Kein Bussi für den Bussi
Totentanz im PulverschneeArno Bussi hat es nicht leicht im Leben. Bei der Polizei in Wien wurde er aufs Abstellgleis gestellt und in der Liebe hat er auch kein Glück. Ständig verliebt er sich in die falschen Frauen und in Band ...
Arno Bussi hat es nicht leicht im Leben. Bei der Polizei in Wien wurde er aufs Abstellgleis gestellt und in der Liebe hat er auch kein Glück. Ständig verliebt er sich in die falschen Frauen und in Band 3 der Reihe um den sympathischen Arno Bussi trainiert er gerade für den Triathlon, um seinem neuesten Schwarm, der Franzi zu gefallen. Ganz schmal ist er geworden, ihr Bub, findet auch die Marrrrina, seine Mama mit dem rollenden R im Zungenschlag. Und deshalb muss er auch mit ihr mit in die Heimat, nach Tirol. Urlaub in Maria Schnee soll der Arno mit der Mama machen. Da hat er zwar keine Lust drauf, aber auch die Franzi findet, dass ihm das guttäte, also beugt er sich halt.
Aber statt Training in der Schwimmhalle und Erholung wartet ein neuer Fall auf den Arno. Die Eisprinzessin Rosa verschwindet, seine Mutter will gar eine Entführung gesehen haben und dann taucht auch plötzlich eine Leiche auf. In Maria Schnee wimmelt es von skurrilen Gestalten und die Obrigkeit möchte dem Arno das Ermitteln verbieten, aber der ist ja schließlich nicht nur zum Kaiserschmarrn essen da. Obwohl er das schon zelebriert und mir beim Lesen permanent der Mund wässrig gemacht wurde mit den Kaiserschmarrn Orgien. Ich glaube, das gibt es bei uns morgen zum Frühstück 😉
Das LKA Tirol in Form der Erna Katz mischt sich ein und diese resolute Frau, die sich in einer Männerdomäne durchsetzt, aber trotzdem mit ihrem Berliner Dialekt so sympathisch bleibt, bietet die ideale Ergänzung zum Arno. Ein Traumpaar in meinen Augen und vielleicht eines Tages die Chance für den Bussi, sich doch einmal in die Richtige zu verlieben?
Joe Fischler hat mit seinem Arno Bussi einen Helden der leisen Töne geschaffen, der nicht protzig daherkommt, immer mit den Widrigkeiten des Lebens zu kämpfen hat, aber dem Leser dafür immer mehr ans Herz wächst.
Auch viele Nebenfiguren sorgen für Spannung und immer neue Wendungen. Mein Herz blutet für die 93-jährige Anni, die noch immer ihr altmodisches Café betreibt, die Tochter, die nichts mit ihrer Familie zu tun haben möchte und so manche Leidensgeschichte wird aufgedeckt.
Ein rundum gelungener Tirolkrimi, der süchtig macht, nach mehr.