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Sanya

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.01.2017

Wunderschön und herzzerreißend

Bevor ich sterbe
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Eins meiner absoluten Lieblingsbücher!
Es geht um Tessa, die trotz ihres noch jungen Alters von 16 Jahren schon seit einiger Zeit an Krebs leidet. Sie kämpft tapfer, doch im Laufe des Buches wird immer ...

Eins meiner absoluten Lieblingsbücher!
Es geht um Tessa, die trotz ihres noch jungen Alters von 16 Jahren schon seit einiger Zeit an Krebs leidet. Sie kämpft tapfer, doch im Laufe des Buches wird immer weiter klar, dass sie diesen Kampf verlieren wird, dass es aussichtslos ist. Eigentlich eine grausame Situation, doch die Art, wie Tessa damit umgeht, hat mein Herz berührt. Sie schreibt eine Liste mit Dingen, die sie noch erleben möchte, bevor sie stirbt. Drogen nehmen, eine Straftat begehen, einen Tag zu allem "Ja" sagen, Sex haben... Ihre Freundin Zoey hilft ihr dabei, die Liste abzuarbeiten und zunächst läuft alles nach Plan. Bis sie Adam kennenlernt und sich verliebt. Mehr möchte ich hier nicht über den Inhalt spoilern. Es sei nur so viel gesagt: Wenngleich Tessa die Sache sehr unkonventionell angeht und dadurch ihre Handlungen oft schwer nachvollziehbar sind und man stellenweise Schwierigkeiten hat, sich in sie hineinzuversetzen, hat mir dieses Buch doch eine unfassbare Hoffnung geschenkt. Sie geht mit der Gewissheit, bald zu sterben, mit so großer Selbstbestimmtheit um, wie man sie selbst von Erwachsenen kaum erwarten kann. Wenngleich man die ganze Zeit weiß, dass Tessa nicht überleben wird, so ist dieses Buch doch ein großartiges Zeichen dafür, dass es sich lohnt, die uns verfügbare Zeit zu nutzen.

Veröffentlicht am 06.03.2017

Anders als erwartet

Mir ist die Zunge so schwer
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Ich bin etwas zwigespalten. Ich hatte hohe Erwartungen an das Buch, aber es war deutlich härterer Stoff, als ich gedacht hatte. Zunächst einmal konnte ich immer nur ein kurzes Stück lesen. Es war kein ...

Ich bin etwas zwigespalten. Ich hatte hohe Erwartungen an das Buch, aber es war deutlich härterer Stoff, als ich gedacht hatte. Zunächst einmal konnte ich immer nur ein kurzes Stück lesen. Es war kein zusammenhängender Text, sondern viele kleine Kurzgeschichten. So weit, so gut. Allerdings haben mich manche Geschichten derart sprachlos hinterlassen, dass ich danach das Buch erst mal für ein paar Tage aus der Hand legen musste. Es gab Geschichten, die einfach ans Herz gingen, voller Unglück und Ungerechtigkeit. Es gab aber auch Geschichten, die mich einfach nur fassungslos gemacht haben. So wie die eines Mannes, der im Krieg einen anderen Mann anschoss und dann einsperrte, sodass dieser qualvoll verblutete. Und dafür nach all den Jahren nicht einmal Reue zu empfinden... Dieses Geständnis gehörte zu denen, die ich lieber nicht erfahren hätte. Es waren einfach viele Menschen in diesem Buch, in die ich mich nicht hineinversetzen konnte. Eine schöne Idee, aber das Lesen hat mich viele Nerven gekostet.

Veröffentlicht am 17.02.2017

Interessanter Thriller in Frankfurt

Du hast keine Wahl
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Ich hatte die Gelegenheit, dieses Buch im Rahmen einer Leserunde zu lesen. Und auch wenn es mich nicht vollends umgehauen hat, kann ich es doch jedem weiterempfehlen, der Interesse an Thrillern hat und ...

Ich hatte die Gelegenheit, dieses Buch im Rahmen einer Leserunde zu lesen. Und auch wenn es mich nicht vollends umgehauen hat, kann ich es doch jedem weiterempfehlen, der Interesse an Thrillern hat und gerne mal einen neuen Autor kennenlernen möchte. So viel vorab.
Es geht um Norman Jacobi, einen Polizeireporter, und Katharina Beck, eine Historikerin. Gemeinsam haben die beiden bereits einen Fall gelöst. Diesen Band habe ich leider noch nicht gelesen, es werden allerdings immer wieder Andeutungen gemacht, was dort passiert ist. Vor allem, da die beiden von Anfang an Parallelen zwischen den beiden Fällen sehen und deshalb intensiv nach Zusammenhängen suchen.
Norman wird von einem befreundeten Polizeikommissar zu einem Tatort gerufen. Ein bekannter Lokalpolitiker, der mit einer innovativen Idee auf dem besten Weg war, die Bürgermeisterwahl für sich zu entscheiden, wurde ermordet. Am Tatort wurden mit Blut eine Botschaft in griechischer Sprache hinterlassen. Schneller, als es ihnen lieb ist, stecken Beck und Jacobi mitten drin in einem Fall, der ihrer beider Leben bedroht. Inmitten von politischen Intrigen und undurchsichtiger Polizeiarbeit und unter der ständigen Bedrohung eines Täters, der ihnen stets einen Schritt voraus zu sein scheint, versuchen die beiden, weitere Morde zu verhindern.
Mehr möchte ich an dieser Stelle zum Inhalt gar nicht verraten. Nur so viel: Das Buch schafft es durchaus an vielen Stellen, Spannung aufzubauen. Es gab einige Kapitel, nach denen ich es gar nicht aus der Hand legen konnte. Die Hauptcharaktere sind sympathisch, ansonsten sind die Figuren fast durchgehend undurchsichtig und ihre wahren Motive unklar, sodass stets eine Spannung erhalten bleibt. Gegen Ende wird es - wie es oft bei Reihen passiert - leider etwas vorhersehbar. Dennoch hat mich das Buch gut unterhalten und insbesondere der Schreibstil des Autors hat mir sehr gut gefallen. Aus diesem Grund werde ich die weiteren Bände dieser Reihe sicherlich im Blick behalten.

Veröffentlicht am 31.01.2017

Schön, für mich aber der schwächste Teil der Reihe

Sommersehnsucht
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Emma betreibt gemeinsam mit ihren Freundinnen Mac, Laurel und Parker eine Hochzeitsagentur. Dabei hat jede der vier eine besondere Begabung, die sie einbringt und dadurch der Agentur zu großem Erfolg verholfen ...

Emma betreibt gemeinsam mit ihren Freundinnen Mac, Laurel und Parker eine Hochzeitsagentur. Dabei hat jede der vier eine besondere Begabung, die sie einbringt und dadurch der Agentur zu großem Erfolg verholfen hat. Emma ist Floristin, eine Meisterin darin, jeeder Braut den perfekten Brautstrauß zu entwerfen und auch das Haus von innen wie von außen und die großen Gärten perfekt für die jeweilige Hochzeit herzurichten.
Emma ist eine fröhliche und gesellige Frau, die überhaupt keine Probleme hat, Männer kennenzulernen. Doch in der Regel langweilen sie diese nach kurzer Zeit, sodass sie sich eher darauf verlegt, sie mit einer ihrer Freundinnen oder Bekannten zu verkuppeln.
Wie in jedem Roman des Jahreszeiten-Zyklus geht es auch bei Emma darum, dass sie ihre große Liebe trifft. In ihrem Fall heißt dieser Mann Jack, ist Architekt und mit den vier Frauen befreundet, seit er gemeinsam mit Parkers Bruder studiert hat.
Zu Beginn ist die sich anbahnende Liebesgeschichte der beiden überaus spannend, vor allem die heißen Mails, die sich gegenseitig schicken. Für mich ist die Geschichte dann allerdings recht bald abgeflacht und endete auch noch überaus kitschig, selbst für einen solchen Roman. Das mag allerdings auch daran liegen, dass ich mich zum Beispiel mit den pragmatischen Mac und Parker deutlich mehr identifizieren kann als mit der hoffnungslosen Romantikerin Emma.
Es bleibt ein schönes Buch für verregnete Tage oder schlaflose Nächte, für mich dennoch der schwächste Teil der Reihe.

Veröffentlicht am 16.01.2017

Fesselnd, aber nicht atemberaubend

Das Paket
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Es ist das erste Buch von Sebastian Fitzek, das ich gelesen habe, und ich hatte durchaus hohe Erwartungen angesichts der positiven Rezensionen seiner bisherigen Werke.
Emma, eine junge Psychiaterin, wird ...

Es ist das erste Buch von Sebastian Fitzek, das ich gelesen habe, und ich hatte durchaus hohe Erwartungen angesichts der positiven Rezensionen seiner bisherigen Werke.
Emma, eine junge Psychiaterin, wird in ihrem Hotelzimmer von einem Unbekannten vergewaltigt. Außerdem rasiert er ihr die Haare ab. Es gibt anschließend einen Handlungssprung. Emma, zutiefst getroffen und psychisch beeinträchtigt durch die Ereignisse, spricht mit einem befreundeten Anwalt über die Ereignisse im Hotel, aber vor allem auch über die grausamen Dinge, die hinterher passiert sind, die aber erst im Laufe des Buches durch Rückblenden in Emmas Erzählungen bekannt werden. Das Buch wartet hierbei immer wieder mit unerwarteten Wendungen auf und ich persönlich hatte einige Charaktere im Verdacht, nur um diesen wenige Seiten später wieder zu verwerfen. Was die Suche nach dem Täter angeht, ist es dem Autor also durchaus gelungen, mich zu fesseln.
Dennoch muss ich sagen, dass ich etwas zwiegespalten zu dem Buch bin. Es hat mich nicht vollkommen begeistert oder schockiert, sondern schaffte es trotz der teilweise unerwarteten und auch gewalttätigen Szenen irgendwie nicht, mich vollends mitzureißen. Vielleicht liegt es daran, dass man sich schwer mit der Hauptfigur, der psychisch stark beeinträchtigten Emma, identifizieren kann. Es ist für den ungeschulten Leser schwer zu erkennen, ob es sich teilweise bei ihrem Verhalten um Auswirkungen ihrer Psychose oder doch um grenzenlose Naivität handelt.
Trotz der Zweifel ist es doch ein Buch, dass ich in einem Rutsch gelesen habe, sicherlich wieder zur Hand nehmen werde und auch definitiv meinen Freunden weitergeben werde.