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Veröffentlicht am 21.03.2021

Seichte Familiengeschichte in schönem Setting

Das Glück an Regentagen
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Ein Familiendrama, was mich leider nicht vollends fesseln konnte.

Mae hat schon viele Schicksalsschläge erleiden müssen, jetzt stell sich auch noch heraus dass ihr Verlobter sie schlimm enttäuscht hat. ...

Ein Familiendrama, was mich leider nicht vollends fesseln konnte.

Mae hat schon viele Schicksalsschläge erleiden müssen, jetzt stell sich auch noch heraus dass ihr Verlobter sie schlimm enttäuscht hat.

Sie macht sich auf in ihre Heimat und trifft dort ihre Jugendliebe wieder.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und das Buch liest sich gut, jedoch fehlt mir das gewisse Etwas. Ich bin bin zum Schluss leider nicht vollends warm geworden mit Mae. Nichtsdestotrotz eine schöne Geschichte, die sich schnell liest.

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Veröffentlicht am 21.03.2021

Durchschnittlich

Aller guten Dinge sind zwei
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Mhairi McFarlane überzeugt mich mit ihrem neusten Buch „Aller guten Dinge sind zwei“ leider nicht so einhundert Prozent.

Es geht um die Mittdreißigerin Laurie die von einem Tag auf den anderen von Ihrem ...



Mhairi McFarlane überzeugt mich mit ihrem neusten Buch „Aller guten Dinge sind zwei“ leider nicht so einhundert Prozent.

Es geht um die Mittdreißigerin Laurie die von einem Tag auf den anderen von Ihrem Freund Dan verlassen wird und dann auch noch feststellen muss, dass seine neue Freundin schwanger ist. Die ersten hundert Seiten haben sich für mich etwas gezogen, obwohl ich sonst ein riesiger Fan von Mhairi und ihrem Schreibstil bin.

Ich meine ja es ist traurig und ja auch zentral für die Handlung, aber vielleicht hätte man etwas davon in einem Zeitsprung zusammenfassen können. Sobald sie Jamie kennenlernt nimmt die Handlung zumindest etwas Fahrt auf und hier konnte Mhairi McFarlane auch endlich mit ihrem wunderbaren britischen Humor punkten.

Insgesamt aber leider ein eher durchschnittliches Buch, welches am Ende etwas aufholen konnte, aber mich nicht gänzlich überzeugen konnte. Auch weil das Ende für mich wirklich NULL nachvollziehbar war und ich tatsächlich enttäuscht war. Ein positiver Punkt gerade in der Corona Zeit war aber auf jeden Fall, dass sie in ihrem Buch quasi normalisiert „allein zu sein“, auch wenn das für Laurie anfangs nicht sehr leicht war, wie sicher für viele von uns.

Ich bin sonst ein großer Fan von Mhairi McFarlane und habe bisher jedes ihrer Bücher gelesen. „Aller guten Dinge sind zwei“ ist aber leider ihr bisher schwächstes Buch, trotzdem durchaus nett zum „Zwischendurch“ lesen, obwohl es trotz ihres tollen Humors nicht an ihre alten Bücher herankommt.

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Veröffentlicht am 20.03.2021

Sehr spezielles Buch

Der Zirkus von Girifalco
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„Der Zirkus von Girifalco“ ist ohne Frage ein sehr ungewöhnliches Buch. Der Schreibstil ist für mich typisch italienisch und sehr ausschweifend und metaphorisch.
Man begleitet viele grundverschiedene Bewohner ...

„Der Zirkus von Girifalco“ ist ohne Frage ein sehr ungewöhnliches Buch. Der Schreibstil ist für mich typisch italienisch und sehr ausschweifend und metaphorisch.
Man begleitet viele grundverschiedene Bewohner des kleinen italienischen Dorfes Girifalco durch ein paar Wochen während eines heißen Sommers. Ein Zirkus ist unerwartet zu Gast und plötzlich liegt das Gefühl möglicher Wunder in der Luft. So verbinden und bewahrheiten sich die Geschichten der einzelnen Dorfbewohner im Laufe dieses Buch.
Atmosphärisch ist dieser Roman durchaus gelungen. Trotzdem bin ich leider nicht mit ihm warm geworden und habe mich durch die ersten 100-150 Seiten fast gequält. Danach nimmt die Geschichte etwas Fahrt auf und wird besser, trotzdem konnte sie mich nicht abholen. Die Idee eines italienischen Märchens fand ich wunderbar, jedoch zieht sich der Roman an vielen Stellen wie Kaugummi in die Länge und ich habe mich dabei erwischt wie ich immer wieder einzelne Absätze übersprungen haben. So möchte ich den Schreibstil ein bisschen wie mit „zu viel Süßigkeiten essen“ vergleichen, so gibt es immer wieder Stellen die sehr gelungen sind, aber am Ende hat man doch etwas Bauschmerzen von diesem „zu viel“ – zu viel an Charakteren, zu viel an blumigen Beschreibungen, einfach zu viel.
Es werden sich sicher Liebhaber dieses Romanes finden. Ich bin es leider nicht.

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Veröffentlicht am 24.02.2021

Okay für Zwischendurch

Wild like a River
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„Wild like a river“ - Ich habe lange kein Buch mehr gelesen, welches bisher so ganz anders vom Setting ist. Gerade in der jetzigen Zeit kriegt man riesige Lust selbst die tollen Nationalparks durchwandern ...

„Wild like a river“ - Ich habe lange kein Buch mehr gelesen, welches bisher so ganz anders vom Setting ist. Gerade in der jetzigen Zeit kriegt man riesige Lust selbst die tollen Nationalparks durchwandern zu können und die so wunderbar beschriebene Natur zu erleben.
Kira Mohns Schreibstil ist sehr flüssig und liest sich ausgesprochen gut, dies blieb für mich auch durch das gesamte Buch so.
Auch gefällt mir, dass der Plot bisher eher „langsam“ ist, so viel ist auf den ersten 130 Seiten nicht passiert und trotzdem hat man nicht das Gefühl, dass es langweilig ist, sondern eher dass die Autorin sich ausreichend Zeit nimmt um alle Akteure einzuführen und vorzustellen.
Klar ist das Buch jetzt nicht super anspruchsvoll und tiefgründig, aber das muss ich es ja auch überhaupt nicht sein. In jedem Fall ist es sehr unterhaltsam und ansprechend geschrieben. Im Verlauf des Buches habe ich jedoch immer größere Probleme damit mit Havens Naivität klar zu kommen. Ich meine sie ist ja nicht völlig ohne Menschenkontakt aufgewachsen, und angeblich hat sich auch regelmäßig gelesen etc. Klar einige Sachen sind aber Anfang natürlich ungewohnt, aber für mich ist es hier leider etwas überspitzt dargestellt.
Ein weitere Kritikpunkt ist für mich das Gefühl das ich habe, dass einige Stellen einfach fehlen bzw. Nachträglich erst eingearbeitet wurden. So finde ich z.B. das Treffen von Rae doch etwas konstruiert und ohne viel Background - es wäre vielleicht schön gewesen die beiden etwas detaillierter bei ihrem ersten Shoppingerlebniss zu begleiten. Man hat fast das Gefühl, dass es nachträglich eingefügt wurde um eine Art Überleitung zum 2. Teil herzustellen.
Die Beziehung der beiden Hauptcharaktere finde ich .. okay. So wirklich komplett mitgerissen hat sie mich nicht, aber ich fand sie jetzt auch nicht komplett unsympathisch. Da ich leider trotz seiner geschilderten Perspektive einfach nicht so wirklich warm geworden bin mit Jax. Die Teile aus Havens Sicht und der Schreibstil konnten da wiederum viel wieder gut machen.

Um mit etwas Positivem abzuschließen muss ich sagen, dass Ende hat mich tatsächlich überrascht. So bin ich nicht davon ausgegangen, dass "das" der Grund ist warum ihr Vater Haven so viel verschwiegen hat. Und das ist- finde ich - etwas absolut Positives, da man ja gerade bei diesem Genre immer schon viel erahnen kann.

Alles in allem ein netter Young Adult Roman, der mit zauberhafter Naturbeschreibung punktet und nett zum zwischendurch lesen ist. Man hat aber auch nicht wirklich was verpasst, wenn man es nicht macht.

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Veröffentlicht am 09.10.2025

Cozy Romance mit Kürbisduft, der an Tiefe vermissen lässt

Sweeter Than Pumpkin Spice
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Sweeter Than Pumpkin Spice ist ein Roman, der mit viel herbstlichem Charme und einer angenehmen Wohlfühlatmosphäre daherkommt. Isabelle Popp entführt ihre Leser:innen in eine Kleinstadt, die nach Kürbis, ...

Sweeter Than Pumpkin Spice ist ein Roman, der mit viel herbstlichem Charme und einer angenehmen Wohlfühlatmosphäre daherkommt. Isabelle Popp entführt ihre Leser:innen in eine Kleinstadt, die nach Kürbis, Zimt und einem Hauch von Nostalgie duftet – und schafft es, dieses Setting mit einem leichten, flüssigen Schreibstil zum Leben zu erwecken. Man spürt sofort, dass sie weiß, wie man stimmungsvolle Bilder zeichnet und eine gemütliche Lesestimmung erzeugt.

Im Mittelpunkt steht Sadie, die nach Jahren in ihre Heimat zurückkehrt und nicht nur mit der Kleinstadt, sondern auch mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert wird. Ihre Versuche, wieder Fuß zu fassen und die Beziehung zu ihrem Vater zu reparieren, sind einfühlsam beschrieben und geben der Geschichte eine emotionale Grundlage. Auch das Zusammenspiel mit Josh bringt süße, warme Momente, die wunderbar in das herbstliche Setting passen.

Trotzdem konnte mich das Buch emotional nicht durchgehend erreichen. Viele Themen, die Popp anschneidet – familiäre Erwartungen, Selbstwertgefühl, psychische Belastungen – hätten noch mehr Tiefe vertragen. Gerade die Beziehung zwischen Sadie und ihrem Vater hätte Potenzial für intensivere Auseinandersetzungen geboten, bleibt aber eher an der Oberfläche. Auch Josh wirkt sympathisch, aber etwas blass; sein Charakter hätte mehr eigene Konflikte oder Ecken und Kanten vertragen, um wirklich in Erinnerung zu bleiben.

Zudem schwankt der Spannungsbogen: Einige Kapitel fangen stark an, verlieren aber zwischendurch an Tempo. Das Ende kam mir etwas abrupt vor, und bestimmte Entwicklungen wurden zu schnell abgehandelt. Die Spice-Szenen waren zwar gut geschrieben, haben aber stellenweise den Cozy-Vibe überlagert, der durch Titel und Cover versprochen wird.

Insgesamt ist Sweeter Than Pumpkin Spice eine charmante, leicht zu lesende Herbstromanze, die mit Atmosphäre und sympathischen Figuren punktet, aber erzählerisch nicht ganz die Tiefe erreicht, die sie verspricht. Wer Lust auf eine süße, gemütliche Geschichte mit Kürbisfeldern, Latte-Art und sanfter Romantik hat, wird hier gut unterhalten – wer mehr emotionale Komplexität erwartet, bleibt womöglich etwas unbefriedigt zurück

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