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Veröffentlicht am 19.02.2021

völlig überzogen und unglaubwürdig

Und dann kam Juli
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"Und dann kam Juli" von Petra Eimer soll auf wahren Begebenheiten beruhen, die nach dem (geheimen) Kauf eines Pferdes durch die Autorin so geschehen sein sollen; im Buch läuft das Pferd der Familie im ...

"Und dann kam Juli" von Petra Eimer soll auf wahren Begebenheiten beruhen, die nach dem (geheimen) Kauf eines Pferdes durch die Autorin so geschehen sein sollen; im Buch läuft das Pferd der Familie im Juli zu und erhält dadurch seinen Namen.

Paul, der Sohn der Althippieheltern, entdeckt das zugelaufene Pferd im Garten; eigentlich hatte der zehnjährige Paul sich mal einen Hund gewünscht, was die Eltern ablehnten. Der Vater betreibt einen Bio-Gemüseanbau im Garten, mit viel Arbeitseinsatz und nochmehr Stolz; die Mutter liebt ihre Gartenblumen und -pflanzen über alles. Selbst als Juli beides niederfrist und vernichtet, können sie partout nicht nachvollziehen, dass ihr Sohn nicht über Julis Anwesenheit hocherfreut meterhohe Sprünge ausführt. Stattdessen ärgert sich Paul ständig über Juli, die oder der alles in Beschlag nimmt, beispielsweise den "Männerclubschuppen" in dem sich Paul mit seinem Freund trifft, die Hängematte, sobald Paul darin liegt, das Sofa im Wohnzimmer und steigt sogar die Treppen bis zum Dachgeschoß hoch um sich in Pauls Bett zu legen. Das sind nur ein paar einzelne Geschichten des fast nicht endenden Dramas um die Verwüstungen durch Juli und ich kann Paul vollkommen verstehen, dass er bis auf das versöhnliche Ende fast durchgehend schlecht gelaunt und wüttend ist, rummotzt und zwischenzeitlich Stress mit Freunden und Eltern hat. Wer wäre da nicht ständig angenervt?

Das Buch ist ganz nett illustriert; das würde mir nicht ausreichen; dass immer wieder Sprechblasen wie bei einem Comic angemalt sind, die manchmal sehr wüstu nd chaotisch gestalteten Texte sprichen mich gar nicht an; der Inhalt grenzt schon sehr häufig an Phantasien, soll aber dem wahren Leben entnommen sein.

Paul ist zehn Jahre alt; da der Protagonist in Kinder- und Jugendbüchern immer ca. zwei Jahre älter als die Zielgruppe sein sollte, stimme ich der Altersempfehlung ab acht Jahren zu. Allerdings, das muss ich direkt einwenden: ich würde das Buch nicht weiterempfehlen. Die Geschichte ist mir die meiste Zeit zu unerfreulich, dabei geprägt von Wut, Enttäuschung, Genervtsein und auch von Eifersucht. Da kenne ich viele Kinderbücher, die weitaus erfreulicher daherkommen. Das Buch ist ganz nett illustriert; das würde mir nicht ausreichen; dass immer wieder Sprechblasen wie bei einem Comic angemalt sind, die manchmal sehr wüstu nd chaotisch gestalteten Texte sprichen mich gar nicht an; der Inhalt grenzt schon sehr häufig an Phantasien, soll aber dem wahren Leben entnommen sein.

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Veröffentlicht am 23.01.2021

mir insgesamt zu easy

Weihnachten ganz easy
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Christiane Kührt beschreibt, dass sie Weihnachten liebt und mit diesem Buch erprobte Rezepte und Tipps für eine stressfreie Advents- und Weihnachtszeit weitergeben möchte.

Das Buch geginnt mit einer doppelseitigen ...

Christiane Kührt beschreibt, dass sie Weihnachten liebt und mit diesem Buch erprobte Rezepte und Tipps für eine stressfreie Advents- und Weihnachtszeit weitergeben möchte.

Das Buch geginnt mit einer doppelseitigen Übersicht eines Adventsplaners. Das finde ich ganz nett, obwohl mir die aufgeführten Punkte selbstverständlich erscheinen, unter anderemEnde November den Adventskranz besorgen, Anfang Dezember Äpfel, Nüsse oder andere Kleinigkeiten für den Nikolausstiefel besorgen, Heiligabend mit einem Frühstück beginnen und, falls noch nicht erfolgt, den Weihnachtsbaum schmücken. Es folgt eine Übersicht der Bräuche, die mir sehr wohl vertraut sind (z.B. Adventskalender, Adventskranz, Barbarazweige, Nikolaus); die To-enjoy liste finde ich ganz witzig - hierbei handelt es sich allerdings hauptsächlich um die Aktivitäten, die man eh auf dem Schirm hat, beispielsweise Plätzchen backen, Punsch trinken, Plätzchen futtern, Weihnachtsfilme anschauen, entspannen.

Dem schließt sich das Kapitel der "Lieblingsplätzchen" an: Die Tipps für das Backen mit Kindern finde ich sehr hilfreich für alle, die dies das erste Mal machen, ebenso die Ausführungen zu den typischen Weihnachtsgewürzen und wie Lebkuchen- sowie Spekulatiusgewürze zusammengestzt sind samt den Mischungsverhältnissen zum eigenen Nachbau und zum Verschenken in kleinen Tütchen oder Gläschen. Die Rezepte zu Klassikern und Abwandlungen haben mir gefallen; es sind schöne Plätzchendekorationen dabei, die allerdings nicht ganz neu sind, wie die Rentier-Cookies. Ich muss gestehen, dass ich in diesem Kapitel gerne ein paar Rezepte mehr gefunden hätte und das, wenn ich Tipps u.a. zum Kauf von Fertigzuckerguss oder alternativ dem Selberherstellen von Zuckergusss lese, den Eindruck gewinne, viel zu alt für dieses Buch zu sein. Viele der Rezepte finde ich nicht unbedingt neu, auch nicht direkt adventsspezifisch, beispielsweise Orangen mit Joghurt, Bananen-Smoothie-Bowl, Nuss-Nougat-Aufstrich, Apfel-Mandel-Creme, süße Mandel-Crêpes, herzhafte Käse-Lauch-Quiche oder Zwiebel-Walnuss-Törtchen. Das finde ich nun nicht schlimm, hätte aber in einem speziellen Weihnachtsbuch etwas anderes erwartet.

Die sechs Rezepte im Kapitel "Geschenke zum Vernaschen" sind gut erklärt und sehr einfach; die kann man allesamt mit kleinen Kindern gut nacharbeiten. Die Ideen würde ich schon als Klassiker bezeichnet, genauso wie jeder "Chocco Crossies", schön dekorierte Tüten mit selbstgebackenen Plätzchen, selbstgedrehten/gegossenen Kerzen, Backmischungen im Glas.....kennt.

Unter den Rezepten finden sich einfach zuzubereitende, altbewährte wie Heringsalat, Lachs im Blätterteig oder Salate, die man generell schon am Vortag zubereiten kann. Es tut mir sehr leid, aber die Rezepte sind zwar einfach, sprechen mich für Weihnachten nicht sonderlich an. Wenn ich ehrlich bin, hatte ich da doch Aufregenderes erwartet, beispielsweise ein dreigängiges Weihnachtsmenue, das man am Vortag vorbereitet, einschichtet und gemeinsam im Backofen, vielleicht etwas zeitverzögert zubereitet und währenddessen das gesellige Zusammensein mit den anderen geniessen kann. Vielleicht hat mich auch die Bewerbungsfrage ein wenig in die Irre geleitet...

Wenn ich das Inhaltsverzeichnis vorne im Buch, das Register am Ende sowie die etwas illustrierten Doppelseiten vor jedem Kapitel von der insgesamten Seitenzahl subtrahiere, enthält dieses Buch noch 70 Seiten mit Inhalt, wobei viele ganzseitige Fotos mit einberechnet sind. Eigentlich gibt es zu jedem Rezept ein Foto, manchmal nicht direkt auf der Seite sondern auf einer doppelseitigen Übersicht. Es finden sich auch doppelseitige Anleitungen, beispielsweise für einen Adventskalender für den man vieles einkaufen muss: unter anderem Kreisstanzer, 24 Pappbecher (verschiedene Größen), Papiere, Stempelzahlen, Stempelkissen, Fotokarton, Masking tape, Pomponmaker. Das Foto des Kalenders spricht mich gar nicht an und ich denke, dass es viele weitaus schönere Möglichkeiten eines Adventskalenders gibt - aber das ist reine Geschmackssache und zum Glück sieht das jeder anders. Insgesamt finde ich den Inhalt des Buches sehr kindgerecht, etliche Erklärungen haben mich ein wenig schockiert, auch jene in den To-Do-Listen sowie dem Adventsplaner, beispielsweise, dass ich Anfang Dezember Äpfel, Nüsse oder andere Kleinigkeiten für den Nikolausstiefel besorgen sollte.

Bei einem speziellen Weihnachts-Buch habe ich einfach mehr erwartet, vor allem auch ein paar neue und aufregendere Ideen. Mir sind die vorgestellten einfach zu easy und selbstverständlich. Auch im Hinblick auf das Preis-Leistungsverhältnis konnte mich dieses Buch nicht überzeugen oder mitreissen. Vieles in diesem Buch war für mich selbstverständlich und so gelange ich insgesamt zu der Überzeugung, dass dieses Buch für alljene geschrieben wurde, die Weihnachten das erste Mal selber gestalten, in der ersten eigenen Wohnung oder WG.

Veröffentlicht am 07.06.2020

noch nicht mal Liebe auf den dritten Blick

Pflanzengeflüster
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Ich muß gestehen, dass ich etliche Anläufe brauchte um das Buch zu lesen... Schon das Vorwort, das auf mich völlig überheblich wirkt und bei dessen Entwurf der erzieherische Zeigefinger wohl keine Sekunde ...

Ich muß gestehen, dass ich etliche Anläufe brauchte um das Buch zu lesen... Schon das Vorwort, das auf mich völlig überheblich wirkt und bei dessen Entwurf der erzieherische Zeigefinger wohl keine Sekunde abgesenkt wurde hat mich immer wieder abgeschreckt. Beim Lesen des Buches, das mich zunehmend immer mehr irritiert hat, war ich immer stärker enttäuscht. Das Meiste davon hat man doch bereits in der Mittelstufe oder bestenfalls im Bio GK gehört, einzelne Aspekte erst durch Peter Wohllebens Einsatz.

Beim Lesen hatte ich immer mehr den Eindruck, dass sich hier ein Biologie-Erstsemestler verewigt hat und war noch enttäuschter, als ich las, dass dieses Buch aus den Händen einer gestandenen Diplom-Biologin stammt. Offensichtlich unterschätzt Frau Mohlenkamp die durchschnittliche Allgemeinbildung der breiten Massen.... Insgesamt recht enttäuschend...

Veröffentlicht am 04.06.2020

wohl eher etwas für bdia Mitglieder

bdia Handbuch Innenarchitektur 2020/21
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Unterteilt in die Kapitel Office, Hotel/Gastro, Fair, Public, Health, Retail und Living werden Mitgliedsbbüros der bdia vorgestellt, zusammen mit reichlich bebilderten Lösungen verschiedener Objekte.


Einen ...

Unterteilt in die Kapitel Office, Hotel/Gastro, Fair, Public, Health, Retail und Living werden Mitgliedsbbüros der bdia vorgestellt, zusammen mit reichlich bebilderten Lösungen verschiedener Objekte.


Einen nicht geringen Teil dieses Buches machen Werbung, Adressteil der bdia Mitglieder und Förderpartner, sortiert nach Bundesländern sowie die drei Fachbeiträge aus.

Ich muß gestehen, für meinen Geschmack steht insgesamt der Focus zu sehr auf Selbstdarstellung der teilnehmenden bdia-Büros; die vorgestellten Lösungen hauen mich nicht um. Einzelne Ideen kommen neu und originell daher, den Großteil hat man leider so oder ähnlich schon seit Jahren gesehen bzw. Fallen einzelne schon aus dem Rahmen, wirken aber eher krampfhaft einzigartig.
Vielleicht hatte ich das Buch aus falscher Motivation gelesen, nämlich aus Interesse an schönen oder außergewöhnlichen Lösungen und andere, die selber Mitglied im bdia sind, werden dieses Werk, das schon alleine auf Grund seiner vielen Fotos sehr aufwändig und kunstvoll erstellt wurde, einfach lieben.

Veröffentlicht am 17.05.2020

leider weder wirklich spannend noch immer glaubhaft

Perchtenjagd
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Maja und Wolfgang Brandstetter haben mit Perchtenjagd ihren ersten Meiberg-Krimi in Buchform herausgebracht.

Mich hatten das Cover und der chice rote Buchschnitt sehr angesprochen und neugierig auf eine ...

Maja und Wolfgang Brandstetter haben mit Perchtenjagd ihren ersten Meiberg-Krimi in Buchform herausgebracht.

Mich hatten das Cover und der chice rote Buchschnitt sehr angesprochen und neugierig auf eine neue Serie gemacht. Die Fernsehserie, für die die beiden Autoren wohl das Drehbuch schreiben ist mir gänzlich unbekannt.

Auf dem Adventsmarkt in St. Wolfgang verschwindet die fünfjährige Marie, obwohl sie an der Hand ihrer Mutter den Perchtenlauf beobachtet hat. Der Titel läßt schon vermuten, dass es da Zusammenhänge gibt... Es fölgen weitere Leichenfunde und es gilt, schneller zu sein als der Serientäter, der seine Opfer eindeutig kennzeichnet, so dass sie ihm zugeschrieben weren können...



Es ist nich nötig,die Fernsehserie zu kennen, denn in die Handlungen wurden mehrere Lebensläufe der Darsteller eingeflochen, für meinen Geschmack blieb da wenig Platz für die vorgestellten Greueltaten des Percht. Zudem fand ich die oft kranpfhaft und bildlich ausgeschmückten Details zu sehr ausgewalgt. Nicht selten habe ich mich nach Lesen einer Doppelseite gefragt, was denn nun bezüglich des Kriminalfalles Weiterbringendes erzählt wurde. Ich fand davon vieles sehr lähmend und ausbremsend und spannungsmindernd. Wenn dann zum X-ten Mal die Stimme in Meibergers Kopf seine Grundschullehrerin über den Unterschied von dergleiche und derselbe sprechen läßt oder andere gebetsmühlenartige Schilderunungen durchgängig wiederholt werden, reduziert sich die Spannung sowie mein Lesespaß schon deutlich. Zudem fand ich einige Beschreibungen recht unglaubwürdig. Auch dieses Verraten am Ende eines Kapitels, wer denn nun der nächste Tote sein wird, aber noch nicht davon weiß, war nicht spannungsaufbauend - ich hätte es auch lieber nicht vorher gewußt...

Das Lokalkolorit konnte da leider nicht völlig ausgleichen und ich bin von diesem Krimi insgesamt eher enttäuscht; da hatte ich eindeutig mehr erwartet.