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Veröffentlicht am 15.04.2021

Nette Geschichte für Zwischendurch

Die Kaffeedynastie - Tage des Aufbruchs
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Corinna sammelt auf einer Plantage in Brasilien erste Erfahrungen um diese im Familienunternehmen „Kaffee Ahrensberg“ einzusetzen, als sie der Anruf ereilt, dass ihr Vater einen Schlaganfall erlitten hat. ...

Corinna sammelt auf einer Plantage in Brasilien erste Erfahrungen um diese im Familienunternehmen „Kaffee Ahrensberg“ einzusetzen, als sie der Anruf ereilt, dass ihr Vater einen Schlaganfall erlitten hat. Sofort kehrt sie zurück um gemeinsam mit ihrem älteren Bruder Alexander die Firmenleitung zu übernehmen. Die ursprünglich sehr harmonische Beziehung wird zunehmend durch Alexanders dominierendes und engstirniges Verhalten belastet, so das Corinna beschließt, sich mit einer eigenen kleinen Kaffeerösterei selbstständig und vor allem unabhängig von der Familiendynastie zu machen. Auf der Suche nach Informationen, findet sie das Tagebuch ihres Großvaters, in dem er von seinen ersten Schritten zur Firmengründung erzählt. Und vom Krieg, mit einem sehr belastenden Erlebnis, das ihn bis zu seinem Tod verfolgte…
Dieses Buch enthält von allem etwas: eine romantische Liebesgeschichte, verzwickte Beziehungen, Generationskonflikte, Schicksale sowie geschichtliche Aspekte wie den Krieg. Das Buch liest sich angenehm flüssig, aber trotzdem bleibt es „nur“ eine nette Geschichte ohne Tiefgang und für Zwischendurch. Vieles wird nur angerissen und löst sich dann quasi im Wohlgefallen auf. Mir fehlen etwas die Ecken und Kanten, die Höhen und Tiefen und ich würde dieses Buch kein zweites Mal lesen.

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Veröffentlicht am 19.01.2021

Leider enttäuschend: Starker Anfang aber sehr schwaches Ende

Hexenjäger
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Das Cover hebt sich durch die auffällige Gestaltung mit dem roten X deutlich aus der Masse der Bücher ab. Zusammen mit dem Titel war es dies, was mich darauf aufmerksam machte. Die Story klang ebenfalls ...

Das Cover hebt sich durch die auffällige Gestaltung mit dem roten X deutlich aus der Masse der Bücher ab. Zusammen mit dem Titel war es dies, was mich darauf aufmerksam machte. Die Story klang ebenfalls sehr vielversprechend:
Die Frau des Schriftstellers Roger Koponen wird in seltsamer Pose ermordet aufgefunden. Doch sie bleibt nicht das einzige Opfer. Auffällig ist das die Frauen sich vom Typ her sehr ähneln. Und die Methode erinnert stark an Szenen aus Roger’s Triologie? Dienen diese Bücher dem Mörder als Vorlage? Kommissarin Jessica Niemi beginnt zu ermitteln und erkennt zu spät, in welcher Gefahr sie sich befindet…
Nach einem gelungenen Einstieg und spannenden Verlauf enttäuscht mich der Schluss doch sehr. Während die Szenen bisher sehr gut ausgebaut waren, hat es fast den Anschein, es soll nun „rasch zu Ende“ gebracht werden. Das Motiv ist zwar erkennbar, jedoch nicht wirklich schlüssig und überzeugend. Es stellen sich mir diesbezüglich einfach zu viel Fragen, zu denen dieses Buch keine Antworten gibt.
Gleiches gilt für die zweite Zeitebene mit Jessica’s Erleben in Venedig. Ich hatte immer die Hoffnung, dass dieser Handlungsstrang, der scheinbar zusammenhangslos in einzelnen Kapiteln eingeflochten ist, auch zum Ende hin einen – plausiblen - Zusammenhang erkennen lässt. Aber auch hier bleibe ich ratlos zurück.
Das ist sehr schade, klingt der Plot doch vielversprechend und enthält auch jede Menge Potential.
„Der Hexenjäger“ ist der Auftakt einer neuen Reihe, eventuell finden sich im Folgeband Antworten. Für das einzelne Buch bleibt meiner Meinung nach der Leser jedoch eher verwirrt zurück. Ich weiß noch nicht, ob ich den zweiten Teil lesen werde.

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Veröffentlicht am 11.12.2020

Kann man einmal hören

Böser Samstag
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Hannah Docherty soll ihre gesamte Familie ermordet haben und sitzt seitdem in einer psychatrischen Klinik, in der ihre Misshandlung auf der Tagesordnung steht. Nur die Psychotherapeutin Frieda Klein glaubt ...

Hannah Docherty soll ihre gesamte Familie ermordet haben und sitzt seitdem in einer psychatrischen Klinik, in der ihre Misshandlung auf der Tagesordnung steht. Nur die Psychotherapeutin Frieda Klein glaubt an ihre Unschuld und nimmt sich dieses Falls an.
Die Story läuft recht langsam – und für mich ohne Kenntnis der Vorgängerbände etwas verwirrend an – bis es zum eigentlichen Thema um Hannah kommt. Mit bewundernswerter Hartnäckigkeit verbeißt sich Frieda dann in diesen Fall und kann doch sehr spannend geschildert interessante und stimmige Zusammenhänge aufdecken. Leider enttäuschte mich dann jedoch das – offene – Ende.
Sprecherin Nicole Engeln passt mit ihrer rauchigen Stimme sehr gut zu diesem Hörbuch, jedoch konnte mich das „Gesamtpaket“ nicht überzeugen. Für mich ein Hörbuch was man einmal, allerdings kein zweites Mal, hören kann

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Veröffentlicht am 24.11.2020

Ein verschenktes Leben

Die verstummte Liebe
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Helen Mandeville ist eine selbstbewusste junge Engländerin, die sich Ende des 19. Jahrhunderts nicht in eine standesgemäße Heirat mit einem ungeliebten Mann drängen lässt. Stattdessen flüchtet sie zu ihrer ...

Helen Mandeville ist eine selbstbewusste junge Engländerin, die sich Ende des 19. Jahrhunderts nicht in eine standesgemäße Heirat mit einem ungeliebten Mann drängen lässt. Stattdessen flüchtet sie zu ihrer großen Liebe, dem Arzt Ludwig Ellerweg nach Deutschland. Gemeinsam mit ihm und den gemeinsamen Sohn Fritz verlebt sie die glücklichste Zeit ihres Lebens. Nach dem Tod ihrer Mutter verhindert der erste Weltkrieg die Rückkehr nach Deutschland – und damit auch ihr ganzes Leben.
Durch das wunderschöne Cover wurde ich auf das Buch aufmerksam, da man daraus sofort auf die zeitliche Einordnung des Inhalts schließen kann. Es liest sich gut und zügig, aber mit der Geschichte habe ich etwas meine Probleme. Diese starke und mutige Frau, die für ihre große Liebe ihr altes Leben hinter sich gelassen hat, knickt durch einen einzigen Fehltritt dermaßen ein, das die darauf aufbauende Kettenreaktion nicht nur ihr Leben, sondern auch das all ihrer Lieben unwiederbringlich beeinflusst. Auch wenn die erste Entscheidung in einer Ausnahmesituation ihr abgenommen wurde, kann ich nicht ganz nachvollziehen, dass sie später nicht alles daran setzt Kontakt zu ihrer deutschen Familie aufzunehmen, die ihr alles bedeutet.
Insgesamt ein Buch, was sich angenehm lesen lässt, allerdings würde ich dies nicht noch einmal tun.

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Veröffentlicht am 17.11.2020

Durch den Krieg im Leben verloren…

Rauhreif
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Edith Zeile schildert in ihrem Buch „Raureif: Eine Kriegskindheit“ das Leben der Sarah Stein, welches vor allem in der Kindheit durch Krieg, Verlust des Vaters und der Heimat geprägt ist und stellvertretend ...

Edith Zeile schildert in ihrem Buch „Raureif: Eine Kriegskindheit“ das Leben der Sarah Stein, welches vor allem in der Kindheit durch Krieg, Verlust des Vaters und der Heimat geprägt ist und stellvertretend für das Schicksal von Millionen von Kriegsflüchtlingen steht.
Die erste Hälfte des Buches brilliert vor allem durch die recht ahnungslosen Schilderungen der jungen Sarah aus Kindersicht, später hingegen flattert sie später regelrecht durchs Leben. Zwar sehr zielstrebig im beruflichen Fortkommen, aber unstet in Beziehungen, immer auf der Suche nach Heimat. Zu spät findet sie den vermeintlich Richtigen, der sie erden kann, durch deren gemeinsame behinderte Tochter Mirijam jedoch auch diese Beziehung zum Scheitern verurteilt ist. Nach Mirijam‘s Tod steht Sarah vor dem seelischen Nichts und erst mit der Reise in ihre verlorene Heimat scheint sie innerlichen Frieden zu finden.
Ein interessantes Buch, das ich zuerst verschlungen, mich jedoch später regelrecht durch die Zeilen gequält habe. Deshalb würde ich es auch nicht noch einmal lesen…

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