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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.03.2017

Leider zu verschachtelt...

Die Engel warten nicht
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Zu diesem Buch eine Rezension zu schreiben ist nicht so ganz einfach, weil es nicht nur wirklich langweilig war, weil Dirk van Versendaal wirklich wahnsinnig viele Ideen in das Buch packen wollte und ...

Zu diesem Buch eine Rezension zu schreiben ist nicht so ganz einfach, weil es nicht nur wirklich langweilig war, weil Dirk van Versendaal wirklich wahnsinnig viele Ideen in das Buch packen wollte und sie dabei einfach verheddert hat, wodurch man als Leser einfach den Überblick über die ganze Verwicklungen verliert und dann wird doch Rückblenden (die zwar als solche überschrieben sind) noch mehr Verwirrung für den Leser gestiften.

Also wir haben erstmal den wirklich gut klingenden Klappentext, der eigentlich auf einen wirklich interessanten Krimi schliessen lässt, aber leider kann der Klappentext nicht das halten, was er verspricht.
Einen kurzen Handlungsabriss kann man trozdem versuchen, in wenige Sätze zu packen: Knut Giovanni Myrbäck und Jan Holzapfel sind Autodiebe, die einen Audi Q7 in Auftragstehlen sollen. Dieser Diebstahl sorgt allerdings dafür, dass sie plötzlich in eine Bedrängnis geraten, welche sie zwingt, zu Jans Schwester Heidi, die in Nynäshamm, eine Kleinstadt südlich von Stockholm lebt, zu flüchten. In dem Auto befand sich nämlich ein Kästchen und in diesem Kästchen befindet sich ein Geheimnis, was mit Geld nicht zu bezahlen ist, was aber Menschenleben kosten könnte. Bei Heidi lebt gerade die verletzte Sassie, die sich den diebischen Duo anschliesst und dadurch, ebenso wie Heidi, in einen gefährliche Lage gerät...

Soweit kommt man mit der Handlung noch klar, aber leider wird es danach sehr verwirrend, zeitweise hat man das Gefühl, man liest einen Polizeibericht, weil man die Emotionen gar nichterst aufkommen. Es ird zwar immer wieder bedroht und erpresst, aber trotzdem ist man dadurch nicht mitgenommen, weil man manchmal den Sinn hinter der Drohung gar nicht so wirklich wahrnimmt.
Ähnlich verhält es sich auch mit den Charakteren, etwas erfährt man über sie, aber leider kann man hinterher nicht sagen, dass man die Charakter einschätzen oder gar beurteilen kann. Sie sind eben da, aber zeigen trotzdem nicht wirklich, das sie zur Handlung gehören.

Die Handlung im Buch plätschert leider nur so vor sich hin, schafft es aber zu keinem Zeitpunkt, mich wirklich zu fesseln, was schade ist, da die Grundidee zwar komplex, aber durchaus umsetzbar gewesen wäre, was aber Dirk van Versendaal nicht zu gelingen vermag.

Fazit:
Dirk van Versendaal versucht in seinem Buch, wirklich viele Ideen verarbeiten zu wollen, wodurch aber sowohl die Handlung, wie auch die Spannung sehr leidet. Ähnlich geht es einem leider auch mit den Charakteren, da man sie nicht wirklich kennenlernen kann, weil man sie nur als Beiwerk wahrnimmt. Der Plot ist eine gute Idee, aber die Umsetzung ist schwach und unspannend, was das ganze Buch leider schnell in der Vergessenheit geraten lässt.

Veröffentlicht am 04.12.2016

Leider zu flach...

Sahnehäubchen
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Zunächst erst einmal zum Cover, es ist wirklich süß gemacht, eben so süßlich wie die Geschichte, die sie enthält und leider auch so klebrig.
Nina ist an sich eine starke Frau, die ihren Job in einer PR-Agentur ...

Zunächst erst einmal zum Cover, es ist wirklich süß gemacht, eben so süßlich wie die Geschichte, die sie enthält und leider auch so klebrig.
Nina ist an sich eine starke Frau, die ihren Job in einer PR-Agentur eigentlich lieb, bis ihr Tom vorgesetzt wird, seines Zeichens Sohn eines reichen Verlegers, der denkt, dass das Leben eher ein Spiel ist. Also dann auch noch Nina das neue Buch von Dwaine - einem Macho, wie er im Buche steht - in Deutschland PR-technisch betreuen soll, ist das Chaos um Nina perfekt und die Katastrophen vorprogrammiert...
Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive von Nina erzählt und gerade das macht es etwas schwer, das Buch wirklich locker und leicht zu lesen. Nina ist als Charakter recht komplex und leider ist sie so gar nicht die Person, mit der man sich als Leser identifizieren kann. Sie ist sehr egoistisch und gerade das macht es für den Leser schwer, weil man immer nur den Vorteil von Nina sieht, aber dadurch die anderen Charaktere sehr in den Hintergrund rücken und verschwimmen. Neben dem Egoismus ist Nina auch eine Nörglerin, sie muss einfach an allem etwas auszusetzen haben, was über die Zeit wirklich anstrengend wird.
Auch von Romantik oder Erotik ist leider keine Spur in dem Buch zu finden und auch gerade die Romantik ist in solchen Konstellationen schon wichtig, damit man sich als Leserin einer Frauenromans wohl fühlt und so ein kleines Bonbon erlebt, aber das geht hier leider komplett weg.
Die Gestaltung der Geschichte ist recht flach gehalten, es ist kein grosser Spannungsbogen zu finden und leider ist die Geschichte auch recht klischeehaft und mit solchen einfacher Klischees sollte man dann schon klar kommen. Natürlich liegt hier das typische Klischee von der starken Frau, die auf einen Macho trifft vor und leider ist das schon etwas zu stark umgesetzt wurden.
Der Plot und das Cover ist gut, dem Rest des Buches kann nicht wirklich punkten, weil die Geschichte nicht nur klischeehaft sondern auch recht langweilig ist.

Veröffentlicht am 25.09.2016

Kann man lesen, muss man aber nicht...

Und plötzlich gehörst du ihm
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Das Cover soll sicher Merel zeigen, die ausserhalb der Szenerie im Hintergrund steht. Ihr Gesicht wirkt traurig und verlassen. An sich passt das Cover recht gut zum Rest der Geschichte.
Merel lernt Mike ...

Das Cover soll sicher Merel zeigen, die ausserhalb der Szenerie im Hintergrund steht. Ihr Gesicht wirkt traurig und verlassen. An sich passt das Cover recht gut zum Rest der Geschichte.
Merel lernt Mike kennen und verliebt sich nicht auf den ersten Blick in ihn, es ist eher ein schleichender Prozess, der sich zieht. Mike scheint an sich auch schon kein Traummann zu sein, wie sich im Laufe der Geschichte immer und immer wieder zeigt.
Merel empfinde man im Buch immer wieder als sehr naiv und kurzsichtig, was sich auch an ihrem Alter liegt. Sie zeigt einfach, dass sie die Folgen ihrer Handlungen gar nicht überdenkt.
Mike ist ein Mann, der eigentlich immer nur versucht, möglichst leicht durchs Leben zu kommen. Aber er weiss genau, wie er Merel immer und immer wieder um den Finger wickeln kann.
Richtig in Fahrt kommt die Geschichte aber erst im letzten Drittel des Buches, der erste Sex kommt erst auf Seite 121 kurz zur Sprache, aber mehr als spannend erfährt man darüber nicht.
Danach plätschert die Geschichte so weiter vor sich hin, bevor es am Ende des Buches nochmal etwas heftiger wird, allerdings nur in dem Sinne, dass Merle zum Sex mit Freiern gezwungen werden soll, aber es kommt dazu nicht. Erst jetzt, zum Ende des Buches kommen Menschen ins Spiel, die Merle wirklich helfen wollen, aber das sind alles Massnahmen, die man hätte schon 100 Seiten eher im Buch hätte haben wollen, nur liegt der Höhepunkt und das Ende des Buches fast gleich auf und somit ist die Spannungskurve nicht wirklich gegeben. An sich kann man die Geschichte als sehr langatmig beschreiben und man hat nicht wirklich immer wieder gefragt, warum gerade die Mütter oder die Ämter nicht eingreifen, immerhin ist Merle erst 15 Jahre alt.
An sich liest sich das Buch regt unspektakulär und wirklich teilweise unglaubwürdig, aber es kann auch sein, dass Merle in dem Fall einfach ein Fall ist, der durchrutscht ist, aber spätestens in dem Moment, als die Mitarbeiterin vom Jugendamt mit Merle spricht und merkt, dass sie aus der Situation hinaus will, sollte etwas passiert, tut es aber auch nicht wirklich und das macht stutzig.

Fazit:
Ein interessanter Plot, der leider recht schwach umgesetzt wird. Das Ansinnen versteht man, dass man die Öffentlichkeit vor dem Phänomen der Loverboys warnen will, aber mit diesem Buch ist das sicher schwer möglich, da die Geschichte sich eher zieht und man immer das Gefühl hat, dass man hätte eingreifen müssen, aber keiner scheint etwas zu tun oder sich Sorgen zu machen. Die Geschichte zieht sich zu sehr und wirklich ein Spannungsbogen ist leider nicht vorhanden.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Nicht wirklich besser als Band 1...

Holly. Die gestohlenen Tagebücher
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Das Cover erinnert stark an eine Frauenzeitschrift, mit dem Preis von 5 € kann man das Buch auch eher mit einer modernde Frauenzeitschrift gleichsetzen und es verleitet durch den Preis wirklich zu einem ...

Das Cover erinnert stark an eine Frauenzeitschrift, mit dem Preis von 5 € kann man das Buch auch eher mit einer modernde Frauenzeitschrift gleichsetzen und es verleitet durch den Preis wirklich zu einem echten Spontankauf. Auch die Idee, dass Holly insgesamt 6 Monate lang (also einmal im Monat) erscheint, erinnert sehr an gängige Frauenmagazine. Es ist also wie eine Soap im Buchformat aufgebaut und so kam es auch, dass gleich die ersten beiden Bücher bei mir landeten.
Mit dem 2. Band der Reihe schliesst man an den 1. Band nahtlos an, die Chefredakteurin Annika Stassen ist immer noch verschwunden und keiner hat wirklich eine Idee, wie es nun weitergehen soll mit Holly. Deswegen will man nun eine neue Frau an die Spitze holen, Christa von Hutten, die man zuerst von Holly weggeschickt, aber nun wieder zurückholen will. Keine so gute Idee, wie sich herausstellt, denn Christa von Hutten kämpft mit ihren eigenen Dämonen...
Wie schon in Band 1 behält man hier den Drehbuchstil bei, viele Personen aus Band 1 tauchen wieder auf, die aber immer noch nicht im Gedächtnis bleiben, weil nun die Dialoge auch noch recht plump daher kommen und so die kaum vorhandene Spannung noch weiter nach unten zieht.
An sich bleibt Anna Friedrich ihrem Stil vom 1. Band treu, was bekannt vorkommt, nun kommt da gefühlsmäßig nichts auf, weil es einfach alles zu verworren wird und man nicht wirklich durchschaut, was und wer nun wirklich passiert.
Das Ende der 160 Seiten ist auch wieder offen, was den Stil der Reihe wahrscheinlich unterstreichen soll, nur bleibt man leider mehr Fragen als Antworten offen und so sinkt Holly leider noch weiter in ihre Qualität nach unten.

Fazit:
Mit der Covergestaltung und dem Klappentext hat man wirklich einen Aufreisser, aber leider hält der Inhalt nicht, was die Verpackung verspricht und daher überzeugt Holly nicht wirklich. Also man kann es lesen, weil die 160 Seiten sind schnell weggelesen, aber leider kann Holly hier noch weniger als im Band 1 überzeugen. Die Charaktere bleiben blass, die Geschichte verwirrt immer noch und leider werden auch die verschiedenen Beziehungen immer verworrener.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Wenn das mal real wäre...

5 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich
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Zum Cover kann man sagen, es passt, es geht um Online-Bewertungen und die meisten Portale verwenden die Sterne für ihre Bewertungen, daher ist das Cover recht passend. Ob man nun die Satire von 5 auf 4 ...

Zum Cover kann man sagen, es passt, es geht um Online-Bewertungen und die meisten Portale verwenden die Sterne für ihre Bewertungen, daher ist das Cover recht passend. Ob man nun die Satire von 5 auf 4 Kunden versteht, kann man mal dahin gestellt lassen.
Das größte Problem an diesem Buch ist eigentlich, dass keine der Bewertungen real ist. Die Begründung darin liegt im Datenschutz, aber gerade deswegen kauft man ja so ein Buch, damit man mal sieht, was andere Menschen über die Weltliteratur denken, aber so wirklich kommt man mit dem Buch da nicht weiter. Zudem sind manche erfundene Meinungen einfach nur zu sehr an den Haaren herbeigezogen.
An sich ist die Idee nicht schlecht, mal die Bücher im Spiegel der Leser zu sehen und das Cover ist auch recht gut und passend, mehr aber leider nicht. Wer mal lachen will, kann sich das Buch sicher mal anschauen, aber wer wirkliche Meinungen lesen will, ist sicher in dem einen oder anderen Bewertungsportal besser aufgehoben als in diesem Buch.