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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.02.2021

Abenteuerlich und herzerwärmend - verbreitet definitiv Urlaubsfeeling!

Bienchen auf großer Fahrt
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Als die junge Lena das erste Mal mit ihren Eltern in den Urlaub nach Südfrankreich fährt, entdeckt sie auf einer Raststätte die Plüschtierbiene "Bienchen". Schnell ist klar, dass Bienchen unbedingt mitkommen ...

Als die junge Lena das erste Mal mit ihren Eltern in den Urlaub nach Südfrankreich fährt, entdeckt sie auf einer Raststätte die Plüschtierbiene "Bienchen". Schnell ist klar, dass Bienchen unbedingt mitkommen muss.
Im Laufe ihrer Reise wachsen Lena und ihre neue Freundin immer enger zusammen und erleben zahlreiche spannende Abenteuer miteinander.

Wir sind durch das besondere Cover auf dieses Buch aufmerksam geworden. Man erkennt deutlich, dass es selbst gezeichnet wurde. Dadurch strahlt es seinen ganz eigenen Charme aus und wirkt fast schon ein wenig nostalgisch.
Ähnlich ging es uns auch mit den Illustrationen innerhalb des Buches. Sofort wird ersichtlich, wie viel Liebe und Herzblut dahinter stecken muss. Wir haben sie uns total gerne angesehen und finden, dass sie sehr gut zur Geschichte passen.

Diese fanden wir übrigens auch gut gemacht.
Während des Lesens kommt ein wunderolles Urlaubsgefühl auf und man wünscht sich direkt in das warme Frankreich - gerade jetzt.
Was uns zudem sehr gut gefallen hat, waren die Abenteuer, die Lena und Bienchen gemeinsam erleben. Es wird definitiv nicht langweilig mit den beiden, die übrigens ein ganz tolles Team abgeben. Aber auch für einige Lacher wird gesorgt.

Vom Inhalt und Textanteil her würden wir das Buch eher jüngeren Lesern in der ersten oder zweiten Klasse empfehlen, gerne auch zum Vorlesen. Der französische Teil allerdings sollte auch für Ältere interessant sein. Ich konnte mein Französisch so ein wenig auffrischen und einige neue Vokabeln lernen, meine junge Mitleserin (die zuvor noch nie Französisch gelernt hat) hat sich ebenfalls durchaus für die Fremdsprache interessiert.
An der Stelle hätten wir uns gewünscht, dass die Absätze auf Deutsch mit den Absätzen auf Französisch auf der gegenüberliegenden Seite übereingestimmt hätten. So war es teils recht schwer, direkt die Bedeutung für bestimmte Vokabeln nachschauen zu können.

Wir hatten viel Freude an dieser sympathischen Geschichte. Wer seine Französischkenntnisse ein wenig auffrischen oder aber spielerisch in die Sprache hineinschnuppern möchte, wird sicherlich ebenfalls viel Spaß mit diesem Kinderbuch haben.
4/5 Sterne

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.01.2021

Fantasievolle und schöne Wintergeschichte, die gute Unterhaltung bietet

Emelys Blut
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"Zauber des Schnees, ich stehe im Bund mit dir..."

Jeden Winter häufen sich seltsame Erlebnisse bei Emely: Scheinbar macht ihr die Kälte des Schnees nichts aus, zudem driftet sie immer wieder in eine ...

"Zauber des Schnees, ich stehe im Bund mit dir..."

Jeden Winter häufen sich seltsame Erlebnisse bei Emely: Scheinbar macht ihr die Kälte des Schnees nichts aus, zudem driftet sie immer wieder in eine fremde Welt ab. Und als wäre das nicht genug, plagen sie immer häufiger schreckliche Albträume.
Als sie ihren Meister Johann kennenlernt, offenbart sich ihr der Zauber des Schnees - eine wundervolle, aufrichtige Form der Magie, die eine jede einzelne Schneeflocke in sich trägt. Doch als die Wintersonnenwende naht, geraten der Zauber und seine Verbündeten in Gefahr...

Gleich auf der ersten Seite des Buches war ich hin und weg von der wundervollen Innengestaltung. Jede einzelne Seite wird von sanften und dezenten Schneeflocken geziert, Kapitelanfänge zeichnen sich durch noch stärker herausstechende Details aus.
Eine schöne, verschnörkelte Schriftart - passend zur restlichen Gestaltung - kündigt zudem Perspektivwechsel an.

Diese fand ich überaus gelungen. Durch die klare Kennzeichnung weiß der Leser sofort, wo er sich gerade befindet. Zudem zeigen die Wechsel unterschiedlichste Blickwinkel auf das Geschehen und bringen Schwung in die Geschichte. Gut gefallen hat mir darüber hinaus, dass trotz dessen nie der rote Faden verloren wird. Der Fokus liegt stets auf dem Zauber des Schnees und der Protagonistin Emely.

Emely war mir sehr sympathisch. Sie absolviert kurz vor dem Einsatz der Handlung das Abitur, scheint also in etwa 19 Jahre alt zu sein. Meiner Meinung nach waren ihre Handlungen, Gedanken und Gefühle ihrem Alter entsprechend und dadurch überaus authentisch. Ich persönlich konnte mich den Großteil des Buches über gut mit ihr identifizieren. Während einiger weniger Passagen jedoch fand ich ihre Aktionen und Reaktionen ein wenig verworren und konnte sie nur schlecht nachempfinden - man bedenke beispielsweise, dass sie ein altes, verrottetes und offensichtlich unbewohntes Haus in ihrer Nachbarschaft bemerkt, kurz darauf aber nahezu bedenkenlos einfach hereinspaziert. Zu einem Wildfremden, wohlgemerkt.

Die Geschichte selbst hat mir sehr gut gefallen. Man erkennt als Leser deutlich, wie viel Herzblut dahintersteckt.
Die gewählte Art der Magie ist einzigartig gewählt, sanft und doch präsent. Das Setting bekräftigt diese: Verschneite Straßen und Wälder werden von der Autorin wundervoll bildhaft beschrieben, ich habe die winterliche Atmosphäre sehr genossen und mir alles bestens vorstellen können.
Der restliche Teil der Handlung ist geprägt durch eine zarte Liebe, spannende und schockierende Entdeckungen sowie Wendungen und einem rasantem Showdown. Dieser hatte es zwar durchaus in sich, nach der langen Vorbereitung darauf habe ich mir allerdings ein kleines bisschen mehr erhofft.

Alles in einem finde ich diese Urban-Fantasy Geschichte, trotz einiger Kritikpunkte, gelungen. Wer Lust auf ein zauberhaftes, winterliches Setting, eine sympathische Protagonistin und eine süße Überraschung am Ende hat, wird mit "Emelys Blut" sicherlich gut unterhalten werden.
4/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.01.2021

Trifft den Leser mitten ins Herz!

Durch das Schicksal vereint
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Nach einem verheerendem Unfall verliert die junge Viola nicht nur ihre Eltern, sondern auch ihre Stimme. Stumm und traumatisiert muss sie sich zurück in den Alltag kämpfen, verliert dabei die Unterstützung ...

Nach einem verheerendem Unfall verliert die junge Viola nicht nur ihre Eltern, sondern auch ihre Stimme. Stumm und traumatisiert muss sie sich zurück in den Alltag kämpfen, verliert dabei die Unterstützung zahlreicher Freunde. Einzig und allein ihre Tante Hannah scheint für sie da zu sein und sich ihrer anzunehmen. Doch auch sie kann nicht zu Viola durchdringen, ihr keine Worte entlocken. Kann die schicksalhafte Begegnung mit der geheimnisvollen Isabelle Viola aus ihrem Loch holen?

Gleich zu Beginn des Buches wird der Leser durch einen schockierenden und emotionalen Prolog in die Vergangenheit der Protagonistin Viola eingeführt. Es scheint, als würde man den Unfall ihrer Eltern hautnah miterleben, als würde man den Schmerz Violas am eigenen Leib erfahren.
Auch im weiteren Verlauf besticht "Durch das Schicksal vereint" durch berührende und authentische Szenen. Des Öfteren musste ich während des Lesens hart schlucken, so tief trafen mich die Ereignisse ins Herz.

Das lag vor allem daran, dass ich mich sowohl mit Viola, als auch mit Isabelle gut identifizieren konnte. Ich fand ihre Handlungen gut nachvollziehbar und hätte an ihrer Stelle vermutlich nicht anders reagiert.
Durch eine facettenreiche und vielschichtige Ausarbeitung dieser beiden Figuren wirkten sie äußerst lebendig und echt.

Alles wunderbar abgerundet hat zum einen das wundervolle Setting. Der Roman spielt sich in Kanada ab, ein schneeverwehter Park bildet das Herz des Buchdes.
Zum anderen überzeugen konnten mich kleine Fotoausschnitte und hübsche Kapitelzierden. So wurden das Setting und die Handlung thematisch noch einmal aufgegriffen, sodass ein stimmiges Gesamtbild entstand.

Ein wenig schwergetan - und dies ist auch der Grund, weswegen ich keine volle Punktzahl vergeben kann - habe ich mich jedoch mit dem Schreibstil. Im Großen und Ganzen war er zwar angenehm zu lesen und schaffte es, die Atmosphäre schön einzufangen. Stellenweise allerdings war er mir zu ausholend, ein wenig "too much" und hat mich leicht aus dem Konzept gebracht.

Nichtsdestotrotz ist dieses Jugendbuch durchaus empfehlenswert. Wer sanfte, aber gleichzeitig emotionale Geschichten mag, wird hier sicherlich fündig.
4/5 Sterne

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  • Erzählstil
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Veröffentlicht am 30.12.2020

Dieser Auftakt macht Lust auf mehr!

Wolfszeit
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Nachdem Tkemen des vermeintlichen Mordes am Kaiser bezichtigt wird, bleibt ihm nichts anderes übrig, als zu flüchten - stets Verfolger an seinen Fersen. Auf seiner Reise quer durch das gesamte Reich trifft ...

Nachdem Tkemen des vermeintlichen Mordes am Kaiser bezichtigt wird, bleibt ihm nichts anderes übrig, als zu flüchten - stets Verfolger an seinen Fersen. Auf seiner Reise quer durch das gesamte Reich trifft er nicht nur auf Kaya und Haku, die ihre Heimat verlassen haben, um sich als Erwachsene zu beweisen, sondern auch auf Elais, eine ausgestoßene Elfenmagierin, sowie auf Thea, eine Meisterdiebin.
Während sie immer tiefer ins Landesinnere vordringen, brauen sich tödliche Gefahren zusammen...

Bereits zu Beginn des Lesens haben mich die farbige Landkarte und tolle Illustrationen von Charakteren oder Schauplätzen begeistern können. Beides ließ mich auf eine vielversprechende und stimmige High-Fantasy Geschichte hoffen.

Auf den ersten Seiten wurden meine Erwartungen zunächst leider ein wenig enttäuscht. Ich hatte leichte Schwierigkeiten, alle Ereignisse mit einander in Verbindung zu bringen sowie voll und ganz in die neue Welt eintauchen zu können - und das trotz des sehr guten Schreibstils der Autorin (gerade Leser, die gerne Kampfszenen lesen, sollten sich davon überzeugen; Bjela Schwenk beschreibt diese fantastisch lebhaft!).
Nach und nach fiel mir dies allerdings immer leichter. Durch eine stetig ansteigende Spannungskurve und überraschende Wendungen konnte ich die Geschichte vor allem zum Ende hin nicht mehr aus der Hand legen, hätte nach dem Beenden von "Wolfszeit" gerne direkt mit dem zweiten Band weitergemacht.

Dazu haben sicherlich auch die facettenreichen Charaktere beigetragen, die ich mit zunehmenden Lesefortschritt wirklich liebgewonnen habe. Trotz mehrerer Protagonisten hatte ich stets das Gefühl - und das fehlt mir tatsächlich bei vielen Büchern - jeden einzelnen von ihnen gut zu kennen, jedem mehrere Charaktereigenschaften zuordnen zu können. Was ich an der Stelle noch einmal besonders betonen möchte, ist die Vielschichtigkeit jener Figuren. "Wolfszeit" handelt nicht von perfekten Helden, die die Welt alle ein Stückchen besser machen möchten. Jede Figur hat ihre Stärken und Schwächen, macht Fehler, entwickelt sich aber gerade dadurch bewundernswert weiter.

Alles in einem finde ich, dass es sich bei diesem Buch um den gelungenen Auftakt einer High-Fantasy Reihe handelt. Wer möglicherweise am Anfang die selben Startschwierigkeiten wie ich hat, sollte unbedingt dranbleiben. Es lohnt sich!
4/5 Sterne

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Veröffentlicht am 12.11.2020

Spannender Survival-Thriller mit leichten Schwächen

When we were lost
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Anstatt einige interessante Tage in der Natur Costa Ricas zu verbringen, strandet eine kleine Gruppe Schüler mitten im Dschungel. Nach dem Absturz ihres Flugzeuges überleben von den ursprünglichen 200 ...

Anstatt einige interessante Tage in der Natur Costa Ricas zu verbringen, strandet eine kleine Gruppe Schüler mitten im Dschungel. Nach dem Absturz ihres Flugzeuges überleben von den ursprünglichen 200 Insassen lediglich 19 Personen - zumindest vorerst, denn neben zahlreichen gefährlichen Tieren und einer unerbittlichen Hitze wird auch der Proviant zunehmends knapper...

Nach dem überaus vielversprechendem Klappentext und dem tollen Cover war ich wirklich neugierig auf die Geschichte. Ich habe auf eine packende Lektüre gehofft und wurde definitiv nicht enttäuscht.

"When we were lost" beginnt mit einer kurzen Schilderung des sogenannten "Schmetterlingseffekts", sodass erstmals düstere Vorahnungen auftauchen und das Interesse des Lesers geschürt wird. Und bereits nach einigen wenigen weiteren Seiten ist der Leser mitten im Geschehen gefangen. Alles passiert Schlag auf Schlag, und ehe man sich versieht, ist das Unglück bereits geschehen. Auch die weiteren Ereignisse lassen kaum eine kurze Atempause zu und es geht stets zackig weiter.
Ich finde, dass dieses Erzähltempo optimal zum Buch gepasst hat. Es schuf eine besondere Atmosphäre und erschien teilweise schon fast wie ein aufwendiger Kinofilm. Gepaart mit dem simplen und präzisen Schreibstil fiel es mir sehr leicht, sich die einzelnen Szenen optimal vorzustellen. Und so habe ich die Lektüre binnen weniger Stunden förmlich verschlungen.

Positiv anmerken möchte ich an dieser Stelle auch die schöne Ausarbeitung der Nebencharaktere. Nach dem Flugzeugabsturz lernt man Stück für Stück die gesamte Gruppe kennen, wird dabei allerdings nicht mit irrelevanten Details überflutet, sondern erhält einen angenehmen Einblick in die einzelnen Persönlichkeiten. Ich konnte ihre Gedanken, Gefühle und Reaktionen gut nachvollziehen und fand sie durchaus authentisch.
Problematischer war dies jedoch bei dem Protagonisten Tom. Am Anfang wurde er wie der typische Außenseiter geschildert, isolierte sich bewusst von den anderen, wandelte sich dann urplötzlich aber zur Anführergestalt. Er war mir bis zum Schluss ein Rätsel und ich hatte einige Schwierigkeiten mit ihm.

Nichtsdestotrotz würde ich diese Lektüre für einige mitreißende Lesestunden weiterempfehlen, wenn sie auch nichts Tiefgründiges ist - gute Unterhaltung für Zwischendurch eben. Ich kann mir diesen Roman von Kevin Wignall gerade deswegen auch toll als Kinofilm vorstellen und bin gespannt, was uns in dieser Hinsicht noch erwartet!
4/5 Sterne

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