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Veröffentlicht am 12.01.2021

Anfangs sehr emotional, danach im Liebesrausch verloren

Invictus
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Nach dem Tod ihres geliebten Vaters lebt Alice zurückgezogen und nur noch von Schmerz und Erinnerung am Leben gehalten. Als ihr bester freund Liam auftaucht und versucht sie aus ihrem Loch zu holen gelingt ...

Nach dem Tod ihres geliebten Vaters lebt Alice zurückgezogen und nur noch von Schmerz und Erinnerung am Leben gehalten. Als ihr bester freund Liam auftaucht und versucht sie aus ihrem Loch zu holen gelingt ihm das nur allzu gut. Er stellt ihr seinen neuen Boss James und seine Schwester Silver vor. Bei Alice und James sprühen sofort die Funken und sie verbindet mehr als nur die Anziehungskraft. Bald brauchen sie den jeweils anderen wie eine Droge, doch James trägt ein dunkles Geheimnis mit sich rum der alles zerstören könnte ...

Der Anfang der Geschichte ist nicht nur hochemotional, sondern regelrecht herzzerreißend beängstigend geschrieben. Auf jeder Seite kann man Alice' Schmerz und Verlust fühlen - und den der Autorin! Ich hatte gehofft wir sehen wie sich Alice mit James Hilfe wieder berappeln wird, doch leider wurde ich enttäuscht! Die Geschichte zwischen Alice und James ist kaum zu ertragen. Für beide ist es die "große, nie dagewesene Liebe und Seelenverwandtschaft", doch kennen tun sich die beiden eigentlich überhaupt nicht. Ihre Liebe ist geprägt von geheimnissen, Sex und heißen Küssen, Reden? Fehlanzeige! Ständig werden nur die Äußerlichkeiten der beiden hervorgehoben, die Attraktivität. Das hat für mich nichts mit Liebe zu tun. Um die Geheimnisse wird herumscharwenzelt dass es mich als Leser nur noch nervt. Auch die anderen Charaktere Liam, Silver, Blake, alle haben nur Geheimnisse und ich tappe im Dunkeln darüber. Erst die letzten 100 Seiten werden wieder so richtig spannend und gefühlvoll - doch plötzlich ist das Buch zu Ende und eine Fortsetzung folgt. Der Schreibstil war wirklich sehr schön und ich konnte mich in die Charaktere hineinversetzen, wenn auch ihre Handlungsweisen nicht immer nachvollziehbar waren. Was mir aufgefallen ist (aber KEIN Kritikpunkt!) war die Rechtschreibung. Es liegt vermutlich daran dass Schweizer oder Südtiroler kein ß kennen und deshalb im Buch alles mit Doppel ss geschrieben wurde. Das hat meinen Lesefluss doch das ein oder andere mal gestört!

Invictus - Für immer vermisst ist von der Thematik her sehr emotional wichtig und mitreißend geschrieben. Die vielen Sexszenen und Schönheitsbekundungen der Charaktere lassen aber all das in den Hintergrund geraten - leider! Trotzdem konnte mich das Ende noch mal packen und ich bin wirklich gespannt wie die Geschichte endet, denn viele Fragen sind einfach noch offen geblieben.

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Veröffentlicht am 30.11.2020

Wiederkehrende Themen der Vorgängerbände

Ein neuer Tag in Virgin River
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Schon seit Jahren ist Paul heim,ich in Vanessa verliebt. Doch selbst nach dem Tod ihres Mannes Matt traut er sich nicht zu seinen Gefühlen zu stehen. Zu frisch sind die Wunden die Matt hinterlassen hat. ...

Schon seit Jahren ist Paul heim,ich in Vanessa verliebt. Doch selbst nach dem Tod ihres Mannes Matt traut er sich nicht zu seinen Gefühlen zu stehen. Zu frisch sind die Wunden die Matt hinterlassen hat. Dann gibt es auch noch ihren gemeinsamen Sohn Mattie. Ist Vanessa wirklich schon bereit für eine neue Beziehung?

In diesem Teil geht es hauptsächlich um die Geschichte von Paul und Vanni. Es ist sehr emotional und gerade auch wegen dem Tod des Mannes und besten Freundes Matt. Ich finde aber dass ihre Geschichte zu schnell abgehandelt wurde. Probleme und unnötige Missverständnisse wurden zu schnell gelöst und waren im nu kein Thema mehr. Ab der Mitte des Buches ging es dann wieder vermehrt um die anderen Bewohner des Städtchens. Auch dort finde ich, dass die Geschichten sich mittlerweile zu sehr ähneln. Ich habe das Gefühl alles schon mal gelesen zu haben. Für frischen Wind sorgt dagegen das Auftauchen neuer Charaktere. Ihre Abschnitte habe ich gern gelesen - besonders Muriel ist sehr interessant und wird die Stadt noch ordentlich aufmischen. Das Ende war sehr actionreich und hat den nötigen Pepp gebracht. Ich hätte mir das allerdings schon eher gewünscht, denn so ist auch dieser Teil wieder zu schnell abgehandelt wurden.

Ein neuer Tag in Virgin River war mir an vielen Stellen zu rosig und vorhersehbar dargestellt. Immer wider ähneln sich die Geschichten den Vorgängern. Ich hoffe das Auftauchen neuer Charaktere bringt auch mal andere Geschichten zu Tage - neue Schicksale. Potenzial ist auf jeden Fall vorhanden!

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Veröffentlicht am 02.11.2020

Leider eine zu oberflächliche Liebesgeschichte

Alaska Love - Winter in Wild River
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Erika steht kurz vor ihrem medizinischen Durchbruch als ihr Vater ihr eine zweiwöchige Zwangspause verordnet. Notgedrungen reist sie in ihre alte Heimat Wild River. Der Umgang mit ihrer besten Freundin ...

Erika steht kurz vor ihrem medizinischen Durchbruch als ihr Vater ihr eine zweiwöchige Zwangspause verordnet. Notgedrungen reist sie in ihre alte Heimat Wild River. Der Umgang mit ihrer besten Freundin Cassie gestaltet sich verkrampft und mit Cassies Bruder Reed liegt sie ständig im Clinch. Doch Reed lässt sie Gefühle aufkommen von denen sie keine Ahnung hat ...

Die Geschichte spielt im beschaulichen Städtchen Wild River in Alaska. Den Titel finde ich eigentlich ziemlich unpassend, denn Weihnachten ist nur am Ende des Buches und nicht wie man meinen könnte die gesamte Geschichte über. Erika und Reed sind mir auf Anhieb sympathisch - obwohl Erikas Karrieregier sehr befremdlich wirkt! Interessant ist vor allem Reeds Arbeit als Bergretter. Immer wieder werden zur Spannung Rettungseinsätze eingestreut die sehr packend erzählt werden. Leider wirkt die Beziehung zwischen Erika und Reed zu oberflächlich. Ihre Szenen bestehen hauptsächlich aus sexuellen Akten und nach ein paar Tagen zu sagen; er/sie ist die Liebe meines Lebens ist unrealistisch. Dafür sprechen die beiden zu wenig über ihre Gefühle (die jeweiligen Gedanken zählen nicht!) oder Vorstellungen. Auch Erikas Beziehung zu ihrem Vater wird nie eindeutig erläutert! Die Nebencharaktere Cassie und Tank tanzen ebenso umeinander rum, aber ich vermute die beiden werden noch ihre eigene Geschichte bekommen.

Weihnachten in Wild River ist für mich leider eine kleine Enttäuschung! Die Charaktere hätten mehr Tiefgang durchaus verdient gehabt, denn es waren einige Ansätze da. Auch weihnachtliche Stimmung kam selten auf da der Hauptteil zur Adventszeit spielt. Trotzdem würde ich einer Fortsetzung eine Chance geben, denn es bleiben noch ein paar spannende Fragen offen.

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Veröffentlicht am 16.10.2020

Vorhersehbares Wintermärchen

Wintermärchen in Virgin River
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Ian lebt seit dem Ende seiner militärischen Laufbahn abgeschieden in den Bergen von Virgin River. Eines Tages steht Marcie, die Witwe seines besten Freundes, vor der Tür. Eine Grippe zwingt sie zu bleiben ...

Ian lebt seit dem Ende seiner militärischen Laufbahn abgeschieden in den Bergen von Virgin River. Eines Tages steht Marcie, die Witwe seines besten Freundes, vor der Tür. Eine Grippe zwingt sie zu bleiben und Ian muss sich seiner Vergangenheit stellen, denn Marcie hat einige wichtige Fragen an Ian. So sehr sich Ian auch sträubt, er beginnt etwas für Marcie zu empfinden ...

Diese Geschichte dreht sich dieses Mal nicht um einen der bereits bekannten Virgin River Bewohner. Viel mehr ist es eine kleine Liebesgeschichte für zwischendurch. Es geht mal wieder um einen Veteranen der sich vor seiner Vergangenheit versteckt. Wie Marcie Ian verändert wird sehr gut beschrieben und doch fehlt es mir oft an Gefühlen und Emotionen zwischen den beiden. Von Anfang an weiß man wohin sich die Geschichte entwickeln wird und trotzdem passt es für mich nicht ins Bild. Die Probleme mit denen die beiden zu kämpfen haben sind unglaublich berührend und gehen mir ans Herz. Ich meine wie stark ist Marcie denn bitte? Und doch ist mir der Verlauf der Beziehung zu schnell und die Wandlung Ians nach ein paar Tagen zu unrealistisch. Für mich ist es bisher der schwächste Teil der Reihe, auch wenn ich die Charaktere sehr gemocht habe.

Wintermärchen in Virgin River ist eine -aufgrund des Themas- bewegende Liebesgeschichte mit sehr sympathischen Charakteren. Und doch hat es mir an etwas gefehlt und der Funke ist beim Lesen nicht zu mir übergesprungen.

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Veröffentlicht am 24.03.2020

Tolle Charaktere, aber zu viele Themen

Wie Sterne am Himmel
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Caroline hat es nicht leicht in New York: ihr Chefdesigner klaut ihre Kollektion und heimst den Ruhm ein und ihre beste Freundin Angelique stirbt völlig überraschend an einer Überdosis. Doch für Caroline ...

Caroline hat es nicht leicht in New York: ihr Chefdesigner klaut ihre Kollektion und heimst den Ruhm ein und ihre beste Freundin Angelique stirbt völlig überraschend an einer Überdosis. Doch für Caroline bleibt keine Zeit zum Trauern, denn sie muss sich jetzt um die kleinen Kinder von Angelique kümmern.Niedergeschlagen flüchtet sie zurück nach Oysterville und trifft dort auch auf ihre Jugendliebe Will...

In dieser Geschichte werden viele Themen der Gesellschaft aufgegriffen. Vielleicht zu viele? Denn immer wieder habe ich den Eindruck, dass die Probleme der Protagonistin zu schnell gelöst werden. Überhaupt wirkt es nach außen als ob Caroline nur Glück hat. Sie erfindet Sachen für die Kinder die ein riesen Erfolg werden (erfolgreiche Modekollektion!) oder gründet einfach ohne jegliche Ausbildung eine Selbsthilfegruppe für misshandelte Frauen die natürlich landesweite Aufmerksamkeit erhält. Das wirkt leider alles zu perfekt und unrealistisch! Die Charaktere sind unglaublich sympathisch und die Beziehung zwischen Caroline und den Kindern wird sehr liebevoll beschrieben (leider gab es davon zu wenige Momente!). Die Rückblicke in Carolines Jugend waren manchmal zu Ausschweifend obwohl sie durchaus hilfreich waren - nämlich die tiefe Bindung zwischen Caroline und Will zu verstehen. Das Thema häusliche Gewalt spielt eine sehr große Rolle und man erfährt berührende Geschichten, aber insgesamt wurde auch das zu schnell abgehandelt. Auch die Freundschaft zu Sierra wurde (in der Gegenwart) nie wirklich vertieft und manche Handlungsweisen waren nicht nachvollziehbar!

Wie die Sterne am Himmel ist eine berührende Liebesgeschichte über Trauer, Neuanfänge und die Familie. Es gab bewegende und süße Momente und doch waren alle Probleme zu schnell gelöst. Die Spezialisierung auf ein, zwei Themen hätte dem Buch gut getan, denn sie hätten alle verdient gehört zu werden!

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