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Veröffentlicht am 09.11.2021

Eine außergewöhnliche Geschichte

Was kümmert mich Marie?
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Seit einiger Zeit hat Irma seltsame Träume. Sie sieht eine Frau, in einem Krankenhaus im Koma liegt. Als sie endlich erkennt, um welche Klinik es sich handelt, macht Irma sich auf die Suche nach der geheimnisvollen ...

Seit einiger Zeit hat Irma seltsame Träume. Sie sieht eine Frau, in einem Krankenhaus im Koma liegt. Als sie endlich erkennt, um welche Klinik es sich handelt, macht Irma sich auf die Suche nach der geheimnisvollen Frau. Auf der Intensivstation findet sie nicht nur Marie, die Frau aus ihren Träumen und ein Tagebuch, dass eine starke Anziehungskraft auf sie ausübt, sondern sie trifft auch auf dessen Freund Pierre. Die beiden kommen ins Gespräch und Pierre bittet Irma, ihm dabei zu helfen, Maries Seele zur Rückkehr in ihren Körper zu bewegen. Irma ist einverstanden, doch schon nach kurzer Zeit ist sie sich nicht mehr sicher, ob das eine gute Idee war, denn sie beginnt für Pierre Gefühle zu entwickeln. Und dann redet auch noch ihr egoistisches Unterbewusstsein ständig dawischen.

Anna Terris hat sich, nachdem sie als Jugendliche selbst einen erbitterten Kampf um ihr Leben geführt hat, schon früh mit dem Sinn des Lebens und dem Tod beschäftigt. „Was kümmert mich Marie?“ ist ihr Debütroman.
Mit dem Cover konnte ich zu Beginn nicht viel anfangen. Nachdem ich einige Seiten gelesen hatte, habe ich dann den Zusammenhang zwischen dem Titelbild und dem Plot verstanden.
Ich bin, dank des sehr leichten und flüssigen Schreibstils der Autorin gut in die Geschichte hineingekommen und war schnell gefesselt von der Handlung.
Anna Terris hat sich in ihrem Buch auf das Wesentliche konzentriert und es gibt keine ausschweifenden und bildgewaltigen Beschreibungen.
Sie führt ihre Leser mit schlichten, unaufgeregten Sätzen und einem subtilen Humor, klar und fokussiert durch die 132 Seiten der Kurzgeschichte.

Ich habe lange mit Irma gerätselt, um was für eine Frau es sich bei der Komapatientin handelt und in welchem Zusammenhang sie zu ihr steht. Als sie dann Pierre begegnete, begann ich jedoch immer öfter, die Stirn zu runzelt. Ihre Treffen und vor allem Pierres Verhalten war für mich lange Zeit nicht glaubwürdig und nicht nachvollziehbar.
Die Gespräche der Beiden drehten sich, für mein Empfinden, etwas zu viel um spirituelle und übernatürliche Dinge. Ich hätte mir ein paar „normale“ Gespräche zwischen ihnen, gerade zu Beginn gewünscht. Aber wahrscheinlich hätte das den Rahmen einer „Kurzgeschichte“ dann gesprengt.
Bis zuletzt war für mich nicht ersichtlich, in welche Richtung sich die Handlung entwickeln und wohin der Weg führen würde. Doch letztendlich klärten sich die vielen offenen Fragen, die mir im Laufe des Plots, in den Sinn kamen, auf.
Am Schluss wurde ich dann mit einem Ende überrascht, das wunderbar gepasst hat und der Geschichte zu einem schönen Abschluss verholfen hat.

„Was kümmert mich Marie?“ ist eine außergewöhnliche, spirituelle und tiefsinnige Geschichte, die mich überrascht hat. Auch wenn der Schreibstil der Autorin mir gut gefallen hat, konnte das Buch mich nicht völlig überzeugen.

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Veröffentlicht am 25.01.2021

Eine Mischung aus Reiseführer und Krimi

Mord zum Jahrestag
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"Mord zum Jahrestag" von Johanna Ritter

Hauptkommissar Erwin Holle möchte seinen Urlaub auf Norderney genießen und freut sich auf zwei Wochen, die er ausschließlich mit Sport, Schlafen und gutem Essen ...

"Mord zum Jahrestag" von Johanna Ritter

Hauptkommissar Erwin Holle möchte seinen Urlaub auf Norderney genießen und freut sich auf zwei Wochen, die er ausschließlich mit Sport, Schlafen und gutem Essen verbringen will. Er möchte endlich einmal am Norderneyer Triathlon teilnehmen und dafür ausgiebig trainieren. Doch bereits an ersten Tag macht seine Dienststelle ihm einen Strich durch die Rechnung. Am Weststrand wurde die Leiche einer Frau entdeckt und da er direkt vor Ort ist, muss er die Ermittlungen aufnehmen. In unmittelbarer Nähe des Opfers wurde Ulf-Berthold Stikkert, ein Kurzgeschichtenautor aus Norddeich volltrunken aufgefunden. Haben Ulf Stikkert und seine ehemaligen Klassenkameraden, die sich zu einem Treffen auf der Insel befanden, etwas mit dem Mord zu tun? Hauptkommissar Holle versucht, zusammen mit seinen Insel-Kollegen, die Zusammenhänge möglichst schnell aufzudecken, denn der Mörder ist nicht aufzuhalten.

Das Cover gefällt mir sehr gut. Es ist nicht überladen, sondern zeigt den Leuchtturm auf Norderney und ein paar Möwen. Es passt sehr gut zum Thema.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm leicht und flüssig und ich bin gut in die Geschichte hineingekommen.
Die Schauplätze sind Norderney und Norddeich und das Setting ist sehr bildreich beschrieben.
Als Ostfriesin und Norderney-Fan kenne ich die Straßen, Sehenswürdigkeiten und Cafés und konnte sie durch die Augen der Propagonisten sehen. Fast so, als ob man einen Film schaut. Auch das Hauptkommissar Holle immer mal wieder einige geschichtlichen Hintergründe einfließen ließ, hat mir sehr gut gefallen.

Erwin Holle muss, anstatt seinen wohl verdienen Urlaub zu genießen, auf Norderney in einem Mordfall ermittelt. Eine Leiche wurde am Strand gefunden und es besteht der Verdacht, dass es sich dabei um einen Mord handelt.
Holle macht sich, zusammen mit seinen Insel-Kollegen an die Arbeit. Leider blieb der Hauptkommissar für mich etwas blass. Er hat sich mit den Jahren daran gewöhnt, dass seine Frau ohne ihn Urlaub machen will und genießt nun auch die Zeit für sich. Viel mehr erfahren wir allerdings über ihn nicht. Natürlich soll der Kriminalfall im Vordergrund stehen, aber etwas mehr Hintergrundinformationen, vor allem über seine Gefühle und Gedanken wären schön gewesen.
Irgendwie wurde er im Laufe der Geschichte auch mehr zu einer Nebenfigur und Bernd Vorbeck und sein Kollege Federsen waren für mich die interessanteren Charaktere. Besonders witzig fand ich auch Herbert Hocke, der es mit seiner Frau nicht leicht hat. Ich habe sehr geschmunzelt bei seinem Gespräch mit Federsen.
Die Idee zum Buch nicht neu und der Täterkreis war von Anfang an sehr eingeschränkt. Mein zwischenzeitlicher Verdacht hat sich dann letztendlich auch bestätigt, auch wenn die Auflösung gut gemacht ist.
Auch wenn der Plot zu "Mord zum Jahrestag" nicht durch atemlose Spannung hervorsticht, wurde ich gut unterhalten.
Es ist eine Mischung aus Reiseführer und Krimi, doch das Potenzial wurde meiner Meinung nach, nicht ganz ausgeschöpft und es ist noch Luft nach oben.
Von mir gibt es 3,5 Sterne, aufgerundet auf 4 Sterne und eine Leseempfehlung für alle Ostfriesland und Norderney-Fans.

Ich bedanke mich bei der Autorin für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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Veröffentlicht am 23.01.2021

Am Ende ging es mir etwas zu schnell

Die Wächter der blauen Rose
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Die Wächter der blauen Rose" von M.J. Martens

Der 16-jährigen Severin hat kein leichtes Leben. Seine Mutter ist vor einigen Jahren gestorben und von seinem ständig betrunkenen Vater wird er tagtäglich ...

Die Wächter der blauen Rose" von M.J. Martens

Der 16-jährigen Severin hat kein leichtes Leben. Seine Mutter ist vor einigen Jahren gestorben und von seinem ständig betrunkenen Vater wird er tagtäglich erniedrigt und geschlagen. Er bekommt kaum etwas zu essen und muss täglich ein großes Arbeitspensum erfüllen. Als eines Tages eine Gruppe Wächter ins Dorf kommen um neue Anwärter für die Armee von Königin Amara zu suchen, ergreift Severin seine Chance. Gemeinsam mit seinem Freund Joshua schließt er sich den Wächtern an, die im Auftrag der Königin die Menschen vor den Vampiren schützen. Doch um die Ausbildung zu überstehen, müssen sie, genau wie alle anderen Wächter, in Werwölfe verwandelt werden.
Severin tut alles, um ein starker und stolzer Krieger zu werden und die Menschen vor den Vampiren zu schützen. Aber geht es Amara, der Herrscherin von Eremis auch um das Wohl ihres Volkes?

Als ich den Klappentext gelesen habe, stand für mich eigentlich schon fest, dass ich dass neue Buch von M.J. Martens lesen werde. Ich kenne die Autorin bereits von ihrer Gestaltwandler Reihe und mag ihren Schreibstil sehr. Er ist flüssig und leicht verständlich. Bereits nach wenigen Sätzen war ich in der Geschichte versunken. Das Buch hat nur 216 Seiten und so habe ich es innerhalb eines Tages gelesen.
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Severin und Ajun. Durch die wechselnden Perspektiven kann man sich als Leser gut in beide hineinversetzen.
Im Laufe der Geschichte lernen wir nach und nach die Propagonisten kennen.
Severin will dieses Leben, dass nur aus Hunger, Schläge und Angst vor den Vampiren besteht, nicht länger und nutzt die Chance auf ein neues Leben, als er die Möglichkeit dazu bekommt.
Severin ist ein sehr sympathischer Propagonist, der das Herz auf dem rechten Fleck hat und sehr einfühlsam ist. Das zeigt sich bereits in den ersten Kapiteln, denn er will sich nicht ohne seinen Freund Joshua den Wächtern anschließen. Doch Serverin besitzt auch Durchsetzungsvermögen. Er merkt schnell, dass er kämpfen muss, wenn er die Ausbildung zum Wächter überleben will. Er ist couragiert und willenstark und lässt sich nicht unterkriegen, auch wenn seine Ausbilder es ihm nicht leicht machen.
Sein Freund Joshua hingegen kommt mit der Verwandlung zum Werwolf nicht so gut zurecht und quält sich durch die Ausbildung. Er verändert sich sehr und reagiert plötzlich abweisend und kühl Severin gegenüber und ist nicht mehr der Freund, der er einmal war.
Ajun, der Oberste Wächter, ist ein mysteriöser und geheimnisvoller Propagonist und ich liebe solche Charaktere!
Er ist nicht nur der Anführer der Wächter, sondern auch Geliebter von Königin Amara. Die beiden bescheren uns einige heiße, erotische Bettszenen in denen es heftig zur Sache geht.
Ajun und Amara bleiben aber lange Zeit undurchschaubar und rätselhaft und die Autorin lässt uns erst spät bei ihnen hinter die Fassade blicken. Doch gerade das macht den Reiz ihrer Figuren aus.
M.J. Martens hat die einzelnen Charaktere glaubwürdig und authentisch beschrieben. Auch die Nebenfiguren fügen sich wunderbar in die Geschichte ein. Insgesamt hat es mir jedoch ein wenig an Tiefe gefehlt.
Der Plot ist temporeich, dynamisch und wurde nicht unnötig in die Länge gezogen.
Die Spannung steigt kontinuierlich an, es wird brutal, es wird blutig und es kommt keine Langeweile auf.

Das Ende kam dann jedoch etwas zu schnell. Ein paar Seiten mehr hätten der Geschichte gut getan.
"Die Wächter der blauen Rose" ist eine Fantasy-Story, in der es um die Chance auf ein neues Leben, um Liebe, Macht und Vergeltung geht.
Mich hat das Buch gut unterhalten und mir ein paar schöne und kurzweilige Lesestunden beschert.
Von mir gibt es dafür 3,5 Sterne, aufgerundet auf 4 Sterne ⭐⭐⭐⭐

Erschienen im Hybrid Verlag

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Veröffentlicht am 09.03.2020

Gutes Debüt und solider Auftakt der Woodland-Trilogie

Too good to be true
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Too good to bei true" von Marcella Fracchiolla

Allie und ihre Zwillingsschwester Leah wachsen seit sie fünf Jahre alt sind im Internet auf und es ist zu ihrem Zuhause geworden.
Leah ist die selbstbewusstere ...

Too good to bei true" von Marcella Fracchiolla

Allie und ihre Zwillingsschwester Leah wachsen seit sie fünf Jahre alt sind im Internet auf und es ist zu ihrem Zuhause geworden.
Leah ist die selbstbewusstere der beiden Schwestern. Sie gibt im Internet den Ton an und steht überall im Mittelpunkt. Allie hingegen verblasst etwas Schatten ihrer Schwester. Sie ist eher ruhig und zurückhaltend.
Doch das kommende Schuljahr soll ihr Leben so richtig auf den Kopf stellen.
Die Woodland Academy hat Stipendien für begabt Schüler aus sozialschwachen Familien verteilt. Zu diesen Schülern gehört auch Ethan, der in einem Trailerpark aufgewachsen ist und immer ums Überleben kämpfen musste. Er ist der typische Bad-Boy, sexy, aber auch gefährlich. Für Leah ist das ein willkommener Anlass sich aufzuspielen und ihre arrogante Seite zu zeigen. Allie fühlt sich zu Ethan hingezogen, doch bei den beiden treffen zwei Welten aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Als Ethans dunkle Vergangenheit ans Licht zu kommen droht, werden die Karten neu gemischt.
Wird Allie endlich lernen für das was ihr wichtig ist zu kämpfen?
Bereits der Prolog machte mich sehr neugierig auf die Geschichte.
Der Schreibstil von Marcella Fracchiolla ist sehr leicht und flüssig und ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Es ist ein typisches Jugendbuch und das meine ich nicht im negativen Sinne.
Erzählt wird aus dem Internatsleben der vier Jugendlichen Allie, Leah, Ethan und Logan.
Die Mädchen sind aus gutem Hause und behütet im Internet aufgewachsen. Die Jungs müssten immer ums Überleben kämpfen und haben es geschafft, durch Disziplin und guten Leistungen,sich einen der begehrten Stipendiumplätze in der Woodland Academy zu sichern.

Die Autorin hat die Charaktere sehr gut herausgearbeitet. Leah ist eine richtige Zicke und war mir zu Beginn sehr unsympathisch. Doch mit der Zeit schaffte sie es, bei mir Punkte zu sammeln. Allie fand ich am Anfang sehr kindisch und etwas naiv.
Doch sie hat eine wunderbare Entwicklung durchlaufen und ist im Laufe der Geschichte erwachsen geworden. Ethan und Logan sind nach außen hin, typische Bad-Boys, doch im Inneren haben beide einen weichen Kern.
Die Autorin hat die Figuren sehr authentisch und lebendig gestaltet und ich hatte sehr schnell ein detailliertes Bild von allen Beteiligten vor Augen.
Und durch die wechselnden Erzählperspektiven bekam ich auch Einblicke in die Gedankengänge der Propagonisten.
Ich entspreche zwar nicht mehr dem typischen Alter der Zielgruppe und hatte wohl deshalb auch ein paar Probleme mit den umgangssprachlichen Dialogen, aber dennoch hat die Autorin mich mit ihrer Botschaft (Toleranz und Verständnis füreinander ist wichtig) überzeugt.
Die Spannung baute sich langsam auf und das gefiel mir sehr gut. So hatte man die Möglichkeit, die Charaktere erstmal richtig kennenzulernen.
Fazit
Mit "Too good to be true" würde zwar keine neue Story kreiert, aber Marcella Fracchiolla hat mich sehr gut unterhalten.
Nachdem das Buch in den verschiedenen Portalen sehr (umgangssprachlich) "gehypt" wurde, hatte ich sehr große Erwartungen an die Story. Leider wurden diese nicht völlig erfüllt.

Aber es ist ein schönes Debüt der Autorin und ein guter Auftakt der "Woodland-Trilogie".
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und gute 3,5 Sterne für den ersten Teil.

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Veröffentlicht am 04.02.2020

Ein guter Auftakt der Spiegelwächter-Saga mit einigen Schwâchen

Der Spiegelwächter
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Ludmilla ist 15 Jahre alt und wächst bei ihrer Großmutter Mina auf. Ihre Eltern sind beruflich viel unterwegs und haben wenig Zeit für ihre Tochter. Doch Ludmilla fühlt sich sehr wohl bei ihrer Oma und ...

Ludmilla ist 15 Jahre alt und wächst bei ihrer Großmutter Mina auf. Ihre Eltern sind beruflich viel unterwegs und haben wenig Zeit für ihre Tochter. Doch Ludmilla fühlt sich sehr wohl bei ihrer Oma und möchte auch gar nicht wieder zurück.
Eines Tages entdeckt sie in einem Raum, den sie eigentlich gar nicht betreten darf, einen magischen Spiegel, der zu leuchten beginnt. Als dann eine Stimme sie zu rufen beginnt, tritt Ludmilla hindurch und findet sich plötzlich in einer fremden Welt voller Geheimnisse wieder. Dort leben neben dem Spiegelwächter Uri auch Feen, Hexen, Formwandler und Geistern, viele andere magische Wesen. Diese magische Welt, die sich Eldrid nennt, droht in der Dunkelheit zu versinken und benötigt dringend die Hilfe der 15 jährigen Ludmilla im Kampf gegen die Dunkelheit. Doch kann sie ihnen wirklich helfen?

Der Schreibstil der Autorin ist sehr leicht und angenehm und ich konnte sehr schnell in die Geschichte eintauchen. Das Buch ist flüssig zu lesen und die Kapitel haben eine angenehme Länge. Sehr gut gefallen haben mir die gezeichneten Karten und das Personenverzeichnis am Ende des Buches.
Mit der Hauptprotagonistin Ludmilla hatte ich zu Beginn so meine Probleme. Sie ist eine Charaktere, die sehr frech, aufmüpfig, impulsiv und überheblich ist. Sie lässt sich nichts sagen, ist hitzköpfig, leicht reizbar und meiner Meinung nach ein sehr anstrengender Teenager.
Teilweise ist dieses Verhalten für eine 15 jährige ja vielleicht auch nachvollziehbar.
Doch wenn ich mir vorstelle, ich wäre in diesem Alter plötzlich in einer magischen Welt voller Gefahren, wäre ich gerade zu Beginn, viel ängstlicher gewesen.
So nach und nach konnte ich mich jedoch besser in Ludmilla hineinversetzen und hatte immer mehr das Gefühl, sie versucht sich hinter ihrer herausfordernden, überheblichen Art zu verstecken. Und sie ist ja auch sehr hilfsbereit und möchte den Bewohnern der magischen Welt helfen.
Ihre Großmutter Mina hat mich sehr überrascht! Sie ist eine typische Großmutter, die es mit ihrer pubertierenden Enkelin nicht immer einfach hat. Doch sie ist gutherzig und gutmütig. Ich möchte jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen um nicht zu spoilern, aber sie spielt in der Geschichte eine nicht unbedeutende Rolle.
Neben den Hauptpropagonisten gibt es viele Nebencharaktere, wie zum Beispiel Uri und Bodan, die Spiegelwächter und Landos, den Formwandler, die für die Entwicklung der Geschichte wichtig sind.
Annina Safran hat die Welt Eldrid anschaulich beschrieben. Die magischen Wesen konnte ich mir sehr gut vorstellen, allerdings hätte die Landschaft teilweise ruhig noch etwas vielfarbiger und detaillierter beschrieben sein können um sie bildhaft vor Augen zu haben. Das ist auf jeden Fall noch ausbaufähig.
Spannung ist kontinuierlich vorhanden, allerdings ist sie, gerade zum Ende hin, noch steigerungsfähig.

Obwohl die Story noch ausbaufähig ist, hat sie großes Potential und ist ein gelungener Start in die Reihe der Spiegelwächter-Saga.
Sie ist für Jugendliche und Kinder ab 8 Jahren geeignet und es macht bestimmt Spaß, diese Fantasy-Story zusammen mit den Kindern zu lesen und in die magische Welt von Eldrid einzutauchen.
Von mir bekommt dieser erste Teil eine Leseempfehlung für Jugendliche und gute 3,5 Sterne (aufgerundet auf 4 Sterne auf den entsprechenden Portalen).

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