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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.01.2021

Bedrückender Alltag

Wann wird diese Hölle enden?
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Mary Berg startet ihr Tagebuch mit dem Eintreten ihres fünfzehnten Lebensjahres. Es erzählt vom Alltag im Warschauer Ghetto, dem Aufrechterhalten eines möglichst normalen Lebens, das immer mehr von Krieg, ...

Mary Berg startet ihr Tagebuch mit dem Eintreten ihres fünfzehnten Lebensjahres. Es erzählt vom Alltag im Warschauer Ghetto, dem Aufrechterhalten eines möglichst normalen Lebens, das immer mehr von Krieg, Hungersnöten und täglichen Schikanen der Nazis geprägt und verändert wird.

Der Schreibstil und die Sprache sind sehr nüchtern gewählt, was es einerseits einfach und flüssig zu lesen, andererseits aber auch emotionslos macht, was eine gewisse Distanz zum Geschehenen schafft. Nichtsdestotrotz habe ich selbst genug Emotionen aufgebaut, die ich zwischen den Zeilen las.

Es ist – gerade in der heutigen Zeit – so wichtig Aufmerksamkeit zu schaffen und genau das erreicht Mary Bergs Tagebuch und ähnliche Augenzeugenberichte, die auf jeden Fall zur Pflichtlektüre gehören sollten.

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Veröffentlicht am 04.01.2021

Awarenessschaffendes Buch

Love, Simon (Filmausgabe) (Nur drei Worte – Love, Simon)
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Simon ist ein typischer Teenager, der sich mit den kleinen Problemen des Alltags auseinandersetzen muss. Als ein Mitschüler jedoch rausfindet, dass Simon homosexuell ist, steht seine Welt Kopf.

Simons ...

Simon ist ein typischer Teenager, der sich mit den kleinen Problemen des Alltags auseinandersetzen muss. Als ein Mitschüler jedoch rausfindet, dass Simon homosexuell ist, steht seine Welt Kopf.

Simons Charakter ist ganz liebevoll gezeichnet. Er ist zwar nicht ganz so rund, wie ich es mir erhofft hätte, dennoch bekommt der Leser einen ganz guten Einblick in seine aktuelle Gefühlslage und Gedanken.

Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten, was für ein Jugendbuch aber vollkommen nachvollziehbar ist.

Ein wichtiges Thema, das hier zwar nur sehr oberflächlich behandelt wird, aber um Aufmerksamkeit zu schaffen, immerhin ein Anfang. Eine zauberhafte Geschichte, die zeigt, wie schwer es leider noch immer ist, wenn man nicht der festgefahrenen Norm entspricht.

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Veröffentlicht am 04.01.2021

Wahnwitziges Abenteuer

Es hätte alles so schön sein können
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Das wohlbehütete Leben, das Marco in seinem verschlafenen Heimatstädtchen fristet, hat von einen Moment auf den anderen ein Ende. Als er sich urplötzlich einer Leiche konfrontiert sieht, beginnt das Abenteuer.

Die ...

Das wohlbehütete Leben, das Marco in seinem verschlafenen Heimatstädtchen fristet, hat von einen Moment auf den anderen ein Ende. Als er sich urplötzlich einer Leiche konfrontiert sieht, beginnt das Abenteuer.

Die Charaktere der drei Protagonisten waren mir bereits von Anfang an sympathisch. Marco, der ein Spätzünder ist und sich nichts sehnlicher wünscht, als endlich seine Erfahrungen machen zu können.
Genauso die beiden Mädchen, die in einigen Momenten zunächst lediglich zickig erscheinen, haben ihre Daseinsberechtigung und bereichern die Geschichte ungemein.

Der Schreibstil ist sehr einfach und flüssig, weswegen er zu einem vergnügten und humorvollen Leseerlebnis beiträgt.

Ein wahnwitziges Abenteuer, das das Leben von drei jungen Menschen grundlegend auf den Kopf stellt.

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Veröffentlicht am 04.01.2021

Gewohnte Spannung

Die ewigen Toten
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Endlich ein weiterer Hunter-Teil, der alles andere als leicht verdaubare Kost war.

Ich hab David Hunter schon so sehr vermisst, dass ein erneutes Aufeinandertreffen den gewohnten Effekt hatte: Ich war ...

Endlich ein weiterer Hunter-Teil, der alles andere als leicht verdaubare Kost war.

Ich hab David Hunter schon so sehr vermisst, dass ein erneutes Aufeinandertreffen den gewohnten Effekt hatte: Ich war sofort gefesselt und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Der Schreibstil ist gewohnt flüssig, hält den Spannungsbogen offen und auch diesmal gibt Beckett dem Leser Einblicke in die Grundlagen der Forensik und Anatomie mit auf den Weg.

Natürlich gibt es auch in diesem Teil immer mal wieder einige Durchhänger, dennoch ist das Gesamtkonzept der Geschichte so spannend, dass an ein Aufhören nicht zu denken ist. Spannende Wendungen und das trubulente Ende tun hier ihr Übriges.

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Veröffentlicht am 04.01.2021

Erschreckende Geschichte mit abflachendem Ende

Vox
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Als die neue Regierung anordnet, dass Frauen ab sofort nicht mehr als hundert Wörter am Tag sprechen dürfen, will Jean McClellan diese wahnwitzige Nachricht nicht wahrhaben – das kann nicht passieren. ...

Als die neue Regierung anordnet, dass Frauen ab sofort nicht mehr als hundert Wörter am Tag sprechen dürfen, will Jean McClellan diese wahnwitzige Nachricht nicht wahrhaben – das kann nicht passieren. Nicht im 21. Jahrhundert. Nicht in Amerika. Nicht ihr.

Das Thema ist unfassbar spannend und gerade heutzutage passiert so vieles, bei dem man nur den Kopf schütteln und sich fragen kann, wie soetwas heutzutage noch möglich ist.

Ich hätte mir dennoch ein paar mehr Hintergrundinformationen gewünscht. Wie konnte es dazu kommen? Selbst wenn es ein schleichender Prozess ist, hätte ich mir gewünscht, die Autorin hätte mich besser abgeholt, um die Geschichte nachvollziehbarer zu machen.

Ebenso fand ich, dass sich der Fokus zum Ende hin leider mehr und mehr auf die Liebschaft der Protagonistin konzentrierte, als das eigentliche Thema im Blick zu halten.

Dennoch fand ich das Aufmerksammachen auf Missstände wichtig!

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