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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.01.2022

Konnte mich noch nicht ganz überzeugen, dennoch ein gutes Buch

Elya 1: Der weiße Drache
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Als die 18-jährige Elya mit ihrer Mutter ins beschauliche Örtchen June Lake zieht, ist sie alles andere als begeistert. Nach dem was ihr an ihrem alten Wohnort passiert ist, tut sie sich äußerst schwer ...

Als die 18-jährige Elya mit ihrer Mutter ins beschauliche Örtchen June Lake zieht, ist sie alles andere als begeistert. Nach dem was ihr an ihrem alten Wohnort passiert ist, tut sie sich äußerst schwer mit neuen Orten und besonders auch mit dem Kennenlernen von neuen Leuten. Aber diese Entscheidung fällt nicht sie; direkt vom ersten Tag an hat sie dank ihrer Mutter einen Ferienjob und wird von der dortigen Clique in alles einbezogen. Doch irgendetwas an ihnen stimmt nicht; sie sind viel zu schön und draufgängerisch. Besonders mit dem unnahbaren Levyn scheint sie etwas zu verbinden, was über die ihr bekannte Welt und Realität hinaus geht. Denn auch sie ist nicht so stinknormal, wie sie anfangs glaubt, mit ihren schlohweißen Haaren und ihren vielen Ängsten…
Der Einstieg ins Buch verlief leider eher schleppend. Der Leser steht anfangs und auch im weiteren Verlauf der Geschichte vor genau so vielen verwirrenden Rätseln wie Elya selbst und die Auflösung zieht sich kleiner Spoiler über die gesamte Trilogie. Einerseits ist das natürlich spannend und man kann so zusammen mit Elya ein Geheimnis nach dem nächsten aufdecken, andererseits ist es aber auch furchtbar ermüdend wie Elya und somit auch der Leser zwar immer angeteasert, dann aber doch weiterhin im Dunkeln gelassen werden und immer nur winzige Bröckchen der Erkenntnis zugeworfen bekommen.
Leider konnte ich auch keine richtige Bindung zu den meisten Charakteren aufbauen; ich fand einige eher farblos und war ihnen gegenüber neutral eingestellt.
Der Schreibstil war angenehm und leicht, auch wenn ich den Anteil an wörtlicher Rede teilweise etwas zu stark vertreten fand. Ich hätte mich über mehr Beschreibungen und Details gefreut.
Auch wenn die Geschichte eher langsam voran ging, fand ich die Hintergründe sehr interessant und wollte wissen wie es weitergeht. Ich hätte mir aber gerne eine etwas schnellere und ausführlichere Auflösung gewünscht und nicht so ein Hin und Her und in der Schwebe hängen.
Das Potenzial wäre hier auf jeden Fall da gewesen, wurde in meinen Augen aber leider nicht vollständig ausgeschöpft. Es gab sehr viele interessante Aspekte und Geschöpfe, leider aber meist nur leicht skizziert und nicht ausführlich genug ausgearbeitet. Was mir aber wirklich gut gefallen hat war die Begründung der Verbundenheit von Elya und Levyn.
Dennoch gebe ich 3,5 Sterne

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Veröffentlicht am 14.01.2022

Interessanter Start in ein fantastisches Abenteuer

Die Silbermeer-Saga (Band 1) - Der König der Krähen
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Jedes Jahr während der Kaltwochen verschwindet jeweils ein Kind aus dem Fischerörtchen Colm. Niemand sucht nach den verschwundenen Kindern, zu groß ist die Angst vor dem Meer und den magischen Kreaturen, ...

Jedes Jahr während der Kaltwochen verschwindet jeweils ein Kind aus dem Fischerörtchen Colm. Niemand sucht nach den verschwundenen Kindern, zu groß ist die Angst vor dem Meer und den magischen Kreaturen, die im Inselreich lauern. Die Legenden erzählen von dem geheimnisvollen Krähenkönig, der angeblich die Kinder mit sich aufs Meer hinausnimmt und als Edda nach dem Verschwinden ihres kleinen Bruders Tobin eine schwarze Feder findet, scheint die Legende wahr zu werden. Sie begibt sich auf die gefährliche, beschwerliche Reise ins Inselreich, um ihren Bruder zu finden und zu retten.
Zu Beginn zieht sich die Geschichte tatsächlich ein wenig und es dauert etwas bis sie an Fahrt gewinnt. Dennoch war mir während des Lesens nie langweilig, auch wenn es selbst zwischendrin immer mal wieder ein paar Längen gab.
Die Charaktere, insbesondere Edda, ihr bester Freund Teofin und Tobin, haben mir sehr gut gefallen und alle waren sehr gut in ihren ganz eigenen Charakteristiken ausgearbeitet. Des Weiteren gibt es viele interessante, fantastische Wesen und Kreaturen, die der Geschichte einen märchenhaften und farbenfrohen Charme verleihen. Auch das Setting fand ich ausgesprochen passend gewählt und genau so wurde es auch beschrieben. Katharina Hartwell versteht es sowohl ihre Charaktere als auch die besuchten Orte sehr bildhaft zu beschreiben, sodass man sich alles ganz genau vorstellen und sehr gut mit den Charakteren mitfühlen kann.
Der Schreibstil ist außerdem meist ausschweifend, sodass es während dem Lesen passieren kann, dass man ein wenig aus dem Lesefluss gerät, aber gerade durch diese ausschweifenden Beschreibungen schafft die Autorin es die Geschichte geradezu zum Leben zu erwecken und greifbar zu machen.
Die Geschichte geht zwar langsam voran, dennoch ist sie mit vielen Hindernissen während der gesamten Reise versehen und wartet am Ende mit einem vielleicht schon befürchteten Cliffhänger auf, weshalb ich unbedingt bald den zweiten Band lesen möchte.
Alles in allem kann ich sagen, dass mir der erste Band sehr gut gefallen hat und ich diese Reihe jedem empfehlen kann, der gerne fantasievolle, märchenhafte Geschichten über abenteuerliche Reisen und Gefahren liest und sich nicht daran stört, wenn die Handlung auch mal etwas ruhiger vonstattengeht und an der einen oder anderen Stelle verweilt, um den Moment und das Feeling einzufangen.

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Veröffentlicht am 12.01.2022

Mein erstes aber mit Sicherheit nicht letztes Buch der Autorin

Sister of the Stars
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Als Vianne von einer Sylphe gebissen wird, verliert sie im darauffolgenden Dämonenfieber ihre gesamten Hexenkräfte. Ihre beiden Schwestern bringen sie daraufhin weg aus Frankreich und damit auch weg von ...

Als Vianne von einer Sylphe gebissen wird, verliert sie im darauffolgenden Dämonenfieber ihre gesamten Hexenkräfte. Ihre beiden Schwestern bringen sie daraufhin weg aus Frankreich und damit auch weg von ihrer großen Liebe Ezra. Vianne kann geheilt werden, ihre Hexenkräfte kehren jedoch nicht zurück. Fest entschlossen sich diese und auch ihre große Liebe zurückzuholen, kehrt sie gemeinsam mit ihren Schwestern in ihre Heimat zurück und muss feststellen, dass Frankreich mittlerweile hinter einer großen Mauer liegt, die das Land vor Dämonen schützen soll. Und auch in Ezras Leben hat sich einiges verändert: Er ist jetzt Großmeister der Magier und ausgerechnet ihn muss Vianne davon überzeugen einen Pakt mit den Dämonen zu schließen.
Marah Woolf entführt uns hier in eine magische Welt in einem beschaulichen kleinen Örtchen in Frankreich, in der Legenden und Mythen Wirklichkeit werden. Das Setting hat mir wirklich sehr gut gefallen; es hatte so etwas behagliches und gemütliches an sich. So wie Vianne sich nach ihrer Rückkehr direkt wieder heimisch gefühlt hat, genau so habe ich mich direkt wohl und zu Hause gefühlt. Besonders gut haben mir auch die Reaktionen des Hauses auf die Schwestern gefallen.
Die Geschichte ist großteils eher ruhig, aber dennoch spannend und abwechslungsreich. Auch die Charaktere haben mir sehr gut gefallen, besonders Viannes Schwester Maelle. Sie alle haben ihre ganz eigenen Charakteristiken und Besonderheiten. Nur mit dem Love Interest Ezra konnte ich leider nicht so ganz warm werden. Er ist mir irgendwie zu arrogant und unnahbar, war für andere eventuell interessant wirken mag, war für mich eher unsympathisch. Auch wie er Vianne behandelt, ihr mal Hoffnungen macht und sie dann wieder zurückstößt, hat mich sehr gestört. Aber auch ihr Verhalten fand ich sehr naiv, leichtgläubig und unreif. Ansonsten, wenn sie nicht gerade Ezra gedanklich anschmachtet, war sie mir eigentlich ganz sympathisch.
Der Schreibstil war flüssig und leicht zu lesen und man konnte dem Geschehen sehr gut folgen. Ich habe den Schreibstil als eher ruhig und angenehm wahrgenommen, ohne aber langweilig oder langatmig zu wirken.
Ich freue mich nach diesem absolut fiesen Cliffhänger auf jeden Fall auf den zweiten Band und bin sehr gespannt, wie es weiter geht.

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Veröffentlicht am 28.02.2021

Eine außergewöhnliche und verrückte Alice-Adaption mit viel Humor

Andrew im Wunderland (Band 1): Ludens City
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Als Andrew eines Nachts von seinem besten Freund überredet wird, zusammen feiern zu gehen, trifft er auf die hübsche Bardame Lola. Zu seiner einzig Wahren auserkoren und einige Drinks später, folgt er ...

Als Andrew eines Nachts von seinem besten Freund überredet wird, zusammen feiern zu gehen, trifft er auf die hübsche Bardame Lola. Zu seiner einzig Wahren auserkoren und einige Drinks später, folgt er ihr in einen Nebenraum und erwacht in Ludens City, einer Parallelwelt, einem Wunderland. Aber das Wunderland ist gar nicht so wie er sich das eigentlich vorgestellt hätte. Tja und Lola... Lola hat eigentlich weiches weißes Fell, lange flauschige Hasenohren und ein sehr großes Problem, bei dem ihr nur Andrew helfen kann...

Wir befinden uns in diesem Buch in einem alternativen Wunderland und treffen auf bekannte Charaktere aus diesem in ganz neuen Facetten. Hier sind sie sogenannte Migwicks, Fabelwesen, die gegen ihre Unterdrückung seitens der Menschen kämpfen. Und hier beginnt auch eine rasante, abenteuerliche und sehr witzige Reise, auf der wir Ludens City und noch einige weitere skurrile Fabelwesen kennenlernen.

Die Charaktere haben mir allesamt sehr gut gefallen. Sie sind außergewöhnlich, einzigartig und man kann bei jedem eine Verbindung zum Original herstellen. Auch wenn Andrew mir teilweise ein bisschen zu sehr mit seinem Unterstübchen gedacht hat und ich dachte: "Mensch, jetzt reiß dich doch einmal am Riemen!", war er ein sehr interessanter, schlagfertiger Nerd mit dem Herz am rechten Fleck, der eine tolle Wandlung durchmacht.

Der Schreibstil ist sehr jugendsprachlich, direkt und locker gehalten, wodurch sich die Geschichte sehr leicht und schnell lesen lässt. Aber: hier wird nichts beschönigt! Es gibt auch Kraftausdrücke und sehr eindeutig zweideutige Stellen, die aber meines Erachtens das Buch gerade so besonders, lebensecht und erfrischend anders gemacht haben.

Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die nach einer verrückten, erwachsenen und humorvollen Alice-Adaption suchen und kein Problem mit derben Sprüchen und frechen Charakteren haben.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich freue mich schon riesig darauf Andrew auch im zweiten Band wieder ins Wunderland zu folgen.

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Veröffentlicht am 28.02.2021

Das schreit doch förmlich nach einem 2. Band!

INFINITUM - Die Ewigkeit der Sterne
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Die Xenobiologin Kira Navárez stürzt bei einer Expedition, bei der ein neuer Planet kolonialisiert werden soll und die eigentlich ihre letzte sein sollte, in eine Felsspalte und stößt dort auf eine Art ...

Die Xenobiologin Kira Navárez stürzt bei einer Expedition, bei der ein neuer Planet kolonialisiert werden soll und die eigentlich ihre letzte sein sollte, in eine Felsspalte und stößt dort auf eine Art außerirdischen Altar. Auch wenn sie weiß, dass sie eigentlich nichts anfassen sollte, kann sie der Neugier und dem Forscherdrang nicht widerstehen und erkundet die Umgebung genauer. Dabei wird sie von einer außerirdischen Substanz angegriffen und komplett vereinnahmt. Die Substanz verbindet sich mit ihr und ihrem Körper zu etwas, das zuvor noch kein Mensch gesehen hat und plötzlich sieht sie sich einem intergalaktischen Krieg zwischen Menschen, Aliens und einer noch viel unheimlicheren Spezies gegenüber. Auf welche Seite wird sich Kira schlagen? Und wird sie es schaffen das Schlimmste zu verhindern?

Als ich gesehen habe, dass von Christopher Paolini ein neues Buch erscheint, musste ich es sofort haben. Ich habe die komplette Eragon Reihe als Hörbücher verschlungen und genau so habe ich dieses hier nun auch wieder als Hörbuch gehört.
Im Gegensatz zu Eragon haben wir hier zwar keine Fantasy, sondern eine Science Fiction Geschichte, dennoch in einem ähnlichen Stil wie damals Eragon.
Ich konnte tatsächlich einige Parallelen erkennen, wie z.B. Kiras durch den Suit (die außerirdische Substanz) erhaltene Fähigkeit mit den Aliens zu reden, die mich sehr an Eragon und die Stimmen der Drachen erinnert hat.
Der Schreibstil ist natürlich typisch Paolini sehr bildgewaltig und detailreich, aber wie ich finde keineswegs langweilig.
Die ganze Geschichte war fast durchgehend spannend und sehr gut durchdacht. Sie war zum Einen lustig, zum Anderen aber auch an sehr vielen Stellen sehr traurig.
Kira muss auf ihrer Reise durchs All einige Verluste erleiden, während sie lernt mit ihren neu gewonnenen Fähigkeiten des Suits umzugehen, was sie im Laufe der Geschichte aber nur mutiger werden und reifen lässt. Ich mochte Kira als Charakter sehr gerne, sie war taff, überlegt und eine wahre Kämpferin.
Generell fand ich die Charaktere wieder sehr toll. Jeder hat seine Eigenarten und Macken und trägt damit zum Erfolg des ganzen Unterfangens bei. Besonders gut haben mir auch die zwei tierischen Passagiere des Raumschiffs gefallen, deren Namen ich aber leider vergessen habe, auf jeden Fall waren es ein Schwein und eine Katze.
Das Ende bleibt sehr offen; es steht eine neue Mission in Raum, von deren Erfolg noch einiges abhängt. Dementsprechend gehe ich schwer davon aus und hoffe es auch, dass es noch einen zweiten Teil geben wird.
Empfehlen kann ich das Buch allen, denen außergewöhnliche Alien- bzw. Science Fiktion Geschichten gefallen und die Eragon von ihm schon großartig fanden.
Wem dieses Buch eventuell zu dick zum Selberlesen ist oder wer die Befürchtung hat, es könnte zu langatmig werden, dem kann ich nur das Hörbuch ans Herz legen. Ich fand es sehr gut und spannend vertont. Der Sprecher schafft es ganz hervorragend den einzelnen Charakteren unterschiedliche Stimmen zu verpassen und ihnen so ihre ganz eigenen Charakteristiken zu entlocken.
In einem Satz zusammengefasst: Ein neues Epos, dass sich definitiv lohnt!

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