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Veröffentlicht am 26.02.2021

Echt stark!

Kiwi, Kalle und das Stadtgeflüster
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Kirsten ist 11 Jahre alt und lebt mit Ihrer Mutter, einer Sozialarbeiterin, in einer kleinen Wohnung in Berlin, über einem Luftballonladen. Ihr Vater lebt mit seiner neuen Familie in Bayern. Kirsten geht ...

Kirsten ist 11 Jahre alt und lebt mit Ihrer Mutter, einer Sozialarbeiterin, in einer kleinen Wohnung in Berlin, über einem Luftballonladen. Ihr Vater lebt mit seiner neuen Familie in Bayern. Kirsten geht regelmäßig nach der Schule zum Eiskunstlauftraining, bis sie wegen einer Knieverletzung 2 Wochen pausieren muss. Ihre Mutter hat dann nichts besseres zu tun, als ihr die Einkäufe für die alte Nachbarin Frau Matz aufs Auge zu drücken. Als sie dort die Einkaufsliste abholt, trifft sie auf den gleichaltrigen Kalle aus dem Hinterhaus, der täglich mit Frau Matz Schnudel Pelle Gassi geht. Bislang kannten sie sich nicht, weil sie in verschiedene Schulen gehen. Kalle hielt Kirsten immer für eine Ballerina-Tussi. Doch als sie nun gemeinsam mit Pelle unterwegs sind und für Frau Matz einkaufen, entdecken sie eine Menge Gemeinsamkeiten, aber auch Ungereimtheiten in ihrem Kiez! Sie beide finden den Bestatter, der ständig vor seinem Geschäft steht und auf das Pflegeheim gegenüber starrt gruselig und rennen stets an ihm vorbei, statt zu gehen und beide begrüßen regelmäßig die Hundeballons nebenan. Seltsam finden sie, dass der nette Luftballonmann, das ständige Gekeife seiner Frau so gelassen erträgt, bis sie eines Tages verschwindet und nun schwarze Luftballons in den Himmel steigen, mit merkwürdigen Anhängseln...

Kirsten und Kalle verbindet etwas: sie sind gerne draußen und keine Stubenhocker! Sie lieben Hunde, beobachten ihre Umgebung ganz genau, denken darüber nach und ziehen so ihre eigenen Schlüsse, aus dem was sie so bemerken.... Damit sind sie sehr zufrieden, aber auch anders als ihre Klassenkameraden, die sich mehr mit Zocken oder Youtube Videos beschäftigen. Wenn man nur ganz genau hinschaut, kann man eine Menge Geheimnisse entdecken und denen gehen die zwei nun gemeinsam auf den Grund. Mit Pelle als tierischer Tarnung können sie sich ziemlich unbemerkt durch die Straßen des Kiezes bewegen und Pelles Spürnase ist natürlich für unauffällige Beschattungen ein echter Gewinn!

Nein, die Kinder machen nichts Schlimmes und nichts Gefährliches. Wenn sie nicht mehr weiter wissen, suchen sie sich auch Hilfe und sind auch bereit, sich für ihre Irrtümer ein bisschen zu schämen. Aber sie irren nicht immer, denn auch wenn die meisten ihrer Nachbarn viel netter sind, als es den Anschein hat, so meinen es doch nicht alle gut und denen legen sie das Handwerk! Dabei gefallen mir besonders gut, die typischen kindlichen Sorgen und Vorstellungen, wie das schnelle am Bestattungsunternehmen Vorbeirennen...

So ist in diesem Berliner Kiez immer was los! Jetzt erst, als Kirsten nicht ständig trainiert, bemerkt sie erstmals, was alles um sie herum so los ist und wie viel schöner das Leben mit Schnudel und besten Freund ist.

Julia Dürr hat diese erlebnisreiche Kiezermittlergeschichte fröhlich frech illustriert! Dabei fallen zuerst ihre Übersichtsskizzen auf, damit man sich besser orientieren kann und weiß, wer wo wohnt und arbeitet, aber auch die Schattenriss-Vignetten, die jeweils kennzeichnen, aus wessen Sicht gerade erzählt wird. Denn Susanne Weber erzählt diese Geschichte aus zwei Perspektiven, jeweils in der unmittelbaren Ich-Form. Ob dieser „Ich“ nun Kalle oder KiWi (Kirsten Wilmsen) ist, erkennt man daran, ob der Scherenschnitt einen Dutt trägt, wie Eisläuferin KiWi oder einen Kurzhaarschnitt wie Kalle. So fühlt man sich immer mittendrin im Geschehen und weiß ganz genau, was in den Köpfen der Kinder los ist, aber vor allem auch, wie sie sich fühlen! Das finde ich sehr gelungen, weil man so den Eindruck hat, das total viel los ist, auch wenn es „nur“ ganz normale Kinderabenteuer sind. Hier werden keine gefährlichen Verbrecher verfolgt, aber dennoch sorgen sie für Gerechtigkeit und mehr Verständnis in ihrem Kiez und das ist ganz schon trubelig und aufregend.

Ich finde das Buch sehr gut recherchiert und möchte auch die juristische Korrektheit loben. Ich könnte noch viel mehr dazu schreiben, das wäre aber für Kinder langweilig. Aber alles was hier zu dem Thema steht, ist sowohl für Kinder verständlich, als auch inhaltlich korrekt.

Beide Kinder empfinde ich als sehr selbstständig für ihr Alter, weil sie viel alleine sind. O.k. Kalles Vater arbeitet von zu Hause aus, aber an seinem Computer sitzend und über neue Gags grübelnd, ist er Kalle nicht wirklich eine Gesellschaft. Wie die zwei Kinder selbstständig zum Tierarzt gehen oder Kirsten alleine kocht, ohne dass es in einer Katastrophe endet, hat mich echt beeindruckt.

Diese Geschichte hat mich richtig in ihren Bann gezogen, auch wenn keine weltbewegenden Verbrechen passieren, sondern echte Dramen und Geheimnisse des Alltags. Richtig Klasse für Jungs und Mädchen ab 8 Jahren und besonders für Großstadtkinder.

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Veröffentlicht am 24.02.2021

Bücher, die man kennen muss!

Dinge, die so nicht bleiben können
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Sebastian und sein bester Freund Tolli besuchen den Tag der offenen Tür der örtlichen Uni. Während der super schlaue Tolli sich wieder irgendeine naturwissenschaftliche Verantwortung anschaut, geht Sebastian ...

Sebastian und sein bester Freund Tolli besuchen den Tag der offenen Tür der örtlichen Uni. Während der super schlaue Tolli sich wieder irgendeine naturwissenschaftliche Verantwortung anschaut, geht Sebastian in eine Vorlesung für Stadtentwickler. Dort setzt sich ein Traummädchen neben ihn und leiht sich von ihm seinen Lieblingskuli. Kurz unterhalten sie sich über den Film Casablanca im Uni-Kino und Sebastian als großer Fan romantischer Kinokomödien hofft daraufhin, sie später vor dem Kino wieder zu sehen. Während er dort verzweifelt auf seine vermeintliche Traumfrau wartet, spricht ihn ein rebellisch aussehendes Mädchen an. Da die Traumfrau nicht auftaucht, bietet er ihr seine Kinokarte an. Nun kommt der große Auftritt von dem angebeteten Taylor-Swift-Look-alike und Sebastian scheint im 7. Himmel. Doch erkennt sie ihn nicht, wartet sie doch eigentlich auf ihren Posterboy-Freund. Eigentlich eine peinliche Situation, aus der ihn das unbekannte Mädchen rettet, die sich als Frida vorstellt. Gemeinsam mit seiner neu kennengelernten Sandkastenfreundin, geht Sebastian in den Kultfilm und anschließend gemeinsam Essen, wo sie auch auf Tolli treffen. Durch eine Wette begleiten die Jungs sie zu ihrem nächsten Programmpunkt. Ganz klar ist sie sehr unterhaltsam, doch wer ist sie wirklich?

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Veröffentlicht am 22.02.2021

Spannender Gruselspaß für die ganze Familie ab 8 Jahren!

Geisterschule Blauzahn – Teil 1: Lehrer mit Biss
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Freddy ist ein unerschrockener Junge. Klar, immerhin wohnt er seit dem Tod seiner Mutter und seines Onkels Bob bei seiner Tante Liz, in einem gruftmäßigen Haus. Die Regeln der Tante sind streng und wenn ...

Freddy ist ein unerschrockener Junge. Klar, immerhin wohnt er seit dem Tod seiner Mutter und seines Onkels Bob bei seiner Tante Liz, in einem gruftmäßigen Haus. Die Regeln der Tante sind streng und wenn er nicht pünktlich um 13.15h zu Hause ist, bekommt er nichts zu Essen. Da er die Kleider seines verstorbenen Onkels auftragen muss, riecht er nach Mottenpulver und wird deswegen von seinen Mitschülern geärgert. Dennoch ist er trotz des nagenden Hungers guter Dinge. Als er nach der Schule eine Mitteilung über ein Vollstipendium für die Internatsschule Burg Blauzahn findet, ist er begeistert. Doch schon der Abholservice mit Bus und Pferdekutsche ist eigenwillig und aufregend. Noch ungewöhnlicher stellt sich die Schule nach seinem Eintreffen heraus: dies ist eigentlich eine Schule für Gruselwesen, der langsam der Nachwuchs ausgeht, da immer weniger Menschen an Monster & Co. glauben. Daher müssen nun unerschrockene Menschenkinder aufgenommen werden, bis die erforderliche Anzahl an Schüler vorhanden ist, weil es sonst keine Fördermittel mehr gibt und die Schule schließen muss. Freddy kommt aus dem Staunen nicht heraus und findet erstmals Freunde. Allerdings sind nicht alle von seiner Anwesenheit begeistert; irgendjemand versucht mit allen Mitteln ihn los zu werden.

Oh je, bei seiner Tante Liz hat Freddy die ganze Zeit Hunger und eigentlich nichts zu lachen und dennoch lässt er sich nicht unterkriegen. So einen jungen Helden kann man ja nur sofort ins Herz schließen, vor allem wenn er noch dazu so unerschrocken ist! Klar geht es da einigen seiner neuen Mitschülern nicht anders. Dabei überrascht Barbara Rose mit immer neuen Wendungen egal ob witzig, gruselig oder spannend.

Richtig gut gefallen mir die Illustrationen von Barbara Fisinger auf den Tonträgern, die gleichzeitig witzig sind, aber auch die Gruselstimmung richtig gut wiedergeben. Barbara Rose kennen wir vor allem als Autorin für Feen und Elfen, doch merkt man dieser Geschichte richtig an, dass es ihr großen Spass macht, die dunkle Seite der magischen Wesen vorzustellen. Naja, eigentlich sind die meisten ja sehr nett, auch wenn sie nicht unbedingt so aussehen und für Freddy ist dieses Stipendium ein echter Glücksfall!

Thomas Nicolai legt sich voll ins Zeug, egal ob Vampir, Spinne, Gespenst oder Menschen. Hier wird heiser gewispert, gestöhnt, gefiept, gehaucht und gegrollt, dass es eine Lust ist zu spüren, wie sich die feinen Härchen im Nacken aufrichten. Natürlich ist der Grusel altersangemessen, aber auch für Eltern ist es unterhaltsam mitzuhören. Es ist aber nicht nur gruselig sondern auch spannend, denn gemeinsam müssen die neuen Freunde hinter das Geheimnis von Burg Blauzahn kommen, um ihrem Lieblingslehrer zu helfen. Ja, diese monstermäßig starken Freunde werden eine eingeschworene Gemeinschaft, wobei viele so mutig sind, ihre Einsamkeit und ihre Ängste vor den Mitschülern zuzugeben. Das finden wir richtig stark! Denn wenn sie erst einmal darüber sprechen, verstehen sie einander besser, können sich helfen und viele Sorgen können überwunden werden. Ein richtig wichtiges Signal für Toleranz, in dem sich sicherlich viele junge Zuhörer wiederfinden werden. Aber keine Sorge, es ist keine Problemgeschichte, sondern nebenbei auch immer wieder witzig, was durch die unglaublich facettenreiche Interpretation der Untoten durch Thomas Nicolai noch mal richtig verstärkt wird!

Ein spannender Gruselspaß für die ganze Familie ab 8 Jahren!

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Veröffentlicht am 21.02.2021

Eine spannend-romantische Reihe für Islandpferdefans

Nordstern – Der Ruf der freien Pferde
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Dies ist die Prequelreihe zur Nordlicht-Serie der Autorin Karin Müller und auch dieses Mal dreht es sich um eine junge Deutsche auf der rauen Nordinsel, die Liebe zu Island Pferden und dem unsichtbaren ...

Dies ist die Prequelreihe zur Nordlicht-Serie der Autorin Karin Müller und auch dieses Mal dreht es sich um eine junge Deutsche auf der rauen Nordinsel, die Liebe zu Island Pferden und dem unsichtbaren Volk der Huldu.

Deutschland 9. Juni 1949 das Leben nach dem 2. Weltkrieg ist entbehrungsreich und für eine alleinerziehende Mutter mit einer 14- jährigen Tochter, die einfach immer wieder auffällt und aneckt, nicht einfach. Da kommt das Angebot alleinstehender isländischer Männer junge, kräftige, arbeitswillige Frauen auf die karge Nordinsel als Arbeitskräfte einzuladen und ihnen die Überfahrt zu bezahlen, gerade recht. Um zu verhindern, dass Erla wegen ihres jungen Alters in Deutschland bleiben muss, mogelt ihre Mutter bei ihrem Alter und macht sie etwas älter. Am Hafen von Reykjavik staunt Erla über die Begeisterung, mit der sie dort empfangen werden. Noch mehr staunt sie allerdings, dass sie auf einem kleinen Pferd weiter reiten soll. Noch so ein Punkt, an dem die Angaben ihrer Mutter offensichtlich nicht stimmten, aber dennoch werden die beiden getrennt. Erla kommt auf einen einsamen Hof, in eine feindselige Familie, die sie rund um die Uhr, 7 Tage die Woche hart arbeiten lässt und offensichtlich eingeschüchtert ist von ihrer Gabe. Denn Erla kann die Huldu sehen und mit ihnen sprechen. Dieses geheime, urzeitliche Volk, dass über die heiligen Stätten der Insel wacht und sie und die Natur beschützt. Unter den Nazi musste sie stets die Deportation fürchten, doch auch hier betrachtet man sie mit Argwohn. Doch zu ihrem eigenen Erstauen findet sie in der Gesellschaft ihrer kleinen, zähen Stute Drifa Trost und in dem Huldu Jungen Floki jemanden, der ihr Herz höher schlagen lässt. 
Die karge Landschaft, die Kälte des Klimas im Sommer und vor allem die Härte und die Menge an Arbeit, die Erla alleine und von Hand erledigen muss, haben meine Tochter (11) ganz schön geschockt. Nordlicht spielt großteils im Winter, dass es da kalt ist, ist nicht so verwunderlich, aber Schneefall im August? Das fand sie dann doch schon sehr beeindruckend. Einige Szenen sind hart, wie z.B. als Erla völlig unvorbereitet bei einer Schafgeburt helfen soll. Da kommt die Jugendliche an ihre körperlichen und psychischen Grenzen. Mit 14 Jahren ist sie gerade mal 3 Jahre älter als meine Tochter. Für diese ist es aber selbst in der Corona-Krise völlig unvorstellbar so ganz ohne Freizeit, ohne Familie, Freunde und dafür nur mit harter Arbeit, ohne Bezahlung in kargen Verhältnissen zu leben. Gerade die Härte dieser Umstände macht sie mit ihrer Gabe für die neugierige Freundlichkeit und ihrer noch fremderen Welt mit ungeahnten Möglichkeiten und Heilmethoden besonders empfänglich.
Wir haben diskutiert, weil ich der Meinung war, dass wir Erla bereits aus den Nordlichtbänden kennen, als die Frau, die die Elfenführungen betreut und durchführt, die Elin zu Beginn so nerven. Denn auch Elin und Kari finden in diesem Band kurze Erwähnung. Man muss die Nordlichtreihe nicht kennen, um diesen Band zu verstehen, aber es ist natürlich ein Extra-Leckerli. Die romantischen Episoden sind in diesem Band noch sehr zart und erst im Anfangsstadium, das fand meine Tochter sehr gut, da es ihr mit 11 Jahren mehr um die Pferde, die Huldu und das Land geht, als um die Liebe. Aus Erfahrung schätzen wir aber, dass die romantischen Anteile in den nächsten Bänden zunehmen werden. Die Huldu werden in diesem Band sehr sympathisch beschrieben, noch sind sie vor allem neugierig und wenig misstrauisch.
Die Autorin verfügt über großen Sachverstand im Umgang mit Islandpferden. Hätte ich dieses Buch schon früher gelesen, wäre den Islandpferden und mir, bei meinem Urlaub damals, viel Leid erspart worden. Ich konnte mich super in Erla hineinversetzen, die zu Beginn vom Tölten völlig überfordert war. Es wird aber sehr gut und anschaulich erklärt, wie die Pferdenovizin Erla, ihre Liebe zu den Tieren und ihr Talent im Umgang mit ihnen erlernt und wie sie mit Hilfen das Reiten meistert. Besonders tröstlich fanden wir auch, dass auch Erla als Profi eine Aufstiegshilfe benutzt.
Meine Tochter ist unglaublich fasziniert von dem rauen Klima, der Landschaft, den Tieren und der Magie des Landes. Wenn sie groß ist, möchte sie unbedingt mal dorthin. Für Menschen wie sie, ist diese Reihe perfekt, vor allem da Reisen im Moment ja nicht möglich sind und auch später ihre frostbeulige Mutter mit ihr nicht dorthin reisen wird… Dafür glaubt sie mir, wenn ich ihr sage, dass ich die Beschreibung sehr treffend finde, auch wenn ich das Glück hatte deutlich nettere Menschen dort kennenzulernen, aber auch Erla wird künftig mehr Glück haben, sofern… ja auch dieser Band endet mit einem Cliffhanger, der einen um Erlas Leben bangen lässt.
Ein wirklich faszinierender Einblick in eine andere Zeit, eine andere Kultur und ein anderes mystisches Erbe. Eine spannende und romantische Reihe für Pferde und Islandfans ab 11 Jahren.

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Veröffentlicht am 19.02.2021

Wunderbare Lesemotivation

Leserabe 1. Lesestufe - Luna und das fliegende Pferd
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Rezension von Franziska (11) zu „Luna und das fliegende Pferd“ von Anja Kiel, mit farbigen Illustrationen von Florentine Prechtel: Lunas nerviger kleiner Bruder Leon hat ihr geflügeltes Spielzeugpferd ...

Rezension von Franziska (11) zu „Luna und das fliegende Pferd“ von Anja Kiel, mit farbigen Illustrationen von Florentine Prechtel: Lunas nerviger kleiner Bruder Leon hat ihr geflügeltes Spielzeugpferd namens Stella mit einem blauen Stift bemalt, der nicht mehr ab geht. Jetzt ist Luna sauer, so sauer, dass sie gar nicht einschlafen kann. Plötzlich bemerkt sie, dass sich Stella bewegt. Es stellt sich heraus, dass Stella zu einem Treffen im Märchenwald muss, dass nur alle sieben Vollmonde stattfindet. Doch mit Leons Schmierereien kann sie sich dort nicht blicken lassen! Was sollen sie bloß tun? Mit persönlich gefällt in der Geschichte besonders gut, wie Luna und Leon Stellas Problem lösen, da es auch zeigt, dass Geschwister zusammenhalten können und manchmal auch müssen, selbst wenn sie sich sonst nervig finden. Außerdem finde ich es schön, dass Leon seinen Fehler wieder gut macht und somit Verantwortung für seinen Fehler übernimmt. Dafür opfert er sogar seinen liebsten Schatz. So lernen Kinder auch, dass man seine Fehler wieder gut machen muss. Dass andere Geschwister auch manchmal von einander genervt sind, ist auch tröstlich, da findet man sich als Leser wieder. Es beruhigt, wenn auch Buchhelden manchmal mit Geschwistern streiten. Auch die Bilder gefallen mir sehr gut. Sie sind hübsch und passend. Durch ihre fröhlichen Farben, machen sie gute Laune und erleichtern das Lesen. Besonders geeignet ist das Buch für Mädchen der 1. Lesestufe. Die Geschichte ist fantasievoll und der Text einfach zu verstehen und zu lesen. Die Schrift ist sehr groß und in Fibelschrift und pro Seite muss man immer nur ein bisschen lesen, der Rest wird von den bunten Illustrationen vervollständigt. Die Kapitel sind schön kurz und daher nicht so anstrengend. Am Ende eines jeden Kapitels kann man dann zur Belohnung, für den nächsten Leseerfolg in einem dafür vorgesehenen Feld einen hinten beiliegenden Leserabensticker aufkleben. Das finde ich eine tolle Motivation für Anfänger.

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