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Pheli

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.03.2021

Die ZUKUNFT

Fürchtet uns, wir sind die Zukunft
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Dieses Buch zu lesen hat mir großen Spaß gemacht. Es sind so viele wunderschöne Sätze (über Musik und die Zukunft), die ich am liebsten alle sofort als Zitat rausschreiben wollte, in dem Buch ...

Dieses Buch zu lesen hat mir großen Spaß gemacht. Es sind so viele wunderschöne Sätze (über Musik und die Zukunft), die ich am liebsten alle sofort als Zitat rausschreiben wollte, in dem Buch enthalten. Vor allem die Musik und das Musikmachen waren so schön beschrieben. Die Autorin hat es wirklich geschafft jedes Gefühl bis ins kleinste auf Papier zu bringen.
Die Geschichte an sich ist sehr gut, allerdings hätte ich mir hier etwas mehr gewünscht. Mehr wovon, kann ich auch nicht genau sagen. Vielleicht mehr Effekt.
Trotzdem kann ich so gut nachvollziehen, was die ZUKUNFT will.
Aidas Reden haben mir auch sehr gut gefallen. Diese könnte man auch außerhalb des Buches lesen und verbreiten, denn sie hat definitiv nicht unrecht. Auch hier begeistert es mich sehr, wie die Autorin es schafft, alle diese Gefühle und Empfinden aufzuschreiben und in Worte zu fassen.
Der Protagonist Theo war mir sympatisch und die anderen Charaktere auch. Allerdings bin ich nicht dazu gekommen, was auch an mir liegen kann, mich richtig auf die Figuren einzulassen. Das hat mich aber wirklich gar nicht gestört.
Kurz gesagt ist "Fürchtet und, wir sind die Zukunft", ein hochaktuelles und sehr gutes Buch, das ich jedem empfehlen würde.

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Veröffentlicht am 28.10.2024

Etwas besonderes

Das Verhalten ziemlich normaler Menschen
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Das Cover des Buches gefällt mir schon mal richtig gut. Die Zeichnung entspricht genau meinem Geschmack. Und auch die Aufmachung ist sehr schön. An der Innenseite stehen vorne Zitate aus dem ...


Das Cover des Buches gefällt mir schon mal richtig gut. Die Zeichnung entspricht genau meinem Geschmack. Und auch die Aufmachung ist sehr schön. An der Innenseite stehen vorne Zitate aus dem Buch, die schonmal einen Vorgeschmack geben, und hinten Zitate bestimmter Persönlichkeiten, die auch im Buch zitiert werden.
Der Schreibstil hat mich total überzeugt. Die teilweise ziemlich langen inneren Monologe von Asher konnten mich sehr gut unterhalten. Und auch die etwas unübersichtliche Satzstruktur hat mich total in den Bann gezogen. Die Autorin kann sich mit ihrem Schreibstil auf jeden Fall von älltäglichen Romanen abgrenzen und hat etwas ganz Besonderes geschaffen.
Die Charaktere sind mir auch alle ans Herz gewachsen. Jeder von ihnen macht eine sehr interessante und starke Entwicklung durch und zusammen bestreitet jeder seinen ganz eigenen Kampf. Asher als Hauptfigur nimmt dabei natürlich aus Sicht der Lesenden nochmal eine besondere Rolle ein und ich konnte total gut mitempfinden. Seine Gedanken haben mir einfach wirklich gut gefallen.
Die Geschichte an sich war auch gut. Nicht langwierig oder langweilig, allerdings konnte sie mich nicht das ganze Buch über in ihren Bann ziehen. Es sind zwar immer wieder Sachen passiert, die spannend waren, aber es war nicht so, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Hier deswegen auch der Stern Abzug.
Das Thema Tod und vor allem Trauer wurde aber wieder sehr gut umgesetzt. Ich habe neue Gedanken dazu gelernt, die mir so in noch keinem anderen Buch begegnet sind, Zitate rausgeschrieben und das Gefühl gehabt, die ganze Thematik noch mal besser und auf eine andere Art und Weise zu verstehen. Und an der Stelle war „Das Verhalten ganz normaler Menschen“ auf jeden Fall anders als andere Bücher.
Abschließend kann ich also auf jeden Fall eine Empfehlung aussprechen. Die Charaktere sind liebenswert, haben interessante und einzigartige Gedanken und machen eine ganz besondere Entwicklung durch. Das Thema wurde sehr besonders umgesetzt und der Schreibstil ist einzigartig und unterhaltsam.

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Veröffentlicht am 21.07.2024

Hat was einzigartiges

Death. Life. Repeat.
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In dem Buch geht es um Spence, der einen Tag immer wieder erlebt und versucht aus der Zeitschleife rauszukommen. Dabei musste ich zuerst an Lauren Olivers "Wenn du stirbst zieht dein ganzes Leben ...

In dem Buch geht es um Spence, der einen Tag immer wieder erlebt und versucht aus der Zeitschleife rauszukommen. Dabei musste ich zuerst an Lauren Olivers "Wenn du stirbst zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie" denken, aber ich habe mittlerweile herausgefunden, dass es noch mehr Bücher in dem Style gibt.
Das Cover das Buches gefällt mir zwar gut, ich finde die Neonfarben aber nicht ganz passend zum Thema des Romans. Das ist an der Stelle aber natürlich subjektiv.
Inhaltlich hat mir das Buch sehr gut gefallen. Die Wiederholung des Tages wird nicht langweilig, weil der Fokus auf verschiedene Sachen gelegt wird. Am bemerkenswertesten finde ich aber die Entwicklung des Hauptcharakters. Für Spence vergeht natürlich viel mehr Zeit als ein Tag und das merkt man auch an seinen Gedanken und Handlungen. Bei ein paar Tagen war ich wirklich traurig, dass sie einfach weg waren und für niemanden außer für Spence wirklich passiert sind. Und auch die anderen Charaktere werden facettenreich dargestellt. Vor allem Clara fand ich total interessant. Das Buch spricht dabei auf eine sehr gute Art und Weise ernste Themen an, ist aber deswegen auch nicht etwas für jedermann.
Der Schreibstil ist etwas speziell, hat mir aber sehr gut gefallen. Am Anfang hab ich etwas gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen, die zweite Hälfte des Buches habe ich aber in wenigen Tagen gelesen. Ich habe mir sogar einige Zitate rausgeschrieben. Am meisten mag ich: "All die Sterne da könnten vielleicht schon tot sein."
Negativ anzumerken sind aber die ganzen Rechtschreib- und Zeichensetzfehler und fehlenden Leerzeichen. Diese häufen sich überdurchschnittlich oft und sind schon auch ein Störfaktor.
Letztendlich würde ich das Buch aber trotzdem weiterempfehlen, weil es irgendwie etwas einzigartiges an sich hat.

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Veröffentlicht am 11.03.2023

Außergewöhnlich

Kollektorgang
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Mario ist tot. Gestorben mit 13. Wie? Das erzählt er uns von seinem Grab aus.
Ein ganz besonderes, außergewöhnliches Leseerlebnis. In sehr kurzen Kapiteln erzählt Mario seine Geschichte. Dabei ...

Mario ist tot. Gestorben mit 13. Wie? Das erzählt er uns von seinem Grab aus.
Ein ganz besonderes, außergewöhnliches Leseerlebnis. In sehr kurzen Kapiteln erzählt Mario seine Geschichte. Dabei sind die diese teilweise zusammenhangslos aneinandergereiht, weshalb das Buch ein wenig anspruchsvoll ist. Und trotzdem ergibt die Geschichte am Ende Sinn.
Dabei wählt David Blum immer genau die richtigen Worte - einige Passagen hätte ich mir herausschreiben sollen - und weiß er genau mit den Dimensionen der deutschen Sprache umzugehen.
Zwischenzeitlich hatte ich ein wenig das Gefühl, ich würde eine Schullektüre lesen, weil viele Szenen so nebulos und vage beschrieben werden und es sehr viel Interpretationsspielraum gibt. Außerdem ist gegen Ende nicht alles ganz aufgeklärt und darf man sich doch einige Sachen selbst auf seine Art und Weise zusammenreimen.
Sehr interessant fand ich die Beschreibung von Marios Tod und danach, beziehungsweise wie Mario das erlebt hat und welche Vorstellung des Todes David Blum erzählt.
"Kollektorgang" kann ich nur empfehlen. Trotz der kurzen Länge ist es nicht sehr einfach zu lesen, es hat aber viel Tiefgang und regt interessante Gedankengänge an. Ich bleibe außerdem bei meiner Meinung, dass es eine gute Schullektüre abgibt.

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Veröffentlicht am 13.12.2022

Berührend

Als die Welt zerbrach
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"Als die Welt zerbrach" von John Boyne.
Eine für mich sehr berührende Geschichte. Die Protagonistin Gretel erzählt über Erinnerungen und Gedankengängen wie sie auf den Holocaust und den 2. Weltkrieg ...

"Als die Welt zerbrach" von John Boyne.
Eine für mich sehr berührende Geschichte. Die Protagonistin Gretel erzählt über Erinnerungen und Gedankengängen wie sie auf den Holocaust und den 2. Weltkrieg zurückblickt. Dabei ist sie im einen Moment ein Mädchen, das als Tochter eines NS Täters Deutschland verlassen musste und den Verlust ihres Bruders zu tragen lernt und im Wechsel ist sie die verwitterte ältere Frau, welche auf ihr Leben zurückblickt.
Wie fasst man Fuß in einem Leben, dass sich von Erinnerungen geprägt nie frei anfühlen kann, weil einem die Schuld im Nacken sitzt? Wie geht man damit um, so tief in der Grausamkeit drin gewesen zu sein und trotzdem nach vorne blicken zu müssen? Wieviel kann man einem jungen Erwachsenen vorwerfen und wie prägen einen Menschen diese Fragen bis ins höchste Alter hinein. Der Wechsel zwischen der Sicht der Protagonistin im jungen Alter und nach einem von Erfahrungen geprägten Leben, sorgt für ein breiteres Verständnis der Geschichte Gretels. Durch den bindenden Schreibstil John Boyne's lässt sich das Buch kaum aus der Hand legen.
Die Geschichte berührt und setzt sich fest. Ein Buch, dass ich so schnell nicht vergessen werde.

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