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Veröffentlicht am 10.03.2021

Nicht der Mensch bestimmt den Körper, sondern der Körper bestimmt den Menschen

Bodies. Im Kampf mit dem Körper
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Das Buch ist sehr sehr interessant und bringt erschreckende Erkenntnisse und Neuigkeiten hervor. Ich will nicht viel spoilern, aber was manche Menschen ihren Körpern antun, ist echt heftig.

Bei der Autorin ...

Das Buch ist sehr sehr interessant und bringt erschreckende Erkenntnisse und Neuigkeiten hervor. Ich will nicht viel spoilern, aber was manche Menschen ihren Körpern antun, ist echt heftig.

Bei der Autorin Susie Orbach handelt es sich um eine Psychotherapeutin, die Einblicke in ihre Erfahrungen aus Therapiestunden gibt und wahre Geschichten erzählt. Manche Dinge kann man sich wirklich nicht vorstellen, z.B., dass gesunde Menschen sich beide Beine amputieren lassen wollen, ohne - für uns - ersichtlichen Grund. Auch andere Geschichten aus ihrem Beruf waren sehr spannend und teilweise wirklich schockierend.

Das Buch gibt neben theoretischen Ansätzen auch eigene Erfahrungsbeispiele bzw. Dinge, die herausgefunden wurden. Ich finde es wirklich krass, wie sich die Gesellschaft hinsichtlich der Körperkultur entwickelt hat - negativ. Ich habe beim Lesen einfach so oft den Kopf geschüttelt und wurde auch richtig sauer. Wie kann man sich denn bitte beide Beine brechen lassen und sich Teile des Knochens entfernen lassen, nur um dann kleiner zu sein als vorher? Ich empfinde das als madness! (Es gibt kein deutsches Wort, dass das Gefühl dahinter so gut ausdrücken kann, Wahnsinn trifft es nur bedingt). Auch die ganzen ,,Schönheitsoperationen", das ist doch krank! Wir leben wirklich in einer kranken Gesellschaft, das hat dieses Buch noch einmal aufgezeigt.

Insgesamt wurde das Buch in sieben Kapitel unterteilt, die alle einen etwas anderen Aspekt der Körperkultur ansprechen. Das siebte Kapitel bildet dabei eine Zusammenfassung der sechs vorherigen.

Das Buch ist schon anspruchsvoll geschrieben, so für zwischendurch ist das nicht und der Inhalt ist teilweise ganz schön harter Tobak, vor allem, wenn man sich vor Augen führt, dass das die Realität abbildet. Ich kann es aber wirklich nur jedem empfehlen!! Ich selber habe eigentlich keine (naja, sagen wir mal, wenige) Probleme mit meinem Körper, aber es hat mir so sehr die Augen geöffnet und mir wirklich geholfen!!

Warum ich dann vier und nicht fünf Sterne vergebe? Tja, ich fand dieses übermäßige ,,politisch korrekte" Schreiben super nervig und das hat meinen Lesefluss immens gestört, war super anstrengend und einfach überflüssig. Diese Schreibweise liegt aber daran, dass die Autorin, wie sie selber sagt, Feministin ist. Da hat mich das auch nicht mehr gewundert. Ich bin auch eine Frau, stehe mit beiden Beinen mitten im Leben und finde, dass Feminismus totaler Schwachsinn ist. Daher empfinde ich auch manche ihrer Ansichten etwas... weit hergeholt und albern, aber gut, das ist meine persönliche Meinung.

Davon abgesehen handelt es sich wirklich um ein sehr gutes Buch, das alle lesen sollten und das als Grundlage für eine Selbstreflexion dienen sollte, damit dieser Wahnsinn endlich aufhört!!

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Veröffentlicht am 25.11.2025

Nicht ganz das, was ich erwartet habe

Der Silberbaum. Das Ende der Welt
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Sabine Ebert ist bekannt für ihre detailreich recherchierten historischen Romane, doch ,,Der Silberbaum. Das Ende der Welt" konnte mich leider nicht auf derselben Ebene überzeugen. Obwohl das Buch mit ...

Sabine Ebert ist bekannt für ihre detailreich recherchierten historischen Romane, doch ,,Der Silberbaum. Das Ende der Welt" konnte mich leider nicht auf derselben Ebene überzeugen. Obwohl das Buch mit einer faszinierenden Kulisse und zahlreichen Handlungssträngen startet, fehlte mir über große Strecken ein klarer roter Faden, der all diese Elemente zusammenhält.

Die Erzählung wirkt stark episodenhaft aufgebaut: einzelne Szenen und Begegnungen reihen sich aneinander, ohne sich wirklich zu einem stimmigen Ganzen zu fügen. Dadurch blieb vieles für mich recht oberflächlich. Charaktere und Ereignisse tauchen auf und verschwinden wieder, ohne ausreichend Entwicklung oder Erklärung, was es schwer machte, eine emotionale Bindung aufzubauen oder echte Spannung zu verspüren. Dadurch blieben für mich teilweise schwerwiegende Szenen kaum im Gedächtnis und nahmen mit emotional eher wenig mit.

Mehrere zentrale Aktionen oder Entscheidungen werden nur knapp angerissen, statt nachvollziehbar herausgearbeitet zu werden. Gerade in einem historischen Roman, der normalerweise von Atmosphäre, Tiefe und Motivation lebt, nimmt dies viel von der möglichen Intensität.

Insgesamt hatte das Buch gute Ansätze und interessante historische Hintergründe, doch die fragmentarische Struktur und fehlende erzählerische Stringenz haben meinem Leseerlebnis spürbar geschadet. .

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Etwas zu gefühlsduselig

Yrsa. Die Liebe der Wikingerin
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Ich habe das Buch innerhalb einer Buchverlosung gewonnen, was meine Meinung aber nicht beeinflusst.

Es handelt sich hierbei um den zweiten Teil, wobei man den ersten Teil nicht unbedingt gelesen haben ...

Ich habe das Buch innerhalb einer Buchverlosung gewonnen, was meine Meinung aber nicht beeinflusst.

Es handelt sich hierbei um den zweiten Teil, wobei man den ersten Teil nicht unbedingt gelesen haben muss. Es gibt auch so viele Referenzen und Hinweise zum ersten Teil, dass ich mir sehr gut vorstellen kann, was dort alles passiert ist. Bisweilen sind es mir sogar zu viele Referenzen und Andeutungen, da diese Informationen mitunter sehr häufig wiederholt werden und dadurch redundant wirken. Mit dem Auslassen dieser hätten bestimmt 20-30 Seiten gespart werden können und das Buch hätte trotzdem verstanden werden können. Vor allem wenn man das erste Buch gelesen hat, wäre es mir persönlich einfach zu viele Auffrischungen.

Der Leser begleitet Yrsa auf ihren ersten Feldzug ins Frankenland. Es wird nicht nur aus ihrer, sondern auch aus Avidhs Perspektive erzählt, was ich gelungen fand, da so mehr Spannung aufgebaut wird. Neben dem Perspektivwechsel ist der Schreibstil flüssig und leicht zu lesen, an manchen Stellen - wie oben schon erwähnt - mir persönlich aber zu wiederholend. Das Beschreiben der Kämpfe wird ausgelassen, es finden stattdessen Zeitsprünge statt, was ich sehr sehr schade fand. Ich hätte gerne mehr von den Kämpfen gelesen, mich in die Kämpfe hineingelebt und weniger von der inneren Gefühlswelt von Yrsa und Avidh. Es sind beide starke, unerschrockene Wikinger und klar, natürlich haben diese auch Gefühle, aber in diesem Buch war es mir schon ZU gefühlsduselig (von beiden Seiten). Man erfährt immer und immer wieder die gleichen Gefühle und es geht nicht so richtig mit der Geschichte voran. Wenn es dann mit der Geschichte - endlich - weitergeht, gibt es einen Zeitsprung und dann wird retrospektivisch von den Ereignissen erzählt, sodass einiges an Spannung eingebüßt wird.

Der Handlungsstrang wird zu einem Höhepunkt aufgebaut, aber dann gibt es keinen richtigen Höhepunkt, da alles mit einem Gespräch gelöst wird. So stelle ich mir Wikinger eher weniger vor. Passend dazu wirken manche Gespräche auch sehr hölzern.

Es gibt ein Geheimnis, das eine tragende Rolle in der Geschichte spielt. Meiner Meinung nach wird die Auflösung viel zu lange hinausgezögert, sodass mich die Schwafelei darum etwas genervt hat.

Dennoch hat es Spaß gemacht, die Geschichte zu lesen und von Yrsa und Avidh mehr zu erfahren. Auch wenn es knapp 600 Seiten waren, flog die Geschichte nur so dahin. Daher vergebe ich insgesamt 3,5 von 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 11.06.2025

Anfang top, Ende Flop

Summer in the City
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Ich habe das Buch innerhalb einer Leserunde gewonnen. Dieser Umstand hat meine Meinung jedoch nicht beeinflusst.

Das Buch hat richtig richtig gut angefangen! Es ist total witzig, ich musste direkt am ...

Ich habe das Buch innerhalb einer Leserunde gewonnen. Dieser Umstand hat meine Meinung jedoch nicht beeinflusst.

Das Buch hat richtig richtig gut angefangen! Es ist total witzig, ich musste direkt am Anfang total viel lachen und war von den vielen kleinen humorvollen Dialogen begeistert. Leider konnte dieses Level nicht über das ganze Buch hinweg beibehalten werden. Vor allem das Ende hat mich mehr als enttäuscht.

Elle ist eine Protagonistin, die man irgendwie mag, obwohl sie nicht immer nachvollziehbar handelt. Doch auch ihre Sympathie hat sie sich am Ende verspielt. Elle reagiert so oft viel zu übertrieben und das Drama am Ende des Buches war einfach nur nervig und für mich persönlich einfach nicht nachvollziehbar.

Parker ist toll. Ich mochte ihn von Anfang an und auch wenn er an zwei Stellen ein wenig übertreibt, ist er mein Lieblingscharakter in dem Buch. Er ist witzig, liebevoll, fürsorglich. Perfekt ist er nicht, aber wer ist das schon?!

Auch die Handlung ebbt leider zum Ende hin immer weiter ab. Es wirkt alles zu konstruiert und gewollt, sodass der Lesefluss immens gestört wird. Der Lesefluss wird auch durch den Schreibstil am Ende gestört. Es kommen immer wieder die gleichen Sätze und es wird holpriger, unstimmiger und nicht mehr ganz so flüssig. Als wollte die Autorin ganz schnell zum Ende kommen.

Dennoch, ich kann es auch nicht wirklich beschreiben, hat das Buch mich in seinen Bann gezogen. Ich konnte es kaum weglegen und habe es regelrecht inhaliert. Es ist eine leichte, sommerliche RomCom, die trotz der ganzen inhaltlichen Schwierigkeiten Spaß macht zu lesen. Auch wenn ich nur drei Sterne vergebe, hat es Spaß gemacht, das Buch zu lesen und die Liebesgeschichte zwischen Elle und Parker zu verfolgen. Wären die letzten 4, 5 Kapitel nicht gewesen, hätte ich das Buch wirklich geliebt. Aber die waren schon echt nervig, weswegen ich mich dann doch dazu entschieden habe, zwei Sterne abzuziehen.

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Veröffentlicht am 26.05.2025

Spannender historischer Roman

Das Haupt der Welt
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Mir hat das Buch insgesamt gut gefallen. Tugomir ist ein spannender Protagonist und ich habe seine Abenteuer gerne und mit Spannung verfolgt. Auch die anderen Charaktere haben mir in ihrer Ausarbeitung ...

Mir hat das Buch insgesamt gut gefallen. Tugomir ist ein spannender Protagonist und ich habe seine Abenteuer gerne und mit Spannung verfolgt. Auch die anderen Charaktere haben mir in ihrer Ausarbeitung gut gefallen.

Das einzige, was ich etwas schade fand, dass die Geschichte hier und da etwas vor sich hinplätschert und wiederholt und nicht so richtig voran geht. Besonders am Ende habe ich Seiten übersprungen.

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