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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.03.2021

Auftakt der Tom Babylon Thrillerreihe

Schlüssel 17 (Tom-Babylon-Serie 1)
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Tom Babylon ist LKA Ermittler, der es mit einem Fall zu tun bekommt, der auch seine Vergangenheit berührt. Denn in seinem neuen Fall taucht Schlüssel 17 auf, ein Schlüssel, den er und seine Freunde als ...

Tom Babylon ist LKA Ermittler, der es mit einem Fall zu tun bekommt, der auch seine Vergangenheit berührt. Denn in seinem neuen Fall taucht Schlüssel 17 auf, ein Schlüssel, den er und seine Freunde als Jugendliche neben einem Toten gefunden hatten. Gleichzeitig erfährt der Leser auch, dass Tom immer noch nach seiner Schwester sucht, mit deren Verschwinden oder gar Tod er sich nicht abfinden kann/will. Je mehr Tom und auch die Psychologin Sita Johanns, die ihm zur Seite gestellt wurde, in den Fall um Schlüssel 17 eintauchen, desto gefährlicher für beide entpuppen sich die Ermittlungen.
Das Marc Raabe seine Thriller super aufbaut zeigt er auch hier. Turbulente Passagen wechseln sich mit ruhigen ab und auch die falschen Fährten sind wieder in die Story eingebunden. Glaubt man des Rätsels Lösung gefunden zu haben wird man schnell eines besseren belehrt. Erst beim überzeugenden Finale werden wichtige Fragen zu diesem Fall geklärt und andere noch relevante für die Folgebände offen gelassen. Ich fand diesen ersten Teil mit Tom Babylon absolut gelungen. Nicht nur die Charakterisierung der einzelnen Figuren auch der Schreib- und Erzählstil sind mitreißend und fesselnd. Ich vergebe volle 5 Sternen für diesen Thriller.

Veröffentlicht am 19.03.2021

Toller Thriller

Heimweh
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Wie schon in „Schnitt“ und „Der Schock“ steckt im Prolog wieder einiges an Sprengstoff und leitet hervorangend in die eigentliche Geschichte über. Ich war von der ersten Seite an absolut gefesselt von ...

Wie schon in „Schnitt“ und „Der Schock“ steckt im Prolog wieder einiges an Sprengstoff und leitet hervorangend in die eigentliche Geschichte über. Ich war von der ersten Seite an absolut gefesselt von den temporeichen Ereignissen, die sich bis zum Fahrtantritt nach Adlershof schon ereignen. Durch Rückblenden erfährt man wieder vieles über den Hauptcharakter. Hier sind es die teils doch sehr schlimmen Zustände, die in Adlershof vor 30 Jahren an der Tagesordnung waren. Diese geschilderten Eindrücke und die sehr düstere Atmosphäre in einem Heim ließen mich schon ein ums andere Mal schwer schlucken. Wie nicht anders zu erwarten war, wird dem Leser immer nur stückchenweise Neues enthüllt und Marc Raabe versteht es erneut sehr gekonnt einen auf falsche Fährten zu schicken. Alle noch offenen Fragen werden dann im fulminanten Finale geklärt. Der Schreib- und Erzählstil tuen ihr übriges um die Spannung und das Lesevergnügen hoch zu halten. Mich hat „Heimweh“ absolut überzeugt und ich bewerte diesen Psychothriller mit 5 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 19.03.2021

Lesenswerter Thriller

Der Schock
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Wie schon in „Schnitt“ sorgt bereits der Prolog dafür, dass ich gar nicht mehr vom Buch lassen konnte. Der hier dargestellte 10jährige Junge hat so viele Probleme, dass man jetzt schon ahnt, dass das eigentlich ...

Wie schon in „Schnitt“ sorgt bereits der Prolog dafür, dass ich gar nicht mehr vom Buch lassen konnte. Der hier dargestellte 10jährige Junge hat so viele Probleme, dass man jetzt schon ahnt, dass das eigentlich nur schlimme Folgen haben kann. Der Autor beschreibt diese Figur so intensiv in seinem Handeln und seinen Gedanken, das es mir beim Lesen eine Gänshaut bescherte. Erzählt wird die Geschichte aus den Sichtweisen Jans, Lauras und des Killers. Die Wechsel erhöhen die Spannung, steigerten aber auch mein Lesetempo. Und glaubte ich das eine oder andere Rätsel gelöst zu haben gab es eine neue Wendung und schon war meine Überlegung dahin. Aber am turbulenten Finale, dass schon sehr brutal ausfällt, werden alle offenen Fragen beantwortet und es ergibt sich ein durchdachtes und folgerichtiges Ganzes. Ja, mancher wird vielleicht sagen, sehr tiefgründig ist die Geschichte nicht, das mag sein. Aber wie die Geschichte erzählt wird und die Spannung dabei rigoros gesteigert wird fand ich schon sehr gelungen. Mich hat hat Buch super unterhalten und deshalb vergebe ich 5 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 19.03.2021

Fulminanter Psychothriller

Schnitt
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Marc Raabe hat mit „Schnitt“ einen absolut überzeugenden Psychothriller geschrieben. Erzählt wird die Geschichte von Gabriel Naumann, der eine schreckliche Kindheit und Jugend hinter sich hat, und nun ...

Marc Raabe hat mit „Schnitt“ einen absolut überzeugenden Psychothriller geschrieben. Erzählt wird die Geschichte von Gabriel Naumann, der eine schreckliche Kindheit und Jugend hinter sich hat, und nun nach seiner vermissten schwangeren Freundin Liz sucht. Hauptsächlich wird das Geschehen aus Gabriels Sicht geschildert, aber immer wieder erfährt man zwischendurch wie Liz während ihrer Gefangenschaft psychisch und physisch leiden muss. Genau diese Szenenwechsel halten die Spannung auf einem hohen Niveau und man bleibt am Buch, will man doch erfahren wie das Ganze enden wird. Durch sehr clever gelegte falsche Fährten bleiben Fragen, die sich im Verlauf ergeben bis zum fulminanten Schluss offen und werden dann aber überzeugend geklärt. Die Charakterisierung der handelnden Figuren sind ausführlich und wirken sehr authentisch. Auch der Schreib- und Erzählstil passen sehr gut zu diesem Psychothriller, sodass es ein wahrer Lesegenuss für mich war. Mich hat dieses Debüt absolut überzeugt. Auch wenn dieser Thriller nichts für schwache Nerven ist, werden doch manche Szenen sehr brutal geschildert. Meinen Geschmack hat das Buch aber getroffen und deshalb vergebe ich volle 5 Sterne.

Veröffentlicht am 19.03.2021

HistoKrimi mit viel Zeitkolorit

Der tote Rittmeister
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„Der tote Rittmeister“ von Elsa Dix ist nach „Die Tote in der Sommerfrische“ das zweite Aufeinandertreffen von Viktoria Berg und Christian Hinrich. Erneut werden sie auf Norderney des Jahres 1913 in einen ...

„Der tote Rittmeister“ von Elsa Dix ist nach „Die Tote in der Sommerfrische“ das zweite Aufeinandertreffen von Viktoria Berg und Christian Hinrich. Erneut werden sie auf Norderney des Jahres 1913 in einen Kriminalfall verwickelt, bei dem anfangs jeder auf seine Weise versucht auf die Spur des Täters und dessen Motivation zu kommen.
Obwohl es schon allein durch das beschriebene Ambiente zu „Kaisers Zeiten“ wohl eher ruhig und gemächlich in der Sommerfrische zugegangen sein wird, hat dieser HistoKrimi durchaus sein Tempo und seine Spannung. Ja es gibt keine ausführlichen „blutigen“ Beschreibungen eines Tatorts, Verfolgungsjagden o. ä., aber das fehlt auch nicht wirklich. Die Geschichte um die Krimihandlung herum macht einen Großteil der gut recherchierten Begebenheiten der damaligen Epoche aus. So erfährt man z. B. wie Viktoria über die Zwänge denkt, denen Frauen ausgesetzt waren, oder wie es im Umgang mit den Hierarchien war. Auch die Insel Norderney wird wunderbar in die Handlung einbezogen. Ich hatte so manches mal das Empfinden den Wind zu spüren und die „feinen Leute“ in ihrem „Sonntagsstaat“ vor meinem inneren Auge flanieren zu sehen.
Dank des eingängigen und leichten Schreib- und Erzählstils und der wirklich sehr überzeugenden Charakterisierung der einzelnen Figuren und Orte kam bei mir keine Langeweile auf. Das Viktoria und Christian letztlich hinter das Geheimnis der Tat kommen steht natürlich außer Frage. Ich für meinen Teil freue mich jedenfalls jetzt schon auf einen hoffentlich baldigen neuen Fall auf Norderney. Allen Histo-Krimi-Fans, auch wenn sie Teil 1 nicht kennen, kann ich dieses Buch absolut empfehlen. Von mir bekommt dieser HistoKrimi volle 5 Sterne.