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Veröffentlicht am 05.02.2021

City oder Landleben

Touch me once, Cowboy
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„Touch me once, Cowboy“ von Louisa Beele lässt Cowboy-Fantasien wahr werden.
Taylor kann es gar nicht fassen, als sie erfährt, dass ihre Tante, zu der sie seit Ewigkeiten keinen Kontakt mehr hatte, ihr ...

„Touch me once, Cowboy“ von Louisa Beele lässt Cowboy-Fantasien wahr werden.
Taylor kann es gar nicht fassen, als sie erfährt, dass ihre Tante, zu der sie seit Ewigkeiten keinen Kontakt mehr hatte, ihr ihre Farm in Georgia vererbt hat. Da sie momentan keine Verpflichtungen in New York halten, reist sie aufs Land, um sich selbst um den Verkauf zu kümmern. Doch die Instandsetzung der heruntergekommenen Farm ist aufwändiger als gedacht. Zum Glück bietet ihr ihr Nachbar, der Pferdezüchter und waschechte Cowboy James Carter, seine Hilfe an. Und James hat nicht nur Nachbarschaftshilfe im Sinne, denn er ist sich sicher, dass Taylor seine Frau werden sollte. Nun muss er ihr das nur noch klarmachen.

Es braucht etwas mehr, als einen heißen Kerl mit einem Stetson, um mich zu überzeugen, aber dieser amüsanten und romantischen Story ist es definitiv gelungen.
Taylor ist Architektin in New York, aber gerade intensiv auf Jobsuche. Der Verkauf der Farm könnte ihr eine finanzielle Entlastung bringen, zumal sie bis auf einen Sommer in ihrer Kindheit nicht mehr dort war. Sie ist zwar ein typisches Citygirl, aber keinesfalls abhoben und arrogant, sondern eher bodenständig und familienverbunden.
James ist die Idealvorstellung eines typischen Cowboys, der nicht ganz uneigennützig der neuen Nachbarin zu Hilfe eilt. Er kennt Taylor noch aus ihrem gemeinsamen Sommer und hat sie nie vergessen. In seinem Fall finde ich es sehr anziehend und überhaupt nicht plump oder bevormundend, wie überzeugt er ist, dass Taylor seine Frau wird. Es passt einfach zu seinem geradlinigen Charakter und wirkt nicht übertrieben.
Es knistert von Anfang an zwischen den beiden Hauptfiguren und der Funke springt ganz klar über. Die aufgeworfenen Konflikte sind glaubwürdig und authentisch geschildert und man kann hier beide Perspektiven gut nachvollziehen. Ein besonderes Highlight sind in diesem Buch die liebenswerten Nebenfiguren, wie die drei Brüder von James und natürlich Rhonda.

Mein Fazit:
Der Cowboy-Charme zündet in dieser unterhaltsamen Lovestory auf jeden Fall. Von mir gibt es dafür eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 04.02.2021

Verhochzeitet

Ice Knights - Happy End mit Mr Wrong
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„Ice Knights – Happy End mit Mr Wrong“ ist der zweite Band der unterhaltsamen Sports Romance von Avery Flynn.
Tess hält sich lieber im Hintergrund und erhascht eher von der Seitenlinie aus einen Blick ...

„Ice Knights – Happy End mit Mr Wrong“ ist der zweite Band der unterhaltsamen Sports Romance von Avery Flynn.
Tess hält sich lieber im Hintergrund und erhascht eher von der Seitenlinie aus einen Blick auf das Leben der anderen. Bei der Hochzeit einer Freundin gibt sie versehentlich ihre Deckung auf und lernt dabei den attraktiven Eishockeyspieler Cole kennen. Eine heiße Nacht und drei unvergessliche Momente folgen, bevor Tess wieder in ihr altes Leben zurückkehrt. Doch einen Monat später bemerkt sie, dass die Begegnung mit Cole nicht folgenlos geblieben ist. Und Tess muss sich entscheiden, wie ihr zukünftiges Leben aussehen soll, in dem Cole zwangsläufig eine Rolle spielen wird.

Man muss den ersten Band nicht unbedingt gelesen haben, um der Handlung folgen zu können.
Tess ist ein wandelndes Lexikon unzähliger Fakten und verrückter Informationen. Diese platzen in den unpassendsten Momenten einfach aus ihr heraus, was sie meist zu einer Außenseiterin macht. Doch diese Rolle kennt sie bereits seit ihrer Kindheit.
Cole lässt sich von ihrer eigentlich liebenswerten Macke nicht abschrecken, denn er hat selbst einige sehr spezielle Eigenarten. Tess stellt ungewollt sein Leben von einem auf den anderen Tag völlig auf den Kopf, was den Kontrollfreak in ihm vor riesige Probleme stellt.
Avery Flynn erzählt wieder sehr unterhaltsam und trotzdem feinfühlig von der Annäherung der beiden auf den ersten Blick sehr unterschiedlichen Charaktere. Beim zweiten Blick offenbaren sich ungeahnt viele Gemeinsamkeiten, die beiden aber nicht bewusst sind. Es knistert gewaltig zwischen Tess und Cole und mit Hilfe des heimlichen Hauptdarstellers Kahn darf man vielleicht auch auf ein Happy End hoffen. Zumindest wird das bereits im Titel versprochen.
Die süße Lovestory macht beim Lesen großen Spaß und die Ecken und Kanten der Hauptcharaktere sorgen für Spannung und turbulente Emotionen. Neben Kahn haben mir auch die übrigen Nebenfiguren sehr gut gefallen, die mit ihren witzigen Einwürfen und Interventionen für manchen Aha-Effekt sorgen.

Mein Fazit:
Auch beim zweiten Band trifft der Puck ins Tor und erzielt bei mir volle fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 02.02.2021

Nur fünf Minuten

Between Your Words
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„Between Your Words“ von Emma Scott ist so unglaublich und wunderschön, dass ich fast keine Worte finde.
Fünf Minuten sind alles, was Thea seit einem schweren Autounfall, bei dem auch ihre Eltern starben, ...

„Between Your Words“ von Emma Scott ist so unglaublich und wunderschön, dass ich fast keine Worte finde.
Fünf Minuten sind alles, was Thea seit einem schweren Autounfall, bei dem auch ihre Eltern starben, an Bewusstsein bleibt, bevor ihre seltene Form der Amnesie alles wieder löscht. Seit zwei Jahren lebt Thea nun schon in einem Sanatorium, in dem man sich darauf eingestellt hat, dass ihr immer nur wenige Minuten Kurzzeitgedächtnis zur Verfügung stehen. Der neue Hilfspfleger Jim sieht jedoch mehr hinter Theas Verhalten und vor allem in ihren Bildern, die die hochtalentierte Künstlerin jeden Tag zeichnet. Zwischen den beiden entsteht eine ganz besondere Verbindung, für die beide viel riskieren.

Mir ging es am Anfang so wie Jim. Ich konnte mir absolut nicht vorstellen, wie man damit leben kann, dass alle paar Minuten sämtliche Erinnerungen gelöscht werden. Aber die Autorin schafft es, dass man sich sowohl in Thea als auch in Jim hineinversetzen kann und ihre außergewöhnliche und schwierige Situation nachempfinden kann.
Die lebenslustige Thea ist eingesperrt in ihrem Körper und schreit innerlich um Hilfe. Nur Jim ist in der Lage, ihre Hilferufe zu deuten. Aber in seiner Position ist es fast unmöglich ihr zu helfen. Dazu kommt die überbeschützende Haltung von Theas Schwester, die alles dafür tut, um Thea von allem und jedem abzuschirmen. Dazu gehört auch Jim. Eine experimentelle Therapie verspricht endlich eine kleine Hoffnung, aber die Risiken sind nicht abschätzbar.
Die Geschichte besteht aus drei Teilen, die wichtige Abschnitte in Theas Leben umschreiben. Die junge Künstlerin lebt unter Jims Anwesenheit erstmals wieder auf, aber immer wieder gibt es auch harte Rückschläge und dunkle Momente. Hoffnung und Verzweiflung wechseln sich ab und man muss sich auf eine echte Gefühlsachterbahn gefasst machen.
Jim ist so ein liebenswerter und abgrundtief guter Charakter, dass man ihn am liebsten in den Arm nehmen möchte. Emma Scott erzählt sensibel und sehr berührend seine eigene schwere Vergangenheit und wie selbstlos er sich um Thea kümmert. Gleichzeitig ist es Thea, die ihm zum ersten Mal in seinem Leben die Liebe schenkt, die er verdient.
Diese tragische Lovestory ist ungewöhnlich und absolut besonders. Taschentücher sollten nicht allzu weit entfernt liegen, denn spätestens bei den Epilogen wird man sie definitiv brauchen. Das außergewöhnliche Thema wird von Scott glaubwürdig und authentisch beschrieben. Man spürt die Zerrissenheit der Charaktere und kann die Beweggründe aller Seiten irgendwie verstehen, sogar die von Theas Schwester. Diese intensive und gefühlvolle Erzählweise hat mich bis zur letzten Zeile mitfiebern lassen.

Mein Fazit:
Eine ganz klare Leseempfehlung und volle Sternchenzahl für dieses emotionale und berührende Highlight!

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Veröffentlicht am 01.02.2021

Emotional und berührend

The Beauty in the Tragedy
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„The Beauty in the Tragedy“ ist der zweite Band der Beauty Reihe von Vanessa Hußmann.
Nia kehrt nach einem dreimonatigen Klinikaufenthalt zurück nach Hause. Auf einer Collegeparty sucht sie Ablenkung und ...

„The Beauty in the Tragedy“ ist der zweite Band der Beauty Reihe von Vanessa Hußmann.
Nia kehrt nach einem dreimonatigen Klinikaufenthalt zurück nach Hause. Auf einer Collegeparty sucht sie Ablenkung und lernt Jamie kennen. Beide verbringen die Nacht gemeinsam, aber dann geht Nia sofort auf Abstand. Das Wiedersehen nach einigen Wochen ist für beide überraschend, denn Jamie ist Nias neuer Fußballcoach. Obwohl eine Beziehung beide in Schwierigkeiten bringen könnte, geben sie der Anziehung immer wieder nach. Dabei kämpfen sie gleichzeitig mit den Schatten ihrer jeweiligen Vergangenheit, die sie ständig zu überwältigen drohen.

Ich kenne bereits den ersten Band der Reihe, aber man kann die Bücher problemlos auch unabhängig voneinander lesen.
Nia ist die jüngere Schwester von Luke, der im Vorgängerteil die Hauptrolle spielte. Sie kämpft mit einer ernsten Essstörung, die sie schon seit Jahren fest im Griff hat. Nach einem Zusammenbruch durch den Betrug ihres Freundes im letzten Jahr hatte sie einen heftigen Rückfall, der zu einem mehrmonatigen Klinikaufenthalt führte. Nun ist sie für ihr letztes Jahr an ihre alte High School zurückgekehrt, denn sie braucht für das College ein Fußball-Stipendium.
Vanessa Hußmann hat die innere Zerrissenheit und den immer noch sehr fragilen Zustand von Nia sehr glaubwürdig und authentisch eingefangen. Winzige Details, die für Nia aber fast unüberwindbare Hindernisse darstellen, sind realistisch geschildert und gehen unter die Haut.
Jamie hat einen schweren Schicksalsschlag hinter sich und sucht einen Neuanfang an dem kleinen College. Von Anfang an hat er starke Gefühle für Nia, aber immer wieder stehen den beiden irgendwelche Hindernisse im Weg, vor allem die Geister der Vergangenheit.
Für mich persönlich ist es sehr berührend und emotional, wie sich die beiden gegenseitig Halt geben und ihre Liebe immer tiefer wird. Die Autorin hat ihre Charaktere facettenreich und tiefgründig angelegt und ich konnte ihre Gefühle nachempfinden. Die schwierigen und teils schmerzhaften Themen sind überzeugend in der Geschichte umgesetzt und konnten mich bis zum Schluss fesseln.

Mein Fazit:
Mir hat dieser Teil sogar noch besser als der erste Band gefallen und ich gebe eine ganz klare Leseempfehlung und die volle Anzahl Sternchen!

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Veröffentlicht am 01.02.2021

Prinzessin wider Willen

Animalis – Die Legende des ersten Drachen
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„Animalis – Die Legende des ersten Drachen“ ist eine humorvolle und spannende Romantasy aus der Feder von Nicole Knoblauch.
Pamina Candela ist eine junge Journalistin, die gerade ein Praktikum bei einer ...

„Animalis – Die Legende des ersten Drachen“ ist eine humorvolle und spannende Romantasy aus der Feder von Nicole Knoblauch.
Pamina Candela ist eine junge Journalistin, die gerade ein Praktikum bei einer erfolgreichen Klatschzeitung macht. In der U-Bahn prallt sie mit einem gutaussehenden Kerl zusammen, der sie nach ihrem Zusammenstoß ständig zu verfolgen scheint. Obwohl ihr der Typ völlig unsympathisch ist, ziehen seine feuerglühenden Augen Pamina magisch an. Und „magisch“ ist das Stichwort, denn auf einmal eröffnet sich ihr eine Welt voller Fabelwesen und fantastischer Gestalten und Pamina ist mittendrin. Plötzlich kämpft sie gegen eine dunkle Bedrohung, die den Untergang der gesamten Welt bedeuten könnte.

Ich kenne schon einige Bücher der Autorin, die aber aus einem anderen Genre kommen, und so war ich sehr gespannt, was mich hier erwartet. Der lockere und leichte Schreibstil und der humorvolle Ton machen es leicht, in die Geschichte einzutauchen. Das Buch startet gleich mit der ersten Begegnung von Pamina und Robin, die bei beiden einen wortwörtlich bleibenden Eindruck hinterlässt.
Pamina ist genervt und weiß nicht, was der Typ von ihr will. Trotzdem kann er sie irgendwie überzeugen, sich seine Erklärung anzuhören. Diese Erklärung wird jedoch unsanft unterbrochen und Pamina wird in eine Parallelwelt voller mystischer Fabelwesen katapultiert.
Robin ist in seiner Welt ein Prinz und ebenfalls überrascht, dass er sich immer stärker zu Pamina hingezogen fühlt, die eigentlich überhaupt nicht sein Typ ist. Die erzwungene Gemeinschaft gefällt ihm immer besser und ein gemeinsamer Feind verbindet natürlich auch.
Hier prallen zwei Welten aufeinander, und zwar nicht nur die der Menschen und Fabelwesen, sondern auch die festgefahrenen Traditionen der magischen Welt und Paminas eher zeitgemäße Ansichten. Das führt zu unterhaltsamen Schlagabtauschen, die sich durch die gesamte Handlung ziehen. Zwischen Robin und Pamina knistert und funkt es gewaltig und es macht Spaß, die beiden auf ihrer Mission zu begleiten. Mir gefällt die Idee der magischen Wesen und die fesselnde Rahmenhandlung sorgt für Spannung bis zum Schluss.

Mein Fazit:
Mein Highlight sind hier die beiden Hauptcharaktere, zwischen denen die Chemie einfach stimmt. Von mir gibt es daher eine ganz klare Leseempfehlung!

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