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Veröffentlicht am 26.02.2021

Frauen aus 4 Generationen

Die vier Gezeiten
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Der Roman „Die vier Gezeiten“ von der Schriftstellerin Anne Prettin habe ich verschlungen.
Der Schauplatz ist das Hotel de Tiden auf Juist, das der Familie Kießling gehört.
Es geht um vier Generationen ...




Der Roman „Die vier Gezeiten“ von der Schriftstellerin Anne Prettin habe ich verschlungen.
Der Schauplatz ist das Hotel de Tiden auf Juist, das der Familie Kießling gehört.
Es geht um vier Generationen von Frauen.
Der Vater der Großmutter Johanne war Hausmeister an der Schule am Meer. Ihre Tochter Adda erlebt den Krieg mit. Ihr Mann Edward wird Bürgermeister von Juist. Sie haben vier Töchter. Edward soll das Bundesverdienstkreuz erhalten. Da erscheint
Helen, die ihre Mutter sucht. Sie wurde adoptiert.
In jeder Generation wurde vieles verschwiegen, dadurch wird einiges rätselhaft.

Die Autorin schreibt mit Gefühl und gutem Stil. Sie lässt den Leser nur langsam hinter die Rätsel kommen.

Das Buch ist spannend und unterhält gut. Mir hat es gefallen.

Veröffentlicht am 25.02.2021

Zwei Frauen aus West- und Ostdeutschland

Lebenssekunden
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Die Schriftstellerin Katharina Fuchs hat mit ihrem Roman „Lebenssekunden“ einen guten Einblick in die 50er und 60er Jahren gebildet.

Sie erzählt von zwei gleichaltrigen Mädchen, die am Anfang 15 Jahre ...


Die Schriftstellerin Katharina Fuchs hat mit ihrem Roman „Lebenssekunden“ einen guten Einblick in die 50er und 60er Jahren gebildet.

Sie erzählt von zwei gleichaltrigen Mädchen, die am Anfang 15 Jahre alt sind. Angelika Stein lebt in Kassel, sie verlässt die Schule vor dem Abitur und macht eine Lehre zur Fotografin. Zwar muss sie als Frau etliche Anfeindungen auf sich nehmen, aber so ging es in den Jahren jeder Frau.
Angelika verstand es die Lebenssekunden einzufangen.

Christine ist aus Ostberlin. Sie ist eine gute Turnerin. Sie wird in einem Sportinternat gedrillt. Ich mochte immer das Turnen am Stufenbarren, aber so, wie Christine dabei zu ihren großen Leistungen kommt, wäre mir nicht möglich gewesen.

Man erlebt von jeder ihre erste Liebe.
Die Autorin lässt uns an den Werdegang beider abwechselnd teilnehmen. Das ist ihr großartig gelungen.

Dann kommt die Zeit des Mauerbaus. Christines Elternwohnung liegt im 3. Stock der Bernauerstraße.

Der Roman ist voller Emotionen und hat einen guten mitreißenden Stil.
Er ist ein Teil Zeitgeschichte aus beiden Teilen Deutschlands.
Ich habe diese Geschichte genossen und kann sie nur weiter empfehlen.


Veröffentlicht am 24.02.2021

Drama in Berlin

Die Linie zwischen Tag und Nacht
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Der Dramaturg Roland Schimmelpfennig schreibt seinen Roman „Die Linie zwischen Tag und Nacht“ zwischen Traum und Wirklichkeit.
Es ist mein erstes Buch von dem Autor.
Der ehemalige Drogenermittler Tommy ...



Der Dramaturg Roland Schimmelpfennig schreibt seinen Roman „Die Linie zwischen Tag und Nacht“ zwischen Traum und Wirklichkeit.
Es ist mein erstes Buch von dem Autor.
Der ehemalige Drogenermittler Tommy zieht eine Unbekannte Tote aus dem Landwehrkanal. Er will den Namen der Toten finden. Dabei geht es durch Unterwelt Berlins.
Da s werden Drogen konsumiert, auch Tommy macht da mit. Manchmal weiß man nicht, ob es real oder ein Traum ist.
Der Autor lässt Tommy die ganze Geschichte erzählen. Man merkt das der Autor Dramaturg ist, denn sein Roman ist dramaturgisch angelegt.
Er lässt uns mit Tommy durch Berlin stolpern.
Es ist eine bedrückende hoffnungslose Geschichte. Trotzdem ein großes Leseerlebnis.
Empfehlenswert.



Veröffentlicht am 24.02.2021

Sams Jugend

Hard Land
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Der Schriftsteller Benedict Wells konnte mich mit seinem neuen Roman „Hard Land“ begeistern.
Genau so gut gefielen mir schon zwei frühere Romane von ihm.
Es geht in diesem Roman um das Erwachsen werden ...



Der Schriftsteller Benedict Wells konnte mich mit seinem neuen Roman „Hard Land“ begeistern.
Genau so gut gefielen mir schon zwei frühere Romane von ihm.
Es geht in diesem Roman um das Erwachsen werden zwischen dem 15. und 17. Geburtstag.

Der Schauplatz ist in einem kleinen Ort in Missouri im Jahre 1985.
Der 15jährige Sam ist ein Außenseiter.
In diesem Jahr fängt er in einem Kino zur Aushilfe an und da lernt er Kollegen kennen, mit denen er sich gut versteht. Er verliebt sich in Kristie.

Dann stirbt seine Mutter. Seine Trauer ist natürlich groß.
Die neuen Freunde tun ihm gut.

Es werden tiefgründige Themen bewältigt.

Der Autor versteht es gut die Empfindungen des Jungen aufzufangen. Er hat eine spannende unterhaltsame Art zu schreiben.
Der Ton des Buches ist wie eine Melodie.
Die Geschichte liest sich schnell, ich wurde eingesogen.










Veröffentlicht am 23.02.2021

Was macht das Leben aus

Die Erfindung der Welt
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Der österreichische Schriftsteller Thomas Sautner hat seinen Roman „Die Erfindung der Welt“ poetisch, fantasievoll und geheimnisvoll angelegt.
Er lässt die fiktive Schriftstellerin Aliza Berg einen Roman ...



Der österreichische Schriftsteller Thomas Sautner hat seinen Roman „Die Erfindung der Welt“ poetisch, fantasievoll und geheimnisvoll angelegt.
Er lässt die fiktive Schriftstellerin Aliza Berg einen Roman schreiben.
Sie bekommt einen Brief und Geld auf ihr Konto, von jemandem der nur mit G. unterschreibt. Sie soll in einer bestimmten Gegend über die Bewohner und das Leben schreiben.

Sie kann bei dem Grafen und der Gräfin Hohensinn wohnen. Dann begegnet sie die eigensinnige Kristyna. Da wird Malina erwähnt, Protagonistin des letzten Roman des Autors. Aliza versucht sie immer mal zu treffen. Es gibt einen idyllischen See und Wald, in dem sie entspannen konnte.
Die Stimmung ist ruhig und sinnlich, einfach stimmig.
Die Gedichte vom Tarimoko Son waren sehr passend.
Der Roman ist tiefsinnig und einen guten Stil mit poetischer Sprache.
So ist gute Literatur.
Von dem Autor werde ich gerne mehr lesen.