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Veröffentlicht am 10.01.2023

In meinen Augen gar nicht hygge

Mord im Kurhotel
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Anne-Maj Mortensen, selbsternannte Hobby-Spürnase, muss nach ihrer Knie-OP in die Reha. Und da sie ihren Kindern und Enkel*innen zumindest die Chance geben möchte, sie zu besuchen, und die Treppen in ihrer ...

Anne-Maj Mortensen, selbsternannte Hobby-Spürnase, muss nach ihrer Knie-OP in die Reha. Und da sie ihren Kindern und Enkel*innen zumindest die Chance geben möchte, sie zu besuchen, und die Treppen in ihrer eigenen Wohnung nicht zu bewältigen wären, sucht sie sich ein Kurhotel ganz in der Nähe aus. Dort kann sie ihre Anwendungen bekommen, sich erholen und gleichzeitig noch von den Spa-Anwendungen profitieren und ein bisschen Urlaub-Feeling genießen - dachte sie. Womit Anne-Maj nicht gerechnet hat, sind all die anderen kranken Gäste und vor allem die Leiche die im Schlammbad auftaucht - der kurz darauf eine zweite Leiche folgt.

Der Klappentext hat mich sehr angesprochen und mich einen humorvollen Cosy Crime erwarten lassen. Doch das hat getäuscht. Im Vordergrund von "Mord im Kurhotel" steht Corona, insbesondere die Meinungen von Corona-Leugnerinnen und die permanente Äußerungen zur Einschätzung der Schutz-Maßnahmen. Das war der erste negative Punkt für mich, denn damit, dass Corona eine so große Rolle spielt, bzw. im Fokus steht, hätte ich nicht gerechnet. Der zweite negative Aspekt ist die Figur Anne-Maj. Selten habe ich eine so ätzende, nervige und einfältige, unreflektierte Protagonistin erlebt. Ich habe nicht die Erwartung, dass ich mit jeder Figur sympathisiere - überhaupt nicht. Es gibt genügend antipathische Figuren in Büchern, doch meistens holen sie mich trotzdem ab bzw. lassen mich ein Gefühl für sie bekommen und ihnen gespannt in der Handlung folgen zu wollen. Anne-Maj war für mich leider durch und durch negativ besetzt - sowohl was ihren Charakter als auch ihr Auftreten oder die reproduzierten Überzeugungen über Menschen angeht.

Der Krimi-Plot an sich ist solide, die Umsetzung hat mir jedoch überhaupt nicht gefallen und ich habe mich eher dazu gezwungen, das Buch zu beenden, um die Auflösung zu erfahren und die Lektüre abzuschließen. Ich konnte weder Humor entdecken - sich despektierlich über andere zu äußern und sich selbst über sie zu erheben ist für mich kein Ausdruck von humor - noch wurde irgendein hygge-Gefühl ausgelöst. Und als dänische Miss Marple - wie es auf dem Buchdeckel angekündigt wird - würde ich Anne-Maj auch überhaupt nicht bezeichnen.

Konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen...

Veröffentlicht am 18.09.2022

Konnte leider nicht überzeugen

Die Partnerschaft
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Der Anwältin Martina Bäumer wird im Zuge eines bedeutenden Falls die Partnerschaft der Kanzlei in Aussicht gestellt, weshalb sie sich noch mehr in die Arbeit kniet als sonst. Doch sie verliert den Fall ...

Der Anwältin Martina Bäumer wird im Zuge eines bedeutenden Falls die Partnerschaft der Kanzlei in Aussicht gestellt, weshalb sie sich noch mehr in die Arbeit kniet als sonst. Doch sie verliert den Fall - aus welchen Gründen auch immer, das wird nicht geschildert - und somit auch die Aussicht auf die Partnerschaft. Im weiteren Verlauf wird sie von ihrem Chef Dr. Peters immer merh aufs Eis gestellt und hadert auch im Privaten mit der Beziehung zu Freund Christian. Er möchte gern endlich die Familienplanung starten, sie zögert alles hinaus und schiebt es auf die Arbeit.

Leider konnte mich "Die Partnerschaft" überhaupt nicht überzeugen - weder in Hinsicht auf die Kanzlei noch auf die Beziehung zwischen Martina und Christian. Neben einigen Sprüngen, zu großen Leerstellen und hölzernen Dialogen fehlt es hier an tatsächlicher Kommunikation, der Benennung von Problemen, die vermutlich der Auslöser für sämtliche Geschehnisse sind. Für mich bleiben sowohl die Figuren sehr oberflächlich als auch die Zusammenhänge und Beziehungen. Vermutlich sorgt das viele Ungeschriebene dafür, dass ich Martians Handlungen und Entscheidungen als nicht nachvollziehbar, unreflektiert und wenig durchdacht empfinde. Alles bleibt blass, einen Plot gibt es nicht wirklich und die Dialoge sind sperrig und wenig authentisch. Die Auflösung des Ganzen schließt sich allem Vorangehenden an und ist für mich ebenfalls nicht verständlich. In der Beschreibung ist von "Eine Geschichte, die neue Horizonte aufzeigt, im Beruf, in der Liebe und vor allem in der Beziehung zu sich selbst" die Rede. Dafür bräuchte es für mich Tiefe, Reflexion und Progression, was in meinen Augen zwar im Ansatz erkennbar ist, aber nicht wirklich ausgereift.

Interessanter Ausgangsgedanke, aber für meinen Geschmack leider nicht überzeugend umgesetzt.

Veröffentlicht am 07.03.2021

Irreführender Titel

Generation Beziehungsunfähig. Die Lösungen
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Nachdem ich "Generation Beziehungsunfähig" gelesen habe, war ich gespannt, was Nast nun dazugelernt hat, da ich damals nicht allzu viel aus dem Buch mitnehmen konnte als seine eigenen Datingerfahrungen ...

Nachdem ich "Generation Beziehungsunfähig" gelesen habe, war ich gespannt, was Nast nun dazugelernt hat, da ich damals nicht allzu viel aus dem Buch mitnehmen konnte als seine eigenen Datingerfahrungen und Beobachtungen / Bewertungen, woran eine womöglich entstehende Beziehung hat scheitern können.

Nun muss ich sagen: Offenbar ist Nast nicht viel weiter, denn entgegend des vielversprechenden Titels "Lösungen" gesteht er sich durch weitere Dating- und Beziehungserfahrungen ein, dass auch er noch immer nicht weiß, wie man gute Beziehungen führt bzw. gute PartnerInnen findet. Teilweise gewinnt er in der Theorie wichtige Erkenntnisse über sich, weshalb es mit wem auch immer in der Vergangenheit nicht geklappt hat, und sein Verhalten / das seiner Dates wohl keine Ausnahme ist. Einzige Botschaft also: Irgendwie funktioniert es nicht und wir müssen uns selbst reflektieren, uns fragen, was wir von einer Beziehung wollen und und dann mit diesem Wissen durchs Leben und das Dating gehen. Überraschung - das war mir tatsächlich auch schon klar, obwohl ich noch nicht annähernd 40 bin, noch nie Tinder benutzt habe und auch nicht zahlreiche Dates hatte. Vielleicht weiß ich ohne die ganzen Erfahrungen, die Nast gemacht hat, gar nicht, was ich alles (noch) nicht weiß und bin auch absolut auf dem Holzweg?

Was mir an der Lektüre gefallen hat ist der flüssige und teilweise witzige Schreibstil. Unterm Strich war es für mich ganz nett, Nast beim Denken zu folgen und teilweise absurde Datinggeschichten zu lesen. Darüber hinaus hatte das Buch für mich keinen Mehrwert. Obwohl ich ohne große Erwartungen - vor allem nicht in Bezug auf Lösungen - an das Buch gegangen bin, war ich überrascht, wie wenig neuen Input es enthält. Wer sich hier tatsächlich einen lösungsorientierten Ratgeber wünscht, würde ich sagen: Mehr Lösung als im Klappentext aufgeführt ist, gibt es meines Erachtens nicht in der Lektüre.

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Veröffentlicht am 04.01.2021

Konnte mich leider nicht überzeugen

Kissing Chloe Brown (Brown Sisters 1)
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Nachdem Chloe Brown beinahe überfahren wurde, fasst sie den Entschluss, dass sie ihr Leben ändern muss, weil sie noch nicht genug gelebt hat. Sie zieht aus ihrem Elternhaus aus und erstellt eine Liste ...

Nachdem Chloe Brown beinahe überfahren wurde, fasst sie den Entschluss, dass sie ihr Leben ändern muss, weil sie noch nicht genug gelebt hat. Sie zieht aus ihrem Elternhaus aus und erstellt eine Liste mit Dingen, die sie unbedingt erleben will - dazu gehört selbstverständlich auch unverbindlicher Sex. Ihr Nachbar Redford, ein vermeintlicher Bad boy mit Motorrad und Tattoos scheint ihr dabei ein guter Lehrer für die Umsetzung ihrer Liste zu sein.

Obwohl ich zunächst von Talia Hibberts Schreibstil, der zu Beginn ironisch und witzig ist, und dem ersten Eindruck von Chloe und Red begeistert war, die beide zynisch rüberkommen und - sie als People of Color, er als Rothaariger - keine klassischen Protagonisten sind, begeistert war, ließ diese Begeisterung rasch nach. Ich konnte keinen Draht zu Chloe finden. Sie war plötzlich ruppig, arrogant und wirkte durchgehend unnahbar. Red hingegen war mir auf Anhieb sympathisch, doch auch er blieb recht blass. Wie die anfängliche "Du kannst mich ja doch nicht ausstehen"-Attitude plötzlich in andauerenden Sex umschwenkte, konnte ich auch nicht nachvollziehen. Es wirkte keinesfalls authentisch oder schlüssig. Auch der Schreibstil ist überwiegend holprig, die Dialoge wirken sperrig und unnatürlich.

Die Grundidee fand ich super und ich erhoffte mir außergewöhnliche Figuren mit einer außergewöhnlichen Liebesgeschichte. Allerdings wurde auch die Krankheit nur oberflächlich ausgearbeitet und eine solche Geschichte habe ich leider schon in diversen Varianten gelesen - leider nichts Neues und nichts Bahnbrechendes.

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Veröffentlicht am 26.08.2020

Leider nicht überzeugend

Wozu wir fähig sind
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Alina ist zufrieden mit sich, ihrem Unileben, ihren Freunden und ihrer Beziehung zu ihrem langjährigen Freund Patrick. Doch dann taucht Alexander in ihrem Freundeskreis auf, der Leonora mitbringt, von ...

Alina ist zufrieden mit sich, ihrem Unileben, ihren Freunden und ihrer Beziehung zu ihrem langjährigen Freund Patrick. Doch dann taucht Alexander in ihrem Freundeskreis auf, der Leonora mitbringt, von der niemand wirklich weiß, wer das ist, und alles ändert sich.


An den Schreibstil von Laila El Omari musste ich mich sehr gewöhnen. Er ist sehr direkt, auf den Punkt und sie beschreibt weder Personen noch Orte und Szenen kaum, sondern schreibt hauptsächlich in Dialogen. Die Perspektiven wechseln sehr schnell und oft, sodass der Fokus stets auf verschiedenen Figuren liegt. Mir fiel es so sehr schwer, die einzelnen Figuren auseinanderzuhalten, sie zuzuordnen und die Beziehungen, in denen sie zueinander stehen, greifen zu können.

Es hat sehr lange gebraucht, bis ich mich orientieren konnte, was durch die Zeit- und Ortssprünge nicht erleichtert wurde.

Die Grundidee des Plots finde ich sehr gut, die Umsetzung hat mich allerdings nicht überzeugt. Die Entwicklungen passieren schnell, vieles wirkt unglaubwürdig, fast schon unlogisch, und die Auflösung war vorhersehbar. Durch den Prolog, der zum Schluss aufgenommen wurde, gab es ein Grundgerüst an Spannung, aber alles dazwischen passierte ohne dass ich es richtig greifen konnte.