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Veröffentlicht am 12.01.2021

Was denen so alles passiert

Wieso? Weshalb? Warum? Alles über Einsatzkräfte
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Die Kinder Titus und Selina sind auf dem Weg zu Robert nach Hause. Hierzu sitzen sie gemeinsam im Auto und fahren auf der Autobahn. Plötzlich kracht es und zwei LKW verunglücken. Wie gut das schnell das ...

Die Kinder Titus und Selina sind auf dem Weg zu Robert nach Hause. Hierzu sitzen sie gemeinsam im Auto und fahren auf der Autobahn. Plötzlich kracht es und zwei LKW verunglücken. Wie gut das schnell das THW herbei kommt.
So geht es mit den Einsatzkräften, die die Kinder hier näher kennenlernen los.
Außerdem erfährt der Hörer noch viel Wissenswertes über Feuerwehr, Rettungswagen und -hubschrauber sowie die Polizei.

Das Cover zeigt sofort klar um was es geht. Wenn etwas passiert ist sind diese Menschen und Verbände sofort zur Stelle.

Die Geschichte fand ich sehr informativ, auch wenn ich einen Stern abziehe, da es mir doch sehr fiktiv war als die Kinder an einem Tag nur Einsatzkräfte erleben.
Zunächst gibt es einen Unfall, dann schauen sie sich beim Tag der offenen Tür das THW genauer an und lassen sich alles erklären. Auf dem Heimweg müssen sie noch schnell einkaufen, da kolabiert jemand und RTW und Hubschrauber kommen. Zu Hause bei Robert wollten sie Spaghetti machen, da kommt ihnen schon ein brenzliger Geruch in die Nase und die Feuerwehr muss anrücken. Das war mir dann doch ein bisschen zu viel. Es hätte sicherlich nicht gestört, wenn es einzelne Geschichten gewesen wären, denn so viel Pech mit Unglücken in seiner Nähe hat ja hoffentlich niemand.

Sonst war es aber wieder gut und sehr informativ. Die Sprecher hatten angenehme Stimmen und auch die der Kinder waren nicht zu piepsig, wie mir das bei WissensCDs für Kinder schon manches Mal unter gekommen ist.

Aber ich bin sowieso ein Fan von Wieso? Weshalb?Warum? auch Junior.
Wir haben in der Kita auch viele Bücher und Pappbilderbücher ( Junior) zu verschiedensten Themen der Reihe, die sehr oft zur Hand genommen werden.


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Veröffentlicht am 08.01.2021

Zwei Leichen und ein Hauptverdächtiger der ordentlich Dreck am Stecken hat

Flammen im Sand
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Inhalt:
Als bei Bauarbeiten auf Sylt ein Skelett gefunden wird, tappt Hauptkommissar Erik Wolf im Dunkeln: Wer ist die Tote, die vor fünf Jahren ermordet wurde? Seine umtriebige italienische Schwiegermutter ...

Inhalt:
Als bei Bauarbeiten auf Sylt ein Skelett gefunden wird, tappt Hauptkommissar Erik Wolf im Dunkeln: Wer ist die Tote, die vor fünf Jahren ermordet wurde? Seine umtriebige italienische Schwiegermutter hat schnell einen Verdacht. Dann, einen Tag vor dem traditionellen Biikebrennen, verschwindet erneut eine Frau. Mamma Carlotta ist entsetzt, denn sie kennt die Vermisste gut. Während des großen Volksfests macht sie dann einen schrecklichen Fund ...
Das Cover mit dem Zaun und einer Piratenflagge im Rettungsring zeigt wieder auf das die CD am Meer spielt. Ich denke der Zaun soll den Bauzaun darstellen auf dessen Baustelle die erste Leiche gefunden wird. Am oberen Rand kann man erkennen das Mamma Carlotta wieder ermittelt. Somit weiß man gleich das es eine weitere Folge der Reihe ist.

Ich habe schon die Folge Inselzirkus gehört und habe mich nun erneut für einen Syltkrimi der Reihe entschieden.
Man war sofort wieder mitten im Geschehen, da der Mord schon passiert war und die Ermittler ihre Arbeit aufnahmen. Mamma Carlotta kommt als gewitzte Schwiegermutter des Kommissars gut rüber. Mamma Carlotta kann einiges mehr in Erfahrung bringen als ihr Schwiegersohn. Der versucht zusammen mit seinem Adjutanten Sören allerdings immer die Gute aus den Ermittlungen rauszuhalten. Aber Mamma Carlotta ist immer am Ort des Geschehens. Auch dieses Mal kann sie wieder mit ihrer Enkelin Carolina gemeinsam einem Hobby nachgehen. Die beiden modeln und dann wird noch geschneidert. Mamma Carlotta darf endlich selbst Geld verdienen und Carolin schneidert für Sören. Die Situationskomik und der Witz kommen hierbei nicht zu kurz und man kann so manches Mal schmunzeln über die agile, alte Dame. Sie scheint aber auch die Krminalfälle magisch anzuziehen.
Gesprochen wurde das Hörbuch von Christiane Blumhoff, deren Stimme gerade für Mamma Carlotta sehr gut passte und auch der französische Akzent ihrer Chefin kam sehr gut rüber. Man konnte sich die alte Dame und ihre Chefin sehr gut vorstellen. Sören kam leider ein bisschen wie Hein Blöd rüber, aber der Allerhellste scheint er auch nicht zu sein, also passt es eigentlich auch wieder.
Der Spannungsbogen der Geschichte war gut aufgebaut.
Zunächst scheint es recht ersichtlich wer für den Mord zuständig ist, aber es wäre kein Krimi von Gisa Pauly, wenn es da nicht noch eine Wendung gäbe.
Somit blieb es für mich bis zum Ende hin spannend.

Es wird sicherlich noch den ein oder anderen Krimi für mich geben, den Mamma Carlotta mit ihrem Schwiegersohn für mich klären.

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Veröffentlicht am 05.01.2021

Ein Verfolger auf der Insel

Sommernacht auf Mallorca
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Eigentlich will die Psychologin Isabella nicht nach Mallorca, die Insel der betrunkenen Kegelclubs und Jungesellenabschiede. Aber sie muss vor den Erinnerungen an ihre verlorene Liebe flüchten und lässt ...

Eigentlich will die Psychologin Isabella nicht nach Mallorca, die Insel der betrunkenen Kegelclubs und Jungesellenabschiede. Aber sie muss vor den Erinnerungen an ihre verlorene Liebe flüchten und lässt sich überreden doch auf die Insel zu fliegen.
Sie erlebt dann die Naturschönheiten der Insel, fühlt sich aber irgendwie schon seit dem Flughafen beobachtet.

Bei einer Bergtour lernt sie nach einer dramatischen Rettungsaktion den Mallorquiner Guilleme kennen. Durch den Pianisten lernt sie die Insel und auch Chopin sowie George Sands näher kennen und lieben. Hat sie sich auch in Guilleme verliebt ?

Das Cover zeigt einem ein leichtes Sommer-Meer-Bild das einen an Urlaub erinnert.

Die Protagonistin fühlt sich zu Beginn der Geschichte sehr alleine und auch verfolgt. Überall lauern Blicke und auch Eric ein aufdringlicher Brite weicht ihr nicht von der Seite. Um zu sich selbst zu finden nutzt sie die Schönheiten Mallorcas zu erwandern.
Dabei stürzt sie jedoch und zum Glück taucht ein Mallorquiner auf, der sie retten kann. Bei dieser Aktion verletzt er sich jedoch und Isabella muss ihn retten. Hierbei kommen sich die beiden etwas näher und so erfährt sie das er eigentlich Pianist ist. Er zeigt ihr die Insel und bringt ihm auch die Geschichte von Chopin und Sands näher.

Immer wieder kommt sie an ihre Grenzen und versucht mit ihrem psychologisch geschulten Verstand aus dieser Zwickmühle raus zu kommen. Das gelingt ihr mal mehr mal weniger. Sie nutzt das Wissen das sie sonst ihren Patienten mit auf den Weg geben würde.

Die Schönheiten und Orte Mallorcas werden schön dargestellt. Auch die Geschichte des einen Winters von Chopin und Sands in Valldemossa erfährt der Hörer ausführlich.

Die Sprachgewandtheit der Sprecherin lässt die einzelnen Figuren gut lebendig werden. Da ist zum einen der Brite Eric, der in stark britisch angehauchtem Deutsch spricht und zum anderen mehrere Spanier und der Mallorquiner, die in melodischem Spanisch sprechen.

Mir war die Geschichte zwischendurch ein wenig zu lang und langatmig. Das Geheimnis das Guilleme umgab schien nicht so spannend wie erhofft und es dauerte mir auch einen ticken zu lange bevor Isabella dem Rätsel auf die Spur kam.

Ansonsten ein schöner leichter Sommerroman der einen streckenweise auf die Baleareninsel zaubern konnte.

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Veröffentlicht am 26.12.2020

wieder ein Leckerschmeckerroman

Honigduft und Meeresbrise (Neuauflage)
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Anna ist mal wieder bei Oma in Lüdinghausen zu Besuch. Sie will zur Ruhe kommen, nachdem sie in letzter Zeit nicht nur ihren Opa sondern auch ihre beste Freundin Mona zu Grabe tragen musste.
Oma bekommt ...

Anna ist mal wieder bei Oma in Lüdinghausen zu Besuch. Sie will zur Ruhe kommen, nachdem sie in letzter Zeit nicht nur ihren Opa sondern auch ihre beste Freundin Mona zu Grabe tragen musste.
Oma bekommt während dieser Zeit einen myteriösen Brief, der eigentlich an ihre Mutter adressiert wurde und vor ca. 70 Jahren auf der Insel Jersey aufgegeben wurde.
Die beiden Frauen spekulieren wild und forschen nach. So kommen sie Oma´s Vergangenheit auf die Spur und finden auch wieder zu Kontakten die sie so schon lange nicht mehr hatten.

Ich habe dieses Buch des Covers wegen ausgewählt, da es mir nachdem ich Apfelkuchen am Meer von der gleichen Autorin vor ein paar Wochen gelesen hatte.
Die selbe Schriftart und Aufmachung hatte für mich einen hohen Wiedererkennungswert und ich nahm es mir aus der Bücherei mit.

Die Geschichte der Frauen hat mich fasziniert. Auch wie die Autorin beschreibt wie Anna in ihrer Vergangenheit forscht und erkennt das sie vielleicht ihre Freundin nicht immer im richtigen Licht gesehen hat. Schön das auch alte Freunde plötzlich in ihrem Leben wieder eine wichtige Rolle spielen.

Der Roman spielt neben Lüdinghausen auch an der Ostsee und man erfährt vieles von Ahrensoop und den Gebieten rum herum. Die Landschaftsbeschreibungen haben mir sehr gut gefallen.
Die Personen sind taffe Frauen die in ihrem Leben mitunter schon viel erlebt haben und auch darüber berichten.

Natürlich gibt es auch eine Liebesbeziehung, wie es in einem schönen leichten Sommerroman meiner Meinung nach nicht fehlen darf. Aber diese Liebe ist eine ganz stille und kleine, die aber noch wachsen kann.

Ein schönes Buch über Liebe und Freundschaft und das Glück manchmal Umwege geht um dann doch ans Ziel zu kommen.

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Veröffentlicht am 15.12.2020

Das dritte Reich und die Judenverfolgung in Deutschland und Österreich

Die Fliedertochter
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zum Inhalt:
Eine nostalgische Glaskugel, ein betörender Fliederstrauch und ein Versprechen, das Jahrzehnte überdauert Als Paulina von ihrer älteren Freundin gebeten wird, für sie nach Wien zu fahren und ...

zum Inhalt:
Eine nostalgische Glaskugel, ein betörender Fliederstrauch und ein Versprechen, das Jahrzehnte überdauert Als Paulina von ihrer älteren Freundin gebeten wird, für sie nach Wien zu fahren und ein Erbstück abzuholen, zögert sie keine Sekunde. Ihre geliebte Schneekugel mit dem Wiener Riesenrad nimmt sie mit auf die Reise. In Wien findet sie ein Tagebuch aus den Dreißigerjahren vor, in dem die tragische Geschichte der Luzie Kühn aufgezeichnet ist. Zudem entdeckt Paulina im Wohnzimmer der Familie, wo sie wohnt, exakt die gleiche Schneekugel, die sie selbst im Gepäck hat. Ihre Geschichte scheint irgendwie mit Luzies zusammenzuhängen ... Mitreißend gelesen von Christiane Marx

meine Meinung:
Das Cover verspricht einen historischen Roman über eine starke Frau, genau wie ich es liebe.

Zu Beginn war ich sehr verwundert, da die Geschichte in der Gegenwart beginnt. Erstaunt klickte ich das Cover nochmals an, doch dann kam schon der Punkt, als Paulina das Tagebuch der Luzie Kühn in die Hände bekommt.

Das Buch wechselt zwischen drei verschiedenen Handlungsstängen.
Da ist zum einen die Gegenwart 2018, in der Paulina in Wien weilt, um für Tonie das Erbstück abzuholen. Immer mal wieder telefoniert sie auch mit dieser.

Ebenfalls in der Gegenwart spielt der Handlungsstrang von Heike und Simone, die auf den Spuren des heiligen Franziskus in Italien wandern und bei der Simone gedanklich oft bei ihrer Tochter Paulina ist, die nicht ihre leibliche Mutter ist.

Und dann gibt es noch die Tagebucheinträge in denen Paulina das Leben von Luzie Kühn, einer jungen Tänzerin mit jüdischer Mutter, die bei ihren Großeltern in Berlin aufwächst, verfolgen kann.

Das Leben der Luzie ist sehr dramatisch. Die Lage Mitte der 30 er Jahre spitzt sich immer weiter zu und als Göbbels dann Gefallen an Luzie gefunden hat beschließt sie, auf Anraten ihrer Großeltern Berlin zu verlassen und zu Marie ihrer Tante väterlicher Seits nach Wien zu ziehen, die sie für eine Jugendsünde ausgibt.

Peter, der kleine Sohn von Marie und Leo hat das Tagebuch gefunden und für die Nachwelt aufgehoben.
So kommt nach fast 70 Jahren alles ans Licht.

Mir war es streckenweise schwer mit den ganzen Namen klar zu kommen. Da dachte ich zunächst das ich Namen falsch verstanden hatte, da Nele krank war und dann plötzlich Tonie krank war. Irgendwie habe ich erst später bemerkt das ich da keinen falschen Namen abgespeichert hatte, sondern es zwei verschiedene Frauen waren die da krank waren.

Den dritten Handlungsstrang mit den wandernden Frauen hätte ich nicht gebraucht. Der hat mich streckenweise sehr verwirrt.
Auch hatte ich große Probleme mit den vielen Personen und ihren Namen. Es hat lange gedauert bis ich durch gestiegen bin, wer da wie zu wem gehörte.

Bei den Passagen in der Gegenwart bin ich leider auch immer mal wieder gedanklich abgedriftet. Die Hauptgeschichte von Luzie Kühn alleine hätte mir schon ausgereicht. Der beständige Wechsel hat in meinen Augen nicht immer so ganz gepasst, aber trotzdem war es ein gutes Buch.

Für Menschen die sich mit dem dritten Reich und der Judenverfolgung näher beschäftigen möchten sollte es die Zeit wert sein dieses Hörbuch zu hören.

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