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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.03.2021

Für umfangreiches Wissen und ernährungsbewusstes Gleichgewicht

Die geheime Kraft des Fettstoffwechsels
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In dem Buch „Die geheime Kraft des Fettstoffwechsels“ erklären Prof. Dr. Marion Kiechle und Julie Gorkow wie wir von den überschüssigen Pfunden wegkommen ohne zu hungern und unseren Stoffwechsel wieder ...

In dem Buch „Die geheime Kraft des Fettstoffwechsels“ erklären Prof. Dr. Marion Kiechle und Julie Gorkow wie wir von den überschüssigen Pfunden wegkommen ohne zu hungern und unseren Stoffwechsel wieder aufkurbeln. Das Buch besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil erfährt der Leser viel rund ums Thema Ernährung und Stoffwechsel. Fettstoffwechsel, Nahrungsfette, Körperfett, Insulin sind unter anderem Begriffe die näher erläutert werden und es gibt auch einen Stoffwechsel-Check-up dem man ich unterziehen kann. Der zweite Teil enthält nun die entsprechenden Rezepte. Durch die Vermeidung von Heißhunger und Zuckerhaltigem soll es nun zur gewünschten Figur und gesundem Körper kommen. Die Rezeptdarstellung ist sehr umfangreich, meist mit vegetarischen Gerichten und tolle Fotos, welche die Rezepte begleiten. Es handelt sich bei diesem Buch nicht um einen Ratgeber für eine Blitzdiät sondern eher um eine gesunde Umstellung und Einstellung des Körpers gegenüber einer gesünderen Ernährung, die das ersehnte Gleichgewicht erbringt.
Meiner Ansicht nach gelingt es den Autorinnen, ihr Wissen kompakt und verständlich zu vermitteln. Bleibt nur auszuprobieren ob die Theorie hält was sie verspricht!

Veröffentlicht am 03.03.2021

Berührende Geschichte

Die Verlorenen
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Wir schreiben das Jahr 1754 in London: Die mittellose Bess bekommt ein Kind . Da sie als unverheiratete ihre kleine Tochter nicht behalten und aufziehen kann, gibt sie sie mit schweren Herzen in dem Foundling ...

Wir schreiben das Jahr 1754 in London: Die mittellose Bess bekommt ein Kind . Da sie als unverheiratete ihre kleine Tochter nicht behalten und aufziehen kann, gibt sie sie mit schweren Herzen in dem Foundling Hospital ab. Doch der Kummer ist groß und ihre einzige Hoffnung ist es ihr Kind so schnell wie möglich wieder zurückzuholen und ihm ein richtiges Zuhause zu gönnen. Nach sechs Jahren hat sie genug als Krabbenverkäuferin geschuftet und gespart und möchte ihr Kind nun zurück. Aber als sie es im Waisenhaus abholen möchte ist die Kleine nicht dort. Sie wurde angeblich schon am nächsten Tag ihrer Einweisung von ihr persönlich angeholt...
Sie begibt sich sofort auf die Suche und findet ihre Tochter schließlich die unterdessen in einem gut situierten Zuhause aufwächst. Nun muss Bess eine Entscheidung treffen: soll sie ihre Tochter dort wegnehmen damit sie mit ihrer leiblichen Mutter aufwächst und ihr all die materiellen Annehmlichkeiten entbehren?
Der Schreibstil der Autorin ist sehr bildreich und die historischen Kulisse n werden sehr lebendig hervorgebracht, sodass man sich sehr schnell in die Geschichte einfügt und das Kopfkino direkt beginnt. Das ist vor allem bei historischen Romanen sehr wichtig. Die rührende Geschichte ist mit vielen Emotionen besticht, dennoch bleicht die Spannung nicht aus. Das Happy End am Ende ist vielleicht so sehr realistisch, aber nach dem Bangen und Eifern hat es sich sichtlich gelohnt. Deshalb hat es mein Lesevergnügen umso mehr gesteigert. Ich empfehle den Roman zweifellos.

Veröffentlicht am 19.02.2021

Schöne Erzählung

Die Kannenbäckerin
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Ich lese sehr gerne ab und zu historische Romane. Dieser spielt in den Westerwald zur Zeit des 30-jährigen Krieges. Die 13-jährige Johanna Hatterod hat im Mittelalter ihre gesamte Familie an der Pest verloren. ...

Ich lese sehr gerne ab und zu historische Romane. Dieser spielt in den Westerwald zur Zeit des 30-jährigen Krieges. Die 13-jährige Johanna Hatterod hat im Mittelalter ihre gesamte Familie an der Pest verloren. Sie soll nun bei einem ihr unbekannten Onkel im Kannenbäckerland arbeiten. Deswegen verkleidet sie sich als Junge um es leichter zu haben. Von Onkel und Tante wird sie freundlich aufgenommen, trotzdem gibt sie sich als Mädchen nicht zu erkennen. Die gewonnene Freiheit als Junge gefällt ihr und ihr Talent als Töpfer(in) wird schnell von ihren neuen Familie anerkannt.
Annette Spratte benutz einen flüssigen Schreibstil und hilft somit den Leser sich in die Zeit der Ereignisse hineinzuversetzen, die Herausforderungen und Schicksalsschläge der Hauptperson Johanna mitzuerleben und das nicht immer harmonische Dorfleben zu verfolgen. Johanna wächst zu einer selbstbewussten jungen Frau heran. Als aber die Wahrheit ans Licht kommt, verändert sich alles.. Die Einblicke in das Leben von damals haben mir sehr gefallen zumal das eine zeit ist, von der ich noch nicht so viele gelesen haben. Auch die Einblicke in das Töpferhandwerk zur damaligen Zeit haben mir gut gefallen auch wenn ich nichts von der Technik verstehe. Insgesamt eine spannende historische Erzählung, die mich auf die Autorin aufmerksam gemacht hat.

Veröffentlicht am 13.02.2021

Ein echtes Highlight

Erinnerungen aus Glas
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Wir schreiben das Jahr 1942. Die junge Josie freundet sich mit der jüdischen Bankierstochter Eliese an. Durch den aufsteigenden Nationalsozialismus in ganz Europa sieht sich Eliese jedoch gezwungen die ...

Wir schreiben das Jahr 1942. Die junge Josie freundet sich mit der jüdischen Bankierstochter Eliese an. Durch den aufsteigenden Nationalsozialismus in ganz Europa sieht sich Eliese jedoch gezwungen die Niederlande zu verlassen und nach ihrer Heirat nach England zu ziehen. Der Bruder von Josie arbeitet indessen in einer Bank, schließt sich jedoch dem Widerstand an und seine Schwester hilft ihm als Botin. Zusammen beschließen sie etwas für die jüdischen Kinder zu tun, die in einem von Nazis umgebauten Theater zusammen mit ihren Familien auf die Deportation warten. Eliese die inzwischen mit ihrem kleinen Sohn nach Amsterdam zurückgekehrt ist und dort aushilft unterstützt das Geschehen.
75 Jahre später: Ava Drake reist als Direktorin einer gemeinnützigen Stiftung nach Uganda. Sie will den Förderantrag von Landon West prüfen. Dort aber findet sie eine Verbindung zu ihrer Familiengeschichte, die ihr ganzen Leben verändern wird.
Die Geschichte liesst sich sehr spannend und die historischen Hintergründe sind gut recherchiert. Die komplexen Beziehungen der Protagonisten geben dem Leser keine Pause und dank des flüssigen und lebendigen Schreibstils wird man mit den Charakteren warm und fiebert mit ihnen. Eine bewegende Geschichte und ein echtes Highlight!

Veröffentlicht am 21.01.2021

Ergreifend und authentisch

Trümmermädchen
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Nach Ende des zweiten Weltkrieges ging es weitgehend darum, sich eine Mahlzeit erschaffen zu können und der Kampf ums Überleben wuchs ständig. Und obwohl es Anna noch bis 1941 bei ihrer Tante Marie und ...

Nach Ende des zweiten Weltkrieges ging es weitgehend darum, sich eine Mahlzeit erschaffen zu können und der Kampf ums Überleben wuchs ständig. Und obwohl es Anna noch bis 1941 bei ihrer Tante Marie und Onkel Matthias in der Kölner Bäckerei gut hatte und immer etwas Essbares parat war, wird die Situation in den folgenden Jahren sehr schwierig. Die Bäckerei wird zerstört und ein Zeit voller Hunger und Leid erwartet die Familie, wie so viele andere Familien auch. Doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und so versuchen sich die Protagonisten zwischen der Kälte und dem Hunger durchzuschlagen, der diese schreckliche Zeit geprägt hat.
Die Autorin hat es sehr bildlich mit ihren lebendigen Erzählungen geschafft die Zeit des zweiten Weltkriegs mit Luftangriffen und dem Schutz in Bunkerräumen, aber vor allem auch die Nachkriegszeit einzufangen. Die Handlung des Buches beginnt 1941 in Köln und endet im Januar 1948. Es ist also ein größerer Zeitraum über den hier realistisch und ausführlich berichtet wird. Eine sehr emotionale Geschichte, geschrieben nach teils wahren Ereignissen. Ich hege keine Zweifel, dass sich das alles so und noch viel schlimmer abgespielt hat und fand das Ende das ein wenig wie Salbei für die Seele denn das Buch vergisst man nicht so leicht.