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Veröffentlicht am 17.03.2017

tahamul. Aushalten (und bitte: unbedingt lesen!)

Tausend strahlende Sonnen
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Mariam möchte aus der ärmlichen Lehmhütte zur Schule gehen. Ihre Mutter verwehrt ihr den Wunsch: „Nur eines muss sie können. Und das ist: tahamul. Aushalten.“ S. 22 Nach ihren Erfahrungen dürfen Frauen ...

Mariam möchte aus der ärmlichen Lehmhütte zur Schule gehen. Ihre Mutter verwehrt ihr den Wunsch: „Nur eines muss sie können. Und das ist: tahamul. Aushalten.“ S. 22 Nach ihren Erfahrungen dürfen Frauen wie sie und ihre Tochter nicht viel erwarten. Nur einmal in der Woche kommt der Vater zu Besuch – die Mutter ist keine seiner drei Ehefrauen, sie war nur die Angestellte in seinem Haus und beklagt ihr Los. „Manchmal…wünschte ich, mein Vater hätte den Mumm gehabt, eines seiner Messer zu wetzen und der Ehre Genüge zu tun. Es wäre womöglich besser für mich gewesen.“ S. 10 Tochter Mariam wächst meist freudlos heran, nur der alte Mullah, der sie unterrichtet, und eine Freundin der Mutter bringen Abwechslung.

Laila hingegen wird als behütetes drittes Kind nach zwei älteren Söhnen geboren, mit gebildeten, wohlhabenden Eltern. Der Vater legt Wert darauf, auch seiner Tochter jegliche Bildung zukommen zu lassen. Doch Laila und Mariam leben in Afghanistan und bald ergreifen die Kommunisten die Macht. Lailas Vater verliert seine Arbeit, doch immer noch schätzt er, dass die Kommunisten großen Wert auf die Schulbildung auch und gerade der Mädchen Wert legen. Die Söhne kämpfen bereits gegen die Kommunisten – Lailas Mutter lebt hauptsächlich in der Vergangenheit mit diesen Brüdern. „Laila hörte immer aufmerksam zu und hoffte im Stillen, Mami würde bemerken, dass sie, Laila, kein shaheed [Märtyrer] war und noch lebte, dass sie hier mit ihr im Bett lag und eigene Wünsche für die Zukunft hatte. Allerdings war ihr klar, dass sich ihre Zukunft mit der Vergangenheit ihrer Brüder nicht messen lassen konnte.“ S. 133 Beide Frauen haben diese Mütter…

Die bald miteinander verwobene Geschichte der beiden ungleichen Frauen mit völlig verschiedenem gesellschaftlichen Hintergrund innerhalb Afghanistans wird von Autor Khaled Hossein zu einer Geschichte geschrieben über Liebe und Freundschaft, Willkür und Leid, aber auch Mut und Hoffnung. Es ist außerdem die Geschichte Afghanistans ab dem Jahr von Mariams Geburt, 1959, von verschiedenen Volksgruppen, den wechselnden politischen Gegebenheiten, vom König, den Kommunisten, den Mudschaheddin, den Taliban, den verschiedenen Kriegen. Hossein berichtet vom Leid der Frauen, aber auch vom Widerstand. Ich schlage sonst bei ähnlichen Bücher immer viel nach – „Tausend strahlende Sonnen“ schafft es, das Wissen über das Land ganz nebenbei mit einfließen zu lassen und gleichzeitig eine schlicht bewegende, mitreißende, wunderschöne Geschichte zu sein, die bei aller zwischendurch den Protagonistinnen zuteil werdenden Willkür immer auch von ihrer inneren Stärke und Würde erzählt.

Ich habe eine Ausgabe vom Berliner Taschenbuchverlag gelesen, die als Nachwort sowohl ein Interview mit dem Autor als auch Fragen zur Anregung für Lesekreise enthält – besonders letztere empfand ich als hilfreich und empfehle damit ausdrücklich diese Ausgabe – und, das Buch unbedingt zu lesen!

Veröffentlicht am 12.03.2017

„Du bist niemand ohne den Blick des anderen“

Monteperdido – Das Dorf der verschwundenen Mädchen
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„Du bist niemand ohne den Blick des anderen“ S. 374


„Kriminalkommissarin Sara Campos, Abteilung für Kriminalverbrechen. Dürfen wir reinkommen?“ S. 25 Ein Auto liegt verunglückt in der Schlucht nahe des ...

„Du bist niemand ohne den Blick des anderen“ S. 374


„Kriminalkommissarin Sara Campos, Abteilung für Kriminalverbrechen. Dürfen wir reinkommen?“ S. 25 Ein Auto liegt verunglückt in der Schlucht nahe des einsamen Bergdorfes Monteperdido, mit einem toten Mann darin. Fünf Jahre nach ihrem Verschwinden wird Ana bei diesem Fahrzeug gefunden. Aber die damals elfjährige verschwand nicht allein, sondern mit Lucía, der gleichaltrigen Nachbarstochter, ihrer besten Freundin. Doch wo ist Lucía und was ist passiert?

„Jede Erklärung war eine Rechtfertigung, und das Letzte, was jemand hören wollte, der einen geliebten Menschen verloren hatte, war eine Rechtfertigung. Es gab keine Begründung, die das Leid aufwog. Diese Entschuldigungen anzunehmen bedeutete, dass es keinen Schuldigen gab. Als könnte das Leid des Mörders das Leid des Opfers aufwiegen.“ S. 53

Zwei verschwundene sehr junge Mädchen, von denen eines im Auto eines Mannes wieder auftaucht –so einfach ist das hier nicht, und das ist noch untertrieben. Dadurch eignet sich dieser Krimi meines Erachtens auch für die Leser, die nichts von Sadisten lesen möchten – ein „Cozy Krimi“ ist das hier jedoch bei weitem nicht und „normal“ wird zu einem dehnbaren Begriff. Nichts ist hier so, wie es auf den ersten Blick scheint. „Dieses Kaff ist wie ein gottverdammtes schwarzes Loch.“ S.405 bemerkt Polizistin Sara frustriert einmal. Gleichzeitig hat mich der Erzählstil aber auch stark beeindruckt, besonders bezüglich der Charaktere. Gut oder Böse? Geschenkt. Fast jeder hat seine Geheimnisse, die möglichst verborgen bleiben sollen – ungut nur, wenn dadurch noch ganz andere Dinge verborgen oder auch, oft fälschlich, vermutet werden. Beschädigte Ermittler? Das Klischee braucht der Erzähler nicht, hier sind fast alle irgendwie „verletzt“, ohne dass das überzogen wirkt, es scheint vielmehr als unvermeidbar im Verlauf des Lebens.

Begeistert bin ich von der psychologischen Komponente der Erzählung – der Autor psychologisiert nicht, er erklärt Gefühle und Handlungen nicht ausschweifend, er wirft da einfach nur Sätze hin, die es genau auf den Punkt bringen. So lässt er Quim, den älteren Bruder der weiterhin verschwundenen Lucía bemerken: „Seit so vielen Jahren duckte er sich vor dem Frust seines Vaters. Dabei wusste er, dass sein Vater weniger darunter litt, dass seine Tochter verschwunden war, sondern vor allem damit haderte, dass er nicht in der Lage war, sie zu finden.“ S. 365

„Monteperdido“ erzählt zeitlich und räumlich begrenzt, springt dabei aber in der Perspektive teils sehr schnell und kurzfristig zwischen mehreren Personen, bleibt jedoch in der Distanz der dritten Person. Das treibt die Erzählung voran. Autor Augstín Martínez nutzt die Enge des düsteren abgelegenen Pyrenäenortes Monteperdido, um sein Romandebüt fast wie ein Kammerspiel zu gestalten, bei dem die Enge, die Landschaft und die Härte der Natur in den Bergen wie ein weiterer Akteur wirken – der Autor ist bislang als Drehbuchautor tätig; kaum ein Wunder, wie gut ich das Buch visualisieren konnte.

Leseempfehlung! Und einen Film fände ich auch toll...

Veröffentlicht am 06.03.2017

„Wenn du es erzählen kannst“

Keiner hört dein Schweigen
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„Wenn du es erzählen kannst“ S. 112 – das hört Andrea zu den schlimmen Erlebnissen vor sechs Jahren, bei denen ihre Freundin Caroline damals starb. Dabei will doch eigentlich nicht Andrea hier Hilfe bekommen, ...

„Wenn du es erzählen kannst“ S. 112 – das hört Andrea zu den schlimmen Erlebnissen vor sechs Jahren, bei denen ihre Freundin Caroline damals starb. Dabei will doch eigentlich nicht Andrea hier Hilfe bekommen, sondern Unterstützung leisten. Doch von vorn.

Für die Profilerin Andrea und ihren Mann Greg läuft es rund in der kleinen Familie mit Tochter Julie. Doch als in einem Krankenhaus in Birmingham ein völlig verstörtes und verwahrlostes junges Mädchen auftaucht, ahnt Andrea noch nicht, in welcher Achterbahnfahrt des Horrors sie dadurch landen wird.

Katherine „Katie“ Archer und ihre zwei Jahre ältere Schwester Tracy waren vor acht Jahren plötzlich spurlos verschwunden, damals 9 und 11 Jahre alt. Man fand drei Jahre später kinderpornographische Bilder der beiden, nie jedoch die Kinder selbst. Katie ist jetzt plötzlich wieder aufgetaucht, als Siebzehnjährige mit schlimmsten Spuren der Misshandlung. Von Tracy fehlt jede Spur und Katie scheint die Sprache verloren zu haben – und schon ist Andrea wieder in einem neuen Fall, denn das Mädchen vertraut denen nicht, die sie befragen - Männern.

Kaum ertragbar sind die Rückblenden in die Vergangenheit der Schwestern direkt nach der Entführung: „Es gab nur Matratzen, Decken und den Eimer. Sonst nichts.“ S. 22 Es sollte bei dieser Entführung nicht um Lösegeld gehen…. Auch der Blick in die Gedankenwelt der geflüchteten Katie ist heftig: „Man würde sie nach Tracy fragen. Aber was sollte sie sagen?
Sie hörte die grauenvollen Schreie ihrer Schwester. Es war jetzt zwei Tage her, aber sie waren in ihrem Kopf immer noch nicht verstummt.“ S. 11

Einfühlsam bemüht sich die Profilerin um das völlig verstörte junge Mädchen, der acht Jahre ihres Lebens fehlen, deren Vater in der Zeit ihrer Gefangenschaft starb, die keine normale Pubertät erleben konnte. Flachbildfernseher hatte es vorher noch nicht gegeben und völlig andere Autos; das ganze Ausmaß wird hier klug angerissen. Andrea ist schockiert über das, was sie herausfindet: „Der Überlebenstrieb erstaunte sie immer wieder. Menschen hielten die furchtbarsten Dinge aus.“ S. 144 Aber wer da zu Andrea „Wenn du es erzählen kannst“ sagt und warum und an welche Grenzen Andrea und Greg im Buch geführt werden – nun, dass möchte ich hier nicht verraten, das kann jeder selbst nachlesen.

Das Buch, der sechste Fall mit Andrea Thornton, die aus Deutschland stammt, aber in Großbritannien verheiratet ist, dürfte auch ohne Vorkenntnisse der anderen Bücher zu lesen sein; was aus Vor-Bänden relevant ist, wird von Autorin Dania Dicken kurz angerissen. Dafür ist der Text aber ziemlich harter Tobak und absolut ungeeignet für Leser, die nichts von sexueller Gewalt lesen wollen. Das Buch entpuppte sich als nervenzerfetzender Pageturner, der aber durchaus neben einiger Action gerade zum Schluss hin in weiten Teilen klarmacht, in welch kleinen Schritten traumatisierte Opfer nur befragt werden können. Anders wäre es aber auch beim Lesen kaum zu ertragen.

Veröffentlicht am 27.02.2017

„Seine Anwesenheit bewirkte, daß wir uns bemerkenswert fühlten. Das war sein Geheimnis"

Der Chronist der Winde
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„Seine Anwesenheit bewirkte, daß wir uns bemerkenswert fühlten.
Das war sein Geheimnis.“ S. 13

„Einst habe auch ich, José Antonio Maria Vaz, nachts grübelnd wach gelegen.
Aber jetzt nicht mehr. Nicht ...

„Seine Anwesenheit bewirkte, daß wir uns bemerkenswert fühlten.
Das war sein Geheimnis.“ S. 13

„Einst habe auch ich, José Antonio Maria Vaz, nachts grübelnd wach gelegen.
Aber jetzt nicht mehr. Nicht mehr, seit ich Nelio begegnet bin und ihn aufs Dach getragen habe und ihn sterben sah.“ S. 9 Der Bäcker José Antonio Maria Vaz begleitet den Straßenjungen Nelio in den letzten neun Nächten vor dessen Tod, nachdem er ihn angeschossen fand auf der Bühne des Theaters mit angeschlossener Bäckerei seiner Arbeitgeberin. Danach wird er zum Chronisten der Winde.

In den neun Nächten erzählt Nelio dem Bäcker ebenso wie dieser selbst in neun Kapiteln vom Leben in Afrika – von der Überbleibseln der (hier portugiesischen) Kolonialherren und dem mangelnden Verständnis dafür, Geld für Kunst auszugeben, von Bürgerkrieg und Kindersoldaten, vom Betteln und Taschendiebstahl, von Gewalt und Freundschaft. Die Sprache ist bildhaft, einzelne Sequenzen wie im Traum oder im Märchen – da gibt es den Albino, der einen leeren Koffer mit sich führt, denn „Mein Koffer ist leer, falls ich etwas finde, das ich mitnehmen will.“ S. 76 Da gibt es auf dem seltsame Menschen, von den zum Beispiel erzählt wird: „Senhor Rodrigues …spielte gegen sich selber Schach. In seinen vielen Jahren auf dem Festplatz hatte er großes Geschick darin entwickelt, gegen sich selber zu verlieren. Er wußte, daß er ein schlechter Schachspieler war. Doch in ihm wohnte ein heimlicher Genius, der ein unschlagbarer Meister war.“ S. 140f
Da gibt es das wiederkehrende Motiv der Eidechse, mal Königin, Ratgeberin, mal Zeichen der Existenz der Straßenkindergang, deren Anführer Nelio wurde. Da gibt es wunderschöne Sätze voller Weisheit und Wahrheit, die Einblick gewähren in das Leben generell – und in Afrika. „Ich sah, wie die Armen gezwungen wurden, ihr Leben roh zu essen. Ihnen blieb keine Zeit, ihr Leben zu gestalten, da sie ständig an der äußersten Bastion des Überlebens kämpfen mussten.“ S. 228

Autor Mankell hatte im Wechsel in seiner schwedischen Heimat und in Mosambik gelebt und es fällt nicht schwer, Spuren der ehemaligen portugiesischen Kolonie im Buch zu erkennen in der Lage am indischen Ozean, in der Erwähnung der sehr späten Beendigung des Kolonialismus, in den Revolutionären, die von Kuba unterstützt wurden, in den portugiesischen Wörtern. Aber sicherlich ist das nicht wichtig, hier Mosambik zu finden; die beschriebenen Szenen der verschiedenen Nächte könnten für viele Länder in Afrika stehen, für die Menschen und besonders für die Armen, für die Straßenkinder.

„Das gab ihm den Gedanken ein, daß alle Menschen, die vor einem Krieg, einer Seuche oder einer Naturkatastrophe fliehen mussten, irgendwo ein zweites Zuhause hatten, das sie erwartete. Es galt nur, bis zu dem Punkt weiterzumachen, an dem alle Kräfte erschöpft waren. Genau da, wo die Erschöpfung sich in einen eisernen Griff um die letzten Reste des Willens verwandelt hat, wartete das Zuhause, von dem du nicht wußtest, daß du es hast.“ S. 91

Meine Ausgabe ist ein dtv-Taschenbuch, allerdings mit der hier gezeigten Umschlaggestaltung. Das Buch ist noch mit alter Rechtschreibung, wie an den Zitaten ersichtlich.

Veröffentlicht am 26.02.2017

“The Black Knight of the Round Table“ (Alex Cross 1)

Morgen, Kinder, wird's was geben
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Ich habe die englische Original-Ausgabe gelesen namens "Along Came a Spider" - und zwar als Buch, nicht als Hörbuch. Mangels Einstellmöglichkeit dafür stelle ich die Rezension hier ein.

“He was right ...

Ich habe die englische Original-Ausgabe gelesen namens "Along Came a Spider" - und zwar als Buch, nicht als Hörbuch. Mangels Einstellmöglichkeit dafür stelle ich die Rezension hier ein.

“He was right here,“ I said. “He came in through the kitchen. He was here, where we’re standing.“
“Don’t talk like that, Alex,“ Sampson said. „Sound like Jeane Dixon. Creep me out.“ [for all Germans: Jeane Dixon is the US-American equivalent for Elisabeth Tessier…]
Alexander Cross is homicide Deputy Chief of Detectives with a doctorate in psychology, so he rather gets down to how criminals click. It is what he does on the ghastly crime scene in Soustheast, the not-at-all fashionable disctrict of his hometown Washington D.C. This second killing of Afro-American victims in just less than a week makes him suspect a serial killer. But when two small – and white, and rich - children get kidnapped from their expensive private school, the polical powers are not in favour of the less well-off.

Alex grew up in a rather tough environment of Washington himself – where he moved at the age of nine to live with his grandmother after the death of both his parents. He is 38 now, an avid piano player, Afro-American and still lives with his ‘Nana Mama‘ now as a single Dad with his two kids, Janelle, 4, and Damon, 6, after the drive-by shooting of his wife Maria three years ago. The tough enviroment made his tone harsh, often laconical, and his remarks can be pretty derogative. Well, they probably should – when his boss claims the victims were probably ‘only‘ dealers and prostitutes, his retort seems pretty right “One victim is a three-year old boy in his pajamas. He may have been dealing. I’ll check on it“. He is not given to sweet-talk.

But soon the likeness of the abducted children with his own son and daughter plus the cold bloodedness of the negotiations that follow make him bitterly want to get hold of that criminal as well - without actually forgetting about the older cases. But something goes wrong, miserably wrong. And a barn in Maryland, on a deserted farm with a blue Minivan, a hole with just one shoe does not make things better. And still, while Alex realizes he just cannot let go of the case, he also gets down to his own feelings.

Well, now should one read this? The tension brought me close to biting my nails, my guessing was completely wrong, the twists were pretty imaginative, I had a few smiles, could sympathize with Alex. But the real reason: I got to know Alex Cross some time back in the past, on German TV, being a fan of actor Morgan Freeman. And so I bought another one of the books for that reason: I did not like that one at all, too much violence, and against one of the characters I had started to like. Than I had another go with “Cross Justice“ – which I deeply liked but found none of the “Freeman-Cross“ in it. So this is my third try. And there you go – I do have the feeling of seeing Freeman in every step and word and move from Alex. Folks, I do not know how Mr. Patterson likes that as a reason that I finally "bought“ his Cross-series, but that’s it, weird as it may sound. I had worse reasons.
The only thing I regret is that there could well have been more Nana in the book – she is great. But I know I will simply have to read on.