Frau Maier fährt in Urlaub, weil ihre „Freundin“ Elfriede die gewonnene Wohlfühlreise nicht antreten kann. Wellnessurlaub in der Steiermark, das klingt doch toll, vor allem wenn der Hotelchef spurlos verschwunden ...
Frau Maier fährt in Urlaub, weil ihre „Freundin“ Elfriede die gewonnene Wohlfühlreise nicht antreten kann. Wellnessurlaub in der Steiermark, das klingt doch toll, vor allem wenn der Hotelchef spurlos verschwunden ist. Daher ist Frau Maier dann doch ganz begeistert und lässt sich für den Urlaub sogar ein Smartphone aufschwatzen.
Das Cover gefällt mir – wie immer – sehr gut. Ich mag die Serie eigentlich. Doch dieses Mal habe ich einige Kritikpunkte: Zunächst gibt es zwischen den Kapiteln zu viele leere Seiten, vor allem, weil die Seiten nicht so vollgeschrieben sind, wie bei anderen Büchern und es „nur“ 279 Seiten sind. Und dazu der Preis von 13,90 Euro. Das wäre mir zu teuer, wenn ich das Buch hätte kaufen müssen. Ich habe es glücklicherweise in der Lovelybooks Leserunde gewonnen. Ich beschwere mich nur über die Seitenzahl, wenn Inhalt und Buch nicht so spannend und „gedehnt“ (leere Seiten) sind. In den Vorgängerbüchern, gibt es hinten bis zu 6 leere Blätter (Vorder- und Rückseite). Wobei diese Krimis alle länger sind.
Zudem ist es eine Serie mit Katze, da ist ja schließlich Frau Maiers Katze auf dem Cover. Doch Frau Maier fährt ohne Katze in die Ferien. Es gibt dann auch 3 Bilder von ihrem Freund, der ihr das Handy besorgt hat, von der Katze. Und zwischendurch besucht sie ein roter Kater, der ab und zu ins Wellnesshotel kommt. Das ist mir – persönlich – schlichtweg zu wenig, für einen Katzenkrimi, Cosy Crime oder Wohlfühlkrimi.
Der Krimi ist auch leider zu durchschaubar. So wusste ich von Anfang an, wer die Bösen sind und wer nicht. Und auch wenn es sich mit den Gutscheinen nicht aufgeklärt hat, irgendwie denke ich trotzdem, dass sie von dem „Herrn Detektiv“ stammen. Warum auch immer. Vom Hotel selbst, finde ich das irgendwie seltsam, das passt nicht. Er ist ja auch ein „Verehrer“ von Frau Maier.
Im Übrigen, fand eigentlich der ganze Krimi IM Hotel statt, wenn man die Zugfahrt und das Eingangsgeplänkel außer Acht lässt. Denn das wird ja alles sozusagen „rückerzählt“. Das ist nicht der erste Krimi, der nur im Hotel stattfindet. Shining von Steven King und Rauhnacht von Klüpfl und Kobr fanden ja auch „nur im Hotel“ statt.
Es war zu durchsichtig in allen Punkten. Ich möchte jetzt nicht spoilern.
Was ich extrem schade fand. Es gibt eigentlich auch nur Hotellokalkolorit (Kürbiskernöl), auch wenn es 3 oder 4 Bilder von ihrem See zuhause gab.
Mir gefiel einfach Teil 4: Frau Maier wirbelt viel Staub auf, viel besser. So dass ich mir Teil 1 bis 3 besorgt habe, die ich jetzt auch lesen werde. Allerdings waren die Charaktere so gut gezeichnet, dass nichts im Schatten lag. Vorhersehbar. Was die Spannung drastisch gemildert hat.
Es war nichts mehr besonderes, zumal die Charaktere (Katze, Freundin, Freund) nur noch am Rande erwähnt wurden und nicht wirklich ersetzt worden sind. Toll wäre noch gewesen, wenn Frau Maier Emina mit nach Hause genommen hätte. Das wäre ein Highlight gewesen. Wo sie doch selber Zimmer vermietet und auch nicht jünger wird. Und dort gibt’s sicher auch Hotels, wo sie hätte arbeiten können.
Das mit dem Bücherschrank zum Abschluss hat mir aber doch noch gefallen. Ich tausche da auch immer Bücher aus. Dieses Vergnügen hat man ja mit Ebooks nicht mehr. Daher bevorzuge ich immer das Print.
Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Frau Maier hat leider drastisch nachgelassen. Dennoch 3,5 Sterne und ich warte Mal auf den nächsten Band.
Kurzmeinung: Das Buch war der absolute Wahnsinn. Verstörend und mit einem offenen Ende. Erdend und Fragen offen lassend. Showdown und das Ende.
Fee erzählt vom Buch:
Gøhril Gabrielson erzählt die Geschichte ...
Kurzmeinung: Das Buch war der absolute Wahnsinn. Verstörend und mit einem offenen Ende. Erdend und Fragen offen lassend. Showdown und das Ende.
Fee erzählt vom Buch:
Gøhril Gabrielson erzählt die Geschichte einer Wissenschaftlerin, die im Winter – für 6 Monate - nach Finnmark zieht. Einsam und alleine in den äußersten Zipfel Norwegens. Sie möchte die Vogelpopulation und die Temperatur bzw. die Klimaveränderungen erkunden.
Nur ein Kapitän, der ihr immer wieder Lebensmittel bringt, besucht sie dort. Sie hat eine Ehe hinter sich, die sie nicht glücklich machte und sie hat einen Freund Jo, der hinterher kommen möchte, wenn seine Tochter ihn gerade nicht mehr benötigt.
Fees Meinung:
Darf man offen zugeben, dass man das Buch bzw. Hörbuch nicht verstanden hat und am Ende ratloser davor sitzt wie zwischendurch? Ich weiß nicht, war es Wahn, Einbildung und Wahnsinn und wer war der Besucher, der an ihre Hütte klopft?
Diese Wissenschaftlerin hat auch keinen Namen und ihr Mann ist S. Ihre Tochter Lina hat einen Namen. Ihr Freund Jo, seine Ex-Frau und seine Tochter Maria auch. Es wird aus der Sicht der Wissenschaftlerin in Ich-Form gerichtet. Eigentlich sollte Jo nachkommen, aber rasch wird mir klar, dass dies nie geschehen wird, weil er seine Tochter nicht mitnehmen kann. In diese Öde und Einsamkeit.
Sie – die Wissenschaftlerin - ist sehr einsam. Daher setzt sie sich mit sich selbst auseinander und mit der Frau die vor ihr hier irgendwann im 18. Jahrhundert mit ihrer Familie wohnte, wo der Sohn bei einem Brand ums Leben kam und die Ehe dabei kaputt ging. Irgendwie wird das ganze sehr geschickt mit der Gegenwart verflochten und die Wissenschaftlerin ist die Frau von damals und die heutige Frau.
Auf der einen Seite erdet das Buch und beruhigt einen, bis man einfach nicht mehr mitkommt, das Buch nicht mehr versteht und am Ende viele Fragen hat.
Die Landschaft ist so passend und Natur und Naturgewalten werden erklärt und alles ist so, dass man drüber nachdenken muss. Ich höre die Stille aber auch den Sturm, der laut ist. Das Wetter bzw. die Landschaft ist dann auch so wie ihre Gedanken.
Man kann sich wirklich alles gut und bildlich vorstellen und sich in die Protagonisten versetzen. Die Bedrohung durch S. ist spürbar und so ist man davon überzeugt, dass er kommt und ihrem Leben ein Ende macht. Es läuft auf einen Showdown heraus, aber irgendwie hört das Buch abrupt beim Höhepunkt auf. Trotzdem, das Buch ist so sehr tiefgründig und man könnte sehr viel hinein interpretieren, genauso wie bei einem Künstler, der ein Bild malt. So ist das Bild mit Worten und Buchstaben beschrieben. Das ganze ist so bildlich geschrieben, dass ich mir alles gut vorstellen kann. Die Gedanken sind so unterhaltsam, dass ich alle Gefühle nachvollziehen kann. Ich hätte S. auch verlassen, denn das ist hammerhart. Es gab sehr viele lange Kapitel, aber auch ein paar kurze.
In der „Einfachheit ihres Seins“ setzt sie sich mit allem auseinander auch mit ihrem Körper, ihren sexuellen Gefühlen und ihrer Menstruation. Der Autor lässt nichts aus. Natürlich kommt sie sich auch wie eine Rabenmutter vor, weil sie ihre Tochter bei S. gelassen hat. Und dazu die Bedrohung durch ihren Ex-Mann S.
Zuerst dachte ich, das Hörbuch ist langweilig, aber je länger ich hörte, desto mehr möchte ich hören und bin „mitten im Geschehen“. Es ist einfach so eine besondere Atmosphäre und diese Gedanken. Obwohl die Arbeit und die Einsamkeit dort eigentlich langweilig sein müssten. Aber je länger ich höre, desto mehr „erde“ ich mich. Es beruhigt mich irgendwie.
Die Wissenschaftlerin hat auch immer wieder seltsame Unfälle und findet sich dann in der Hütte wieder, ohne dass sie weiß, wie sie hingekommen ist. Dazu ihr alarmierender Status. Mehr möchte ich jetzt auch gar nicht erzählen.
Das Cover ist in zartem blau gehalten. Und verdient rundum eine 1 mit Sternchen.
Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Ich habe mich einerseits sehr gut unterhalten gefühlt. Da das Ende offen ist, habe ich mich gefragt, ob ich das Buch verstanden habe und bleibe sehr verwirrt und mit vielen Fragen zurück. Trotz allem, ich hab das Hörbuch verschlungen, von daher kann ich guten Gewissens 3,5 Sterne vergeben.
Das ist der 2. Band aus der Penelope Kite Serie, einer Engländerin, die es in die Provence verschlagen hat. Teil eins heißt Tod in Saint Merlot. Natürlich ist Penelope wieder dabei, als ein Mord geschieht ...
Das ist der 2. Band aus der Penelope Kite Serie, einer Engländerin, die es in die Provence verschlagen hat. Teil eins heißt Tod in Saint Merlot. Natürlich ist Penelope wieder dabei, als ein Mord geschieht und klar, sie muss ermitteln. Dass sie sich dabei die Dorfbewohner nicht zu Freunden macht, ist auch klar.
Das Cover ist wunderschön und da ich das Manuskript bei Lesejury Vorablesen durfte, konnte ich das Cover doppelt so groß bewundert. Das Flair der Provence wurde wunderschön eingefangen. 1 *
Der Landschaftsflair mit Beschreibungen und dem Essen sind wunderschön und so hatte ich per Kopfkino wieder eine Verabredung mit der Provence, die ich total genossen habe.
Ich hatte den Eindruck, dass ich Teil 1 schon gelesen habe, auch wenn ich nicht wirklich sicher bin, aber mir kam Penelope bekannt vor. Wahrscheinlich werde ich Teil 1 „noch mal“ lesen.
Die Serie mag ich und werde ich auch weiter lesen, auch wenn einiges nicht so ganz glücklich war. Penelope als Charakter war auf jeden Fall sehr widersprüchlich und nicht immer ganz sympathisch. Dazu gab es Sachen, im Ablauf, die nicht so ganz logisch waren. Welche werde ich dieses Mal nicht verraten, denn das wurde in der Leserunde ausführlich besprochen, daher werde ich nicht spoilern! Es soll ja eine Überraschung sein. Auch Pens Freundin Frankie war irgendwie chaotisch und sie waren kein richtiges Team. Das alles fand ich sehr schade.
Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Ich habe den Ausflug in die Provence sehr genossen und deshalb vergebe ich – trotz der Kritikpunkte – 3,7 Sterne, also aufgerundet 4. Und ich hoffe, dass es weitere Ausflüge in die Provence gibt. Auf jeden Fall empfehle ich diese Serie.
Die Barbara Becker Formel ist sehr ausführlich und mit einem gut lesbaren, unterhaltsamen Schreibstil geschrieben. Es kommen dann auch immer wieder „bekannte Menschen“ zu Wort. Auch Danksagungen wie die ...
Die Barbara Becker Formel ist sehr ausführlich und mit einem gut lesbaren, unterhaltsamen Schreibstil geschrieben. Es kommen dann auch immer wieder „bekannte Menschen“ zu Wort. Auch Danksagungen wie die für Tanja und Klaas kommen nicht zu kurz. Das komplette Programm Muskel Fazien Workout als Video kann man sich auch bei Vimeo für knapp 20 Euro runterladen.
Insgesamt wäre das Buch wirklich gut, aber ich hab den Eindruck, da ist immer der Zeigefinger: Seht her, ich bin toll. Wie hat sie das geschafft? Indem sie viel Geld in ihren Körper investiert hat. Sie hat viele Trainer gehabt, die sicher nicht gratis gearbeitet haben. Und jeder Mensch hat andere Voraussetzungen. Menschen wie ich (mit diversen Vorerkrankungen) können dieses Programm leider nicht machen. Und die Übungen würde ich nie ohne „einen Film, wo das Ganze vorgemacht wird“ machen. Aber das kostet, zusätzlich zum Buch, noch mal Geld.
Dazu erwähnt sie auch, dass sie eine Landwirtschaft im Kleinen hat. Sie sagt auch, dass sie auch viel reist. Finde ich ja alles prima. Aber wer kümmert sich dann um ihre „kleine Landwirtschaft“? Für mich ist das so nicht machbar. Sie trinkt auch keine Milch und kauft das meiste Bio. Finde ich klasse, funktioniert leider nicht überall. Mal davon abgesehen, dass da wo sie wohnt, das Klima „mild“ ist.
Es gibt zum Beispiel unterlegte extra Bereiche, wo sie erklärt, wie man Mandelmilch macht oder gesunde Vorräte hat. Sie friert die Sachen ein oder hat sie im Kühlschrank. Ehrlich… Sorry, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Barbara Becker viele Vorräte selbst anlegt und was die „kleine Landwirtschaft“ betrifft… Ich bin sicher, dass sie da einige Menschen hat, die ihr dabei helfen. Seien wir mal realistisch, bei dem Lebensstil von Barbara Becker kann man nicht wirklich so viel selber machen, zumal sie ja auch viel Zeit für ihren Körper und Aussehen verwendet:
„Wie sexy man ist, hat weder mit dem Alter noch mit dem Körpergewicht zu tun.“, meint sie. Nun ja, es hat aber auch was damit zu tun, wie man genetisch veranlagt ist und wie viel Geld man hat, damit man Menschen findet (spezielle Fitnesstrainer, Ernährungscoaches usw.), die ein Workout oder einen Essensplan für jemand speziell machen können.
Dann erklärt sie Sachen über den Blutzuckerspiegel auf Seite 147. Nun ja, meine Ernährungsberaterin, die von der Krankenkasse bezahlt wird, besteht auf 5 Mahlzeiten mit je 4 Stunden Abstand. Dies ist für mich gar nicht realisierbar und ich dachte nur noch an Essen. Aber das meine ich damit, sie hat in vielem Recht, sie hat allerdings die Möglichkeit, genau die Sachen so umzusetzen. Wenn die Krankenkasse jemand einen Ernährungsberater bezahlt, muss ich erst mal gucken, dass ich das irgendwie 1:1 umsetze. Hätte ich mehr Geld und könnte es selbst bezahlen, würde ich mir dann doch lieber jemand nehmen, der sich um meine körperlichen Erfordernisse kümmert und nicht einen Essensplan aufstellt, von dem ich die Hälfte überhaupt gar nicht mag. Seit der Ernährungsberatung (wegen FI und LI) ist meine Ernährung SEHR einseitig und langweilig geworden. Und leider hab ich weder die Möglichkeit noch das Geld, alles Bio einzukaufen oder auf meiner (großen) Dachterrasse eine „kleine Landwirtschaft“ zu betreiben.
Das Porridge Rezept auf Seite 148 fand ich lustig. Erst da habe ich gemerkt, dass ich morgens auch Porridge zu mir nehme. Aber in Eigenregie, meine Ernährungsberaterin hat mir anderes empfohlen. Dazu gibt es noch Darmtipps Seite 154. Blöde nur, dass meine Intoleranzen mir das nicht gestatten. Wobei ich meinen Darm ein Mal im Monat mit Sauerkraut füttere. Nein, er ist nicht begeistert, aber ich mag Sauerkraut und da es gesund ist, versuche ich es immer wieder. Ebenso auf Seite 154 erklärt die Autorin, dass Intervallfasten gesund sei und im Kampf gegen Entzündungen helfe Das stimmt, habe ich mir alles im Internet angelesen, weil ich halt keine Ernährungsberatung oder Arzt habe, die Zeit für einen Kassenpatienten haben und mir individuell „mein Programm“ erstellen würden.
Nahrung kann Medizin sein, sagt die Autorin, ja klar, wenn die „Umstände“ stimmen, dann ganz sicher. Aber ich möchte nur mal ein paar Monate tauschen. Ich bin sicher, dass ich dann auf jeden Fall gesünder wäre und es mir besser gehen würde.
Auf den Seiten 16, 24, 150 und 168 interviewt sie Menschen, die wir teilweise aus dem Fernsehen kennen.
Das Cover ist ein Hardcover, es gibt schöne Bilder und Tabellen im Buch und erscheint hochwertig. Eine 1.
Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Persönlich halte ich Barbara Becker für eine sehr sympathische Frau. In diesem Buch empfinde ich, dass sie ein wenig angibt und protzt und ich glaube ihr nicht wirklich alles. Seien wir einfach realistisch, das was sie vorschlägt, wird kein „Otto-Normalbürger“ so umsetzen können. Für mich ist das Buch jetzt ziemlich nutzlos gewesen. Aber mir gefällt das Sachbuch, von der Aufmachung her, und Menschen, die sich weniger mit Ernährung usw. beschäftigen, für die kann das Buch hilfreich sein, daher gebe ich 3,5 Sterne dafür.
Rezi erschien im Juli 2014, Erstveröffentlichung bei Ciao.de und Bambali.de. Da ich neulich "Ein Häusle in Stuttgart gelesen habe" und ich früher strenger war mit der Sternevergabe, hab ich beschlossen, ...
Rezi erschien im Juli 2014, Erstveröffentlichung bei Ciao.de und Bambali.de. Da ich neulich "Ein Häusle in Stuttgart gelesen habe" und ich früher strenger war mit der Sternevergabe, hab ich beschlossen, das Buch nicht um 1 Stern sondern gar um 3 Sterne aufzuwerten! Verglichen mit dem Häusle in Stuttgart ist dieses Buch um Längen besser, egal wie viel Kritikpunkte ich aufgeschrieben hab.
Fees Geschichte
Emma Stöckle aus Stuttgart wird wegen Burnout 2 Wochen, vom Betriebsarzt krank geschrieben. Eigentlich geht das so gar nicht, denn als Projektmanagerin für Stuttgarts Bahnhof hat sie diesen Job ihrem Kollegen vor der Nase weggeschnappt und muss nun doppelt so hart arbeiten, wie ihre männlichen Kollegen. Außer Melli hat sie niemanden, der dort auf ihrer Seite ist. Vor Schreck geht sie erst mal in der Königstraße in ein beliebtes Café, gleich neben der Kirche. Dort lernt sie Sir Nicholas Reginald Fox-Fortescue kennen, der eigentlich in Paris wohnt, sich aber um den Nachlass seines Vaters in Cornwall kümmern muss. Er lädt Emma spontan auf die Insel ein.
Fees Meinung
Also erst mal wollte ich das Buch schon gar nicht lesen, weil Liebesgeschichte und Cornwall das geht schon mal gar nicht. Ich mag die Liebesromane nicht. Die mit der ewig Blonden gutaussehenden und den schönen alten romantischen Schlössern, samt Cabrio und gutaussehenden Männer total langweilig. Ich hab nur mal reingeguckt, wegen der Landschaft. Aber dann kam Andreas und schrieb mir schon wieder bei Ciao, wenn ich das Buch in der Bücherei bekomme, dann würde ich es auch lesen wollen. Irgendwie hab ich aber den Eindruck, er will immer, dass ich es zuerst lese, damit er sich einen Eindruck verschaffen kann, ob es sich überhaupt lohnt, die Zeit zu investieren. 😉
Wie schon gesagt, dank dem Laugenweckle und den Folgeromanen hab ich die Schriftstellerin zu einer meiner Lieblings-Schreiberinnen erkoren. Sonst hätt ich das nicht gelesen. Positiv zu vermerken wäre dass es schnell zu lesen ist, also der Schreibstil ist wie immer ok. Man kann nur wenig mit Emma mitleiden und kann sich in die Charaktere reinversetzen und somit sind sie gut beschrieben. Man könnte sich glatt vorstellen, dass es Menschen gibt, die genau so sind und so was erleben. Und das wäre schon mal alles an Pro was es meiner Meinung nach zum Buch zu sagen gibt.
Negativ fand ich als erstes, dass es einfach nicht so humorvoll war, wie sonst. Also gelacht hab ich hier nicht, nicht mal das Schlossgespenst fand ich lustig. Schwäbischen Lokalkolorit habe ich schmerzlich vermisst, was in den anderen Büchern bei manch einem Nordlicht zu Kritik führte, habe ich hier viel zu wenig „erlebt“. Kaum ist Frau Kabatek nicht mehr beim Silberburgverlag verschwindet das schwäbische so nach und nach – auf einen Schlag!! Da bin ich mal gespannt, ob Line und Leon im Stuttgarter Westen eine gemeinsame Wohnung finden und das ganze nicht auf ein „billiges“ ewig gleiches Liebesroman-Heftchenniveau abrutscht.
Das Wort Sex wurde der einfachhalber, weil es so oft geschrieben wurde, gleich mit S abgekürzt, das erschien der Autorin wohl einfacher. Es wurde auch sehr oft daran gedacht und es auch des öfteren getan. Das ist genau das, warum ich lieber Krimis lese und mit „Frauenromanen“ meine Probleme habe. Erotik ist gut und schön, aber plumper S ist einfach too much!
Es wird immer mal aus der Sicht von Nicholas und dann wieder Emmas Erleben erzählt. Dies wird konstant so gemacht, dass es eine ganze Geschichte gibt. Eigentlich wäre das nicht schlecht, so ist aber Emma die letzte, die mitbekommt, dass Nick sie liebt. Der Leser ist immer auf dem Laufenden und hat so überhaupt keine Spannung. Das fand ich jetzt total schade. Bei Line und Leo ist auch meist offen, wie es nun weitergeht, aber hier wird es einem schon sehr früh auf dem Silberteller präsentiert.
Frau Kabatek hat sehr viele „kleine“ Geschichten in dieses Buch geschrieben, angefangen von den Vorurteilen der Insel“äffchen“ und der „Sauerkrautfresser“. Es tut mir auch leid, dass sie den Urlaub wohl als Arbeitsurlaub fürs deutsche Finanzamt „missbraucht“ hat, statt sich zu erholen, damit sie kein Burnout oder eine Schreibblockade bekommt, schließlich möchte ich wissen, wie es mit Line weitergeht. Natürlich würde ich immer noch gerne Vorableserin bei Frau Kabatek sein! Trotzdem ist das Buch irgendwie seltsam. Wie soll ich das wohl beschreiben? Also mein Eindruck ist, dass Frau Kabatek ihre „Leichtigkeit“ und ihren Humor samt Lokalkolorit auf dem Flug zur Insel und zurück „verloren“ hat. Vielleicht ist das ganze in der Nordsee gelandet? Ich weiß es nicht. In Nicholas kann ich trotz allem, was man so vorurteilsweise über die Insel“äffchen“ sagt, keinen Inselaffen feststellen. Irgendwie könnte er auch „deutsch“ sein. Es kam einfach nicht rüber. Der Funke blieb aus. Ich fand es so total schade. Bei Rosamunde Pilcher Filmen konnte ich mir einen Urlaub auf der Insel vorstellen, so aber irgendwie gar nicht. Die Landschaft wurde auch nicht so liebevoll beschrieben wie sonst. Also langer Rede, kurzer Sinn, ich bin sehr enttäuscht von diesem Werk. Auch wenn es nicht mein normales Beuteschema bei Büchern ist, so habe ich des öfteren trotz allem 3 Sterne gegeben. Hier ist es so, dass ich die einfach nicht geben kann und will. Hier ist die Sternevergabe sehr schwierig.
**** Bitte nicht lesen, wenn man das Buch doch lesen möchte! ****
Wer das Buch lesen möchte, sollte diesen Absatz einfach überlesen, denn ich muss etwas über das Ende erzählen!! Emma verlässt klammheimlich die Insel und meldet sich nicht mehr. Auf ihre Qualen und die von Nick geht sie kaum ein. Dann lässt sie Emma einen seitenlangen Brief schreiben (wo dann die Qualen beschrieben werden), der mich nicht zu Tränen gerührt hat und das, wo ich schon manche Träne beim Bücherlesen vergossen habe! Ich hab mich am Ende gefragt, was war da los? Was hat die Autorin jetzt falsch gemacht? Irgendwie hab ich das Gefühl, dass die Gefühlszustände immer auf fast dem selben Level blieben. Eine Linie durch das ganze Buch, sozusagen. Schade eigentlich. Seltsamerweise schreibt Nick dann eine Mail und es gibt ein „Happy End“. Von Seite 322 bis Seite 345, also von dem Zeitpunkt als Emma nach Stuttgart flie(h)gt und dem Happy End vergehen zu wenig Buchseiten, als dass ich traurig hätte werden können. Das gibt mir doch zu denken und das ist einer der größten Kritikpunkte für mich.
*** Bitte nicht lesen, wenn man das Buch doch lesen möchte! *****
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Fees Fazit
Nun ja, also bei Ciao muss man Sterne abgeben, wenn man einen Bericht einstellt, damit der „Leser“ gleich feststellen kann, wie gut man das „Produkt“ fand. Meinen Geschmack hat das Buch absolut nicht getroffen, dabei mag ich die Landschaft der Insel und hätte mir das nach den vorhergehenden Büchern der Autorin besser vorgestellt. Das liebevolle mit den Liedern hat auch so irgendwie gefehlt, das es pro Kapitel für Line gibt. Meiner Meinung nach ist das ganze Buch viel liebloser geschrieben und ich tu mich bei der Sternevergabe sehr schwer. Ich möchte Frau Kabatek nicht beleidigen und wünsche mir noch viel mehr Bücher, aber dieses Buch ist in meinen Augen keine 14,99 Euro wert. So leid es mir tut. Normalerweise finde ich, ein nicht gebundenes Buch – Genre Roman – sollte nicht mehr als 9,99 Euro kosten. Früher habe ich einen 3-fachBand von Hanni-und-Nanni, Burg Schreckenstein und Co für 10 DM bekommen. Es gibt auch noch genügend andere Verlage, die für 7 bis 10 Euro Romane verkaufen, daher finde ich den Preis einfach unverschämt gegenüber dem Leser. Der geneigte Leser denkt es sich wohl schon? Also mehr wie einen Pflichtstern kann und will ich dem Werk einfach nicht geben. Sorry, Frau Kabatek, bitte nicht böse sein.
PS: Aber man kann sagen was man will, würde Frau Kabatek 1000 Seiten schreiben, würde ich wohl die auch schnell lesen, auch wenn mir das Buch nicht so gefallen würde, weil sie wenigstens nicht so langatmig schreibt, wie Elizabeth George.
PPS: Andreas: Falls du das Buch doch liest, wäre eine Rückmeldung nett, wie du das Buch gefunden hast. PPPS: Diesen Bericht, wie alle Buchberichte von Frau Kabateks Romanen widme ich Andrea und hoffe, dass es ihr gut geht. Schön, dass Frau Kabatek das Buch auch Andrea widmet, wenn ich auch nicht denke, dass es die selbe ist. 😉