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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.02.2021

Bewegende Geschichte

Die Schwimmerin
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Auch wenn das Cover anderes vermuten lässt, mit dem Thema Schwimmen hat der Roman „Die Schwimmerin“ von Gina Mayer nur am Rande zu tun. Die gesamte Handlung dreht sich um die Protagonistin Elisabeth, auch ...

Auch wenn das Cover anderes vermuten lässt, mit dem Thema Schwimmen hat der Roman „Die Schwimmerin“ von Gina Mayer nur am Rande zu tun. Die gesamte Handlung dreht sich um die Protagonistin Elisabeth, auch Betty genannt und deren Aufwachsen und Erwachsenwerden im kriegsgebeutelten Deutschland. Die Handlung springt zwischen Vergangenheit (beginnend 1944) und dem Leben der erwachsene Betty in den 60er Jahren hin und her. Dabei zeigen sich sehr eindrücklich die Rollenbilder und Anforderungen der damaligen Zeiten. Beide Lebensalter bringen für Betty ihre ganz eigenen Themen und Herausforderungen mit sich, dennoch findet die Handlung beider Zeitstränge am Ende des Romans thematisch doch zusammen. Der Schreibstil liest sich angenehm leicht, aufgelockert wird das teils sehr schwermütige Geschehen unter anderem durch Dialoge im schwäbischen Dialekt oder Düsseldorfer Platt. Gut gefallen hat mir außerdem das abschließende Nachwort, mitsamt Erklärung zu realen geschichtlichen Hintergründen der Erzählung.

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Veröffentlicht am 26.01.2021

Ruhige Geschichte mit witzigen Momenten

Die Erfindung des Dosenöffners
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Junger Lokaljournalist, trifft auf alte Dame mit Geheimnis. Und um an einen tollen Bericht für seine Zeitung zu gelangen, würde Hauptprotagonist Timur Aslan, fast alles tun. So begibt er sich mit ihr ...

Junger Lokaljournalist, trifft auf alte Dame mit Geheimnis. Und um an einen tollen Bericht für seine Zeitung zu gelangen, würde Hauptprotagonist Timur Aslan, fast alles tun. So begibt er sich mit ihr auf eine ungewöhnliche Reise. Die Geschichte an sich ist gar nichts so Besonderes. Was sie allerdings von Anderen abhebt, ist ihre ruhige aber schöne Erzählweise und eingebaute kluge, zeit weilen selbstkritische Gedanken, zu den Phänomenen unsere Zeit. Beginnend beim stundenlang perfekte inszenierten „zufällige“ Foto für die Sozialen Medien, bis hin zum Gefühl alle Anderen haben mehr erreicht, als man selbst.

Geschrieben wurde „Die Geschichte des Dosenöffners“ vom jungen Podcaster, Comedy-Autoren und Journalisten Tarkan Bagci. Und ja, stellenweise lässt die Geschichte autobiografischen Zusammenhänge mit dem Hauptprotagonisten vermuten. Vielleicht wirkt dieser gerade deshalb besonders nahbar. Aber auch die weiteren Protagonisten sind durchweg authentisch, interessant und damit sehr gelungen. Der Schreibstil ist jung, witzig und liest sich so leicht, das die 252 Seiten viel zu schnell ausgelesen waren. Einen Stern Abzug gibt es dafür, dass ich stellenweise die Handlung, doch etwas zu vorhersehbar fand. Ansonsten kann ich nichts kritisieren und empfehle den Roman gerne weiter.

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Veröffentlicht am 12.01.2021

Vertrauen kann man wieder lernen

Auf sieben Beinen
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Im Roman „Auf sieben Beinen“ erzählt die Autorin Fine Sturm die Geschichte von Franzi, die ein Bein durch einen Hundebiss verlor und dem smarten Architekten Jan. Blöd nur das dieser selten ohne seinen ...

Im Roman „Auf sieben Beinen“ erzählt die Autorin Fine Sturm die Geschichte von Franzi, die ein Bein durch einen Hundebiss verlor und dem smarten Architekten Jan. Blöd nur das dieser selten ohne seinen Hund Hansi anzutreffen ist und so muss sich Franzi wohl oder übel in vielen zufälligen Begegnungen ihren Ängsten stellen. Gut gefiel mir dabei, das die Geschichte so positiv geschrieben ist und damit Mut macht. Mut Ängste zu überwinden und zu seinem Körper zu stehen, auch wenn dieser nicht perfekt ist. Nicht jede Handlung des Romans ist meiner Meinung nach genau so in der Realität denkbar. Aber er enthält trotzdem wichtige Themen verpackt in eine wunderschöne romantische Geschichte. Ich hatte beim lesen durchaus Spaß, da es auch immer wieder zu lustigen Szenen kommt. Eine Geschichte die im Kopf bleibt, geschrieben von einer tollen Autorin, welche ich mir in Zukunft merken werde. Ich empfehle das Buch nicht nur für Tierfreunde, sondern gerade auch für Menschen mit Angst vor Hunden und einfach allen die gute Liebesgeschichten mögen.

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Veröffentlicht am 02.01.2021

Liebesroman, gewürzt mit einer ordentlichen Prise Drama

Zuckerfee 2.0
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Im Buch „Zuckerfee 2.0“ von Megan McGary kommt keine Langeweile auf, denn die Geschichte dreht sich nicht nur um das Kennenlernen von Café-Besitzerin Eve und Army-Captain Mac, sondern noch um Einiges mehr. ...

Im Buch „Zuckerfee 2.0“ von Megan McGary kommt keine Langeweile auf, denn die Geschichte dreht sich nicht nur um das Kennenlernen von Café-Besitzerin Eve und Army-Captain Mac, sondern noch um Einiges mehr. Nicht nur die detailverliebten Beschreibungen des Cafébetriebs, sondern auch die beschriebenen leckeren Backkreationen, gefielen mir hierbei besonders gut. Zwischen Eve und Mac sprühen nicht nur ordentlich die Funken, sondern es fliegen auch noch regelmäßig die Fetzen und so streiten und lieben sich die Beiden durch über 450 Seiten. Als Leserin war es mir stellenweise dann doch etwas zu viel Hin und Her. Auch der Schreibstil mit seinen oft sehr langen Sätzen liest sich nicht ganz so leicht, wie ich mir das gewünscht hätte. Da die Geschichte aber trotzdem abwechslungsreich und wenig vorhersehbar war gibt es von mir gute 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 30.12.2020

Lebensentwürfe

Als hätten sie Land betreten
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Im Roman „Als hätten sie Land betreten“ gelingt es der Autorin Claudia Sammer auf wenigen Seiten, gelungene Porträts und Lebensgeschichte sechs unterschiedlicher Frauen darzustellen. Nicht alle kennen ...

Im Roman „Als hätten sie Land betreten“ gelingt es der Autorin Claudia Sammer auf wenigen Seiten, gelungene Porträts und Lebensgeschichte sechs unterschiedlicher Frauen darzustellen. Nicht alle kennen sich und doch gibt es verschiedene Berührungspunkte, so dass die Erzählung, obwohl sie über Generationen hinweg geht, trotzdem stimmig wirkt. Der Schreibstil ist literarisch, voller Sprachbilder und liest sich nicht immer leicht. Um die ganze Fülle an Bedeutungen zu erfassen, braucht es als Leser*in etwas Konzentration. Obwohl die Protagonistinnen, teils nur kurz skizziert werden, wirken diese trotzdem charaktervoll mitsamt ihren Schwächen und Stärken. Ein Roman der sowohl durch Sprache als auch durch seinen Inhalt anders ist, dafür aber umso lesenswerter.

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