftmals das Gleiche? ...

Die wirklich einfachen Kinderbücher sind meist die Bücher, welche den Kindern den meisten Spaß bereiten. Auch die Eltern können ihre Freude daran haben. Ist es nicht mit Spielzeug oftmals das Gleiche? Gerade in den ersten Jahren der Kindheit. Ist die Verpackung oft nicht spannender, als das, was in dem Papier eingepackt ist? Die Mitmach Bücher von Hervé Tullet erinnern mich an dieses Phänomen. Es bedarf eigentlich nicht viel, um ein Kinderlachen zu erzeugen.

Hervé Tullet (geboren 1958 in der Normandie) ist ein französischer Künstler. Nach seinem Studium arbeitete er mehrere Jahre als Art Director. 1994 veröffentlichte er sein erstes Kinderbuch. 2010 erschien sein Mitmach Buch für Kinder, welches große Erfolge feierte. Mit nur drei Punkten unterschiedlicher Farbe erschafft er eine kindgerechte Welt, in welcher der kindliche Leser bzw. Zuhörer zur Interaktion angeregt wird. 2016 erschien der zweite Band dieser Art. Machst du mit? knüpft an das vorherige Konzept an.

Das zweite Buch der Reihe "Machst du mit?" baut auf dem gleichen Prinzip wie dem "Mitmach Buch" auf. Die Kinder werden aufgefordert zu agieren und verändern somit das Bild der Kreise. Auch hier bekommen die Kinder Lob ausgesprochen, was natürlich weiter dazu anregt, die Anforderungen zu erfüllen. Der zweite Teil der Reihe ist nun auch schon etwas anspruchsvoller.

Spielend lernen die Kinder so die Grundfarben kennen. Sie können zeigen, dass sie verstehen, was von ihnen verlangt wird, dass sie wissen was rechts und was links ist, was oben, was unten, wo die Mitte. Im zweiten Buch wird schon mehr von den Kindern verlangt, sie fahren mit dem Finger eine Linie nach, die sich von Seite zu Seite verändert. Es wird mal gruselig, weil alles schwarz ist und zum Schluss ist der komplette Körpereinsatz gefragt. Es wird gerannt, gehüpft und geflogen. Gerade das finde ich an diesen Büchern so gelungen. Die Kinder müssen nicht still sitzen und zuhören, sie dürfen, ja sie sollen sich sogar bewegen. Ganz wie es ihrem naturell entspricht.

Ein gelungenes Buch, das in keinem Bücherregal für Kinder fehlen darf. Wer gerne liest aber trotzdem Abwechslung und Bewegung sucht, wird dieses Buch lieben. Selbst mein ein-jähriger Sohn hat großen Gefallen an diesen Bildern mit den bunten Kreisen gefunden, obwohl das Buch erst ab drei Jahren empfohlen ist. Auch jüngere Kinder haben schon großen Spaß an diesem interaktiven Buch.

Veröffentlicht am 28.02.2017

Bücher zum Mitmachen

Mitmach Buch
0

Die wirklich einfachen Kinderbücher sind meist die Bücher, welche den Kindern den meisten Spaß bereiten. Auch die Eltern können ihre Freude daran haben. Ist es nicht mit Spielzeug oftmals das Gleiche? ...

Die wirklich einfachen Kinderbücher sind meist die Bücher, welche den Kindern den meisten Spaß bereiten. Auch die Eltern können ihre Freude daran haben. Ist es nicht mit Spielzeug oftmals das Gleiche? Gerade in den ersten Jahren der Kindheit. Ist die Verpackung oft nicht spannender, als das, was in dem Papier eingepackt ist? Die Mitmach Bücher von Hervé Tullet erinnern mich an dieses Phänomen. Es bedarf eigentlich nicht viel, um ein Kinderlachen zu erzeugen.

Hervé Tullet (geboren 1958 in der Normandie) ist ein französischer Künstler. Nach seinem Studium arbeitete er mehrere Jahre als Art Director. 1994 veröffentlichte er sein erstes Kinderbuch. 2010 erschien sein "Mitmach Buch" für Kinder, welches große Erfolge feierte. Mit nur drei Punkten unterschiedlicher Farbe erschafft er eine kindgerechte Welt, in welcher der kindliche Leser bzw. Zuhörer zur Interaktion angeregt wird. 2016 erschien der zweite Band dieser Art. "Machst du mit?" knüpft an das vorherige Konzept an.

Das Mitmach Buch beginnt mit einem gelben Kreis auf einer ansonsten weißen Seite. Nach und nach wird das Kind dazu angeregt, diesen Kreis zu drücken oder zu reiben. Damit erzeugt das Kind eine Neuerung auf der folgenden Seite. So vermehrt sich der Kreis oder die Kreise bekommen verschiedene Farben. Durch Bewegen und Schütteln des Buches werden die bunten Farbkreise durch die Seiten bewegt und geschoben. Die Kinder haben großen Spaß daran, die Anweisungen zu befolgen und damit eine Veränderung im Bild zu bewirken. Natürlich verändert sich nicht wirklich etwas, aber die folgenden Seiten zeigen, was die Aktionen für Folgen auch die Kreise haben.
Das zweite Buch der Reihe baut auf dem gleichen Prinzip auf. Die Kinder werden aufgefordert zu agieren und verändern somit das Bild der Kreise. Auch hier bekommen die Kinder Lob ausgesprochen, was natürlich weiter dazu anregt, die Anforderungen zu erfüllen. Der zweite Teil der Reihe ist nun auch schon etwas anspruchsvoller.

Spielend lernen die Kinder so die Grundfarben kennen. Sie können zeigen, dass sie verstehen, was von ihnen verlangt wird, dass sie wissen was rechts und was links ist, was oben, was unten, wo die Mitte. Im zweiten Buch wird schon mehr von den Kindern verlangt, sie fahren mit dem Finger eine Linie nach, die sich von Seite zu Seite verändert. Es wird mal gruselig, weil alles schwarz ist und zum Schluss ist der komplette Körpereinsatz gefragt. Es wird gerannt, gehüpft und geflogen. Gerade das finde ich an diesen Büchern so gelungen. Die Kinder müssen nicht still sitzen und zuhören, sie dürfen, ja sie sollen sich sogar bewegen. Ganz wie es ihrem naturell entspricht.

Zwei gelungene Bücher, die in keinem Bücherregal für Kinder fehlen dürfen. Wer gerne liest aber trotzdem Abwechslung und Bewegung sucht, wird diese Bücher lieben. Selbst mein ein-jähriger Sohn hat großen Gefallen an diesen Bildern mit den bunten Kreisen gefunden, obwohl das Buch erst ab drei Jahren empfohlen ist. Auch jüngere Kinder haben schon großen Spaß an diesen interaktiven Büchern. Vielen Dank an meine Schwester, die mir das Mitmach Buch vorgestellt und vielen Dank an den Verlag, der mit die Rezensionsexemplare bereit gestellt hat.

Veröffentlicht am 24.02.2017

Die berührende Geschichte einer Familie, die durch die Hölle ging.

Irgendwo im Glück
0

Anna McPartlin erzählt in "Irgendwo im Glück" die herzzerreißende Geschichte einer Familie, die im Leben viel zu viel durchmachen musste. Im Zentrum steht Maisie, eine junge Mutter, die schon früh im Leben ...

Anna McPartlin erzählt in "Irgendwo im Glück" die herzzerreißende Geschichte einer Familie, die im Leben viel zu viel durchmachen musste. Im Zentrum steht Maisie, eine junge Mutter, die schon früh im Leben häusliche Gewalt über sich ergehen lassen musste. Durch ein Date Rape schwanger und mit dem Täter verheiratet geht sie in der Ehe durch die Hölle. Dann verschwindet ihr Sohn Jeremy völlig ohne Vorwarnung und die Geschichte nimmt ihren Lauf. Was ging in Jeremy vor, das ihn dazu trieb davonzulaufen? Was geht in einer Mutter vor, die sich um ihren verschwundenen Sohn sorgt? Wie bringt solch ein Ereignis das Gefüge einer Familie durcheinander? Ein Buch, welches ich empfehlen kann.

„Und ich sage dir noch was. Wenn wir die Jungs endlich wiederhaben, kommt Rave endgültig zu mir.“ (Seite 391)

Die Autorin wurde 1972 in Dublin geboren und verbrachte dort ihre Kindheit. Später zog sie nach Kerry, wo sie als Pflegekind bei ihrem Onkel und ihrer Tante wohnte. Sie studierte Marketing, doch dies entsprach nie ihrem Wunsch. So war sie später Comedienne und gab sich ihrer Leidenschaft, dem Schreiben, hin. Ihr Roman Die letzten Tage von Rabbit Hayes war ein Bestseller und wandert definitiv auf meine To-Read-Liste.

Wie bereits erwähnt handelt es sich um eine dramatische Familiegeschichte. Sie wird aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt und somit entsteht ein schlüssiges Bild. Die Handlung beginnt 1995, Masie hat ein Buch über ihre Vergangenheit geschrieben, welches sich der Presse vorstellen möchte. Dann kommt der lange Rückblick auf ihr Leben. Eines Tages verlässt Masies Sohn Jeremy das Haus und verschwindet spurlos. Auch sein bester Freund Rave ist verschwunden. Als wäre dies alles nicht schon schlimm genug für eine Mutter, muss sich Maisie auch noch um ihre demente Mutter und die pubertierende Tochter kümmern. Und dann erscheint auch noch ihr gewalttätiger Ex-Mann. Nach und nach kommen dramatische Details aus dem Leben aller Protagonisten zum Vorschein. Jeder hat sein Päckchen zu tragen, jeder sein Geheimnis tief im Innern verschlossen.

„Du wagst es, zu mir nach Hause zu kommen und mir Vorschriften zu machen? Ich bin dir gar nichts schuldig. Ich gehöre dir nicht. Ich bin ein eigenständiger Mensch.“ (Seite 337)

Anna McPartlin hat einen flüssigen und leicht verständlichen Schreibstil ohne damit vielleicht Langweile zu erzeugen. Manchmal ist die Wortwahl schon ziemlich derbe gewesen, was aber die Charaktere nur intensiver beschrieb.

Ich war schnell so neugierig, dass ich etwas eigentlich unverzeihliches tat. Ich blätterte vor, da ich meine Neugierde nicht im Zaum halten konnte. So erfuhr ich ein paar Dinge etwas früh, was der Spannung des Textes aber keinen Abbruch tat. Ich wollte dennoch jedes Detail dieser dramatischen Familiengeschichte erfahren. Oft war ich zu Tränen gerührt. Anna McPartlin gelingt es, ihre Geschichte so einfühlsam und authentisch zu erzählen, dass ich voll und ganz in die Erzählung eingetaucht bin. Viele wichtige Themen wie Demenz, häusliche Gewalt, Date Rape, Homosexualität, Pubertät und die damit verbundene Selbstfindung kommen in dieser Geschichte zum Tragen. Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet. Maisie, die Kämpferin, die sich gar nicht bewusst ist, wie stark sie eigentlich ist. Jeremy der zuverlässige und liebevolle Sohn, der der Kitt der Familie zu sein scheint. Bridie, die an Demenz erkrankte Frau, sie Angst hat, sich selbst zu verlieren. Valerie, ein verunsichertes Mädchen, welches einfach nur geliebt sein will. Fred, der Feld in der Brandung mit dunklem Geheimnis und Lynn, die taffe Frau mit einer Herzerkrankung. Rave, der coole Draufgänger, der einfach nur ein Heim haben möchte. All diese und noch viele weitere Charaktere bereichern die Erzählung. Auch der Hintergrund des Titels "Irgendwo im Glück" ist einfach nur schön und kommt mehrfach zum Tragen, wird hier aber nicht weiter verraten.

„Bridie kam zu dem Schluss, dass es für sie höchste Zeit wurde […] bevor sie es wieder vergaß.“ (Seite 393)

Im Ganzen ist "Irgendwo im Glück" ein wirklich gutes Buch der Unterhaltungsliteratur mit vielen wichtigen Themen der heutigen Zeit und gehört damit zu einem der berührendsten Büchern die ich in den letzten Jahren gelesen habe.

Veröffentlicht am 21.02.2017

Farbenprächtige Illustationen mit einer tiefsinnigen Moral

Die Farbe des Glücks
0

Bei diesem Buch stach mir sofort das Cover ins Augen. Das Kinderbuch ist so farbenfroh und phantasievoll gestaltet, dass ich neugierig wurde, ob es sein Versprechen einhält und mehr über die Farbe des ...

Bei diesem Buch stach mir sofort das Cover ins Augen. Das Kinderbuch ist so farbenfroh und phantasievoll gestaltet, dass ich neugierig wurde, ob es sein Versprechen einhält und mehr über die Farbe des Glücks zu verraten hat. Ich wurde nicht enttäuscht. Die farbenprächtigen Illustrationen erstrecken sich bis in die hinterste Ecke einer jeden Seite und der eher reduzierte Text ist schön eingefügt, sodass alles ein stimmiges Bild ergibt. Wie Tiara die Prinzessin in diesem Buch das Geheimnis der Farbe des Glücks entdeckt, ist wunderbar in Szene gesetzt.

Tiara, die Prinzessin im Palast des Vollmondes hat einen weisen Erzieher mit Namen Charam. Dieser ist nicht nur ein Lehrer, er ist auch der Lieblingsmaler des Königs. So unterrichtet er Tiara auch in der Kunst der Malerei. Eines Tages nimmt er sie mit in sein Atelier und sagt ihr, sie solle das Glück malen. Zunächst weiß Tiara nicht, wie ihr das gelingen soll.

„Wer weiß denn schon, welche Farbe das Glück hat?“

Diese Frage stellt sie ihrem Lehrer. Gemeinsam sprechen sie über das Glück vieler unterschiedlicher Lebewesen. So ist das Glück und somit die Farbe des Glücks für die Schwalbe eine andere, als für das Eichhörnchen oder den Wolf. Die Menschen haben durch ihre Lebensumstände ganz unterschiedliche Vorstellungen von der Farbe des Glücks. So reisen die beiden Protagonisten in ihrer Phantasie an die verschiedensten Orte der Welt. Durch die Lüfte geht es in den Wald hinein, weiter zum Nordpol, in die Prärie, nach Bali zur schönen Tänzerin, weiter in die Lagune zum Fischerssohn bis hin nach Afrika. So verschieden die Menschen sind, so verschieden sind ihre Vorstellungen vom Glück.

„Stell dir unsere Welt als eine Palette voller Farben vor, und jeder von uns ist ein Farbton darauf. Hinterlässt seinen eigenen Pinselstrich, wenn du so willst. Seinen Abdruck. Und das Geheimnis des Glücks ist, glaube mir, sich unter die Farben der anderen zu mischen… Das Weiß der Leinwand miteinander zu teilen…“

Das Buch strotzt von phantasievollen Bildern. So kann sie Prinzessin in ihrer Vorstellung mit der Schwalbe fliegen, da sie auf einer Schaukel, welche an einem Baum befestigt ist, sitzt und gemeinsam mit der Schwalbe im Winde weht. Die Doppelseiten sind zunächst einer bestimmten Farbe gewidmet und stellen eine Szenerie des Glücks in ganz verschiedenen Farbnuacen dar. Später gehen sie Bilder und die damit illustrierten Geschichten ineinander über, so wie sich auch die Farben vermischen können. Die Moral dieser Geschichte ist so einfach, wie wunderbar. Das Glück ist für jeden etwas anderes und somit ist die Farbe des Glücks auch für jeden eine andere. Doch Glück findet der Mensch nur in der Gemeinschaft und nicht in der Isolation. So hinterlässt ein jeder seinen Pinselstrich auf der großen Leinwand des Lebens.

Ein wirklich empfehlenswertes Buch, welches nicht nur die Phantasie der Leser anregt, sondern auch einen schönen Blick auf die Welt und ihre wundervollen Unterschiede wirft.

Veröffentlicht am 26.01.2017

Spaß und Spannung mit zwei Rattenkindern

Eliot und Isabella im Finsterwald
0

Eliot und Isabella haben meine Tochter und ich durch die Zeitschrift GEOmini kennen gelernt. Dort wurden seit dem letzten Jahr Teile des ersten Bandes der Geschichte um Eliot und Isabella abgedruckt. Weil ...

Eliot und Isabella haben meine Tochter und ich durch die Zeitschrift GEOmini kennen gelernt. Dort wurden seit dem letzten Jahr Teile des ersten Bandes der Geschichte um Eliot und Isabella abgedruckt. Weil wir beide so begeistert waren, haben wir uns das Hardcover ganz schnell besorgt und haben uns gefreut, als Ende des letzten Jahres dann der vierte Band um Eliot und Isabella heraus kam. Hier erleben die beiden Rattenkinder wieder spannende Abenteuer, als sie sich im Finsterwald auf die Suche nach Isabellas Großvater machen.

Der Autor Ingo Siegner (geboren 1965 in Hannover) ist den meisten durch seine Bücher vom Kleinen Drachen Kokosnuss bekannt. Aufgewachsen ist er nicht direkt in Hannover, sondern in Großburgwedel, einer kleinen Stadt bei Hannover. Nach der Schule zog er nach Hannover, machte in den folgenden Jahren zwei Abstecher nach Frankreich und landete dann bei einem Reiseveranstalter, wo er als Kinderbetreuer tätig war. Während dieser Zeit sind die Geschichten um seine Protagonisten dem Drachen Kokosnuss und den Rattenkindern Eliot und Isabella entstanden und er entschloss sich, diese als Romane niederzuschreiben. Dabei eignete er sich noch das Zeichnen an, sodass er seine Bücher selbst illustrieren konnte.

„Eliot sprintet hinterher. Die Schlange aber hat sich schnell erholt und folgt den beiden dichtauf. Die Rattenkinder rennen um ihr Leben, immer flussabwärts.“ (Seite 85)

Eliot und Isabella sind zwei Rattenkinder, die durch einen Zufall zusammen gefunden haben. Denn Eliot ist eine Stadtratte, während Isabella auf dem Land wohnt. Die beiden sind ein super Team. Isabella ist die mutige, während Eliot durch seine Liebe zur Poesie den beiden aus manch einer verfahrenen Situation hilft. Im vierten Buch der Reihe müssen Eliot und Isabella sich auf die Suche nach Isabellas Großvater machen. Dieser hat seine Teilnahme an einer wichtige Festlichkeit aus sehr untypischen Gründen abgesagt. Deswegen wollen die Rattenkinder ihn von seinem zu Hause abholen. Sort angekommen stellen sie aber fest, das Opa Pucky entführt wurde und so machen sie sich auf den Weg tief in den Finsterwald hinein, um Isabellas Großvater zu retten.

„Wenn sie aber den Opa und das Hinkebein hier bei uns ließen, kämen sSie viel schneller voran! Mein Kollege und ich würden uns schon um die beiden kümmern. Wir Geier sind nämlich sozusagen Spezialisten in Alten- und Krankenbetreuung, wenn Sie verstehen, was ich meine.“ (Seite 128)

Die Geschichte ist wieder einmal flüssig und unterhaltsam geschrieben. Man will das Buch gar nicht zur Seite legen, da ein Abenteuer das andere jagt und somit den Leser und Zuhörer bereits mit den ersten Worten in den Bann zieht und mit sich reißt. Die Illustrationen sind wieder sehr schön und passen optimal zu dem altersgerecht geschriebenen Text. Der Text ist leicht verständlich und so kommen keine Verständnisfragen bei den Kindern auf. Alte Bekannte wie Bocky Bockwurst und seine Bande kommen wieder vor und auch Eliots Liebe zur Poesie und geschriebenen Texten kommt nicht zu kurz. Dabei sind die poetischen Texte für den kindlichen Leser greifbar und verständlich. Ingo Siegner kommt außerdem ohne Gewalt aus und schafft es dennoch ein spannendes Abenteuer zu entwerfen. Freundschaft und Zusammenhalt stehen im Zentrum der Geschichte und die Erzählung bringt jung und alt zum Schmunzelt und Lachen.

„Eliot plumpst auf das Sofa und holt tief Luft. Nicht zu fassen! Dies ist die Hütte von Nepomuk Gänseklein. Hammer!“ (Seite 60)

Für uns steht fest, dass der zweite und dritte Band noch in unser Bücherregal wandern werden, wenn wir unseren SUB ein wenig abgearbeitet haben. Ein tolles Buch für Kinder von 6-8 Jahren, mit vielen schönen Bildern und einem tollen Erzählstil.