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Veröffentlicht am 11.03.2021

Spannende Fortsetzung der fantasievollen Geschichte

Hidden Worlds 2 – Die Krone des Erben
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Elliot und Soleil haben es nach Avalon geschafft, doch zu ihrer Enttäuschung interessiert sich hier kaum jemand für das Schicksal der magischen Wesen auf der Erde. Zu sehr sind die Bewohner mit ihren eigenen ...

Elliot und Soleil haben es nach Avalon geschafft, doch zu ihrer Enttäuschung interessiert sich hier kaum jemand für das Schicksal der magischen Wesen auf der Erde. Zu sehr sind die Bewohner mit ihren eigenen Problemen beschäftigt, auch Elliots Mutter ist in den politischen Machtkampf verwickelt und sieht in ihrem Sohn hauptsächlich ein Mittel zum Wahlsieg. Doch wahre Macht kann nur erlangen, wer die sagenumwobene Krone des letzten Nachkommen Merlins findet. Als Elliot und Soleil aus der Hauptstadt fliehen müssen, begeben sie sich auf die Suche nach dem magischen Artefakt.

"Hidden Worlds 2 - Die Krone des Erben" von Mikkel Robrahn ist der zweite Teil einer Trilogie, die unbedingt in der richtigen Reihenfolge gelesen werden sollte, da die Handlung fortlaufend geschrieben ist. Wie schon der Vorgängerband hat mich auch dieses Buch schnell in seinen Bann gezogen und bis zur letzten Seite nicht mehr los gelassen. Protagonist Elliot, der am Anfang des Vorgängerbandes noch recht ziellos durch sein Leben gedümpelt ist, findet hier langsam seinen Weg lediglich in romantischen Aspekten ist er immer noch so unbeholfen, dass ich mir beim Lesen das Lächeln nicht verkneifen konnte. Das Thema kommt allerdings eher am Rande vor, den Mittelpunkt der Handlung bildet die Reise durch Avalon und die Suche nach der magischen Krone.

Den Schreibstil habe ich auch in diesem Buch als sehr fesselnd empfunden, es gab einige wenige Stellen die mich (wahrscheinlich) unbeabsichtigt erheitert haben. Zum Beispiel die Beschreibung wie ein Fabelwesen etwas so sorgsam beäugt "wie ein Gebrauchtwagenhändler ein Auto, dass er ankaufen möchte" - nicht unpassend, da die Geschichte aus Elliots Blickwinkel geschrieben ist, der ja auf der Erde aufgewachsen ist. Doch vor der mittelalterlichen Kulisse Avalons wirkten diese und ähnliche Vergleiche unfreiwillig komisch auf mich. Was dem Unterhaltungswert des Romans keinen Abbruch tat, die fantasievolle Beschreibung Avalons und seiner vielen verschiedenen Bewohner hat mich sehr fasziniert, so dass ich für die gelungene Fortsetzung sehr gern eine Leseempfehlung ausspreche und mich schon auf den Erscheinungstermin des finalen dritten Bandes freue.

Fazit: Wie schon der erste Teil hat mich auch dieser Band mit seiner spannenden Geschichte, dem umfassend beschriebenen Hintergrund und der Fülle der magischen Figuren begeistert. Das fesselnde Leseerlebnis empfehle ich gern weiter.

Veröffentlicht am 03.03.2021

Rosarote Liebesgeschichte, die mich bezaubert hat

Jedes Jahr im Juni
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Durch einen Luftballon, den Emmie mit sechzehn Jahren fliegen ließ, hat sie Lucas kennen gelernt, in dem sie seitdem ihren Seelenverwandten sieht. Auch Lucas´ Familie gibt Emmie Geborgenheit, die sie von ...

Durch einen Luftballon, den Emmie mit sechzehn Jahren fliegen ließ, hat sie Lucas kennen gelernt, in dem sie seitdem ihren Seelenverwandten sieht. Auch Lucas´ Familie gibt Emmie Geborgenheit, die sie von der eigenen Mutter nie bekam und seit einigen Jahren ist sie heimlich in ihren besten Freund verliebt. Als Lucas ankündigt, dass er bei dem Treffen am Vorabend ihres dreißigsten Geburtstages eine besondere Überraschung hat, hofft Emmie auf einen Antrag - doch stattdessen endet der Abend mit einem gebrochenen Herz. Wird es Emmie gelingen, ihre große Liebe doch noch für sich zu gewinnen?

"Jedes Jahr im Juni" von Lia Louis ist eine entzückende Liebesgeschichte, deren Inhalt dem rosaroten Einband mehr als gerecht wird. Die Protagonistin Emmie ist mir dabei schnell ans Herz gewachsen, auch wenn sie teilweise recht hilflos durch ihr Leben taumelt. Ihren Vater hat sie nie kennen gelernt, die Mutter war eher mit sich selbst beschäftigt, als der Tochter Geborgenheit und Halt zu geben, dazu kam ein traumatisches Erlebnis in der Jugend, so dass Emmie niemanden wirklich an sich heran lässt und viele Dinge sehr unsicher angeht. Gut dass sie Freunde wie Rosie und Fox hat, diese beiden Figuren habe ich regelrecht geliebt und es jedes Mal genossen, wenn sie ihren Auftritt in Emmies Geschichte hatten.

Der Schreibstil von Lia Louis hat mich leicht durch das Buch getragen, ich habe jede Leseminute genossen. Sowohl der Hintergrund als auch die Figuren waren umfassend beschrieben, so dass ich die Personen in der Handlung beinahe vor mir sehen konnte und wie im wahren Leben waren einige sympathisch und andere habe ich gar nicht gemocht - doch sie Alle waren realistisch und überzeugend dargestellt. Um ihren Lesern ein deutliches Bild der Freundschaft zwischen Lucas und Emmie zu zeigen, hat die Autorin immer wieder Abschnitte aus der Vergangenheit eingeblendet, nach und nach wurde mir dadurch klar, was sich Emmie ebenfalls erst langsam und schrittweise erschlossen hat. Insgesamt hatte ich mit diesem Roman ein wunderbares Leseerlebnis, das ich gern weiter empfehle.

Fazit: Emmies Geschichte ist zauberhaft beschrieben, die süße Liebesgeschichte hält genau, was der rosarot glitzernde Einband verspricht. Für alle Romantiker gebe ich sehr gern eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 25.02.2021

Romantisch und ein wenig märchenhaft

Cinder & Ella
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Ein schwerer Autounfall kostete ihrer Mutter das Leben, Ella selbst erlitt dabei so schlimme Verbrennungen, dass sie beinahe ein ganzes Jahr mit Operationen und Rehas verbracht hat. Nun muss Ella bei ihrem ...

Ein schwerer Autounfall kostete ihrer Mutter das Leben, Ella selbst erlitt dabei so schlimme Verbrennungen, dass sie beinahe ein ganzes Jahr mit Operationen und Rehas verbracht hat. Nun muss Ella bei ihrem Vater wohnen, zu dem sie seit zehn Jahren keinen Kontakt hatte und dessen Familie ihr das Leben schwer macht. Daher meldet sie sich bei ihrem früheren Chatfreund Cinder, in den Ella vor dem Unfall heimlich verliebt war - ohne zu ahnen, dass er im wahren Leben ein berühmter Schauspieler ist und ebenfalls Gefühle für sie hat.....

"Cinder & Ella" von Kelly Oram ist eine wunderbare Liebesgeschichte, die mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Ella ist eine Protagonistin, die ich sehr mag, nach dem Unfall muss sie mit Schmerzen und einer Gehbehinderung leben, doch sie ist stur und stark genug, um nicht aufzugeben. Ihr Freund Cinder war mir ebenfalls schnell sympathisch, auch wenn er in Reichtum und Glamour aufgewachsen ist, hat er unheimlich viel Einfühlungsvermögen, so dass er für Ella tatsächlich eine Art Märchenprinz darstellt.

Nicht nur die Namen der Hauptfiguren, auch Ellas familiäre Situation erinnert ein wenig an das Märchen vom Aschenputtel. Jennifer, die Frau ihres Vaters ist zwar nicht wirklich die böse Stiefhexe, doch zunächst ist das Verhältnis zu Ella schwierig. Und Jennifers Töchter machen ihrer neuen Stiefschwester das Leben erst mal gehörig zur Hölle. Kelly Orams Schreibstil kenne ich schon von anderen Büchern und war auch dieses Mal wieder begeistert davon. Besonders amüsiert haben mich die kleinen Querverweise zu den Büchern der Kellywood-Dilogie, die erst weit nach den "Cinder&Ella"-Bänden erschienen sind. Insgesamt hat mich die Geschichte wunderbar unterhalten und zum Träumen gebracht, so dass ich dafür sehr gern eine Leseempfehlung ausspreche.

Fazit: Die Liebesgeschichte ist märchenhaft umgesetzt und hat mich vom Anfang bis zu dem wirklich spannenden Ende gefesselt, dieses herrlich romantische Leseerlebnis kann ich nur weiter empfehlen.

Veröffentlicht am 22.02.2021

Fantasievoll und spannend, ein wunderbares Leseerlebnis

Hidden Worlds 1 – Der Kompass im Nebel
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Elliots Mutter hat die Familie verlassen, als er noch klein war, der Vater vegetiert seit einem Arbeitsunfall nur noch vor sich hin. Als er auch noch seinen miesen Job in einer Burgerbude verliert, fürchtet ...

Elliots Mutter hat die Familie verlassen, als er noch klein war, der Vater vegetiert seit einem Arbeitsunfall nur noch vor sich hin. Als er auch noch seinen miesen Job in einer Burgerbude verliert, fürchtet Elliot, dass sie auf der Straße landen werden. Doch sein sonst so teilnahmsloser Vater schickt ihn zu einem Bekannten, der Elliot einen Arbeitsplatz in seinem Kaufhaus anbietet. Dort erschließt sich Elliot eine magische Welt, deren Existenz er kaum glauben kann - und nach und nach gerät er in ein Abenteuer, das ihm auch ganz neue Informationen über seine Mutter bringt.

"Hidden Worlds 1 - Der Kompass im Nebel" von Mikkel Robrahn ist eine fantasievoll geschriebenen Geschichte, die mich schnell in ihren Bann gezogen hat. Die Welt, in die der Protagonist ganz unbedarft herein stolpert ist farbenprächtig beschrieben und hat mich durch die Fülle der magischen Geschöpfe begeistert. Zusammen mit Elliot konnte ich die Vielzahl der Fabelwesen entdecken und bestaunen, der Schreibstil ließ mich beinahe durch die Seiten gleiten. Elliot Craig ist mir dabei ans Herz gewachsen, obwohl er am Anfang eher schlicht wirkt, findet er sich bald in dem fremdartigen neuen Umfeld ein und freundet sich sogar mit einigen Kollegen an.

Auch die Figuren um ihn herum, sowie der Hintergrund sind umfassend beschrieben, so dass ich beim Lesen immer wieder Bilder im Kopf hatte. Die Spannung hat sich bis zum Ende hin konsequent gesteigert, so dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen mochte. Die fantasievolle Umsetzung der Handlung hat mich etwas an das Harry-Potter-Universum erinnert, für mich hat die Geschichte alles mit gebracht, was ich von einem guten Fantasyroman erwarte. Dafür gebe ich sehr gern eine Leseempfehlung.

Fazit: Fantasievoll und farbenfroh hat mich Mikkel Robrahns Roman fasziniert und ganz wunderbar unterhalten, die Geschichte empfehle ich sehr gern weiter.

Veröffentlicht am 22.02.2021

Herrlich schräge und humorvolle Fantasygeschichte

Tinte & Siegel
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Al MacBharrais ist einer von nur fünf Siegelagenten weltweit, deren Aufgabe darin besteht, die Feenwesen zu kontrollieren, die auf der Erde wandeln. Mit diversen Tinten vermag er es, Siegel zu zeichnen, ...

Al MacBharrais ist einer von nur fünf Siegelagenten weltweit, deren Aufgabe darin besteht, die Feenwesen zu kontrollieren, die auf der Erde wandeln. Mit diversen Tinten vermag er es, Siegel zu zeichnen, die kraftvolle Magie enthalten, dieses Wissen versucht er auch an seinen jeweiligen Schüler weiter zu geben. Doch die sterben einer nach dem anderen an einer Reihe seltsamer Unfälle, als sein aktueller Lehrling Gordie an einem Rosinenscone erstickt, findet Al heraus, dass der nebenbei einen schwunghaften Feenhandel betrieben hat und dazu auch einige Siegel nutzte, die er nicht von Al gelehrt bekam.......

"Tinte & Siegel: Die Chronik des Siegelmagiers 1" ist das erste Buch, das ich von Kevin Hearne gelesen habe - es wird nicht das letzte bleiben. Von der ersten bis zur letzten Seite hat mich diese herrlich schräge Fantasygeschichte gefesselt, die skurrilen Figuren und die witzige Schreibweise haben mich begeistert und über den gesamten Handlungsverlauf prächtig unterhalten. Der einzigartige Protagonist Al MacBharrais ist bereits um die sechzig Jahre alt und hat mich mit seiner kauzigen Art sehr begeistert, er unterscheidet sich deutlich, von allen Figuren, die ich in diesem Genre bereits kennen lernen durfte. Und da die Zahl im Buchtitel auf eine Fortsetzung hoffen lässt, freue ich mich schon darauf, mehr aus der Welt des Siegelagenten lesen zu können.

Auch die Idee, Magie mithilfe gezeichneter Siegel zu wirken, zu deren Herstellung Tinten mit diversen seltenen Ingredienzien angemischt werden müssen, habe ich als recht außergewöhnlich empfunden. Zusätzlich lässt der Autor in diesem Buch eine große Anzahl verschiedener magischer Wesen auftreten, einige davon aus der irischen und schottischen Mythologie entliehen, jedes einzelne beschreibt er umfassend, so dass ich beim Lesen des Öfteren Bilder im Kopf hatte. Auch der Humor hatte es mir angetan, immer wieder gab es Stellen, bei denen ich mir das Lachen nicht verkneifen konnte und die das wunderbar abgefahrene Leseerlebnis perfektioniert haben. Alles in Allem hat mich der Roman nicht nur bis zum Ende fest gehalten, sondern dabei noch köstlich amüsiert, daher gibt es von mir eine klare Leseempfehlung für alle Freunde fantastischer Geschichten.

Fazit: Dieses Buch glänzt durch herrlich skurrile Figuren, eine schräge Handlung und wunderbarem Wortwitz, ich empfehle die fantasievoll geschriebene Geschichte mit Freude weiter.