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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.03.2021

Absolut begeistert

The Passengers
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MEINE MEINUNG:
Bei The passengers haben wir es mit einer Art Near-Future-Thriller zu tun. Soweit ich weiß, wird es auch dem Genre Science-Fiction zugeordnet, allerdings ist die Geschichte meiner Meinung ...

MEINE MEINUNG:
Bei The passengers haben wir es mit einer Art Near-Future-Thriller zu tun. Soweit ich weiß, wird es auch dem Genre Science-Fiction zugeordnet, allerdings ist die Geschichte meiner Meinung nach gar nicht so weit hergeholt. Man könnte sich durchaus vorstellen, dass so etwas in ein paar Jahrzehnten nicht mehr so undenkbar wäre.

Die Geschichte lässt sich eigentlich recht simpel zusammenfassen – die neueste technologische Entwicklung sind selbstfahrende Autos und acht Besitzer solcher Autos werden durch einen Hackerangriff in ihren Autos festgehalten. Sie verlieren die Kontrolle über ihre Fahrzeuge und haben keine Chance sich zu befreien – sie befinden sich auf einem gefährlichen Kollisionskurs und alleine der Hacker hat die Macht, alles zu stoppen. Zu Allem Überfluss wird dieser Anschlag öffentlich gemacht, der Hacker streamt seine Tat live im Internet und fordert sein Publikum dazu auf, zu entscheiden – wer darf leben und wer soll sterben?

Was mir besonders gut gefallen hat, war wieder einmal die Nüchternheit, mit der John Marrs seine Geschichte schildert. So wird sie zur gesellschaftlichen Satire, es wird gezeigt, wie mächtig Technologie und wie gefährlich sie sein kann, was soziale Netzwerke anrichten können, indem sie Menschen zu unnahbaren Objekten werden lassen.

Wie auch in The One wird die Geschichte abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven geschildert. Wieder einmal treffen wir Leser auf sehr interessante Charaktere, die alle nicht zufällig ausgewählt wurden. Sie hüten ein dunkles Geheimnis, über das der Hacker Bescheid weiß und er hat keine Skrupel, diese vor aller Welt zu enthüllen. Das macht die Story vor allem so interessant – ich habe mich bei jeder Person gefragt, welches Geheimnis sie wohl verbirgt und ob das denn die ganze Wahrheit ist. Denn der Hacker gibt nur so viel Preis, wie er es für richtig hält und oft ist es nicht alles, was es zu wissen gibt.

„Wir schätzen unser Leben so gering, dass wir uns freiwillig der künstlichen Intelligenz unterwerfen, einer von Menschen geschaffenen Kraft, die weder Mitgefühl noch Sympathie kennt und zu keinem moralischen Urteil fähig ist. Wir haben der Menschheit ihre Menschlichkeit geraubt.“ (Marrs (2020); S. 173)

John Marrs zeigt auf erschreckend glaubwürdige Art und Weise, was aus der Gesellschaft werden kann, wenn künstliche Intelligenz zu mächtig wird, wo es hinführen kann, wenn Emotionalität auf der Strecke bleibt. Die Geschichte war durchgängig spannend und, wie aus The One gewohnt, endet jedes der kurzen Kapitel mit einem überraschenden Cliffhanger. Was natürlich total fesselnd ist, denn nachdem die Sicht einer Person geschildert wurde, kommen erst die anderen Charaktere an die Reihe und so hat man eigentlich gar nicht die Möglichkeit, das Buch aus der Hand zu legen …

John Marrs vereint in seinem Buch viele wichtige Themen und schafft schockierende Parallelen zu unserer heutigen Gesellschaft – nicht nur die Gefahren durch zunehmend ausgefeilte Technologie und die sozialen Netzwerke werden thematisiert, auch Rassismus und das Problem von Klassengesellschaften erhalten ihren Platz in der Geschichte.

FAZIT:
Auch dieses Buch von John Marrs hat mich wahnsinnig überzeugen können! Ein wunderbar gruseliger Thriller, der vor allem deswegen so schockierend ist, weil man sich durchaus vorstellen könnte, dass dieses Szenario nicht allzu sehr aus der Luft gegriffen ist. Er schafft ein Bewusstsein dafür, wie wichtig es ist, sich nicht komplett in den neusten Technologien zu verliere und wie groß die Gefahr sein kann, seine Menschlichkeit zu verlieren und abzustumpfen. Absolute Leseempfehlung!

https://gedankenbuecherei.wordpress.com/

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Veröffentlicht am 19.03.2021

Books are forever!

Buchhandlungen. Eine Liebeserklärung. Mit einem Vorwort von Nora Krug
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MEINE MEINUNG
Ob als Geschenk oder einfach als schönes Sammlerstück – das Buch bietet einiges, das alle bibliophilen Herzen höher schlagen lässt. Neben den wunderschönen Aufnahmen des Fotografen Horst ...

MEINE MEINUNG
Ob als Geschenk oder einfach als schönes Sammlerstück – das Buch bietet einiges, das alle bibliophilen Herzen höher schlagen lässt. Neben den wunderschönen Aufnahmen des Fotografen Horst A. Friedrichs, kommen auch immer die Besitzerinnen der Buchhandlungen zu Wort, die uns ihre besondere Geschichte erzählen. Es lohnt sich also nicht nur das Buch durchzublättern, man bekommt dazu auch noch beeindruckende Hintergründe erzählt!

Jeder Buchliebhaber kennt das Gefühl, beim Betreten einer unabhängigen Buchhandlung. Jede von ihnen ist anders, persönlich und vor allem besonders. Jeder Besuch in einer Buchhandlung ist ein neues, außergewöhnliches Erlebnis, und so war es auch beim Durchblättern und Lesen dieses Buches. Als Leser bekommt man sofort das Gefühl vor Ort zu sein und diesen Laden selbst zu betreten. Man taucht ein, in unterschiedliche Stile, verschiedene Welten und sehr persönliche Ansichten. Für mich war es wahnsinnig berührend, die Begeisterung der Buchhändler
innen zu spüren, die Leidenschaft, mit der sie ihrem Beruf, ihrer Berufung nachgehen. Diese Begeisterung kann jeder Buchliebhaber nachspüren, weshalb es mich natürlich auch total mitgerissen hat.

„Die Bücher in den Regalen wirken wie Menschen, denen man auf einem Spaziergang begegnet, die Buchdeckel wie Gesichter, die Sätze wie Gedanken. Man nimmt sie aus den Regalen, wiegt sie in den Händen, öffnet sie und beginnt einen Dialog.“ (Krug 2020, s. 4)

Was mir besonders gut gefallen hat, waren auch die Portraits der Inhaber. So hatte man auch immer ein Gesicht zu der jeweiligen Hintergrundstory und das macht alles noch so viel persönlicher. Man durchreist verschiedene Städte und Länder, darunter beispielsweise Wien, London, Lissabon und Porto. Und jede einzelne abgebildete Buchhandlung hat etwas ganz besonderes – ich konnte mich nicht entscheiden, welche mir wohl am besten gefallen würde und wollte sie auf der Stelle alle abklappern. Die Besitzer*innen erzählen, welche Motivation sie antreibt, welche Bücher für sie besonders im Vordergrund stehen und welche Bücher man in ihrer Buchhandlung finden wird. Die Texte sind unglaublich interessant zu lesen, denn mit jeder Buchhandlung erfährt man zugleich auch viel über die Personen, die dahinter stehen.

Der Leser (oder Betrachter) merkt einfach mit jeder weiteren Seite, wieviel Liebe in dieses Projekt gesteckt wurde und auch, dass hinter der Kamera ein Buchliebhaber stand. Die Bilder bieten Inspiration und als Buchliebhaber kommt man hier voll auf seine Kosten.

FAZIT
Es ist genau, wie der Titel beschreibt – eine Liebeserklärung. Nicht nur an Buchhandlungen und Bücher, auch an die Besitzer, die Menschen, die dahinter stehen und auch an die Menschen, die dieses Buch in den Händen halten. Ein ganz besonderes Schmuckstück und nun eines meiner wertvollsten Besitztümer in meinem eigenen Bücherregal!

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Veröffentlicht am 19.03.2021

Absolutes Highlight

Don't LOVE me
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MEINE MEINUNG
Normalerweise mache ich mir gerne Notizen, während ich lese und unterbreche auch gerne mal den Lesefluss, um ein paar Gedanken festzuhalten. „Don’t love me“ hat mich allerdings so sehr gefesselt, ...

MEINE MEINUNG
Normalerweise mache ich mir gerne Notizen, während ich lese und unterbreche auch gerne mal den Lesefluss, um ein paar Gedanken festzuhalten. „Don’t love me“ hat mich allerdings so sehr gefesselt, dass ich es nicht gewagt habe, das Buch aus der Hand zu legen. Von Lena Kiefer war dies mein erstes Buch. Ich war sehr gespannt, vor allem, weil ich mich gefragt habe, ob mich jetzt eher ein typisches Jugendbuch oder eine New-Adult-Geschichte erwartet. Ich finde aber, hier habe ich eine gute Mischung gelesen.

Lena Kiefers Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Oft habe ich das Gefühl, dass in Jugendromanen Witze gemacht werden, eine Sprache genutzt wird, die einfach zu gewollt sind und absolut unauthentisch wirken. Das war hier überhaupt nicht der Fall und oft musste ich an der ein oder anderen Stelle schmunzeln. Die Geschichte an sich war eine Mischung aus lockerleichten Dialogen, dunklen Geheimnissen und tiefen Gefühlen. Das alles kam auch wirklich so bei mir an, wie es sich die Autorin wohl gedacht hat.

Unsere Protagonisten sind Lyall und Kenzie. Die beiden fühlen sich sehr zueinander hingezogen, können aber nicht zusammen sein – Lyall verbirgt nämlich ein dunkles Geheimnis, das eine Beziehung zu Kenzie unmöglich macht. Klingt klischeehaft? Ist es definitiv auch. Lyall muss sich an die Regeln seiner Großmutter halten, denn sie leitet das Familiengeschäft und ansonsten würde er seine gesamte Zukunft aufs Spiel setzen. Und zu diesen Regeln gehört nun einmal, dass er sich von jeglichen Begegnungen romantischer Art fernhält. Dass das mit Kenzie wohl mehr als nur eine kurze Liaison ist, spielt dabei keine Rolle.

Wie ich schon erwähnt habe, häufen sich auch hier einmal wieder die Klischees – sie ist das toughe, Mädchen, das schon einen großen Schicksalsschlag in ihrem Leben ertragen musste und dennoch eine starke Persönlichkeit hat und auch noch wahnsinnig talentiert ist. Er ist der wahnsinnig attraktive, zum Sterben schöne Bad-Boy, von dem sie sich besser fernhalten sollte, es aber nun einmal einfach nicht kann. Man kennt es, aber ich muss sagen, hier hat es mich überhaupt nicht gestört. Denn trotz allem schafft es die Autorin hier nicht zu kitschig zu werden und es glaubhaft zu halten. Sie verlieben sich nicht direkt, nachdem sie einmal miteinander gesprochen haben. Lena Kiefer gibt ihren Protagonisten Zeit und baut die Liebesgeschichte zwischen Kenzie und Lyall langsam auf.

Das große Geheimnis hat es in sich. Mein einziger Kritikpunkt an dieser Stelle ist die Tatsache, dass ich als Leserin eine ganze Weile warten musste, bis ich endlich erfahren durfte, was Lyall denn angestellt hat. Immer wieder kommt sein dunkles Geheimnis zur Sprache, scheinbar weiß jeder in der Gegend darüber Bescheid, aber keiner würde auf die Idee kommen, Kenzie darüber aufzuklären. Das war das einzige, was mich ein wenig gestört hat. Trotzdem erfahren wir dann, was es damit auf sich hat und die Geschichte endet mit einem ordentlichen Cliffhanger. Was mir daher wiederum sehr gut gefallen hat, war die Bestätigung des „Bay-Boy“-Charakters – Lyall hat scheinbar wirklich Dreck am Stecken – und davon nicht zu wenig -, zumindest scheint es am Ende der Geschichte so. Natürlich will ich wissen wie es weitergeht, ob sich das Ganze doch irgendwie aufklären wird. Die Spannung ist also perfekt gelungen, auch wenn ich ein wenig darauf warten musste.

FAZIT
Eine tolle Geschichte, die sich trotz der Klischees meiner Meinung nach von anderen Büchern dieses Genres abhebt. Es wirkt nicht zu aufgesetzt und gewollt romantisch, sondern glaubwürdig und im perfekten Maß sehr liebevoll. Lyalls Geheimnis ist tatsächlich sehr dunkel und der Cliffhanger am Ende lässt auf eine weitere starke Geschichte hoffen. Ich will unbedingt wissen, wie es weitergeht und freue mich auf die Fortsetzung. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung.

https://gedankenbuecherei.wordpress.com/

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Tolle Fälle!

Die Toten der anderen
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Clare Mackintoshs „Die Toten der Anderen“ ist bereits Band 3 der Reihe rund um die Detectives Ffion und Leo und ich finde, die Reihe wird von Band zu Band besser. 😍 Auch diese Geschichte konnte mich wieder ...

Clare Mackintoshs „Die Toten der Anderen“ ist bereits Band 3 der Reihe rund um die Detectives Ffion und Leo und ich finde, die Reihe wird von Band zu Band besser. 😍 Auch diese Geschichte konnte mich wieder sehr überzeugen und wenn man mal Lust auf einen eher ruhigen Krimi zum Miträtseln hat, kann man mit den Büchern nichts falsch machen. Ffion und Leo stehen als Ermittelnde ganz klar im Fokus und auch ihre Privatleben und Beziehungen nehmen einen großen Teil der Handlung ein. Man muss die beiden schon mögen, sonst wird das nichts mit der Reihe. 😁 Ich mag die zwei aber sehr gerne, vor allem Ffion mit ihrer ganz eigenen Art und ihrem Hund mit den Verdauungsproblemen. 👀 Der Krimi startet wieder sehr ruhig, Ffion und Leo ermitteln unabhängig voneinander und während Ffion es mit einer Leiche zu tun, kümmert sich Leo um eine Reihe von Einbrüchen. Zunächst scheint es nicht so, als hätte das eine was mit dem anderen zu tun und ich will auch nicht zu viel verraten, aber die Auflösung hat mich an vielen Stellen nochmal richtig überraschen können. Die Autorin hat sich da was richtig Ausgeklügeltes überlegt. Die ganzen privaten Komponenten, die noch in die Geschichte einfließen, machen die beiden Protas so lebendig und sorgen dafür, dass man richtig mit ihnen mitfiebern kann. Nach Band 3 fühlen sie sich schon beinahe an wie gute Freunde und ich hoffe sehr, dass es mit der Reihe weitergeht. Am Ende bekommen wir nämlich nochmal einen Ausblick, der mich sehr neugierig gemacht hat. Von mir also eine große Empfehlung für die Reihe, insbesondere für Band 3. 4,5 ⭐

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Veröffentlicht am 23.01.2026

Große Liebe für dieses Buch

Weil wir es uns versprochen haben
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Brittainy Cherry ist eine meiner Auto-Buy-Autorinnen und auch wenn es so gut wie immer, irgendetwas gibt, was mich stört, will ich jedes Buch von ihr lesen. Kennt ihr das ? 😂 Auch bei „Weil wir es uns ...

Brittainy Cherry ist eine meiner Auto-Buy-Autorinnen und auch wenn es so gut wie immer, irgendetwas gibt, was mich stört, will ich jedes Buch von ihr lesen. Kennt ihr das ? 😂 Auch bei „Weil wir es uns versprochen haben“ hatte ich einen Kritikpunkt, aber das ist schon wieder ein so typisches Ding der Autorin, dass man das in jedem ihrer Bücher findet. Trotzdem erst einmal das Positive: diese Liebesgeschichte war einfach SO SCHÖN. 💕 Gabriel und Kierra hatten es wirklich nicht leicht im Leben und ihr Wiedersehen, ihre erneute Annäherung, nach Allem was damals passiert ist... einfach schön. Ich habe die zwei absolut gefühlt und toll fand ich auch, dass Kierra schon eine Teenie-Tochter hat, die ebenfalls eine große Rolle spielt. Der Roman enthält auch düstere Themen, daher unbedingt die Triggerwarnungen beachten und die waren wirklich heftig zu lesen. Hier wird nichts beschönigt und manche Szenen haben mich schlucken lassen. Wir bekommen wieder ein herzzerreißendes Buch, das gleichzeitig aber auch Hoffnung schenkt.

Was mich aber wirklich JEDES MAL in ihren Büchern so nervt, ist einfach die Tatsache, dass ihre Protas allesamt dargestellt werden, als wären sie die unfehlbarsten Menschen der Welt. Das wäre ja noch okay für mich, aber die Tatsache, dass sie sich selbst für menschlichen Abfall halten, das nervt mich immer massiv. Dieses obligatorische „keiner wird mich je lieben, weil ich so schei** bin“, während alle um sie herum kaum Worte für ihren ach so entzückenden & perfekten Charakter finden... Puh. Und dann gibt es immer dieses obligatorische Von-Mann-zu-Mann-Gespräch, in dem der eine zum anderen sagt, was für nen Engel auf Erden er doch hat und jaaaa es ist einfach die Definition von Kitsch und so ziemlich das Einzige, was ich bei ihren Büchern nicht so sehr mag. 😂 Das musste jetzt mal raus, aber ich schwöre, ansonsten ist dieses Buch so so so lesenswert. ❤️ Von mir also eine absolute Empfehlung. 4,5 ⭐

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