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Redrose

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.02.2021

Wunderschönes Cover, spannender Inhalt, bitte mehr davon

Festbierleichen
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Festbierleichen ist bereits der dritte Roman um den Pfälzer Kommissar Frank Achill, der dieses Mal von seiner Kollegin Verena Bertling tatkräftig unterstützt wird. Und da sind natürlich noch sein Freund ...

Festbierleichen ist bereits der dritte Roman um den Pfälzer Kommissar Frank Achill, der dieses Mal von seiner Kollegin Verena Bertling tatkräftig unterstützt wird. Und da sind natürlich noch sein Freund André Sartorius und dessen russische Untermieterin Irina, die abseits des Polizeiapparats viel zur Aufklärung der Fälle beitragen.

Und in diesem speziellen Fall gibt es wahrlich viel zu ermitteln. Ein abgetrennter Finger, ein toter Wachmann, Erpressung und wer will eigentlich das Brezelfest in Speyer sabotieren?

Und dazwischen kleine Inseln der Glückseligkeit, in denen uns der Autor kurz verschnaufen lässt, um uns dann um so mehr in den Strudel der Ermittlungen zu ziehen.

Uwe Ittensohn hat die Gabe, den Leser zu fesseln und miteinzubeziehen. Ich saß gemeinsam mit André im Mediterraneo und freute mich auf Trüffelspaghetti, ich schlenderte über das Brezelfest und schnupperte den Duft der noch warmen Brezeln, der aus meiner Brezeltüte strömte, verfolgte einen Flüchtigen mit dem E-Scooter und erlebte Todesangst zusammen mit Irina im „Dschungelcamp“.

Festbierleichen hatte es wieder in sich, jede Menge Handlungsstränge wurden am Schluss gekonnt entwirrt, die Protagonisten sind mir noch mehr ans Herz gewachsen und ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Fall mit unserem Ermittlerteam. Passend zum Anlass sage ich jetzt einfach mal Prost und vergebe eine Leseempfehlung für diesen spannenden Regionalkrimi. Und das Brezelfest in Speyer ist schon mal vorgemerkt 😉

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Veröffentlicht am 21.02.2021

Kein Bussi für den Bussi

Totentanz im Pulverschnee
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Arno Bussi hat es nicht leicht im Leben. Bei der Polizei in Wien wurde er aufs Abstellgleis gestellt und in der Liebe hat er auch kein Glück. Ständig verliebt er sich in die falschen Frauen und in Band ...

Arno Bussi hat es nicht leicht im Leben. Bei der Polizei in Wien wurde er aufs Abstellgleis gestellt und in der Liebe hat er auch kein Glück. Ständig verliebt er sich in die falschen Frauen und in Band 3 der Reihe um den sympathischen Arno Bussi trainiert er gerade für den Triathlon, um seinem neuesten Schwarm, der Franzi zu gefallen. Ganz schmal ist er geworden, ihr Bub, findet auch die Marrrrina, seine Mama mit dem rollenden R im Zungenschlag. Und deshalb muss er auch mit ihr mit in die Heimat, nach Tirol. Urlaub in Maria Schnee soll der Arno mit der Mama machen. Da hat er zwar keine Lust drauf, aber auch die Franzi findet, dass ihm das guttäte, also beugt er sich halt.

Aber statt Training in der Schwimmhalle und Erholung wartet ein neuer Fall auf den Arno. Die Eisprinzessin Rosa verschwindet, seine Mutter will gar eine Entführung gesehen haben und dann taucht auch plötzlich eine Leiche auf. In Maria Schnee wimmelt es von skurrilen Gestalten und die Obrigkeit möchte dem Arno das Ermitteln verbieten, aber der ist ja schließlich nicht nur zum Kaiserschmarrn essen da. Obwohl er das schon zelebriert und mir beim Lesen permanent der Mund wässrig gemacht wurde mit den Kaiserschmarrn Orgien. Ich glaube, das gibt es bei uns morgen zum Frühstück 😉

Das LKA Tirol in Form der Erna Katz mischt sich ein und diese resolute Frau, die sich in einer Männerdomäne durchsetzt, aber trotzdem mit ihrem Berliner Dialekt so sympathisch bleibt, bietet die ideale Ergänzung zum Arno. Ein Traumpaar in meinen Augen und vielleicht eines Tages die Chance für den Bussi, sich doch einmal in die Richtige zu verlieben?

Joe Fischler hat mit seinem Arno Bussi einen Helden der leisen Töne geschaffen, der nicht protzig daherkommt, immer mit den Widrigkeiten des Lebens zu kämpfen hat, aber dem Leser dafür immer mehr ans Herz wächst.

Auch viele Nebenfiguren sorgen für Spannung und immer neue Wendungen. Mein Herz blutet für die 93-jährige Anni, die noch immer ihr altmodisches Café betreibt, die Tochter, die nichts mit ihrer Familie zu tun haben möchte und so manche Leidensgeschichte wird aufgedeckt.

Ein rundum gelungener Tirolkrimi, der süchtig macht, nach mehr.

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Veröffentlicht am 14.02.2021

Schweizkrimi mit heißem Fasnachtsbrauch

Chienbäse
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Dieses Jahr fällt die Fastnacht bekanntermaßen aus und was liegt da näher, als ein Buch zu lesen, dass sich mit einem Fasnachtsbrauch beschäftigt.

Chienbäse von der Autorin Ina Haller ist bereits der ...

Dieses Jahr fällt die Fastnacht bekanntermaßen aus und was liegt da näher, als ein Buch zu lesen, dass sich mit einem Fasnachtsbrauch beschäftigt.

Chienbäse von der Autorin Ina Haller ist bereits der dritte Teil der Krimireihe um Samantha Kälin, der Inderin, die im schönen Baselbiet lebt und liebt. Ihre Liebe heißt Joel und er war im Vorgängerband ihr Chef in einem Pharmaunternehmen, aber als ihre Beziehung öffentlich wurde, hat sie gekündigt.

In dritten Band ist Samantha also gerade auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Wer sich auch schon auf einen neuen Job beworben hat, kann nachvollziehen, wie in dieser Situation die Gefühlslage ist.

Sehr lebendig beschreibt die Autorin auch den Fastnachtsumzug, der Titelgebend ist und bei dem Wagen mit brennenden Besen und Feuerkörben durch die romantische Liestaler Altstadt fahren. Fast meint der Leser die Flammen emporlodern zu sehen und den Rauch zu riechen. Doch jäh wird das Fest unterbrochen, zumindest für Samantha und Joel, denn als ein Besenträger strauchelt und zu Boden sackt, stürzt der brennende Besen genau auf Samantha zu. Dass es sich dabei um keinen Unfall gehandelt hat, sondern der Mann ermordet wurde, erfahren die beiden erst am nächsten Tag, als sie von der Polizei befragt werden. Und es bleibt nicht bei einem Mord.

Lange Zeit tappen Polizei und Leser im Dunkeln, es bleibt nicht bei einem Mord und Samantha hat ein ums andere Mal das Gefühl, dass sie beobachtet wird und sie und Joels Familie in Gefahr sind.
Wem kann sie noch trauen, als die Polizei plötzlich Joel des Mordes verdächtigt?

Chienbäse ist ein spannender Krimi, bei dem der/die Täter nicht offensichtlich sind und den ich heute in einem Rutsch durchlesen musste, um endlich die Hintergründe für die Taten zu erfahren.

Die Fasnacht soll ja den Winter vertreiben und ich hoffe nur, dass es dieses Jahr auch ohne eine aktive Fasnacht gelingt, die aktuelle Kälte zu vertreiben und uns bald den Frühling zu schenken.

Bei Chienbäse loderten die Flammen auf jeden Fall schon recht hoch und ich muss mir das unbedingt mal in der Realität selbst ansehen. Auch einige andere Orte, die im Buch sehr anschaulich geschildert sind, haben Lust gemacht, diese baldmöglichst zu besuchen.

Auch ohne Vorkenntnisse der beiden anderen Bände kann man diesen Krimi problemlos lesen.

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Veröffentlicht am 14.02.2021

Spannender Marburg Krimi

Rote Belladonna
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Jürgen Seibolds neuester Krimi ist bereits Band 2 um die Apothekerin Maja Ursinus.
Band 1, Schwarzer Nachtschatten, habe ich noch nicht gelesen, die einzelnen Bände sind aber problemlos unabhängig voneinander ...

Jürgen Seibolds neuester Krimi ist bereits Band 2 um die Apothekerin Maja Ursinus.
Band 1, Schwarzer Nachtschatten, habe ich noch nicht gelesen, die einzelnen Bände sind aber problemlos unabhängig voneinander zu lesen.

Maja lebt eigentlich mit ihrem Freund, dem Kommissar Markus Brodtbeck, in München.
Als ihr Großonkel sie bittet, in der Apotheke seiner Studienfreundin Elisabeth in Marburg auszu-helfen und dabei gleichzeitig ihre kriminalistische Spürnase zu betätigen, kann sie ihm diesen Gefallen nicht abschlagen.

In Marburg angekommen hat Maja es dann mit diversen Einbrüchen, skurrilen Kollegen und sogar Mord zu tun. Und alles scheint sich um das Thema Homöopathie zu drehen. Wie auch im Buch wird von medizinischen Diensten und der Wissenschaft über die Wirksamkeit von Globuli kont-rovers diskutiert. Da ich mich in diesem Bereich nur wenig auskenne, war es spannend die Argu-mente von Befürwortern und Gegnern zu verfolgen.

Mir gefällt der Schreibstil des Autors sehr gut. Der Krimi ist bis zum Schluss spannend und im-mer wieder blitzt auch der Humor auf, aber nicht schenkelklopfend plump, sondern feinsinnig und subtil.

Die einzigen Risiken und Nebenwirkungen, die nach der Lektüre des Buches entstehen könnten, wären bei übermäßigem Genuß ein paar Lachfältchen mehr.

Der Krimi hat Lust auf einen Besuch in Marburg gemacht und Maja als Ermittlerin finde ich sehr sympathisch. Ich werde ich mir wohl als nächstes „Schwarzer Nachtschatten“ zulegen.

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Veröffentlicht am 14.02.2021

Spannend, romantisch und geheimnisvoll

Deadly Rendezvous – Süßer Kuss der Gefahr
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Dies ist nicht das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe und es wird auch nicht mein letztes sein.

Sabine Strick schafft es immer wieder, die Leser in ferne Länder zu entführen und mit ihren ...

Dies ist nicht das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe und es wird auch nicht mein letztes sein.

Sabine Strick schafft es immer wieder, die Leser in ferne Länder zu entführen und mit ihren großartigen Landschaftsbeschreibungen das Gefühl zu vermitteln, man wäre mit den Protagonisten direkt vor Ort.

Bei Deadley Rendezvous reisen wir also dieses Mal zunächst nach Bordeaux.
Gemeinsam mit Lara, die von dem für seine vielen Affären berüchtigten Filmstar Brice Montaigneux in seine Villa in Bordeaux eingeladen wurde. Hier soll die Hobbymalerin eigentlich nur ein Porträt übergeben, das sie von dem Helden ihrer Jugend angefertigt hat.

Brice nähert sich den 60 und hat sich inzwischen aus dem Filmgeschäft zurückgezogen. Aber sein Charme ist ungebrochen und er macht Lara ein großartiges Angebot, so dass diese länger bleibt als vorgesehen. Da Laras Sohn schon flügge ist, kann sie kurzfristig aus Deutschland nach Bordeaux ziehen, um für Brice zu arbeiten.

Doch ein Geheimnis umgibt Brice und die Villa. Die Hausangestellten sind im besten Fall als seltsam zu bezeichnen, der nahegelegene Wald erscheint bedrohlich und schon bald ist nicht nur Laras Herz in Gefahr. Kann sie Brice wirklich trauen oder ist er tatsächlich ein Mörder?

Deadly Rendezvous ist spannend und ich musste das Buch quasi in einem Rutsch durchlesen, um die Wahrheit selbst herauszufinden. Ich habe mitgefiebert und war am Schluss des Buches traurig, mich von den lieb gewonnenen Protagonisten wieder verabschieden zu müssen. Es hat Spaß gemacht, nach Frankreich zu reisen, zumindest literarisch und ich bin schon sehr gespannt, in welches Land uns die Autorin in ihrem nächsten Werk mitnehmen wird.

Daumen hoch und 5 Sterne für Deadly Rendezvous

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