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Veröffentlicht am 15.02.2021

Schlagfertig und Mutig - die kleine Schwester von Sherlock Holmes

Der Fall der verhängnisvollen Blumen
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Dr. Watson ist verschwunden. Als einziger Hinweis dient ein rätselhafter Blumenstrauss, dessen Geheimnis selbst der grosse Sherlock Holmes ihm nicht entlocken kann. Als Enola Holmes, Sherlocks kleine Schwester, ...

Dr. Watson ist verschwunden. Als einziger Hinweis dient ein rätselhafter Blumenstrauss, dessen Geheimnis selbst der grosse Sherlock Holmes ihm nicht entlocken kann. Als Enola Holmes, Sherlocks kleine Schwester, davon erfährt, möchte sie gerne helfen. Blumen sagen ihr weitaus mehr als ihrem Bruder, der sie für Frauensache hält. Doch die Ermittlungen stellen sich als schwieriger heraus denn je zuvor. Um in Sherlocks Umfeld unentdeckt zu bleiben, muss Enola in ihre bisher anspruchsvollste Verkleidung schlüpfen…

Im Gegensatz zu den beiden vorherigen Enola Holmes-Büchern hat mir dieses ein bisschen weniger gefallen. Obwohl ich Enola noch immer verehre und auch der Fall spannend war, konnte es mich dieses Mal nicht mehr ganz packen. Ich denke, das liegt daran, dass wir durch den Prolog bereits sehr viele Informationen erhielten und ich dadurch nie so wirklich überrascht werden konnte. Lieber hätte man den Anfang etwas schwammiger formuliert oder gar ganz weggelassen, denn so wäre die Spannung noch etwas besser erhalten geblieben. Aber das ist natürlich eine sehr persönliche Meinung.
Trotzdem mochte ich das Buch gerne. Es hat mich mehrmals zum Lachen gebracht und sogar Mycroft war mir am Ende sympathischer. Auch schön fand ich, dass wir Johns Frau Mary kennenlernen durften, die ich in der Sherlock-Serie sehr mochte und auch in dieser Reihe gerne kennenlernen wollte.
Und natürlich waren die Geheimcodes wie immer ein Highlight für mich. Ich liebe diese kleinen Details und Rätsel zwischendurch und studiere sie jedes Mal voller Freude.

Hier noch ein Zitat, welches mich zum Lachen gebracht hat:
«Die Antwort entfuhr ihr dermassen scharf, man hätte meinen können, er würde in seiner Freizeit Welpen erdrosseln.»

Fazit: Ein weiteres Abenteuer der faszinierenden Enola, die ich als Protagonistin wirklich liebe. Doch obwohl ich mich gut unterhalten habe, kommt dieses Buch für mich nicht ganz an seine Vorgänger heran.

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Veröffentlicht am 08.01.2021

Eine berührende Geschichte in einzigartigem Schreibstil

The Sun Is Also a Star
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Gibt es das Schicksal? Hat das Universum einen Plan für uns? Und gibt es diese eine Person, die grosse Liebe, die Seelenverwandte?
Natasha glaubt an nichts davon. Für alles auf dieser Welt und eigentlich ...

Gibt es das Schicksal? Hat das Universum einen Plan für uns? Und gibt es diese eine Person, die grosse Liebe, die Seelenverwandte?
Natasha glaubt an nichts davon. Für alles auf dieser Welt und eigentlich im ganzen Universum gibt es eine wissenschaftliche Erklärung. Sogar für die Liebe, denn das ist reine Chemie.
Daniel hingegen ist ein Poet. Er glaubt fest an die Eine, an Schicksal und an Gott, der einen Plan für jeden von uns hat.
Beide haben ihre eigenen Prioritäten und eigentlich spricht so ziemlich alles gegen sie. Wenn da nicht diese vielen seltsamen Zufälle gewesen wären (oder das Schicksal? Je nach dem, woran man eher glaubt), hätten sie sich wohl nie gefunden.
Allerdings rennt ihnen die Zeit davon, denn in weniger als 24 Stunden wird Natasha nach Jamaika deportiert werden. Und was auch immer sie versuchen, dieses Ereignis rückt näher und näher, unausweichlich.

Nach «Everything Everything» von Nicola Yoon hatte ich eigentlich nicht das spezielle Bedürfnis ein weiteres ihrer Bücher zu lesen. Trotzdem bin ich irgendwie dazugekommen, dieses Buch zu lesen (wer weiss, vielleicht war es ja auch Schicksal;)) und es hat mich positiv überrascht.
Ihren Schreibstil fand ich angenehm, witzig und berührend. Die Geschichte ist aus Natashas sowie Daniels Perspektive geschrieben. Dazwischen finden sich immer wieder Kapitel einer dritten Perspektive, die sich jedoch andauernd ändert. Ich muss zugeben, dass es mich etwas verwirrt hat, wenn Natasha und Daniel miteinander redeten und dann plötzlich die Perspektive gewechselt wurde, was leider öfters der Fall war. Da waren die Teile dazwischen, in denen es primär weder um Natasha noch um Daniel ging, ganz angenehm zum Erholen. Zudem wurden viele wissenschaftliche Fakten eingebaut, was ich persönlich hochinteressant fand.
Auch die Charaktere fand ich sehr überzeugend. Natasha und ihre nerdige Art gefielen mir wirklich gut, zumal ich selbst eher ihren Standpunkt vertrete und die ganzen Fakten richtig spannend fand. Doch auch Daniel mochte ich unglaublich gerne. Er war ein Träumer und Poet und auch wenn ich der Poesie eher wenig abgewinnen kann, liebte ich die Leidenschaft, die er hineinsteckte.
Die Familienverhältnisse von Beiden haben mich traurig gestimmt. Es tat mir einfach weh, die Szenen mit Natashas Vater zu lesen. Das Schlimme war, dass ich ihn nicht vollkommen hassen konnte. Aber so ist das im Leben. Es gibt nicht nur Liebe und Hass und man kann auch die Menschen, die man hasst, lieben. Nicola Yoon hat das wunderbar rübergebracht.
Jedenfalls habe ich das Buch an einem Stück durchgelesen und konnte es spät in der Nacht erst weglegen als ich es beendet und meine Antworten gefunden hatte. Kennt ihr dieses Gefühl, wenn ihr ein Buch beendet habt und einfach ein paar Mal tief durchatmen müsst, da ihr es noch nicht alles vollständig verarbeitet habt? Genau dieses Gefühl hatte ich nach dieser Geschichte und mein Hirn hat noch immer nicht ganz gestoppt, darüber nachzudenken.

Hier noch einige Zitate, die mir besonders gefallen haben:

«Desperation translates into every language.»

«She’s the kind of girl who buys lottery tickets. I’m the kind of girl sho makes fun of people who buy lottery tickets.»

Fazit: Ein unglaublich emotionales Buch, das ich an einem Stück verschlungen habe. Der Schreibstil war einzigartig und bemerkenswert. Allerdings fand ich die vielen Perspektivenwechsel etwas anstrengend.

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Veröffentlicht am 27.11.2020

Angenehm und Rührend

Muscheln, Gold und Winterglück
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Als Romys Wohnung unerwartet renoviert werden muss und sie somit weder dort wohnen noch in ihrem Atelier arbeiten kann, kommt ihr das Angebot einer Freundin gerade günstig. Sie würde als Vertretung der ...

Als Romys Wohnung unerwartet renoviert werden muss und sie somit weder dort wohnen noch in ihrem Atelier arbeiten kann, kommt ihr das Angebot einer Freundin gerade günstig. Sie würde als Vertretung der örtlichen Goldschmiedin Antonia auf dem Weihnachtsmarkt auf Sylt Schmuck verkaufen und dafür in deren Wohnung wohnen können.
Dankbar nimmt Romy an, denn bei ihren Eltern würde sie auf keinen Fall einziehen können. Nicht nach dem grossen Streit mit ihrem Adoptivbruder Atti, der danach ohne Tschüss oder Hinweise auf seinen Aufenthaltsort verschwunden ist.
Auf Sylt hofft Romy, sich endlich einmal ein wenig lockermachen zu können. Doch dazu bleibt ihr kaum Zeit, denn bei einem Strandspaziergang trifft sie zufälligerweise auf Ed, der ihrem Bruder zum Verwechseln ähnlichsieht. Bei Romy werden sofort wieder kaum verheilte Wunden aufgerissen. Sie muss unbedingt mit diesem Ed reden. Weiss er vielleicht mehr über Attis plötzliches Verschwinden? Und ist dieses Kribbeln im Magen, das sie in Eds Gegenwart empfindet, wirklich nur der Aufregung, ihren Bruder wiederzufinden, geschuldet?

Stina Jensen hat es geschafft, mich durch ihren angenehm leichten Schreibstil sofort in Romys Welt zu entführen. Bereits nach wenigen Seiten war ich gut in der Geschichte drin.
Ich liebe ja Weihnachtsgeschichten mit Familiendrama und einer schönen Kulisse.
Die Geschichte war gut aufgebaut. Es hatte sogar ein, zwei Überraschungsmomente, was bei kuscheligen Liebesromanen nicht immer der Fall ist.
Besonders gefallen hat mir, dass auch das Thema Rassismus im Buch behandelt wurde. Die Protagonistin war dunkelhäutig, was leider noch immer eher selten der Fall ist, und ihr sind so einige Dinge widerfahren, die mich haben den Kopf schütteln lassen. Unsere Gesellschaft ist noch immer lange nicht so tolerant, wie wir gerne denken. Es hat mir vor allem wehgetan, zu sehen, wie normal das für Romy war, rassistische Bemerkungen einzustecken, ohne etwas zu entgegnen.
An dieser Stelle möchte ich die Autorin also wirklich loben, dieses wichtige Thema aufgefasst und so gut eingebaut zu haben.
Kommen wir nun zu den Charakteren. Romy und Ed habe ich wirklich geliebt. Sie waren unglaublich süss zusammen und Ed war einfach perfekt. Es war so rührend, wie er sich um Romy kümmerte und ihr, ohne nachzufragen half.
An Romy mochte ich besonders ihre Ziel Orientiertheit und ihre direkte Art. Sie mochte es nicht, Dinge totzuschweigen.
Auch die anderen Charaktere sind mir schnell ans Herz gewachsen, auch wenn ich es schön gefunden hätte, vielleicht sogar noch etwas mehr von ihnen zu hören.
Auch schade fand ich, dass die Weihnachtsstimmung nicht ganz so stark aufgefasst wurde. Der Roman hätte genauso gut im Sommer oder Herbst spielen können. Da hätte man, meiner Meinung nach, ruhig noch etwas drauflegen können. Vielleicht bin ich aber auch einfach nur kitschig veranlagt (obwohl ich zu viel Kitsch dann auch wieder nicht mag).

Fazit: Ein schöner und unterhaltsamer Roman, der nebenbei aber auch ein ernsteres Thema auffasst und gut unterbringt.

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Veröffentlicht am 31.08.2020

Mitreissend, Sexy und Humorvoll

Wolfes of Wall Street - Ian
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Ian Bradley ist einer der besten Broker der Wallstreet. Er hat alles, was er sich je erträumt hatte: erfolgreicher Job, Büro mit Fensterfront und natürlich Geld bis zum Abwinken. Doch all das droht ihm ...

Ian Bradley ist einer der besten Broker der Wallstreet. Er hat alles, was er sich je erträumt hatte: erfolgreicher Job, Büro mit Fensterfront und natürlich Geld bis zum Abwinken. Doch all das droht ihm entzogen zu werden. Es kommen Gerüchte über Insiderhandel auf und die SEC beginnt zu ermitteln - und zwar in Form einer hübschen, ehrgeizigen und etwas verkniffenen Frau, die leider gegen Ians Charme immun zu sein scheint.

Lara McKenzie ist die Tochter zweier FBI Agenten und wünscht sich nichts sehnlicher als in deren Fussstapfen zu treten, was ihr hoffentlich durch den Fall Ian Bradley gelingen wird. Und sie wird sich nicht durch irgendetwas davon ablenken lassen. Blöd nur, dass da immer dieses Kribbeln auftaucht, kaum ist der Verdächtige in der Nähe…

Von Anfang an hat das Buch mich gefesselt. Der Schreibstil ist flüssig und leicht und die vielen sarkastischen Kommentare, sowie Anspielungen auf bekannte Filme, haben den Lesespass noch erhöht. Ich musste öfters Schmunzeln und ein, zwei Male habe ich sogar laut aufgelacht.
Jedoch hat es mich ein wenig gestört, dass der Einstieg steckbriefartig gestaltet war. Es wirkt dann immer so, als würden die Autoren es sich sehr leicht machen wollen. Doch er war mit Humor geschrieben und speziell daran war, dass er die Leser ziemlich direkt angesprochen hat. So als würde er vor einem sitzen und einem eine Geschichte erzählen, aus der Zeit, in der er noch jünger war. Das hat es wieder etwas herumgerissen.
Lara war mir von Anfang sympathisch. Ihre schlagfertige und vernünftige Art war wirklich faszinierend und ich denke, dass man sich auch gut mit ihr identifizieren kann.
Auch Ian mochte ich sofort. Das Gespräch mit seinem Pflegevater war sicher hilfreich dabei. Es liess ihn gleich verletzlicher wirken. Auch seine Beziehung zu seinen Freunden Matt und Kennedy hat ihn mir sympathischer gemacht. Manchmal redeten die drei miteinander, wie ich es von Ian sicher nicht erwartet hätte, viel einfühlsamer als seine Art erwarten lassen würde.
Auch die anderen Charaktere waren wirklich vielschichtig und man musste Kennedy, Matt, Sabrina und Kate einfach mögen. Dass es noch zwei weitere Bücher geben wird, freut mich also sehr.
Jedenfalls waren Lara und Ian zusammen wirklich süss und noch besser machte es für mich, dass die Autorin diese eine Chance auf ein langes Missverständnis, das man mit einem einfachen Gespräch hätte klären können, einfach hat verstreichen lassen. Danke! Solche Situationen wirken auf mich dann nämlich immer ein wenig als wolle der Autor das Buch künstlich in die Länge ziehen.
Dafür muss ich leider sagen, dass ich die Geschichte teilweise etwas zu vorhersehbar gefunden habe. Natürlich, es ist ein Liebesroman und da ist sowas zu erwarten. Aber die Sache mit dem geheimnisvollen Informanten hätte man vielleicht noch etwas geschickter einfädeln können…
Doch das ist meckern auf hohem Niveau, denn wirklich störend war es nicht. Es hat ja nicht allzu lange gedauert, bis die Beiden es herausbekommen haben.

Fazit: Ein packender Liebesroman, der einen sofort miteifern lässt und sowohl durch die Liebesgeschichte als auch die detektivischeren Teilen überzeugt.

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Veröffentlicht am 30.07.2020

Wunderschön und Traurig zugleich

Looking for Hope
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Dean Holder ist nach dem Selbstmord seiner Schwester absolut verstört. Er versteht einfach nicht, warum sie es getan hat. Und zu allem Überfluss ist es bereits das zweite Mal, dass ihm ein geliebter Mensch ...

Dean Holder ist nach dem Selbstmord seiner Schwester absolut verstört. Er versteht einfach nicht, warum sie es getan hat. Und zu allem Überfluss ist es bereits das zweite Mal, dass ihm ein geliebter Mensch genommen wurde. Hopes Entführung ist zwar schon dreizehn Jahre her, doch noch immer spürt er die Schuld auf ihm lasten.
Umso erstaunter ist er also, als er sie wiederfindet. Doch ist es wirklich Hope, die er da gefunden hat? Denn sie kann sich an nichts mehr, das vor ihrer Adoption stattgefunden hat, erinnern. Doch ob sie nun Hope ist oder nicht, es hindert Dean nicht daran sich Hals über Kopf in das rätselhafte Mädchen zu verlieben.
Skys Geschichte, erzählt aus Deans Perspektive.

Erst war ich mir nicht sicher, ob ich das Buch überhaupt lesen sollte. Ich kannte ja bereits Hopes/Skys Geschichte und hatte Angst, mich einfach nur zu langweilen.
Aber glücklicherweise ist das genaue Gegenteil passiert. Ich habe das Buch geradezu durchgesuchtet und gar nicht mitbekommen, wenn ich umgeblättert hatte.
Natürlich gibt es ein paar Übereinstimmungen, man kann nicht jeden Teil, in dem Hope und Dean miteinander reden, streichen. Diese Teile wurden einfach kurzgehalten und manche Gespräche wurden nicht wiederholt, dafür wurden noch ein zwei zusätzliche Szenen mit den Beiden eingefügt, was mich wirklich sehr gefreut hat.
Eine grosse Abwechslung waren auch die Briefe, die Dean seiner Schwester Les schrieb. Sie waren so geschrieben, als würde Holder ganz normal zu seiner Schwester sprechen, und auch wenn sie nicht geantwortet hat, wie denn auch sie ist ja tot, hat man mehr über die Beziehung zwischen Holder und Les erfahren und ich hatte sogar ein wenig das Gefühl, als wäre sie noch am Leben.
Es war auch äusserst interessant, Skys Verhalten durch Holders Augen zu betrachten. Was einem aus Skys Sicht vollkommen logisch vorgekommen ist, hat einen aus Holders extrem verwirrt. Nach dem Buch weiss ich auf jeden Fall, warum es so oft heisst, Mädchen seien verwirrend. Wir sind es auch, verdammt noch mal!
Colleen Hoovers Stil finde ich einfach grossartig. Da muss ich gar nichts mehr dazusagen. Auch zur Geschichte kann ich nicht mehr viel sagen, ohne dass ich mich wiederholen würde. Wer da mehr wissen möchte, kann sich gerne meine Rezension zu «Hope forever» anschauen:

http://www.lesejury.de/rezensionen/deeplink/365624/User

ACHTUNG SPOILER!
Auch das Ende hat mir super gefallen. Es war schön, dass Les gewusst hatte, dass Hope noch am Leben war. So war klar, dass sie sich nicht mehr die Schuld an deren Entführung gegeben hatte und dies auch keiner der Gründe war, ihrem Leben ein Ende zu setzen. In der letzten Szene, als Holders Mutter Sky/Hope so innig umarmt hat, hatte ich fast das Gefühl, dass sie zumindest eine Tochter wieder zurückbekommen hat. Natürlich würde sie Les nie vergessen, doch auch sie hatte das Gefühl, eine Mitschuld an Hopes Verschwinden zu tragen. Als sie dann gesehen hat, wie gut deren Leben ohne ihr Vater verlaufen war, war bestimmt eine grosse Last von ihrer Schulter gefallen.

Hier habe ich noch einige Zitate, die mir besonders gefallen haben (Irgendwie habe ich während des Lesens so viele herausgeschrieben, dass ich mich im Nachhinein auf ein paar beschränken musste):

«Ich würde sie nämlich am liebsten küssen, mit ihr schlafen, sie heiraten und Kinder mit ihr bekommen, und das alles am besten noch heute Nacht.» - Holder über Sky (Kapitel 14)

«Auch wenn die siebzehn Jahre, die wir miteinander verbracht haben, mir auf ein ganzes Leben bezogen nicht annähernd lang genug erscheinen, habe ich dich immerhin siebzehn Jahre länger gekannt als die Menschen, die dir nie begegnen durften. Und wenn ich es so betrachte… hab ich verdammtes Schwein gehabt.» - Holder zu Les (letztes Kapitel) Diese Stelle hat mich erneut zum weinen gebracht und ich werde sie vermutlich nie vergessen. Es ist ein wunderbarer Gedanke, der einem hilft, mit Trauer umzugehen.

Fazit: Ein weiteres wundervolles Werk von Colleen Hoover. Trotz gewissen, mit «Hope forever» übereinstimmenden Teilen, ist mir alles andere als langweilig gelesen und ich habe gar nicht bemerkt, wie die Zeit während des Lesens verflogen ist.

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